Neue Medien versorgen auch Kinder und Jugendliche immer früher mit Informationen zu Politik und Gesellschaft. Kann eine frühe Einbindung von Jugendlichen in die politische Willensbildung der Politikverdrossenheit vorbeugen? Sollen schon 16-Jährige in Bund und Ländern mitwählen dürfen?
In 1974/5 wurde die Volljährigkeit von 21 auf 18 reduziert mit dem Ziel, das Wahlrecht ebenfalls auf 18 zu reduzieren.
Ausgegangen ist diese Aktion von der SPD die sich für die folgenden Wahlen höhere Stimmenanteile aus den meist sozial orientierten jugendlichen Gruppierungen erhoffte. Es hatte nur 1x funktioniert bei der Wiederwahl von H. Schmidt, dannach nicht mehr.
Jetzt auf 16 Jahre zu gehen find ich persönlich absurd, da die Unwissenheit bez. Politik unter den Jugendlichen extrem hoch ist. Hier werden nur den politischen Bauerfängern Tür und Tor geöffnet.
Zitat: 1980 ließ das Bundesfamilienministerium das erste Mal Bilanz ziehen. Ergebnis: Eine große Hoffnung der Väter des Gesetzes hat sich nicht erfüllt. Die jungen Leute beteiligten sich nicht intensiver am politischen und gesellschaftlichen Leben als vorher.
Sie haben völlig recht.
Der deutsche Gesetzgeber, d.h. eine Parlamentsmehrheit, hat im Strafgesetz für Heranwachsende im Alter von 18 bis 21 Jahren die Anwendung des Jugendstrafrechts 'alternativ' vorgesehen.
Grund: Mangelnde sittliche Reife der Heranwachsenden.
Dieser Kann-Vorschrift wird in fast allen Prozessen gegen "Jugendliche"
(de facto Volljährige!) angewendet, selbst bei Gewaltdelikten.
Richter, die dies nicht regelmäßig tun, werden in der Presse sonst als "Richter Gnadenlos" verunglimpft.
Wenn nun eine Partei aus wahltaktischen Gründen das Wahlrecht sogar auf 16Jährige ausdehnen will, hat das mit Logik nichts zu tun.
Auf, auf, mit Tunnelblick in die nächste Wahl!!!
Da wir ein Volk sind, wirft das Thema lediglich die Frage auf, wann eine Wahl stellvertretend vorzunehmen ist und in welchen Fällen eine Wahlberechtigung generell erlischt und nicht mehr wahrgenommen werden darf.
Warum sollte eine Familie der Polis, mit sieben Kindern, nicht neun Stimmen haben? Warum nur zwei, wenn ihre mittel- und langfristige Bedeutung für die Gesellschaft gewissermaßen herausragend ist?
Kinder fordern Zukunft. Ihre Eltern sollten stellvertretend die Gelegenheit haben, diese auch zu prägen und ihre Kinder gegebenenfalls auch selber stimmen lassen.
sind so in der Materie drin, dass sie sollten. Wählen sollten.
Meine Jungs z.B.
Inkl. Parteimitgliedschaft.
Aber die meisten Klassenkameraden? Lach bitter.
Das Interesse ist doch sehr begrenzt.
Ich finde, dass ich entscheiden sollte, wer darf und wer nicht.
Mönsch, das zieht sich doch durch ALLE Altersgruppen: Wissen/Unwissen,Interesse/Desinteresse.
Vielleicht sollte man deutlich mehr an einer soliden politischen Bildung arbeiten, in den Lehreinrichtungen, um die Basis zu schaffen und auch unabhängig vom Elternhaus Interesse zu wecken.Förderung der Mündigkeit sozusagen?
Ansatz Wahlrecht: OK ab 16, ausser von Bürgern, die mit 16 schon Parteimitglied sind. Denn die Beobachtung ALLER Politiker zeigt, dass Parteimitgliedschaft zu einem sehr engen Tunnelblick führt, der Tatsachen nur noch selektiv erkennen lässt. Wenn dies schon in einem so frühen Alter vorliegt, so sind die Wahrnehmungsschäden wohl irreparabel und machen die Person sowohl für das aktive als auch das passive Wahlrecht absolut untauglich. Ich persönlich wäre für eine Parteimitgliedschft frühestens ab 85. Dann haben sich die Vorurteile so gefestigt, dass sie auch nicht mehr durch die og Behinderung verändert werden können. ;)