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Soll Deutschland verbündete Staaten auch bei der Atomrüstung unterstützen?

Deutschland ist Waffenexporteur - und viele Bürger sehen diesen Wirtschaftszweig sehr kritisch. Dazu gehören auch U-Boot-Lieferungen an Israel, die kontrovers diskutiert werden. Soll Deutschland weiterhin Waffen an Verbündete liefern und auch Atomrüstung unterstützen?
  1. #730

    Hart an der Grenze

    Zitat von Mononatriumglutamat Beitrag anzeigen
    Ich sage es mal so: vieles, was Hart sagt und schreibt, erinnert mich an altbekannte Ressentiments. Nur mit dem Unterschied, dass er "Juden" gegen "Zionisten" austauscht und die offensichtlichsten, die plumpesten und die religiösen Anschuldigungen weg lässt. Vieles davon weckt bei mir böse Erinnerungen an einen Ungeist, von dem ich sehr gehofft hatte, das ihn unsere aufgeklärte Gesellschaft längst überwunden hätte.

    Bitte vergleichen Sie Harts Aussagen einmal mit diesem Working Paper der Agentur für Menschenrechte der Europäischen Union, dem übrigens auch alle Fraktionen des Deutschen Bundestages in seltener Einstimmigkeit zugestimmt haben. Ich bin sicher, Sie werden viele von Harts Aussagen in dem dort Ausgeführten sehr deutlich wiedererkennen.
    Darf ich ein Beispiel anführen, ohne mich jetzt auf den exakten Wortlaut oder die Seitenzahl bei Alan Hart behaften zu lassen?

    Er schreibt von erst in jüngerer Zeit aus dem Status der Geheimhaltung freigegebenen Dokumenten, die anscheinend belegen, dass das dem Ende seiner Glanzzeit entgegensehende und -taumelnde Empire der Briten im 1. Weltkrieg dringend auf Unterstützung angewiesen war und sich an zwei Fronten mit Versprechungen festgelegt hätte: Erstens das Versprechen an die politischen Zionisten, sich in der Levante für deren mehr oder weniger uneingeschränkte Zuwanderung stark machen zu wollen, wenn letztere sie nur per Unterlassung ihrer Umtriebigkeiten in Russland unterstützen wollten, so dass nämlich der Zar wieder einigermassen das Oberwasser gewinnen und sich im Kriege gegen Deutschland engagieren könnte. Und zweitens das Versprechen an die Araber, sie allesamt nach geschlagener Schlacht in die Unabhängigkeit entlassen zu wollen, wenn sie nur tapfer gegen die Türken halten wollten, was erstere auch taten und so nicht unwesentlich an der Niederlage des Deutschen Reiches ihren positiven Anteil hatten.

    Mich interessieren die Motive und sonstigen Formulierungen, in die ein Alan Hart möglicherweise abgleitet, bei den folgenden Fragen erst einmal gar nicht:

    Ist die Schilderung über diese vertragliche Festlegung der Briten sowohl nach Seite der Zionisten wie nach Seite der Araber sachlich falsch? Und wenn ja, wo steht die richtigere Version geschrieben?

    Und: Ist die Folgerung, zu sagen, dass die arabischen Einwohner Palästinas bis heute den Briten gram sind für ihr gebrochenes Versprechen, sie über den weiteren immigrationspolitiscen Werdegang ihrer Gebiete in die vollständige Selbstbestimmung zu entlassen, nachvollziehbar?

    Über alles andere kann man diskutieren. Aber erst, nachdem eine Einigung über die Antwort auf die beiden obigen Fragen erzielt wurde.

    Wenn Herrn Harts Aussagen etwa von der Richtigkeit wie 2 + 2 = 4 sein sollten, dann müsste man sich ja in der Tat fragen, wie ein aufgeklärter Mensch dazu kommt, sich allein dadurch schon angegriffen zu fühlen. Man müsste mit Loriot sprechen: "Vielleicht stimmt da etwas mit deinem Gefühl nicht." Es wäre nicht der erste tiefere Einblick ins Politisch-Gesellschaftliche eines derer von Bülow.
  2. #731

    Zitat von Duzend Beitrag anzeigen
    Mich interessieren die Motive und sonstigen Formulierungen, in die ein Alan Hart möglicherweise abgleitet, bei den folgenden Fragen erst einmal gar nicht:
    Das halte ich für einen groben Fehler. Die Sachverhalte, auf die er sich bezieht, sind ja längst bekannt. Das Problem sind die grob verkürzte und einseitige Quellenauswahl, sowie die Schlüsse, die er daraus zieht. Nicht wenige seiner Aussagen nähren den Verdacht, dass er erst das gewünschte Ergebnis festgelegt und dann gezielt seine Quellen danach ausgewählt hat, dieses Ergebnis zu erzielen. Das würde auch seine oft überaus drastische Wortwahl und seine Provokationen erklären, welche von diesem Umstand ablenken sollen.

    Zitat von Duzend Beitrag anzeigen
    Ist die Schilderung über diese vertragliche Festlegung der Briten sowohl nach Seite der Zionisten wie nach Seite der Araber sachlich falsch?
    Nein. Ein Ausdruck dessen ist das Faisal-Weizmann-Abkommen von 1920, in dem der arabische Vertreter Emir Faisal und der jüdische Vertreter Chaim Weizmann ein gemeinsames Zusammenleben und die friedliche Koexistenz ihrer Völker in Palästina miteinander vereinbart haben. Diese Vereinbarung hing jedoch davon ab, dass die Briten ihre Versprechen einhalten. Die waren aber sehr vielmehr am Erhalt ihrer kolonialen Vorherrschaft im Nahen Osten interessiert und haben zur Sicherung derselben dann mit den Franzosen das geheime Sykes-Picot-Abkommen geschlossen, so dass die Übereinkunft zwischen Faisal und Weizmann hinfällig wurde.

    Erschwerend kam in dieser Zeit in den späten 1910er Jahren hinzu, dass die arabische Welt begann, die nationalistischen Ideologien aus Europa zu adaptieren, und der panarabische Nationalismus entstand. Zwei besonders herausragende Vertreter dieser Ideologie waren der Grossmufti von Jerusalem, Mohammed Amin Al-Husseini, und der Gründer der Muslimbruderschaft, Hassan Al-Banna. Diese lenkten den Zorn der Araber über den britischen Verrat geschickt nicht nur gegen die Briten, sondern auch gegen die Juden in Palästina, und um 1919, 1920 herum begannen die ersten Unruhen gegen die Briten und die gewalttätigen Übergriffe gegen die Juden in Palästina.

    Zitat von Duzend Beitrag anzeigen
    Und: Ist die Folgerung, zu sagen, dass die arabischen Einwohner Palästinas bis heute den Briten gram sind für ihr gebrochenes Versprechen, sie über den weiteren immigrationspolitiscen Werdegang ihrer Gebiete in die vollständige Selbstbestimmung zu entlassen, nachvollziehbar?
    Das ist bis hierhin auch vollkommen richtig, und schon seit gut neunzig Jahren bekannt. Bis heute hat sich der Ruf der Briten in der arabischen Welt davon immer noch nicht erholt.

    Zitat von Duzend Beitrag anzeigen
    Wenn Herrn Harts Aussagen etwa von der Richtigkeit wie 2 + 2 = 4 sein sollten, dann müsste man sich ja in der Tat fragen, wie ein aufgeklärter Mensch dazu kommt, sich allein dadurch schon angegriffen zu fühlen.
    Dass er auch längst bekannte Wahrheiten zitiert, ist nicht das Problem. Das Geheimnis einer erfolgreichen Propaganda ist, so viele Wahrheiten und korrekte Schlussfolgerungen einzustreuen, dass die Unwahrheiten und Manipulationen nicht entdeckt werden. Jeder gute Propagandist mischt daher bekannte und überprüfbare Wahrheiten in seine Aussagen, um dadurch glaubwürdig zu erscheinen.
  3. #732

    Die ganze Wahrheit

    Zitat von Duzend Beitrag anzeigen
    Darf ich ein Beispiel anführen, ohne mich jetzt auf den exakten Wortlaut oder die Seitenzahl bei Alan Hart behaften zu lassen?

    Er schreibt von erst in jüngerer Zeit aus dem Status der Geheimhaltung freigegebenen Dokumenten, die anscheinend belegen, dass das dem Ende seiner Glanzzeit entgegensehende und -taumelnde Empire der Briten im 1. Weltkrieg dringend auf Unterstützung angewiesen war und sich an zwei Fronten mit Versprechungen festgelegt hätte: Erstens das Versprechen an die politischen Zionisten, sich in der Levante für deren mehr oder weniger uneingeschränkte Zuwanderung stark machen zu wollen, wenn letztere sie nur per Unterlassung ihrer Umtriebigkeiten in Russland unterstützen wollten, so dass nämlich der Zar wieder einigermassen das Oberwasser gewinnen und sich im Kriege gegen Deutschland engagieren könnte. Und zweitens das Versprechen an die Araber, sie allesamt nach geschlagener Schlacht in die Unabhängigkeit entlassen zu wollen, wenn sie nur tapfer gegen die Türken halten wollten, was erstere auch taten und so nicht unwesentlich an der Niederlage des Deutschen Reiches ihren positiven Anteil hatten.

    Mich interessieren die Motive und sonstigen Formulierungen, in die ein Alan Hart möglicherweise abgleitet, bei den folgenden Fragen erst einmal gar nicht:

    Ist die Schilderung über diese vertragliche Festlegung der Briten sowohl nach Seite der Zionisten wie nach Seite der Araber sachlich falsch? Und wenn ja, wo steht die richtigere Version geschrieben?

    Und: Ist die Folgerung, zu sagen, dass die arabischen Einwohner Palästinas bis heute den Briten gram sind für ihr gebrochenes Versprechen, sie über den weiteren immigrationspolitiscen Werdegang ihrer Gebiete in die vollständige Selbstbestimmung zu entlassen, nachvollziehbar?

    Über alles andere kann man diskutieren. Aber erst, nachdem eine Einigung über die Antwort auf die beiden obigen Fragen erzielt wurde.

    Wenn Herrn Harts Aussagen etwa von der Richtigkeit wie 2 + 2 = 4 sein sollten, dann müsste man sich ja in der Tat fragen, wie ein aufgeklärter Mensch dazu kommt, sich allein dadurch schon angegriffen zu fühlen. Man müsste mit Loriot sprechen: "Vielleicht stimmt da etwas mit deinem Gefühl nicht." Es wäre nicht der erste tiefere Einblick ins Politisch-Gesellschaftliche eines derer von Bülow.
    es ist richtig, die ganze Mission des Herrn Hart zu erkennen.

    Findet jemand auf dieser Site:
    Alan Hart

    ...einen einzigen Satz der nicht antizionistisch ist?

    Als Höhepunkt vergleicht ausgerechnet er Netanyahu mit Breiwick.
    Unfassbar aus dieser Feder!
  4. #733

    Zitat von Duzend Beitrag anzeigen
    Darf ich ein Beispiel anführen, ohne mich jetzt auf den exakten Wortlaut oder die Seitenzahl bei Alan Hart behaften zu lassen?

    Er schreibt von erst in jüngerer Zeit aus dem Status der Geheimhaltung freigegebenen Dokumenten, die anscheinend belegen, dass das dem Ende seiner Glanzzeit entgegensehende und -taumelnde Empire der Briten im 1. Weltkrieg dringend auf Unterstützung angewiesen war und sich an zwei Fronten mit Versprechungen festgelegt hätte: Erstens das Versprechen an die politischen Zionisten, sich in der Levante für deren mehr oder weniger uneingeschränkte Zuwanderung stark machen zu wollen, wenn letztere sie nur per Unterlassung ihrer Umtriebigkeiten in Russland unterstützen wollten, so dass nämlich der Zar wieder einigermassen das Oberwasser gewinnen und sich im Kriege gegen Deutschland engagieren könnte.
    Die kommunistische Revolution in Russland als Werk der zionistischen Weltverschwörung? Hm, woher kennen wir das nur?
    Rischtisch, Erisch: Die Protokolle der Weisen von Zion lassen grüßen...

    Der nette Alex Hart scheint wohl ein verkappter Anhänger der guten alten antisemitischen Verschwörungstheorien auf Seiten der extremen Rechten zu sein. Lassen Sie den mal lieber in der Schublade.
  5. #734

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Wie wäre es wenn man mal über die Verursacher der Flüchtlingslager diskutieren würden?
    Ja genau das sage ich doch! Die Verursacher sind jene, die die Flüchtlinge noch immer in diesen fürchterlichen Lagern einsperren, nämlich die Führer von Palästina, Libanon, Jordanien und Syrien.
  6. #735

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    es ist richtig, die ganze Mission des Herrn Hart zu erkennen.

    Findet jemand auf dieser Site:
    Alan Hart

    ...einen einzigen Satz der nicht antizionistisch ist?

    Als Höhepunkt vergleicht ausgerechnet er Netanyahu mit Breiwick.
    Unfassbar aus dieser Feder!
    Den Zionismus, von dem hier die Rede ist, müsste man als politischen Zionismus präzisieren. Im Gegensatz zum religiösen Zionismus, der die Menschen zwar darauf hoffen lässt, dass ihr Gott sie dereinst wieder im Heiligen Land als Nation zusammenführt und damit ihre Auserwähltheit bekräftigt, sie aber mitnichten anleitet, durch eigenes Zutun diesen Zeitpunkt festzulegen.

    Und insofern nun der Zionismus einfach ein mögliches politisches Programm unter der Vielzahl der denkbaren und tatsächlich existierenden ist, gibt es wohl kaum etwas Normaleres als eine Webseite, die den unschlüssigen Wählern die negativen Seiten dieser Stossrichtung vor Augen zu führen versucht und quasi Werbung dagegen macht.

    Die einzige Frage, die in diesem Zusammenhang weitere Erörterungen wert ist, ist die, ob am Ende gegen oder für die Ideen des Zionismus zu agieren oder zu argumentieren, dem Antisemitismus grösseren Vorschub leistet.

    Dass wir uns alle darin einig seien, dass sich so etwas wie Auschwitz nicht wiederholen dürfte, das sagt sich so leicht. Aber was heisst dies bezogen auf Begriffe wie Antisemitismus oder Antizionismus? Was Zionismus ist, habe ich oben versucht darzulegen. Aber wer oder was sind die Semiten? Eint sie alle ein Gedankengut oder eine Kultur, die man als Semitismus bezeichnen könnte? Sobald dies geklärt ist, wird man den Begriff Antisemitismus mit anderen Augen sehen und sich viel besser darüber klar werden können, wie dieser in einer zeitgemässen Definition mit der Gefahr eines zweiten Auschwitz zusammenhängt.

    Wenn man dann - und ich glaube, genau dies legt Alan Hart einem nahe - einmal die erschreckenden Verbindungen zwischen dem Zionismus und dem Antisemitismus erkennt, bleibt einem nichts anderes, als für die Sache des Judaismus den Zionisten in den Arm zu fallen. Das ist verständlicherweise dann schlecht, wenn es um den Judaismus und die Ausübungsfreiheit der Religion in jedem säkularen Staat der Erde dabei schon längst nicht mehr geht.
  7. #736

    Bitte äussern Sie sich nur zu der einen Frage!

    Zitat von god is a dj Beitrag anzeigen
    Die kommunistische Revolution in Russland als Werk der zionistischen Weltverschwörung? Hm, woher kennen wir das nur?
    Rischtisch, Erisch: Die Protokolle der Weisen von Zion lassen grüßen...

    Der nette Alex Hart scheint wohl ein verkappter Anhänger der guten alten antisemitischen Verschwörungstheorien auf Seiten der extremen Rechten zu sein. Lassen Sie den mal lieber in der Schublade.
    Ist die Schilderung als solche sachlich falsch oder stört es Sie nur ungemein, dass sie in abgewandelter Form und möglicherweise als Versatzstück ineinem absolut ungeniessbaren Pamphlet auch schon einmal aufgetaucht ist?

    Was soll geschehen, wenn eines Tages ein Team von genialen Forschern den ersten funktionstüchtigen Fusionsreaktor in Betrieb nimmt und gleichzeitig enthüllt wird, dass sie in den Stunden nach Feierabend verbotenes Bildmaterial hin- und hergeschachert und Minderjährige belästigt hätten? Eine Gesellschaft, in der den Forschern eine Anklage erspart bleibt, weil sie doch so etwas Bahnbrechendes für die Menschheit geleistet hätten, ist technokratisch, kalt und nicht rechtsstaatlich. Eine Gesellschaft, in der diese Technologie deshalb lange unter Verschluss gehalten wird, weil ihre Erfinder solche unsittlichen Getsalten sind, ist unaufgeklärt, verblendet und irgendwie nicht säkular.

    Wir wollten in Europa ja mal beides sein: aufgeklärt und säkular. Technologie wird angewendet und evtl. bejubelt, Erfinder bekommen trotzdem einen Prozess.

    Mich interessiert also nicht, an welcher höchst zweifelhaften Stelle etwas sonst auch noch zu lesen ist, sondern in welcher höchst seriösen Quelle nachzulesen ist, wie es denn stattdessen war und warum es so nicht gewesen sein kann. Es ist dabei zunächst egal, mit wem sich der Autor persönlich oder politisch assoziiert, sondern es zählt nur, ob seine Arbeitsmethode wissenschaftlichen Standards genügt.
  8. #737

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    es ist richtig, die ganze Mission des Herrn Hart zu erkennen.
    Findet jemand auf dieser Site:
    Alan Hart
    ...einen einzigen Satz der nicht antizionistisch ist?

    Als Höhepunkt vergleicht ausgerechnet er Netanyahu mit Breiwick.
    Unfassbar aus dieser Feder!
    Ich hätte da mal eine Frage: was ist eigentlich "antizionistisch"?

    Offensichtlich ist hier jede kritische Aussage über das Verhalten der israelischen Regierung und darum geht es in der Regel, "antizionistisch".
    Man darf zwar kritische, vorsichtige, ausgewogene und nicht anklagende Meinungen äussern aber dabei nie vergessen, dass wir ein "besonderes Verhältnis zu Israel haben" und deshalb jede ernsthafte Kritik zu unterbleiben hat, so der Tenor.

    Was also um der Wahrheit willen ist "antizionistisch" und was nicht?
  9. #738

    Laissez-faire

    Zitat von ewspapst Beitrag anzeigen
    Was also um der Wahrheit willen ist "antizionistisch" und was nicht?
    Jetzt nicht im Sinne von Erziehung zu verstehen, sondern im diplomatischem Sinne. Alles was nicht im Bezug auf Israel dem "Laissez-faire" Ansatz entspricht ist "antizionistisch".

    Mal davon abgesehen, gibt es auf der Welt noch über 190 anderer Staaten, denen Deutschland und seine Deutschen das Feld der Kritik an Israel doch großzügig überlassen kann.

    Es scheint je nach Autor und Blatt eine Kritik durchaus legitim, doch man bewegt sich stets in einem Gebiet in dem man ohne den Schutz der Meinungsfreiheit sich seiner (staatlichen) Vergangenheit stellen muss.

    Man kann auch mal auf seine Meinungsfreiheit verzichten!
  10. #739

    Hilfe nicht mehr möglich

    Zitat von ewspapst Beitrag anzeigen
    Ich hätte da mal eine Frage: was ist eigentlich "antizionistisch"?

    Offensichtlich ist hier jede kritische Aussage über das Verhalten der israelischen Regierung und darum geht es in der Regel, "antizionistisch".
    Man darf zwar kritische, vorsichtige, ausgewogene und nicht anklagende Meinungen äussern aber dabei nie vergessen, dass wir ein "besonderes Verhältnis zu Israel haben" und deshalb jede ernsthafte Kritik zu unterbleiben hat, so der Tenor.

    Was also um der Wahrheit willen ist "antizionistisch" und was nicht?
    Wenn Sie die unsägliche Website von Alan Hart und die Wikiseite über die "Protokolle der Weisen von Zion" nur einigermassen genau gelesen haben und immer noch nicht wissen, was Antizionismus, die spezielle Form des Antisemistismus, ist, kann ich Ihnen wirklich nicht mehr helfen!


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