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Totale Atom-Abrüstung - wie realistisch ist Obamas Vorschlag?

Die USA werden sich für eine "atomwaffenfreie Welt" einsetzen. Dies verkündete Barack Obama in Prag. Für wie realistisch halten Sie den Vorschlag?
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die USA werden sich für eine "atomwaffenfreie Welt" einsetzen. Dies verkündete Barack Obama in Prag. Für wie realistisch halten Sie den Vorschlag?
    Für absolut unrealistisch und weltfremd. Pure Träumerei. Das Wissen um die Bombe, sowie das technologische know how ist nicht mehr zu eleminieren. Eine effektive Kontrolle ist unmöglich und die potenziellen Verlierer wären die Naiven. Dann nämlich, wenn irgendwelche Schurken heimlich neue Atomwaffen bauen und damit die Welt bedrohen. Oder noch einfacher: gar nicht alle A-bomben abrüsten und gleich welche zurücklegen - für alle Fälle.

    Wer den Menschen kennt und dessen Geschichte kann solchen Phantastereien nicht anhängen.
  2. #2

    Totale Abruestung und anderes von B H Obama

    -BHO rettet Nato-Regierungen vor Gipfelblamage,
    -OHB verspricht Welt ohne Atomwaffen...

    usw selbst inszenierung; dass errinnert mich an:

    Die Stuecke werden immer laenger, die Regisseure scheinen sich immer mehr selbst verwirklichen zu wollen. Heinz Ruehmann.

    Danke an DW-Homepage!
  3. #3

    Ob realistisch oder nicht, was zählt ist, daß sich endlich überhaupt mal ein amerikanischer Präsident strikt gegen Atomwaffen ausspricht. Vor allem einer, der als erstes bei sich selbst anfängt sein Arsenal zu reduzieren, anstatt anderen nur Dinge diktieren zu wollen, die er selbst aber nicht einhalten will.

    Selbst wenn Obama dahingehend nur einen kleinen Erfolg erzielen kann, hat er damit die Welt immerhin ein bißchen besser gemacht.
  4. #4

    Lachnummer

    ...wie wir uns erinnern, gehören die USA zu den Staaten, die den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet haben. Das, und die Verschrottung des eigenen Arsenals wäre ein Anfang.
    Aber den Anfang sollen natürlich "die Anderen" machen.
    Herr Obama gerät langsam zur Lachnummer.
  5. #5

    Erst nach Einsatz...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die USA werden sich für eine "atomwaffenfreie Welt" einsetzen. Dies verkündete Barack Obama in Prag. Für wie realistisch halten Sie den Vorschlag?
    Ich fürchte, eine atomwaffenfreie Welt werden wir erst haben, wenn die Dinger in einem Krieg “verbraucht” wurden.
    Die Veranstaltungen zum G 20 - Gipfel und die Feiern zum 60. Natojubiliäum gleichen m.E. Totentänzen. Was nun wahrscheinlich folgt, kann man nur noch mit dem Wort “Wahnsinn” umschreiben. Ich vermeide im Allgemeinen, etwas zum äußeren Erscheinungsbild von Politikern zu sagern. Aber Barack Obama erinnert mich irgendwie an einen Bestatter.
  6. #6

    Ilosorisch

    Es scheint, als hat Obama doch nicht all zu viel drauf, wenn er sich jetzt zu solch einer Propagandanummer versteigt. Na schön, die weltfremden westlichen Gutmenschen werden ihm zuhören und in den USA vielleicht auch wiederwählen. Daß er sein Land nicht entwaffnet, dafür werden schon die dort etablierten Lobbykräfte sowie Rußland, China, Pakistan, Nordkoreaner und demnächst der Iran sorgen. Zudem scheint es durchaus so zu sein, daß der Atomwaffenbesitz bisher so etwas wie eine Beißhemmung mit sich bringt; Abschreckung eben, die die Menschheit braucht, um nicht im großen Stil aufeinander loszugehen.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die USA werden sich für eine "atomwaffenfreie Welt" einsetzen. Dies verkündete Barack Obama in Prag. Für wie realistisch halten Sie den Vorschlag?
    Kann man bereits vorhandenes Wissen rückgängig machen oder Atomwaffen zerstören?
    Wenn ja, halte ich das für realistisch.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die USA werden sich für eine "atomwaffenfreie Welt" einsetzen. Dies verkündete Barack Obama in Prag. Für wie realistisch halten Sie den Vorschlag?
    Die Wahrscheinlichkeit einer totalen Abrüstung ist gleich Null.
    Denn mit Argumenten erreicht man viel, aber mit Argumenten und der Androhung von einigen Megatonnen Sprengkraft eben doch mehr.

    Nordkorea wird seine Ambitionen vielleicht aufgeben, wenn Kim weg ist, so wie es auch in Südafrika der Fall war. Bleiben noch acht Staaten, die bestimmt nicht abrüsten werden.
  9. #9

    ...

    Selbst, wenn die USA als "leuchtendes Vorbild" 90 Prozent ihrer Atomwaffen verschrotten würde, bliebe immer noch ein ausreichendes Arsenal übrig.

    Aus wirtschaflicher Sicht wäre es sogar ein gutes Geschäft, denn eine Verringerung der Basen würde auch enorme Kosten sparen.

    Trotz alledem: Jede A-Waffe weniger ist auch natürlich ein Stück Risiko weniger.

    Man muss jetzt einfach abwarten, wie ernst Obama es wirklich meint und wie die anderen reagieren.

    Briten, Franzosen und möglicherweise sogar den Russen traue ich es noch am ehesten zu. Indien, Israel, Nordkorea, Pakistan und China nicht, was bei den jeweiligen atomwaffenfreien Nachbarn logischer und verständlicher Weise Begehrlichkeiten weckt. Und daran dürfte es dann wohl leider auch scheitern.

    Andererseits kann man natürlich auch nicht einfach vom Tisch wischen, dass die gegenseitige atomare Abschreckung bisher politisch durchaus funktioniert hat.


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