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Sollen Regierungsmitglieder erst nach zwei Jahren Frist in die Wirtschaft wechseln dü

Lobbyarbeit der Wirtschaft bei Politikern wird scharf kritisiert, die Einflussnahme von Branchen und Unternehmen ist vielen Bürgern ein Dorn im Auge. Wenn dann Politiker nach Amtsaufgabe für lukrative Jobs bei Unternehmen anheuern, riecht das oft nach "Belohnung". Sollte es daher für Regierungsmitglieder eine zweijährige Sperre für den Wechsel in die Wirtschaft geben?
  1. #1

    Legal

    Da stellt sich natürlich die Frage, ob die US-Millionär-Politiker nicht unabhängiger sind. Die werden wohl kaum so schnell die Volksinteressen für eine Hand voll Silberdollar verkaufen. Besonders übel stößt mir auf, dass wir mit Steinbrück vielleicht einen Kanzlerkandidaten bekommen, der ein Thyssen-Krupp-Lobbyist ist. Da kommt es schnell zu unangenehmen historischen Parallelen.

    Mich verwundert auch, dass der US-Lobbyist Fischer noch immer ein so hohes Ansehen bei den „Grünen“ hat und befürchte, dass der mit wenig Alternativen gesegnete Wähler das Duo Infernale Fischer/Schröder mit etwas PR sogar wieder in Amt und Würden hieven könnte. Nun ja, ein Land, in dem Korruption legal ist, ist eben korrupt.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Lobbyarbeit der Wirtschaft bei Politikern wird scharf kritisiert, die Einflussnahme von Branchen und Unternehmen ist vielen Bürgern ein Dorn im Auge. Wenn dann Politiker nach Amtsaufgabe für lukrative Jobs bei Unternehmen anheuern, riecht das oft nach "Belohnung". Sollte es daher für Regierungsmitglieder eine zweijährige Sperre für den Wechsel in die Wirtschaft geben?
    Wer ein paar Jahre ein hohes politisches Amt/Funktion ausübt (z.B. Bundesminister), hatte ein berufliches Vorleben und ein Recht darauf, auch nach seiner Amtszeit wieder beruflich tätig zu sein. Dass "vielen Bürgern ein Dorn im Auge ist", wenn sich Politiker auch in ihrer Amtszeit um die Fortentwicklung von Wirtschaftsunternehmen einsetzen, und dass "Lobby" offenbar mehr und mehr eine negative Bedeutung zugeordnet wird, ist nebensächlich. Wer da meckert, gehört eben nicht zu den überall gefragten Leuten.
  3. #3

    Seh allgemein geschrieen...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Lobbyarbeit der Wirtschaft bei Politikern wird scharf kritisiert, die Einflussnahme von Branchen und Unternehmen ist vielen Bürgern ein Dorn im Auge. Wenn dann Politiker nach Amtsaufgabe für lukrative Jobs bei Unternehmen anheuern, riecht das oft nach "Belohnung". Sollte es daher für Regierungsmitglieder eine zweijährige Sperre für den Wechsel in die Wirtschaft geben?
    Wieso in die "Wirtschaft wechseln" ???
    Mit Interesse habe ich gelegentlich die Veröffentlichungen ( in Spiegel online) zu den Abgeordneten betrachtet. Aufschlussreich nicht alleine der Übergang aus dem Parlament in die "Wirtschaft" sondern auch die Nebeneinnahmen in der Zeit als Parlamentarier. Ein Aufsichtsratsposten hier, ein Ämtchen dort, dann noch uneigennütziger Berater. Aus der Vergangenheit ist mir "Bierdeckelmerz" als eine Spitzenkraft in Erinnerung. Gleich nach dem ehrenwerten Herr Kubicki, den FDP Urgestein aus den Norden.
    Ich habe nichts dagegen nach den Ausscheiden Arbeit in der Wirtschaft zu finden , auch für diesen Kreis.Ich habe nur die Befürchtung, sie machen es schon wesentlich eher.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sollte es daher für Regierungsmitglieder eine zweijährige Sperre für den Wechsel in die Wirtschaft geben?
    Warum nur zwei?

    Es sollten fünf Jahre sein wie bei der Bw.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  5. #5

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Wer ein paar Jahre ein hohes politisches Amt/Funktion ausübt (z.B. Bundesminister), hatte ein berufliches Vorleben und ein Recht darauf, auch nach seiner Amtszeit wieder beruflich tätig zu sein.
    Dagegen ist nichts einzuwenden.
    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Dass "vielen Bürgern ein Dorn im Auge ist", wenn sich Politiker auch in ihrer Amtszeit um die Fortentwicklung von Wirtschaftsunternehmen einsetzen,
    Es ist deshalb bei vielen ein Dorn im Auge , weil eine gehäufte Anzahl von Politikern meist in solchen Firmen Unterschlupf finden die kurioserweise einen großen Auftrag der Regierung ergattern konnten.

    Der Herr Schröder ( Gazprom ) oder der Herr Schily der nach dem Ausscheiden aus der Politik Aufsichtsratmitglied bei der Byometric Systems AG wurde die Ausweispapiere mit biometrischer Merkmale herstellten.

    Vom Überwachungsminister zum Überwachungsfirmenaufsichtsrat.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  6. #6

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Dagegen ist nichts einzuwenden.


    Es ist deshalb bei vielen ein Dorn im Auge , weil eine gehäufte Anzahl von Politikern meist in solchen Firmen Unterschlupf finden die kurioserweise einen großen Auftrag der Regierung ergattern konnten.

    Der Herr Schröder ( Gazprom ) oder der Herr Schily der nach dem Ausscheiden aus der Politik Aufsichtsratmitglied bei der Byometric Systems AG wurde die Ausweispapiere mit biometrischer Merkmale herstellten.

    Vom Überwachungsminister zum Überwachungsfirmenaufsichtsrat.
    Offenbar gehören Sie zu diesen "vielen, denen es ein Dorn im Auge ist". Und ich vertrete mal so eben alle die vielen, für die das kein Dorn im Auge ist. Und um eines Ihrer Beispiele aufzugreifen: ich habe größte Hochachtung vor der Courage von G. Schröder, nach einer 7-jährigen Kanzlerzeit noch einmal eine so große Aufgabe mit zu lösen, wie es eine Gasleitung durch die Ostsee darstellt. Es ist selbstverständlich, dass so etwas gründlich vorbereitet wird, und der Erfolg beweist die großartige Leistung von Schröder im Aufsichtsrat der NEGP. Warum ist das nur so "vielen ein Dorn im Auge"???
  7. #7

    Vorher.Nachher

    Menschen,die schon während ihrer Politikertätigkeit vor allem daran gedacht haben, nicht von den Trögen der Macht zu verschwinden, werden dies nachher doch genau so tun.
    Wenn man eine Regelung machte,würde es sicher a) Lücken b) Umgehungsmöglichkeiten geben.

    Der innere Wandel wäre von Nöten. Die Versorgung, die ja wegen des zeitlichen begrenzten Jobs ohnehin üppig ist, wurde Gelegenheit geben,dem Gemeinwohl zu dienen, für das man angeblich angetreten ist.

    Aber woher sollte dieser Wandel kommen?
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Lobbyarbeit der Wirtschaft bei Politikern wird scharf kritisiert, die Einflussnahme von Branchen und Unternehmen ist vielen Bürgern ein Dorn im Auge. Wenn dann Politiker nach Amtsaufgabe für lukrative Jobs bei Unternehmen anheuern, riecht das oft nach "Belohnung". Sollte es daher für Regierungsmitglieder eine zweijährige Sperre für den Wechsel in die Wirtschaft geben?
    Nein - ganz klar: nein! Nur weil etwas irgendwie "riecht", oder nur weil "vielen Bürgern" etwas ein Dorn im Auge ist, sehe ich die Rückkehr eines Politikers in die Wirtschaft nach einer bestimmten Amtszeit rundherum als vorteilhaft und gut an: für die Politik, für die Wirtschaft und für die "vielen Bürger". Denn es kehrt politischer Sachverstand zugunsten der Wirtschaft zurück. Wie "lukrativ" die "Job" dann ist, halte ich für irrelevant. Keiner arbeitet umsonst! Also warum sollte das ein ehem Politiker tun? Und was sollen 2 Jahre Zwangsarbeitslosigkeit? An anderen Stellen empfiehlt man Politikern, lieber mit Arbeit in einem Betrieb seine Brötchen zu verdienen und den Politikerstuhl zu räumen. Ich habe vollstes Verständnis, wenn sich Politiker nach ihrer politischen Tätigkeit wieder der rauhen Konkurrenzwirtschaft zur Verfügung stellen.
  9. #9

    Inkompetente Marionetten

    Das Problem lässt sich ganz einfach lösen: Bezahlt unsere Volksvertreter und Minister nach den Massstäben der Industrie (Manager-/Vorstandsgehälter inklusive einer entsprechenden „Sperrklausel“) und spätestens nach einer Legislaturperiode haben wir statt inkompetenter Marionetten Fachleute die - weil gut bezahlt - gegenüber der Lobbymafia zwar nicht endgültig resistent, aber doch sehr viel weniger anfällig sind.








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