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Stasi-Täter-Outing: Pranger oder Aufklärung?

17 Jahre nach der Wende werden die Strukturen der Stasi dank Web-Services immer transparenter. Doch die Outings sind umstritten: Sollte man die Erinnerung auf diese Weise wach halten?
  1. #1

    Überflüssig!!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    17 Jahre nach der Wende werden die Strukturen der Stasi dank Web-Services immer transparenter. Doch die Outings sind umstritten: Sollte man die Erinnerung auf diese Weise wach halten?
    Wen oder was interessiert das eigentlich?? Die Westdeutschen hat es nie, entgegen der Meinung auch des Spiegels (massenhaft Stasi-Geschichtchen), interesiert und der Rest wird wohl langsam auch genug haben.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    17 Jahre nach der Wende werden die Strukturen der Stasi dank Web-Services immer transparenter. Doch die Outings sind umstritten: Sollte man die Erinnerung auf diese Weise wach halten?
    WARUM NICHT ???

    Oder soll wieder alles totgeschwiegen werden? Oder soll wieder alles "vergessen" werden?
    Nur damit die ehemaligen Täter ihre "wohlverdiente Ruhe" haben???
  3. #3

    Akten zu - Geschichte tot

    Zitat von af1755 Beitrag anzeigen
    Wen oder was interessiert das eigentlich?? Die Westdeutschen hat es nie, entgegen der Meinung auch des Spiegels (massenhaft Stasi-Geschichtchen), interesiert und der Rest wird wohl langsam auch genug haben.
    Hallo afi

    Es muss nicht alle Westdeutschen interessieren, aber besonders die Nachwachsenden sollten dies erfahren.

    Wenn ein beachtlicher Prozentsatz von Jugendlichen Walter Ulbricht für einen Rockbarden hält, scheint es wirklich zu früh, die Akten zu schließen.

    Es sind aber auch immer die Gleichen, die diese Forderungen aufstellen. Ich beobachte dies schon seit Jahren.

    Gruß

    Emil
  4. #4

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    ...

    Wenn ein beachtlicher Prozentsatz von Jugendlichen Walter Ulbricht für einen Rockbarden hält, scheint es wirklich zu früh, die Akten zu schließen.
    ...
    Hallo Herr Peisker,

    glauben Sie ernsthaft, dass die von Ihnen genannten Jugendlichen sich das wirklich anschauen?

    MfG
    Rezi
  5. #5

    Zielgruppen

    Zitat von Reziprozität Beitrag anzeigen
    Hallo Herr Peisker,

    glauben Sie ernsthaft, dass die von Ihnen genannten Jugendlichen sich das wirklich anschauen?

    MfG
    Rezi
    Hallo Rezi

    Über die Schulen vielleicht, aber Sie haben sicher Recht, besonders optimistisch bin ich bei dieser Zielgruppe nicht.

    Gruß

    Emil
  6. #6

    Zitat von Reziprozität Beitrag anzeigen
    Hallo Herr Peisker,

    glauben Sie ernsthaft, dass die von Ihnen genannten Jugendlichen sich das wirklich anschauen?

    MfG
    Rezi

    Da haben Sie recht, es will doch keiner wissen von den heutigen Jugendlichen.

    Selbst mir ist es egal (1977 Ausreise) ob der ein oder andere Kumpel/Arbeitskollege bei der "Firma" war.
    Habe auch keinen Bock mir meine Akte anzusehen-wuerde dann wahrscheinlich sehr entauescht sein !
    Und ich habe 1000%ig eine grosse Akte !!!

    Dieses schleimige gefasel von der sogenannten Aufarbeitung
    der DDR-Zeit oder NS-Zeit geht mir wirklich aufden Keks !

    Muessen wir Deutschen denn immer nach hinten schauen ?

    Es gibt doch wahrlich reizvollereund schoenere Gegenwartsprojekte !!!

    Aber bei uns Deutschen ist ja eh immer das Glas halbvoll.
    Es ist doch schon alles 100 Mio. mal gesagt,geschrieben,verfilmt,kommentiert, kopiert und sinniert.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    17 Jahre nach der Wende werden die Strukturen der Stasi dank Web-Services immer transparenter. Doch die Outings sind umstritten: Sollte man die Erinnerung auf diese Weise wach halten?
    Wir erleben jetzt gerade den Anfang der Aufarbeitung der NS Zeit. Ich denke, dass die Aufarbeitung der DDR noch gar nicht begonnen hat. Das hat aber nichts mit den technischen Möglichkeiten zu tun, sondern mit dem Desinteresse der Bevölkerung. Die Aufklärung der IM's im Bundestag wird noch nicht mal ansatzweise in Angriff genommen. Eine Kultfigur wie Schalck-Golodkowski wartet in Ruhe seinen Tot ab und alle wollen gar nichts von seinem Wissen um die Machenschaften eines Strauß oder der CDU/CSU wissen.

    Der Runde Tisch ist in der Versenkung verschwunden, die eigentlichen "Befreier" der DDR werden gar nicht mehr erwähnt und Onkel Honecker mutiert zu einem Spinner der, genau wie Adolf, gar nicht wusste was in der DDR passierte.

    Man glaubt gar nicht, dass eine Bevölkerung mit der selben Masche 2 Mal gestrickt wird, einmal Nazi und ein zweites Mal DDR. Der einzige Unterschied besteht darin, dass wir dieses Mal die Penner aus eigener Tasche bezahlen. Nicht mehr mit dem Geld des Marshall-Plans.

    Eine wirkliche Aufklärung kann es gar nicht geben, weil da auch im Westen Köpfe rollen müssten. wer da "böse" Worte benutzt, ist ein Nestbeschmutzer, wenn alle alles verschweigen, dann läuft's einfach besser. Der Herr Kerner wird dann das nächste Tribunal abhalten, und Heulsusen vom Planeten der Affen, werden versuchen, das mit mittelmäßigen schauspielerischen Leistungen zu untermalen.

    Ronald Reagen war zwar auch Schauspieler, aber als Politiker hatte er eine Begabung, die Berger ist in beiden Sätteln nicht gut.

    Wir sollten aufpassen, dass diese Aufarbeitung zumindest versucht wird, und nicht zum Schmierentheater verkommt, dazu ist zuviel Elend passiert.

    MfG. Rainer
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    17 Jahre nach der Wende werden die Strukturen der Stasi dank Web-Services immer transparenter. Doch die Outings sind umstritten: Sollte man die Erinnerung auf diese Weise wach halten?
    Die Wahrheit kann nie ein Fehler sein. Was der einzelne damit anfängt, sei ihm überlassen. Wenn dadurch Täter bloßgestellt werden, ist das im Sinne ihrer Opfer zu befürworten. Schließlich verdienen gerade diese Opfer unsere Sympathie und Solidarität.
  9. #9

    Zitat von matthias schwalbe Beitrag anzeigen
    ...

    Muessen wir Deutschen denn immer nach hinten schauen ?

    Es gibt doch wahrlich reizvollereund schoenere Gegenwartsprojekte !!!
    ...
    In diesem Punkt mag ich Ihnen gern Recht geben, betrachtet man mal die finstere Unwissenheit über so vieles, die sich in den Köpfen eines Grossteils der Jugendlichen und jungen Erwachsenen breitgemacht hat.

    Andererseits: Nicht alle Opfer der Diktatur teilen Ihre Auffassung was Aktenschliessung und Aufarbeitung betrifft. Die Akten sollen schon zugänglich bleiben, für die Opfer, deren Angehörige wie die zeitgeschichtliche Forschung. Man möge sich dazu nur von dieser unsäglichen Birthlerbehörde trennen und die Profis aus Universitäten und vom Bundesarchiv beiziehen. Eine Aufarbeitung a la wiki & co lehne ich ab, diese Instrumente haben zu oft ihre Unvollkommenheit offenbart. Geschichtsaufarbeitung ist nichts für wildgewordene Hobbywebber, Version 2.0...


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