Soll Deutschland verbündete Staaten auch bei der Atomrüstung unterstützen?

Deutschland ist Waffenexporteur - und viele Bürger sehen diesen Wirtschaftszweig sehr kritisch. Dazu gehören auch U-Boot-Lieferungen an Israel, die kontrovers diskutiert werden. Soll Deutschland weiterhin Waffen an Verbündete liefern und auch Atomrüstung unterstützen?
  1. #750

    Theorie!

    Zitat von ewspapst Beitrag anzeigen
    Das heisst dann mit anderen Worten:
    der einzelne Mensch muss sich "nicht seiner staatlichen Vergangenheit" stellen, wenn er nicht an deren jeweiligen Verbrechen teilgenommen hat und darf deshalb seine Meinungen und seine Bewertungen mit aller Schärfe und Klarheit äussern.
    .
    Theoretisch schon, aber fahren Sie mal nach Griechenland und unterhalten sich ein wenig, nicht jeder Ihrer potentiellen Gesprächspartner wird Sie als Individuum sehen, für einige sind Sie was Sie sind, ein Deutscher!

    Manchmal ist das nun mal so, man kann es einigen teils auch nicht verübeln.
  2. #751

    ich kenne die Geschichte

    Zitat von anathema Beitrag anzeigen
    Das haben auch nur Sie nach Ihrer eigenen „Logik“ so „verdreht“, dass eine Absicht aus meinem Ansatz wurde, der als Folge und Ergebnis formuliert war. Oder kennen Sie den Unterschied zwischen Konsekutiv- und Finalbezügen nicht?



    Da sind ja Europäer, Kaiser, Zaren, Bolschewiken, Franzosen, deutsche Führer und sogar das britische Empire nachhaltig exkulpiert. ...
    „Exkulpiert“ sind erst recht die USA, die nur aus Gnade und Barmherzigkeit, weil es keine andere Macht machen wollte, zur Weltmacht Nr. 1 geworden! ;-)

    Sie wollen doch nicht tatsächlich einen US-Präsidenten McKinley der vorsätzlichen imperialistischen Expansion „beschuldigen“, der allen Ernstes einer Besuchergruppe des Weißen Hauses vor etwas über 100 Jahren, also zu Beginn der imperialen Epoche der USA, diese erbauliche Geschichte erzählte?

    Setze voraus, dass Sie als geschichtsbeflissener Zeitgenossen wissen, dass der US-Admiral George Dewey Gott damals ein bisschen nachgeholfen hat![/QUOTE]

    Ich kenne die Geschichte, beflissen wie ich bin, nicht aber die "Geschichten". Asienhaus z.B. kannte ich noch nicht, da muss ich mich erst noch einlesen. Ist ja restlos alles beschrieben, was die USA von 1898 bis zur Gegenwart angerichtet haben in Südost- und Oststasien. Das zu Korea ist besonders interessant Für Sie sind die Quotes darin, alle Geschichte und nicht etwas "Geschichten" oder gar VTs?
  3. #752

    Wo sind sie denn alle geblieben, die „Isolationisten“?

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    Hinterlistig versteckt und verdeckt alles - selbst die emsigsten Wahrheitsfinder sind der Hegemonialmacht erst im 20. Jahrhundert so richtig auf die Schliche gekommen.

    So z.B. dass die beiden Weltkriege erst auf Intervention der USA eine bedrohliche Wendung genommen hätten
    Selbstverständlich gab es auch Isolationisten in den USA, nur sind sie den rührigeren Interventionisten sehr schnell unterlegen.
    Wissen Sie, es gab sogar zu Zeiten eines McKinley eine sich formierende Anti-Imperialist League. Ihr Anführer war kein geringerer als Mark Twain. Sie sind kläglich gescheitert und ab 1905 weigerten sich Zeitungsverleger, Artikel von Mark Twain zu publizieren. Damals gab es schon eine „selektive Meinungs- und Redefreiheit“ einer „kontrollierten US-Demokratie“!
    In the same years that Twain was establishing himself as the voice of the nation’s conscience, forces were developing in American society that would effectively silence that voice. As Ron Powers points out, these were the same forces that are present today, narrowing our own public expressions of opinion: media consolidation, corporate control of editorial content, and a focus on “celebrities” and entertainment. - Mark Twain and the Anti-Imperialist League: How America
    Zitat von Beat Adler
    Wenn Sie, anathema, dazu praktikable Alternativen haben, ich bin ganz Ohr.
    Alles Andere wäre „alternativlos“ und würde nur auf „taube Ohren“ stoßen! ;-)
  4. #753

    alles!

    Zitat von Duzend Beitrag anzeigen
    Beeindruckt bin ich von Ihrem umfassenden Wissen. Das klingt alles recht überzeugend. Ich würde es schätzen, wenn Sie einmal die unerhörtesten und eklatantesten unter den sachlichen Falschbehauptungen von Alan Hart einer kritischen Beleuchtung unterziehen könnten. Man lernt nie aus, sagt die Redensart. Aber manchmal ertappt man sich so sehr in immer gleichen Trampelpfaden, dass man geneigt ist, zu wünschen: "Hoffentlich ich auch nie!" In der Zuversicht, das es noch nicht zu spät ist, sehe ich Ihrer Antwort mit Spannung und Interesse entgegen.
    ich muss mich wiederholen:
    Alan Hart

    ALLES darin ist unerhört und eklatant und grundfalsch.
    am unerhörtesten viellicht der Vergleich mit Breiwick.
  5. #754

    waiting for the evolution

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    „Exkulpiert“ sind erst recht die USA, die nur aus Gnade und Barmherzigkeit, weil es keine andere Macht machen wollte, zur Weltmacht Nr. 1 geworden! ;-)

    Sie wollen doch nicht tatsächlich einen US-Präsidenten McKinley der vorsätzlichen imperialistischen Expansion „beschuldigen“, der allen Ernstes einer Besuchergruppe des Weißen Hauses vor etwas über 100 Jahren, also zu Beginn der imperialen Epoche der USA, diese erbauliche Geschichte erzählte?

    Setze voraus, dass Sie als geschichtsbeflissener Zeitgenossen wissen, dass der US-Admiral George Dewey Gott damals ein bisschen nachgeholfen hat!
    Ich kenne die Geschichte, beflissen wie ich bin, nicht aber die "Geschichten". Asienhaus z.B. kannte ich noch nicht, da muss ich mich erst noch einlesen. Ist ja restlos alles beschrieben, was die USA von 1898 bis zur Gegenwart angerichtet haben in Südost- und Oststasien. Das zu Korea ist besonders interessant Für Sie sind die Quotes darin, alle Geschichte und nicht etwas "Geschichten" oder gar VTs?[/QUOTE]


    ... in abwandlung des liedrefrains in "computer god" von black sabbath, meiner lieblingsband immoment, "waiting for the revolution" warte ich auf eine kriegsfreie welt.

    da kann ich, und werde ich, lange warten, jahre, wahlen, leben, viele. egal.

    ro
  6. #755

    Zitat von Kalleblom Beitrag anzeigen
    Theoretisch schon, aber fahren Sie mal nach Griechenland und unterhalten sich ein wenig, nicht jeder Ihrer potentiellen Gesprächspartner wird Sie als Individuum sehen, für einige sind Sie was Sie sind, ein Deutscher!

    Manchmal ist das nun mal so, man kann es einigen teils auch nicht verübeln.
    Sie haben natürlich recht, es gibt genügend dumme oder auch schlitzohrige Personen, die zu ihrem Vorteil aus einem ganz normalen Menschen einen Deutschen machen, wenn es dafür Geld oder Land gibt.
    Ist Ihnen eigentlich schon mal aufgefallen, dass die Umkehrung der Begriffsbezeichnungen in manchen Staaten offensichtlich ganz schwierige ist, weill dann der Goldesel ganz plötzlich verschwindet.
  7. #756

    Teil 1

    Zitat von Duzend Beitrag anzeigen
    Ist die Schilderung als solche sachlich falsch oder stört es Sie nur ungemein, dass sie in abgewandelter Form und möglicherweise als Versatzstück ineinem absolut ungeniessbaren Pamphlet auch schon einmal aufgetaucht ist?
    Falsch, mich stört vielmehr die (gespielt) naiv-dümmliche Art, in der Sie hier Theorien, die spätestens seit der Öffnung der russischen Archive nach 1991 als Fälschung des - bekanntermaßen betont antisemitischen - zaristischen Geheimdienstes entlarvt wurden, als neue und diskussionswürdige Erkenntnisse präsentieren.

    Aber mal zum Inhalt von Harts Aussage:

    1. Die Balfour-Deklaration: Die Briten waren, anders als der liebe Herr Hart suggerieren will, nicht wirklich vom anstehenden Niedergang ihres Empires überzeugt. Sie gedachten vielmehr sogar ihrem Imperium auch noch die damals unter türkischer Herrschaft stehenden Gebiete Palästinas, des heutigen Jordaniens und des Iraks einzuverleiben, wie es bereits im Sykes-Picot-Abkommen mit Frankreich vom 16. Mai 1916 festgelegt wurde.

    Die Balfour-Declaration vom 2. November 1917 muss man im Lichte dieses Plans sehen: Für die Briten diente die öffentlich proklamierte Unterstützung der Gründung einer jüdischen Heimstatt in Palästina als Legitimationsgrundlage für die anvisierte Einverleibung der nahöstlichen arabischen Ländereien - ganz im Sinne der Idee eines fürsorglichen Kolonialismus, wie von Kippling in "The White Mans Burden" kritisiert.

    2. Hart unterstellt mit seiner Behauptung des Weiteren, dass die Briten damals die "Umtriebe" des jüdischen Weltkongresses in Russland als eine Gefahr für die Stabilität der zaristischen Herrschaft sahen.

    Abgesehen davon, dass er auch hier nur die Mär von der jüdischen Weltverschwörung widerkäut, bin ich mal gespannt auf seine geheimen Quellen aus den britischen Archiven.

    Zwar stimmt es, dass gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil ein überproportional großer Teil russischer Juden im sozialistisch orientierten, antizaristischen Widerstand - teilweise an prominenter Stelle - tätig waren bzw. mit diesem sympathisierten, was von den Rechten wiederum gerne als Indiz für die jüdische Verschwörung hinter dem Bolchewismus genommen wird.

    Nur sagt das noch nichts über eine mögliche Fernsteuerung dieser jüdischen Sozialisten durch den jüdischen Weltkongress aus. Die russischen Juden hatten vielmehr ihre ganz eigenen Motive, das latent antijudaistische Regime des Zaren zu beseitigen und sich dafür gerade in der sozialistischen Bewegung zu engagieren.

    Eine ganz ähnliche Motivation sorgt auch dafür, dass z.B. die palästinensischen Christen sich im Wesentlichen in der sozialistischen PFLP gesammelt haben: Die Religionsblindheit der sozialistischen Idee.
    Als durch die Mehrheit potentiell immer bedrohte religiöse Minderheit ist ein Staatsgebilde, in dem die religiösen Unterschiede keine Rolle spielen bzw. ignoriert werden, einfach von Vorteil. Das gilt genauso übrigens für die von den Alawiten dominierte syrische Baath-Partei wie ihre ehemalige, von den Sunniten dominierte irakische Schwester.

    Des Weiteren überbewertet die Behauptung den tatsächlichen Einfluss der russischen Juden im Kampf gegen den Zaren. Absolut waren sie von geringer Zahl und auch ihre Mitstreiter - aus einer zutiefst antijüdischen Gesellschaft kommend - hegten ihren jüdischen Mitstreitern gegenüber nicht selten die althergebrachten Vorurteile.

    ...
  8. #757

    Teil 2

    Was soll geschehen, wenn eines Tages ein Team von genialen Forschern den ersten funktionstüchtigen Fusionsreaktor in Betrieb nimmt...
    Der Vergleich hinkt aber so was von.

    Mich interessiert also nicht, an welcher höchst zweifelhaften Stelle etwas sonst auch noch zu lesen ist,
    Außer in den Protokollen der Weisen von Zion finden Sie die Geschichte von der jüdisch-bolschewistischen Verschwörung noch bei den Nazis, sowie allen anderen rechtsradikalen europäischen Strömungen, in der Nachkriegszeit auch bei den islamischen Radikalen - wenn auch bei Letzteren ohne den Bolschewismus-Teil.

    ...sondern in welcher höchst seriösen Quelle nachzulesen ist, wie es denn stattdessen war und warum es so nicht gewesen sein kann.
    Höchst seriöse Quellen? Andere als die, welche ich eben genannt habe?

    Es ist dabei zunächst egal, mit wem sich der Autor persönlich oder politisch assoziiert,
    Der politisch-ideologische Hintergrund und die Motivation eines Autors politisch-historischer Schriften gilt Ihnen also als nicht relevant für die Bewertung seiner Arbeit? Sie scheinen ja tatsächlich nur naiv zu sein.

    sondern es zählt nur, ob seine Arbeitsmethode wissenschaftlichen Standards genügt.
    Tut sie das? Wie kommen Sie zu dieser Behauptung?
  9. #758

    "Your definition of" falsch

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    ich muss mich wiederholen:
    Alan Hart

    ALLES darin ist unerhört und eklatant und grundfalsch.
    am unerhörtesten viellicht der Vergleich mit Breiwick.
    Benjamin Netanyahu mit Anders Breivik zu vergleichen, ist möglicherweise deplaziert, wenig hifreich und was nicht alles. Dieser Artikel jedoch kommt ganz klar als Essay daher. Essays sind immer Versuche davon, wie man es auch noch sehen könnte. Sie sehen es anders? Kein Problem. Eben Ansichtssache.

    Etwas anderes ist die Schilderung zur USS Liberty. War es ein gezielter Angriff israelischer Flieger im Bewusstsein, dass es sich um das Schiff eines Verbündeten handelte, oder war es ein Unfall durch tragische Verwechslung? Ich weiss es nicht. Alan Hart arbeitet nur die Argemente heraus, die für ersteres sprechen, und versucht, den Leser zu überzeugen. Welche der von ihm angeführten Tatsachen sind nachweislich falsch? Welche der von ihm nahegelegten Schlüsse daraus, sind abzulehnen, weil sie einseitig gegen eine Gruppierung innerhalb der menschlichen Gesellschaft gerichtet sind? Und wie lauten die unterschlagenen, richtigeren Sachverhalte und die alternativen Deutungen? Etwa davon, dass die vom damaligen Angriff betroffenen Seeleute zu lebenslänglichem Schweigen verdonnert wurden. Wo kann man nach Ihrer Auffassung über denselben Vorfall einen sorgfältiger recherchierten Bericht lesen? Stellen Sie den Link ein! Ich werde ihn lesen.

    Ansonsten muss man doch sagen, dass Herr Hart im Essayteil seiner Texte einfach nur das hat, was heutzutage vielerorts - völlig zuunrecht übrigens - mit schlechtem Vorzeichen behaftet ist: Chuzpe (Chuzpah)
  10. #759

    Chuzpe

    Zitat von Duzend Beitrag anzeigen
    Benjamin Netanyahu mit Anders Breivik zu vergleichen, ist möglicherweise deplaziert, wenig hifreich und was nicht alles. Dieser Artikel jedoch kommt ganz klar als Essay daher. Essays sind immer Versuche davon, wie man es auch noch sehen könnte. Sie sehen es anders? Kein Problem. Eben Ansichtssache.

    Etwas anderes ist die Schilderung zur USS Liberty. War es ein gezielter Angriff israelischer Flieger im Bewusstsein, dass es sich um das Schiff eines Verbündeten handelte, oder war es ein Unfall durch tragische Verwechslung? Ich weiss es nicht. Alan Hart arbeitet nur die Argemente heraus, die für ersteres sprechen, und versucht, den Leser zu überzeugen. Welche der von ihm angeführten Tatsachen sind nachweislich falsch? Welche der von ihm nahegelegten Schlüsse daraus, sind abzulehnen, weil sie einseitig gegen eine Gruppierung innerhalb der menschlichen Gesellschaft gerichtet sind? Und wie lauten die unterschlagenen, richtigeren Sachverhalte und die alternativen Deutungen? Etwa davon, dass die vom damaligen Angriff betroffenen Seeleute zu lebenslänglichem Schweigen verdonnert wurden. Wo kann man nach Ihrer Auffassung über denselben Vorfall einen sorgfältiger recherchierten Bericht lesen? Stellen Sie den Link ein! Ich werde ihn lesen.

    Ansonsten muss man doch sagen, dass Herr Hart im Essayteil seiner Texte einfach nur das hat, was heutzutage vielerorts - völlig zuunrecht übrigens - mit schlechtem Vorzeichen behaftet ist: Chuzpe (Chuzpah)
    Sie meinen wohl, Chuzpe von ihm - und von Ihnen - gerade hier auch die SS Liberty Sache auszubreiten. Als Essay. Nennen Sie mir bitte eine Stelle bei Hart, die nicht "Essay" ist!

    Hart ist eines der vielen Beispiele, wie frei die freie Welt (inkl USA und Israel) tatsächlich ist. Stellen Sie sich einen Hart in Peking, Moskau, vor. Knast oder bestenfalls Exil in den USA wäre die mindeste Folge. In Teheran und nicht dort allein: Kopf ab!



    Chuzpe ist bestimmt nicht eine Erfindung der Staaten, denen Sie (vermutlich) Ihre Sympathie schenken;-)