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Sollte der Westen die syrische Opposition stärker unterstützen?

Die Ereignisse in Syrien fördern den Vergleich mit dem Umsturz in Ägypten und in Libyen, wobei sich die Frage ergibt, wie der Westen in diesem Falle agieren soll. Das Eingreifen der Nato wurde rückblickend kontrovers diskutiert. Sollte der Westen die syrische Opposition jetzt stärker unterstützen?
  1. #1

    sollen schon, aber können?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Ereignisse in Syrien fördern den Vergleich mit dem Umsturz in Ägypten und in Libyen, wobei sich die Frage ergibt, wie der Westen in diesem Falle agieren soll. Das Eingreifen der Nato wurde rückblickend kontrovers diskutiert. Sollte der Westen die syrische Opposition jetzt stärker unterstützen?
    er sollte schon. Konkrete Ansatzpunkte aber werden schwierig auszumachen sein. Die restlichen Freunde wird Asad hier im Westen haben, die beginnen sofort zu trompeten, wenn verstärkter Druck nur diskutiert wird. Man wird es bis hierhin hören!
  2. #2

    Irak

    Zitat von ray4901 Beitrag anzeigen
    er sollte schon. Konkrete Ansatzpunkte aber werden schwierig auszumachen sein. Die restlichen Freunde wird Asad hier im Westen haben, die beginnen sofort zu trompeten, wenn verstärkter Druck nur diskutiert wird. Man wird es bis hierhin hören!
    AFG sollten warnende Beispiele sein, in Lybien hat sich wenigsten dei Angie rausgehalten, es geht eh bloss um Kohle, Menschenrechtsplakate sind nur dazu da, um die Litfasssäulen voll zu kriegen !
  3. #3

    Zitat von sitiwati Beitrag anzeigen
    AFG sollten warnende Beispiele sein, in Lybien hat sich wenigsten dei Angie rausgehalten, es geht eh bloss um Kohle, Menschenrechtsplakate sind nur dazu da, um die Litfasssäulen voll zu kriegen !
    siti, ich meinte die Asad Freunde, nicht die, die sich mangels den von mir erwähnten Ansatzpunkten durchaus vernünftig raushalten. Die Antiimperialisten meinte ich! Claro?
  4. #4

    Schindluder mit Menschen treiben

    Diese Meldungen habe ich in den Medien vorgefunden:

    ARD 16.11.11
    Nach Angaben der Beobachtungsstelle waren 27 der Opfer Zivilisten,“ 34 Soldaten“ und zwölf mutmaßliche Deserteure. Die meisten Menschen kamen demnach in der südsyrischen Oppositionshochburg Daraa ums Leben

    SPON 16.11.11
    Der syrischen Opposition ist offenbar ein Coup gegen das Regime gelungen. „Kämpfer der Aufständischen griffen einen Stützpunkt der Geheimpolizei an“, in dem Gefangene festgehalten werden. Es ist die bisher spektakulärste Attacke der "Freien Armee Syriens".
    „Damaskus - Deserteure der syrischen Armee haben nach Angaben der Opposition eine Militäreinrichtung nahe der Hauptstadt Damaskus mit Raketen und Granaten angegriffen.“ Wie die örtlichen Koordinierungskomitees am Mittwoch mitteilten, handelte es sich um ein Zentrum des Geheimdienstes des syrischen Militärs. Es sei von der "Freien Armee Syriens" attackiert worden, einer Einheit oppositioneller und desertierter Streitkräfte, die im Sommer gebildet worden war. Über dem Gelände stand demnach Rauch. Den in den Gebäuden gefangen gehaltenen Häftlingen gehe es gut, erklärten die Komitees, allerdings sei es bislang nicht gelungen, sie zu befreien.

    „Bereits zum wiederholten Mal haben Kämpfer der "Freien Armee Syriens" in den vergangenen Wochen Angriffe gegen militärische Ziele durchgeführt

    Die "Freie Armee Syriens" hat nach eigenen Angaben inzwischen 15.000 Soldaten - jeden Tag kämen mehr hinzu, heißt es. Alle seien sie Deserteure der Regierungstruppen. Die Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, den politischen Protest gegen Präsident Baschar al-Assad zu unterstützen

    18.11.11 ARD
    Trotz der Fristsetzung der Arabischen Liga gehen die Kämpfe in Syrien offenbar unvermindert weiter. Nach Angaben von Oppositionellen griffen Deserteure Stützpunkte der Armee an. Bei dem Überfall auf den Komplex des Geheimdienstes der Luftwaffe wurden nach Angaben der Opposition 20 Soldaten getötet oder verletzt. Aus mehreren Ortschaften wurden zudem Razzien gemeldet. Eine unabhängige Bestätigung der Aussagen gibt es nicht.
    Der russische Außenminister Sergej Lawrow forderte beide Seiten auf, die Gewalt zu beenden. Er warnte die syrische Opposition erneut, mit ihren Angriffen das Land in einen Bürgerkrieg zu stürzen.


    Eine Frage an die Foristen:
    Bei nüchterner Betrachtung sind auch hier schon wieder Ausländer beteiligt, zum Nutzen fremder Staaten.
    Hatten wir das nicht schon mal?
    Welcher westliche Staat würde so etwas in seinem Staatsgebiet dulden, doch sicher die USA und GB, oder etwa nicht?
  5. #5

    Ausländer beteiligt

    Zitat von ewspapst Beitrag anzeigen
    Bei nüchterner Betrachtung sind auch hier schon wieder Ausländer beteiligt, zum Nutzen fremder Staaten.
    Hatten wir das nicht schon mal?
    Dies ist seit langem bekannt. Iranische Revoluzionsgardisten und Mitglieder der Hisbollah "untestützen" das Assad-Regime aktiv, mit Schußwaffen in den Händen, wohl zum Nutzen eines fremden Staates.
  6. #6

    Die Frage ist nicht was der Westen soll -

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Ereignisse in Syrien fördern den Vergleich mit dem Umsturz in Ägypten und in Libyen, wobei sich die Frage ergibt, wie der Westen in diesem Falle agieren soll. Das Eingreifen der Nato wurde rückblickend kontrovers diskutiert. Sollte der Westen die syrische Opposition jetzt stärker unterstützen?
    sondern was er kann. Und warum soll das der Westen und nicht die arabische Liga machen? Außerdem die diplomatischen Optionen die Russland und China erlauben sind ja ohnehin ausgeschöpft. Die Syrische Opposition, soviel Rückhalt sie auch weltweit hat, ist in ihrem Kampf auf sich allein gestellt.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sollte der Westen die syrische Opposition jetzt stärker unterstützen?
    Wie kann man eine solche Frage überhaupt nur stellen ?!

    Es gibt im Völkerrecht das Grundprinzip der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten und das hat GERADE bei inneren Konflikten seine dringende Berechtigung.


    Darüber hinaus gibt es im Falle von Syrien, wie auch Libyen, Irak, Jugoslawien diese inneren Unruhen oder Spaltungen erst WEGEN DER EINMSCHUNG von Außen.

    Die USA hat den Süd-Irak gegen Saddam gehetzt und nach der Niederschlagung ihn einen brutalen Diktator genannt.

    In Jugoslawien wurden mit IWF-Erpressungsmaßnahmen nach der Not durch die Auflösung des Ostblock-Wirtschaftsraumes COMECON wurde durch Privatisierungen, Entlassungen, Preiserhöhungen, Sozialabbau - das übliche Programm eben, eine Basis-Unruhe geschaffen, das dann durch mit Geheimdienstgelder an separatistsiche Faschisten- , moslem- und UCK-Terrorgruppen ergänzt wurde, bis man den gewünschr´ten Bürgerkrieg hatte, um dann "aus humanitären Gründen zu bombardieren".

    In Libyen wurden Jihadis /Al Qaeda-Leute - einge sogar aus Quantanamo geschickt + zusätzlich leute aus dem US-Marionetten-Kabinet das nach 20 Jahren Drill aus den USA exportiert wurde. Zudem gab es neben den NATO-Luftkampfmaschiunen noch Militär aus Qatar die Tripolis eroberten und mit Panzern den Aufstand der Bevölkerung von Benghasi zusammen mit der Armee des ermordeten Rebellengenerals Younis zusammengeschossen haben.

    Damit wird eigentlich klar worum es sich bei einer solchen Frage wirklich handelt.
  8. #8

    Wie ernst gemeint ist die Frage?

    Zitat von Axel Warburg Beitrag anzeigen
    Zitat von ewspapst
    Bei nüchterner Betrachtung sind auch hier schon wieder Ausländer beteiligt, zum Nutzen fremder Staaten.
    Hatten wir das nicht schon mal?
    Dies ist seit langem bekannt. Iranische Revoluzionsgardisten und Mitglieder der Hisbollah "untestützen" das Assad-Regime aktiv, mit Schußwaffen in den Händen, wohl zum Nutzen eines fremden Staates.
    Die Lawine des sog. „Arabischen Frühlings“ hat, da kann man sich sicher sein, alle Interventionisten der Region auf den Plan gerufen, um auf dem entstandenen Flächenbrand ihre Süppchen zu kochen. Während die einen das System zu retten bestrebt sind, wird die Gegenpartei durch ihren Geheimdienst im Sinne des Westens involviert sein.
    Als indirekten Beweis für Aktionen im nicht syrischen Sinne kann ohne weiteres die geheimnisvolle Bombardierung von Anlagen durch Israel in Syrien 2007 gesehen werden.
    In September 2007, Israeli fighter jets destroyed a mysterious complex in the Syrian desert. The incident could have led to war, but it was hushed up by all sides. Was it a nuclear plant and who gave the orders for the strike?
    http://www.spiegel.de/international/...658663,00.html
    Weiterer Beleg: http://derstandard.at/1256743990633/...rte-Atomanlage
    Also da dürfte die Antwort auf die Frage „Sollte der Westen die syrische Opposition stärker unterstützen?“ nicht schwer zu finden sein, denn wenn der Westen nicht schon lange in dem Bürgerkriegskonflikt seine Finger im Spiele hätte, müsste er einen radikalen Schwenk in seiner bisherigen Politik vollzogen haben. Doch das ist ganz wider seine Natur.

    Statt für Frieden stiftende und stabilisierende Maßnahmen zu votieren und zu agieren, schaut man angeblich betroffen zu, schüttet höchstwahrscheinlich wie stets heimlich Öl ins Feuer und verfolgt ungeachtet der Opfer der Unruhen seine eigenen Absichten.

    Da kann man nur gespannt sein, wie der Westen reagiert, falls es z.B. in Saudi Arabien zu ähnlichen Unruhen käme.
  9. #9

    Jeder der Beteiligten verfolgt u.a. auch seine eigenen Interessen.

    Zitat von pro-te-us Beitrag anzeigen
    Die Lawine des sog. „Arabischen Frühlings“ hat, da kann man sich sicher sein, alle Interventionisten der Region auf den Plan gerufen, um auf dem entstandenen Flächenbrand ihre Süppchen zu kochen. Während die einen das System zu retten bestrebt sind, wird die Gegenpartei durch ihren Geheimdienst im Sinne des Westens involviert sein.
    Als indirekten Beweis für Aktionen im nicht syrischen Sinne kann ohne weiteres die geheimnisvolle Bombardierung von Anlagen durch Israel in Syrien 2007 gesehen werden.

    Weiterer Beleg: http://derstandard.at/1256743990633/...rte-Atomanlage
    Also da dürfte die Antwort auf die Frage „Sollte der Westen die syrische Opposition stärker unterstützen?“ nicht schwer zu finden sein, denn wenn der Westen nicht schon lange in dem Bürgerkriegskonflikt seine Finger im Spiele hätte, müsste er einen radikalen Schwenk in seiner bisherigen Politik vollzogen haben. Doch das ist ganz wider seine Natur.

    Statt für Frieden stiftende und stabilisierende Maßnahmen zu votieren und zu agieren, schaut man angeblich betroffen zu, schüttet höchstwahrscheinlich wie stets heimlich Öl ins Feuer und verfolgt ungeachtet der Opfer der Unruhen seine eigenen Absichten.

    Da kann man nur gespannt sein, wie der Westen reagiert, falls es z.B. in Saudi Arabien zu ähnlichen Unruhen käme.
    Die Frage war "Sollte der Westen die syrische Opposition stärker unterstützen?". Wenn der Westen nichts tut, kann man ihm vorwerfen, die Oppositionellen dem Regime ans Messer geliefert zu haben. Tut er militärisch was, wird man Einmischung für eine Seite vorwerfen, und das wird stimmen. Allerdings wäre dies eine Einmischung auf der Seite der Protestler, die über Monate hinweg friedlich, besser gesagt unbewaffnet demonstrierten und wurden trotzdem zusammengeschossen. Bewaffnet vorgegeangen wird von der Opposition erst seit einigen Wochen, seitdem sich die s.g. freie syrische Armee organisiert, seitdem desertierte Soldaten gegen die Streitkräfte agieren. Die Einmischung des Iran, hingegen, obwohl genauso einseitig, war von Anfang an an der Seite des Gewaltregiemes, der Schlächter der Demonstranten, schon zur Zeit, als es noch keinen bewaffneten Widerstand gab.
    Die israelische Bombardierung der Atomanlage in Syrien ist weder für noch gegen das existierende Regime zu werten, hat mit der syrischen Protestbewegung nichts zu tun. Es war ein Akt der Verhinderung der atomaren Befaffnung Syriens, ähnlich wie eventuell demnächst im Iran.








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