Es gibt auch einen Kooperationsvertrag USA - Saudi Arabien aus den 50iger Jahren. Koennen sich die Saudis darauf verlassen, dass wenn sie mit Atomwaffen angegriffen werden, nachher die USA den Angreifer seinerseits mit Atomwaffen angreifen wird und sich somit selbst in Gefahr bringt? Nein. Ersetzen Sie das Land Saudi Arabien mit Israel und die Antwort bleibt: Nein.
Sie sind verantwortlich und haben geschworen, Schaden vom Volk abzuwenden. Wuerden Sie eine Verteidigungspolitik nach dem politischen Tagesgeschaeft ausrichten? Oder eher nach einer moeglichen Bedrohungslage, nicht nur im Jetzt sondern auch in ferner Zukunft? Verteidigung und Abschreckung lassen sich nicht wie ein Lichtschalter ein -und ausschalten. Planungszeitraeume von 50 Jahren sind die Regel.
Das Syrien Beispiel habe ich extra deswegen genommen, um zu zeigen, dass Veraenderungen rings um Israel herum schneller ablaufen, wie Israel seine Selbstbehauptungsstrategie anpassen kann.
Zitat aus Ihrem Link:
Nach Wolffsohn dokumentiert diese Unterstützung «einerseits das globale und strategische Interesse der USA am jüdischen Staat; sie signalisiert andererseits die Tatsache, dass sich Israel im Ernstfall selber helfen müsste und an ein direktes amerikanisches Eingreifen kaum zu denken wäre. ... So gesehen, gehört die massive Hilfe an Israel auch zum Preis, den die USA zahlen müssen, um ohne einen Großeinsatz eigener Soldaten amerikanische Interessen im Nahen Osten wahrnehmen zu können.» Zitatende
Ist doch genau das, was ich darstellen wollte.
Die Frage die sich stellt ist folgende: Wird der Friedensprozess durch das (moegliche) Vorhandensein einer atomaren Bewaffnung Israels verzoegert, verhindert oder sogar erst ermoeglicht?
mfG Beat



