Der damalige amerikanische
Präsident William McKinley begründet in einer Ansprache an eine Gruppe protestantischer Geistlicher, warum sich die USA der philippinischen Inseln bemächtigten.
»In Wahrheit wollte ich die Philippinen nicht, und als wir sie als Geschenk der Götter bekamen, wusste ich nichts mit ihnen anzufangen.
Ich lief Abend für Abend bis Mitternacht im Weißen Haus umher; und ich schäme mich nicht zu gestehen, dass ich niederkniete und den Allmächtigen mehr als einmal um Licht und Führung anging. Und eines Abends spät dämmerte es mir:
Erstens, dass wir sie nicht an Spanien zurückgeben könnten — das wäre feige und unehrenhaft;
zweitens, dass wir sie nicht Frankreich oder Deutschland — unseren Handelsrivalen im Osten — übergeben konnten — das wäre schlechter Geschäftsstil und diskreditierend;
drittens, das uns nichts übrig blieb, als sie zu übernehmen und mit der Gnade Gottes das Allerbeste für sie zu tun, unsere Mitmenschen, für die Christus auch gestorben ist.
Und dann ging ich zu Bett und schlief gut.«
Mit dieser Offenbarung — einer Mischung aus Kapitalismus, Rassismus und Überlegenheitswahn — leugnete der
Präsident schlichtweg die knapp 350jährige Kolonialherrschaft des christlichen Spaniens. Geleugnet wurden auch die eigenen imperialistischen Interessen und fortan verbrämt als
benevolent assimilation. -
http://www.asienhaus.de/public/archiv/03-4-008.pdf