Syrien - Kann der Westen das Blutvergießen stoppen?

Die Lage in Syrien eskaliert, die Kämpfe fordern täglich Opfer, auch unter Frauen und Kindern. China und Russland haben gegen eine UN-Resolution votiert, und nichts scheint den syrischen Staatschef derzeit in seinem Kampf gegen die Opposition zu bremsen. Hat der Westen eine Chance, das Blutvergießen zu stoppen?
  1. #1470

    Sie haben da sicher etwas...

    Zitat von maxi-mus Beitrag anzeigen
    Ein gepflegtes Chaos, der Ihnen lieber ist, bedeutet im Nahen Osten totale Staatlosigkeit, Religions- und Stammeskriege, Massenopfer und Vertreibungen, Gesetzeslosigkeit und die Macht des Staerkeren. Es gibt genug Beispiele dafuer: Lebanon, Irak, Jemen, sogar Tschetschenien zu Dudajews Zeiten. Sie sollen sich im klaren darueber sein, dass die Gegner Assads kaum sich um das Volk kuemmern, sondern eher an eigenes Wohlergehen. Die Begeisterten Demonstranten und Anhaenger werden mit Maerchen, das alles besser wird, gelockt. Wobei ich an ihrer ehrlichen Begeisterung nicht zweifle. Mir ist jedoch unklar, welche Unannehmlichkeiten Assads Regime den Unzufriedenen bereitet hat, dass sie seinen Abgang fordern. Es gibt keine Informationen ueber sadistische Methoden seines Regimes, Bevoelkerungsarmut und Unterdrueckung. Es sieht vielmehr danach aus, dass Assad einigen Nachbarlaendern sehr unbequem ist. Wobei diese Staaten keinesfalls demokratisch und freiheitlich sind.
    ...völlig falsch verstanden.
    Lesen Sie noch einmal den Post, auf den ich antwortete, dann meine Antwort. Ich bin sicher, dann fällt der Groschen. Inhaltlich gehe ich jetzt nicht auf Ihren Beitrag ein, da er ja auf der falschen Voraussetzung fußt, ich bevorzuge Chaos in Syrien.

    Was Ihre Unklarheiten mit den "Unannehmlichkeiten", die das Assad Regime bereitet, betrifft, einfach staunenswert, tut mir leid, das ist mir zu arg verharmlosend / Es gibt keine Informationen?
  2. #1471

    Wie man Kriege möglich macht!

    Zitat von HansEngler Beitrag anzeigen
    Wer aber die die SR-Resolutionen und andere Dokumente dieser Zeit anschaut, der wird schnell merken, dass der Krieg auch ohne diese Luege begonnen haette. Bush wollte die voelkerrechtswidrige Annexion Kuwaits und die damit verbundene Bedrohung anderer Golfstaaten nicht hinnehmen, und Saddam Hussein wollte nicht nachgeben.
    Das behaupten Sie heute unter Auslassung anderer Faktoren und Tatsachen!
    Abgesehen davon, dass eine US-Botschafterin April Glaspie vor dem Einmarsch in Kuwait Saddam persönlich grünes Licht gab, wie die USA zuvor auch seinen Krieg gegen den Iran unwidersprochen ließ und ihn sogar aktiv dabei unterstützte. Welche Rolle spielte da das Völkerrecht? Welche Rolle spielte für die USA selbst das Völkerrecht, als sie Panama angriffen? Welche Sanktionen erfolgten 1969 gegen Südafrika, als dieses Namibia annektierte? Warum hat man nicht Kapstadt bombardiert, wie man es mit Bagdad nach der Annexion Kuwaits tat, obwohl man doch lange mit Saddam gemeinsame Sache gemacht hatte?
    Also der von Ihnen genannte Grund für einen Krieg war damals so wenig stichhaltig wie beim späteren Golfkrieg des Bushsohnes!
    Sie weisen auf die damaligen UN-Resolutionen hin, die – wie so oft - unter der Choreographie der USA zustande kamen. Denn Sie verschweigen, wie es schon damals versucht wurde, dass am 2. Januar 1990 der Irak sich bereit erklärt hatte, wie es ein hochrangiger US-Regierungsbeamter hatte verlauten lassen, sich aus Kuwait zurückzuziehen. Die Bedingung war, dass der Sicherheitsrat den Nahostkonflikt und das Problem der Massenvernichtungswaffen auf die Tagesordnung setzte. Nichts wäre dringender erforderlich gewesen als die Klärung dieser Frage!
    Das Problem sollte wohl erhalten bleiben als Katalysator für weitere Konflikte in der Region, siehe Syrien und Iran, die vielleicht damals durch eine ehrliche und faire Lösung des bestehenden Grundproblems der Region hätten vermeiden können.
    Außerdem möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass, bevor im Irak die Bomben fielen, ABC und die Washington Post eine Umfrage veranstalteten. Die Frage war, ob man es begrüßen würde, wenn der Irak sich unter der Bedingung aus Kuwait zurückzöge, dass der UN-Sicherheitsrat sich mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt beschäftigte.
    Obwohl Zweidrittel der Befragten, ohne durch die Medien zu wissen, dass der Irak einen solchen Vorschlag gemacht hatte, dafür waren, hielten es die Medien für keine so gute Idee, weil sich die Regierung für ein solches diplomatisches „Junktim“ entschieden hatte. Die Medien fügten sich der vorgegebenen politischen Entscheidung des Establishments, obschon jeder vernünftige Mensch, der für den Frieden war, diesem irakischen Vorschlag wohl zugestimmt hätte. Statt 66 Prozent wären es wohl über neunzig Prozent dann gewesen!
    Die Brutkasten-Story hat dann in dieser bewusst diffus gehaltenen Nachrichtenlage es schließlich ermöglicht – moralisch entrüstet und selbstgerecht - in den Krieg zu ziehen!

    Meinen Sie wirklich, dass es in anderen Konflikten dieser Weltregion anders zugeht?
  3. #1472

    Korrektur!

    Zitat von anathema Beitrag anzeigen
    Obwohl Zweidrittel der Befragten, ohne durch die Medien zu wissen, dass der Irak einen solchen Vorschlag gemacht hatte, dafür waren, hielt es für keine so gute Idee, weil sich die Regierung für ein solches diplomatisches „Junktim“ entschieden hatte.
    Logischerweise muss es natürlich heißen:
    „Obwohl Zweidrittel der Befragten, ohne durch die Medien zu wissen, dass der Irak einen solchen Vorschlag gemacht hatte, dafür waren, hielt es die Presse für keine so gute Idee, weil sich die Regierung nicht für ein solches diplomatisches „Junktim“ entschieden hatte.“

    Mit der Bitte um Nachsicht!
  4. #1473

    Zitat von anathema Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon, dass eine US-Botschafterin April Glaspie vor dem Einmarsch in Kuwait Saddam persönlich grünes Licht gab ...
    Was hat das nun wieder mit der Brutkastenluege zu tun? Es war ein Versagen einer hohen Angestellten im State Department.
    Welche Rolle spielte da [im Iran-Irak-Krieg] das Völkerrecht?
    Fragen Sie das den UN-SR. Mit der Brutkastenluege hat das nichts zu tun.
    Welche Rolle spielte für die USA selbst das Völkerrecht, als sie Panama angriffen?
    Fragen Sie das den UN-SR. Mit der Brutkastenluege hat das nichts zu tun.
    Welche Sanktionen erfolgten 1969 gegen Südafrika, als dieses Namibia annektierte?
    Fragen Sie das den UN-SR. Mit der Brutkastenluege hat das nichts zu tun.
    Usw. Usf.

    Sehen Sie wie langweilig das ist? Sie wollen vom hundertsten ins Tausendste gehen, nur weil Ihnen zur eigentlichen Frage (was trug die Brutkastenluege zum Irak-Krieg bei) nichts einfaellt.

    Sie weisen auf die damaligen UN-Resolutionen hin, die – wie so oft - unter der Choreographie der USA zustande kamen. Denn Sie verschweigen, wie es schon damals versucht wurde, dass am 2. Januar 1990 der Irak sich bereit erklärt hatte, wie es ein hochrangiger US-Regierungsbeamter hatte verlauten lassen, sich aus Kuwait zurückzuziehen.
    Wieso hat der Irak das nicht einfach getan? Er hatte 13 Tage Zeit. Am mangelnden Sprit hat es doch wohl nicht gelegen.

    Die Bedingung war, dass der Sicherheitsrat den Nahostkonflikt und das Problem der Massenvernichtungswaffen auf die Tagesordnung setzte.
    Der Irak war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Position, die Tagesordnung des SR beeinflussen zu koennen. Warum aber hat der Irak nicht diesen Vorschlag schon einen Tag nach dem Einmarsch, am 3.8.90, gemacht, wenn es nur um diese Frage ging?

    Das Ganze ist von Saddam Hussein ganz offenbar herrlich vergeigt worden.
  5. #1474

    Zitat von Frosta Beitrag anzeigen
    Ich habe übrigens mittlerweile rausgefunden, dass man für die Produktion einer Wasserstoffbombe weder Uran noch Plutonium braucht, und sich eine thermonukleare Reaktion mit normalen Sprengstoff in einer Hohlladungsanordnung mittels konvergenter Detonationsverdichtungsstöße (Shockwellen) auf ein Deuterium und Tritium Gemisch auslösen läßt.
    Ist das schon in der wissenschaftlichen Literatur veroeffentlicht? Dafuer wuerden Sie bestimmt den Nobelpreis bekommen.
  6. #1475

    Zitat von Frosta Beitrag anzeigen
    ...

    Im übrigen deckt sich meine Analyse vom 15.03.2012 mit vielem was Herr Scholl-Latour, ein ausgewiesener Nahost-Experte, in dieser Sendung ausgeführt hat.
    "Von NATO Staaten ausgebildete und mit Waffen versorgte Terrorgruppen schießen auf syrische Soldaten und Zivilisten."

    Der erste Satz Ihrer wiederholt von Ihnen verlinkten eigenen "Analyse".

    Ja, ja, das Selbstzitat. Nothing sounds as sweet as my name.;-)
    Mag sein, dass die sich mit vielen Ausführungen Scholl-Latours deckt, obwohl ich nicht glaube, dass der so platt "analysiert".
    Aber warum so bescheiden?
    Ihre "Analyse" deckt sich doch nicht nur mit vielen, sondern mit allen!! Ausführungen der amtlichen syrischen Propaganda.
    Die werden bei Ihnen abgeschrieben haben! Hätten jedenfalls Ihren Namen nennen können! ;-)
  7. #1476

    Substanzlos!

    Zitat von klauslynx Beitrag anzeigen
    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Sie ohne jedes ernsthafte Wissen
    tatsächlich ein sehr glückliches Leben führen.
    Ein Leben nach den Schlagzeilen irgendeines dubiosen Kreisblattes, großbürgerlichen Zeitungen oder einem rechts zusammengesetzten
    Stammtisch. Eben ein echter Oberleutnant der Reserve, mit gewerkschaftsfeindlichen Grundhaltungen, richtig so ein freier Beruf als Anwalt.
    Anhänger Winston Churchills ? Vorsicht, trotz aller Sprüche war der kein Demokrat.
    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wenn einige die Substanz eines Beitrages nicht erfassen und keine Argumente aus ihrem "ernsthaften Wissen" sich daraus ergeben, der Weg der persönlichen Beurteilung gewählt, zur Entkräftung der nicht erfassten Aussage.

    Aber wenn es einen glücklich macht.
  8. #1477

    Ich hätte schon gerne..

    Zitat von Kalleblom Beitrag anzeigen
    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wenn einige die Substanz eines Beitrages nicht erfassen und keine Argumente aus ihrem "ernsthaften Wissen" sich daraus ergeben, der Weg der persönlichen Beurteilung gewählt, zur Entkräftung der nicht erfassten Aussage.

    Aber wenn es einen glücklich macht.
    Ich hätte schon gerne die Substanz erkannt, aber es ist ernsthaft nichts vorhanden.Finden Sie es nicht gut, wenn jemand ein persönliches Urteil
    abgibt und nicht irgendwelche vorgegebenen Sachen Nachplappert ?
    Das war eigentlich nur das "Echo aus dem Wald" auf den Beitrag des "Winston" auf einem Beitrag der ihm nicht in sein Weltbild passte.
  9. #1478

    Zitat von Frosta Beitrag anzeigen

    Im übrigen deckt sich meine Analyse vom 15.03.2012 mit vielem was Herr Scholl-Latour, ein ausgewiesener Nahost-Experte, in dieser Sendung ausgeführt hat.
    Ich habe Scholl-Latours Einlassungen gelesen. Er hat in vielem nicht so unrecht. Was er aber nicht macht. Ihre (und die der jungen Welt) Behauptungen zu bestätigen. Seine Analyse ist schon ein Schlag ideologiefreier als Ihre Thesen.
  10. #1479

    Simple „Potatoes“ tatsächlich als wahres Potentatentum?

    Zitat von Claes Elfszoon Beitrag anzeigen
    Habe ich - durch den ganzen ornitholgischen Mumpitz hindurch - Sie jetzt so zu verstehen, …
    „zu verstehen“ haben Sie nun gar nichts können, da Sie meinen Beitrag als „ornitholgischen Mumpitz“, was das auch immer sein mag, verstanden zu haben glauben!

    Es hatte am Rande nur mit dem volatilen Federvieh zu tun, vielmehr jedoch mit dem Farbkontrast zwischen Schwarz und Weiß, wobei bewusst der vom Diskutanten insinuierte Kontrast von „bloed“ und „weise“ nicht aufgegriffen wurde!
    Zitat von Claes Elfszoon
    Nach diesem Muster kann es in Syrien ja auch nicht um einen eitlen Despoten gehen, der sich schon als einziger sah, der den arabischen Frühling übersteht ...
    Das „Muster“ der US-Propaganda ist nach dem Irak- und dem bevorstehenden Irankrieg hinreichend bekannt und wird nun an Assad wieder einmal als Interludium auf seine PR-Tauglichkeit überprüft.
    Zitat von Claes Elfszoon
    Oje - wie mächtig mag die Kartoffel noch sein? Beantwortet sie uns doch so viele Fragen!
    Nicht wie „mächtig“, sondern wie „heiß“ mögen die US-Potatoes bis zum endgültigen cooling-down immer noch sein, denn nach dem Ende des sog. Kalten Krieges bereiten ausgerechnet sie uns doch immer noch „so viele Fragen“!

    Ein dirty little war der USA reiht sich nicht nur seit 1990 an den anderen, Menschen- und Völkerrecht missachtend bis an das Ende ihrer finanziellen Möglichkeiten, wozu sie als leibhaftige globale Diaboli Vasallen und die finanzielle Belastbarkeit der Restmenschheit skrupellos beanspruchen!