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Soll Deutschland verbündete Staaten auch bei der Atomrüstung unterstützen?

Deutschland ist Waffenexporteur - und viele Bürger sehen diesen Wirtschaftszweig sehr kritisch. Dazu gehören auch U-Boot-Lieferungen an Israel, die kontrovers diskutiert werden. Soll Deutschland weiterhin Waffen an Verbündete liefern und auch Atomrüstung unterstützen?
  1. #740

    Zitat von Kalleblom Beitrag anzeigen
    Jetzt nicht im Sinne von Erziehung zu verstehen, sondern im diplomatischem Sinne. Alles was nicht im Bezug auf Israel dem "Laissez-faire" Ansatz entspricht ist "antizionistisch".

    Mal davon abgesehen, gibt es auf der Welt noch über 190 anderer Staaten, denen Deutschland und seine Deutschen das Feld der Kritik an Israel doch großzügig überlassen kann.

    Es scheint je nach Autor und Blatt eine Kritik durchaus legitim, doch man bewegt sich stets in einem Gebiet in dem man ohne den Schutz der Meinungsfreiheit sich seiner (staatlichen) Vergangenheit stellen muss.

    Man kann auch mal auf seine Meinungsfreiheit verzichten!
    Das heisst mit anderen Worten, Deutsche sollten auf ihre Meinungsfreiheit verzichten, auch wenn es bei dieser Meinung um die Bewertung von Verbrechen geht.
    Welcher normal denkende Mensch kann solche Forderungen verlangen.
    Das würde ja bedeuten, nur andere Staaten dürfen zu einem Mord auch Mord sagen, uns sollte so etwas verwehrt sein.
    Nur mal so ein Hinweis, ein Grossteil der heute lebenden Deutschen hat die Gnade der sehr späten Geburt und wenn ich mich nicht täusche, existiert unter normalen Menschen keine "Sippenhaft", sonst könnte es für viele Staaten und Menschen sehr böse aussehen.
    Da ich persönlich keine Verbrechen an anderen Menschen begangen habe, werde ich niemals auf die Bewertung von Recht und Unrecht verzichten, egal um welche Menschengruppen es sich handelt, wenn es um solche geht.
  2. #741

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    Wenn Sie die unsägliche Website von Alan Hart und die Wikiseite über die "Protokolle der Weisen von Zion" nur einigermassen genau gelesen haben und immer noch nicht wissen, was Antizionismus, die spezielle Form des Antisemistismus, ist, kann ich Ihnen wirklich nicht mehr helfen!
    Das ist natürliche ein tolles Argument , so kann man jedes Unwissen kaschieren.
    Ich mache das mal: wenn Sie nicht wissen was zu meiner Denkweise gehört, sind Sie nicht sehr klug, so würden Sie argumentieren.

    Sagen Sie lieber: Ich kann das nicht vernünftig erklären, weil das immer nur die "Meinung" einer Person oder Gruppe ist, das wäre ehrlich.
  3. #742

    Unwissen

    Zitat von ewspapst Beitrag anzeigen
    Das ist natürliche ein tolles Argument , so kann man jedes Unwissen kaschieren.
    Ich mache das mal: wenn Sie nicht wissen was zu meiner Denkweise gehört, sind Sie nicht sehr klug, so würden Sie argumentieren.

    Sagen Sie lieber: Ich kann das nicht vernünftig erklären, weil das immer nur die "Meinung" einer Person oder Gruppe ist, das wäre ehrlich.
    ich meinte IHR Unwissen, nicht meines. SIE fragten, was Antizionismus ist und ich habe Ihnen zwei bekannte Quellen (Wiki und den Alan H.) angegeben. Ich hege den Verdacht, dass Sie gar nicht wissen wollten, was Antizionismus ist.

    Die Erwähnung von Antizionismus und Antisemistismus ist Ihnen wohl unangenehm, weil die Anprangerung israelitischer Politik und die "Gehilfenschaft" all der einschlägigen USA Kreise nicht ganz ohne geht! Resp. weil die saubere Trennung von ein paar Siedlungen zuviel oder den Falken in der Regierung Netanyahu von besagten beiden A. nicht so recht gelingen mag;-)

    Sie sind übrigens auf dieser Schiene nicht allein, in- und ausserhalb dieses Forums! Da ist auch ein Hart nur ein bunter Vogel unter vielen.
  4. #743

    Zitat von Kalleblom Beitrag anzeigen
    Jetzt nicht im Sinne von Erziehung zu verstehen, sondern im diplomatischem Sinne. Alles was nicht im Bezug auf Israel dem "Laissez-faire" Ansatz entspricht ist "antizionistisch".

    Mal davon abgesehen, gibt es auf der Welt noch über 190 anderer Staaten, denen Deutschland und seine Deutschen das Feld der Kritik an Israel doch großzügig überlassen kann.

    Es scheint je nach Autor und Blatt eine Kritik durchaus legitim, doch man bewegt sich stets in einem Gebiet in dem man ohne den Schutz der Meinungsfreiheit sich seiner (staatlichen) Vergangenheit stellen muss.

    Man kann auch mal auf seine Meinungsfreiheit verzichten!
    … sich seiner (staatlichen) Vergangenheit stellen muss. Sagten Sie und dazu hätte ich mal eine Frage;
    Wie lange gilt diese „staatliche Vergangeneit“:
    Gilt das für die Römer, die Perser, die Hunnen, die Engländer, die Franzosen, die Amerikaner und und und, denn alle diese Staaten oder Völkerscharen hatten auch fürchterlichen Dreck am Stecken mit tausendfachen Morden an den unterdrückten Menschen.
    Danach dürfte wohl kaum eine Menschengruppe wegen seiner „staatlichen Vergangenheit“ sich zu Verbrechen äussern.
  5. #744

    Völlig korrekt

    Zitat von fdelnef Beitrag anzeigen
    Es weiß doch jeder, dass Israel mit seinen Atomwaffen niemanden bedroht. Es muss uns daran gelegen sein, dass es sich effektiv verteidigen kann. Mir wäre sehr viel unwohler, wenn sich irgendwann herausstellte, dass deutsche Firmen durch Lieferung von Material und/oder Technologie die Erstschlagsfähigkeit des Iran fördern - so wie dies in der Vergangenheit im Bezug auf den Irak der Fall war.
    Korrekt. Atomwaffenbestückte U-Boote sind immer Zweitschlagswaffen um diejenigen abzuschrecken, die ihr politisches Programm darauf aufbauen, Israel von der Landkarte zu tilgen und gleichzeitig ihre eigenen Leute verhungern lassen. Israel signalisiert damit: auch wenn du mich mit deiner Übermacht an Mensch und Material fertig machen willst, musst du -und damit die gesamte Region- immer noch damit rechnen von See aus selbst vernichtet zu werden. Daher handeln Israel und Deutschland in diesem Fall -auch völkerrechtlich- völlig legitim.
  6. #745

    Zitat von Beat Adler Beitrag anzeigen
    Israel braucht die 2 Staatenloesung aber unbedingt (schon in einem anderen Beitrag erklaert).
    Dann sollte man das den militanten "Rechten" um Nethanjahu einmal erklären. Damit sie sich nicht weiter gegen einen eigenständigen Palästinenserstaat sperren und ihn - gemeinsam mit ihren Verbündeten im Westen - verhindern.

    Denn mit der Zweistaatenlösung wären die unseligen "Gespenster der Vergangenheit" - so nenne ich einmal das ehemalige Verhalten der Kolonialmacht Großbritannien gegenüber der islamischen Welt - gebannt.

    Gerade etwas, was die politisch rechts und ultra-rechts stehenden Parteien verhindern wollen.
    So ist das. Der Konflikt muß weiterschwelen - und mit der nicht gelösten Zweistaatenfrage wird er das.

    Zitat von Mononatriumglutamat Beitrag anzeigen
    Ja genau das sage ich doch! Die Verursacher sind jene, die die Flüchtlinge noch immer in diesen fürchterlichen Lagern einsperren, nämlich die Führer von Palästina, Libanon, Jordanien und Syrien.
    Ihre Ablenkungsversuche "ziehen" nicht. Die gesamte Situation ist auf den unterschwellig schwelenden, ideologischen Konflikt zurückzuführen, den beide - extremistische - Seiten immer wieder anschüren:

    Die arabische, extremistische Welt empfindet Israel seit der Gründung unter Hilfe der Briten - als Stachel im Fleisch der arabischen, islamischen Welt.

    Im Gegenzug beruft sich Israel immer wieder auf den Holocaust und auf das angeblich ebenfalls biblisch verbriefte Existenzrecht.

    Die "normalen" Menschen dort sind es - zum Würgen überdrüssig.

    Keine Waffen in diese Region - schon gar nicht atomare. Das spielt Despoten wie Ahmadinedschad weiter in die Hände, sein Atomprogramm notfalls auch militärisch nutzbar zu gestalten.
  7. #746

    Feststellung!

    Zitat von ewspapst Beitrag anzeigen
    … sich seiner (staatlichen) Vergangenheit stellen muss. Sagten Sie und dazu hätte ich mal eine Frage;
    Wie lange gilt diese „staatliche Vergangeneit“:
    Gilt das für die Römer, die Perser, die Hunnen, die Engländer, die Franzosen, die Amerikaner und und und, denn alle diese Staaten oder Völkerscharen hatten auch fürchterlichen Dreck am Stecken mit tausendfachen Morden an den unterdrückten Menschen.
    Danach dürfte wohl kaum eine Menschengruppe wegen seiner „staatlichen Vergangenheit“ sich zu Verbrechen äussern.
    Es war nur eine Feststellung, anhand dieser sie meine Meinung ableiten könnten! Da ich ungern Aussagen machen, welche so weich formuliert sind, dass der Sinn flöten geht, erspare ich mir Aussagen über diese Situation konkret zu formulieren. Denn konkret würde ich mich auf das "schutzlose Feld" begeben.
  8. #747

    Besten Dank! Ich bin beeindruckt

    Zitat von Mononatriumglutamat Beitrag anzeigen

    Dass er auch längst bekannte Wahrheiten zitiert, ist nicht das Problem. Das Geheimnis einer erfolgreichen Propaganda ist, so viele Wahrheiten und korrekte Schlussfolgerungen einzustreuen, dass die Unwahrheiten und Manipulationen nicht entdeckt werden. Jeder gute Propagandist mischt daher bekannte und überprüfbare Wahrheiten in seine Aussagen, um dadurch glaubwürdig zu erscheinen.
    Beeindruckt bin ich von Ihrem umfassenden Wissen. Das klingt alles recht überzeugend. Ich würde es schätzen, wenn Sie einmal die unerhörtesten und eklatantesten unter den sachlichen Falschbehauptungen von Alan Hart einer kritischen Beleuchtung unterziehen könnten. Man lernt nie aus, sagt die Redensart. Aber manchmal ertappt man sich so sehr in immer gleichen Trampelpfaden, dass man geneigt ist, zu wünschen: "Hoffentlich ich auch nie!" In der Zuversicht, das es noch nicht zu spät ist, sehe ich Ihrer Antwort mit Spannung und Interesse entgegen.
  9. #748

    Zitat von Kalleblom Beitrag anzeigen
    Es war nur eine Feststellung, anhand dieser sie meine Meinung ableiten könnten! Da ich ungern Aussagen machen, welche so weich formuliert sind, dass der Sinn flöten geht, erspare ich mir Aussagen über diese Situation konkret zu formulieren. Denn konkret würde ich mich auf das "schutzlose Feld" begeben.
    Das heisst dann mit anderen Worten:
    der einzelne Mensch muss sich "nicht seiner staatlichen Vergangenheit" stellen, wenn er nicht an deren jeweiligen Verbrechen teilgenommen hat und darf deshalb seine Meinungen und seine Bewertungen mit aller Schärfe und Klarheit äussern.
    .
  10. #749

    „Kolonisation im Gewand einer ‚benevolent assimilation’?“

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    Zitat von anathema
    Die beiden originär europäischen Kriege des vergangenen Jahrhunderts wurden erst durch den Eintritt der USA zu ausgesprochenen Weltkriegen, die den USA dazu dienten, zur jetzigen Weltmachtstellung aufsteigen zu können.
    Die USA sind also nur deswegen in den 2. und 1. Weltkrieg eingetreten, um eine Weltmacht zu werden? Sowas "Verdrehtes" haette ich von Ihnen, anathema, nicht erwartet.

    Das haben auch nur Sie nach Ihrer eigenen „Logik“ so „verdreht“, dass eine Absicht aus meinem Ansatz wurde, der als Folge und Ergebnis formuliert war. Oder kennen Sie den Unterschied zwischen Konsekutiv- und Finalbezügen nicht?


    Zitat von anathema
    Die beiden originär europäischen Kriege des vergangenen Jahrhunderts wurden erst durch den Eintritt der USA zu ausgesprochenen Weltkriegen, die den USA dazu dienten, zur jetzigen Weltmachtstellung aufsteigen zu können.
    Da sind ja Europäer, Kaiser, Zaren, Bolschewiken, Franzosen, deutsche Führer und sogar das britische Empire nachhaltig exkulpiert. ... [/QUOTE]
    „Exkulpiert“ sind erst recht die USA, die nur aus Gnade und Barmherzigkeit, weil es keine andere Macht machen wollte, zur Weltmacht Nr. 1 geworden! ;-)

    Sie wollen doch nicht tatsächlich einen US-Präsidenten McKinley der vorsätzlichen imperialistischen Expansion „beschuldigen“, der allen Ernstes einer Besuchergruppe des Weißen Hauses vor etwas über 100 Jahren, also zu Beginn der imperialen Epoche der USA, diese erbauliche Geschichte erzählte?
    Der damalige amerikanische Präsident William McKinley begründet in einer Ansprache an eine Gruppe protestantischer Geistlicher, warum sich die USA der philippinischen Inseln bemächtigten.
    »In Wahrheit wollte ich die Philippinen nicht, und als wir sie als Geschenk der Götter bekamen, wusste ich nichts mit ihnen anzufangen.
    Ich lief Abend für Abend bis Mitternacht im Weißen Haus umher; und ich schäme mich nicht zu gestehen, dass ich niederkniete und den Allmächtigen mehr als einmal um Licht und Führung anging. Und eines Abends spät dämmerte es mir:
    Erstens, dass wir sie nicht an Spanien zurückgeben könnten — das wäre feige und unehrenhaft;
    zweitens, dass wir sie nicht Frankreich oder Deutschland — unseren Handelsrivalen im Osten — übergeben konnten — das wäre schlechter Geschäftsstil und diskreditierend;
    drittens, das uns nichts übrig blieb, als sie zu übernehmen und mit der Gnade Gottes das Allerbeste für sie zu tun, unsere Mitmenschen, für die Christus auch gestorben ist.
    Und dann ging ich zu Bett und schlief gut.«
    Mit dieser Offenbarung — einer Mischung aus Kapitalismus, Rassismus und Überlegenheitswahn — leugnete der Präsident schlichtweg die knapp 350jährige Kolonialherrschaft des christlichen Spaniens. Geleugnet wurden auch die eigenen imperialistischen Interessen und fortan verbrämt als benevolent assimilation. -
    http://www.asienhaus.de/public/archiv/03-4-008.pdf
    Setze voraus, dass Sie als geschichtsbeflissener Zeitgenossen wissen, dass der US-Admiral George Dewey Gott damals ein bisschen nachgeholfen hat!


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