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Soll Deutschland verbündete Staaten auch bei der Atomrüstung unterstützen?

Deutschland ist Waffenexporteur - und viele Bürger sehen diesen Wirtschaftszweig sehr kritisch. Dazu gehören auch U-Boot-Lieferungen an Israel, die kontrovers diskutiert werden. Soll Deutschland weiterhin Waffen an Verbündete liefern und auch Atomrüstung unterstützen?
  1. #500

    Zitat von Beat Adler Beitrag anzeigen
    Jegliche Unterstuetzung beim Bau eines Atomkraftwerkes in einem Land, welches die Menschenrechte mit Fuessen tritt, hat zu unterbleiben.
    Wie ist eigentlich die Siemens Steuerungstechnik in den Iran gekommen?
    Kernkraftwerke errichten und betreiben, das ist eine Jahrzehnte lange Arbeit. Regierungen kommen und gehen alle 4 bis 5 Jahre. Wer da wann welches Recht tritt, kann nicht für die Energiewirtschaft ausschlaggebend gemacht werden.
  2. #501

    Interessant!

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    wohingegen die friedliche Nutzung der Kernkraft in KKW mit Endlosdiskussionen über Endlager verhindert wird. Und da warte ich nicht erst auf einen passenden Strang.
    Guten Tag Herr Berg!

    Sie haben also eine Lösung für das Endlagerproblem. Dann lade ich Sie herzlich ein mal in diesem Strang Subventionen: Gauck warnt vor Planwirtschaft bei Energiewende mir das zu erläutern!
  3. #502

    Planlos, arglos, kopflos?

    Zitat von Beat Adler Beitrag anzeigen
    Also ich habe Ihnen unzaehlige Male geschrieben, dass alle diese "grand plans", "chess boards" und weiterer Bloedsinn aus den "neo-con" "think tanks" und Artverwandtes in der Aussenpolitik der USA seit Ende des kalten Krieges und speziell unter OBAMA nicht den Hauch einer Rolle spielen.
    Ja, das wirkt allmählich amüsant, immer wieder zu sehen, wie unermüdlich Sie Ihren Zeitgenossen, die mit offenen Augen die Welt betrachten und den Mut haben, sich des eigenen Verstandes zu bedienen („sapere aude!“), weismachen wollen, die USA als Weltmacht agiere „planlos“ – auch wenn es bisweilen sogar eher kopflos aussieht, was sie so in der Welt treiben und anrichten.

    Auch folgen die Amis nicht einer „unsichtbaren Hand“ oder gar einem „manifest destiny“, selbst wenn sie es noch so oft die alle Welt mit ihren gezielten Desinformationen und Lügen glauben machen wollen!

    Sie sind in Wahrheit Erzmaterialisten und eingefleischte Machiavellisten, die skrupellos auf Kosten der Mehrheit der Menschheit nach ihrem aufwändigen „American way of life“ durchs Leben gehen wollen.

    Lesen Sie nur John Perkins Bücher u.a. Weltmacht ohne Skrupel: Die dunkle Seite der Globalisierung - Wie die USA systematisch Entwicklungsländer ausbeuten. 2007, 300 S., ISBN 978-3636014481
    oder auch nur was sich hinter dem Council on Foreign Relations verbirgt!
    Zitat von Beat Adler
    Ob Deutschland mit dem Export der Unterseeboote gegen das eigene Grundgesetz verstossen hat, bleibt fuer mich eine innerdeutsche Angelegenheit, ...
    Da haben Sie absolut Recht!
    Die Dame scheint Schwierigkeiten mit Termini wie „Staatsräson“ und überhaupt mit ihrem Amtseid zu haben!
    „Schaden vom deutschen Volke abzuwenden“, da muss sie mit einer alten, eigenwilligen Dialektik nach wie vor operieren!
    Vielleicht hat sie auch beim Unterschreiben der sog. „Kanzlerakte“ einen schier unheilbaren Schock erlebt ...!

    Da ist fürwahr der brav seine Steuern zahlende deutsche Michel als Wähler aufgerufen, nachhaltig Remedur zu schaffen! ;-)
  4. #503

    Zitat von Duzend Beitrag anzeigen
    ...den Aufwand wert, dieses Bedroht- und Angefeindet-Sein zu quantifizieren. Mein Vorschlag dazu:
    Eine detailgetreue Landkarte der Levante wird in zehn oder zwanzigfacher Ausfertigung farbig auf A2 ausgedruckt. Der Premierminister des Staates Israel zeichnet mit Hilfe seiner Berater mit einem roten Filzstift auf jeder Karte eine Variante der Landesgrenzen ein. Angefangen bei Nr. 0, einer Nichtexistenz, über Nummer eins, zwei, drei, den UN-Teilungsplan von 1947, weiter, fünf, sechs, irgendwann die Grenzen kurz vor dem 6-Tage-Krieg und immer so weiter gerne auch bis zur vollen Erstreckung zum Jordan auf ganzer Länge und noch viel mehr, wenn's sein muss bei Nummer zwanzig.

    Jetzt erhalten alle Staats- und Regierungschefs Kopien dieser gestaffelten Grenzziehungsvorschläge und geben nach Rücksprache mit ihren Wählern jeder ein Votum darüber ab, bis zu welcher Variante sie mit ihrer ihnen verliehenen Macht sich für die Existenz eines Judenstaates in diesen Grenzen stark machen würden. Und dann würde man das als Prozentkurve über der Abszisse mit ansteigenden Variantennummern auftragen. Sozusagen Flächenprozent gegen Zustimmungsprozent.

    Ich vermute, man wäre auf israelischer Seite bass erstaunt, wieviel Fläche bereits eine weltweit 50%ige oder sogar 75%ige Zustimmung fänden. Klar ein paar ewiggestrige Idioten wären stur (aber wenigstens einmal in aller Weltöffentlichkeit) für die Nullversion, und ein paar wenige wären so forsch, sich für die grosse Einstaatenlösung stark zu machen. Aber es herrschten Klarheit und Planungssicherheit.

    Möglich, dass ich mich irre, aber ich bin sehr sicher, dass Israel mit einer angemessenene Verkleinerung seines Anspruchsgebietes, mit einem Abrücken aus Jerusalem und überhaupt mit einer ersten verbindlichen Ziehung von Staatsgrenzen sich sehr viel Anerkennung in der Welt zurückholen würde. Die meisten Erdenbewohner wissen, dass sie fliessend Warm- und Kaltwasser westlicher Aufgeklärtheit zu verdanken haben, die stützen ihre Steinzeitregimes nicht ewig und drei Tage.

    Die gelieferten U-Boote sind nichts als ein weiteres Schäufelchen oben drauf auf Verkniffenheit und Ressentiment und deshalb natürlich auch auf die Angst vor der Rache der anderen. Diese Angst ist beidseitig und verschwindet nicht, nur weil einer die Fäuste noch fester ballt.
    Was Sie beschreiben, ist ja bereits 1948 geschehen und führte zu der Grenzziehung des UN-Teilungsplans für Palästina. Diese Grenzen würden noch heute gelten, wenn die arabischen Nachbarn nicht -- bis heute -- auf "Nr. 0, der Nichtexistenz" bestehen würden und diese "Lösung", je nach Zählweise, fünf bis acht Mal durch kriegerische Überfälle auf Israel sowie andauernden Terror durchzusetzen versucht hätten.

    Auf die Abgründe, in die ich beim Lesen Ihres Beitrages geblickt habe, möchte ich hier nicht weiter eingehen. Ich hoffe ehrlich, dass es Ihnen besser geht, als dieser wirre "Vorschlag" befürchten lässt.
  5. #504

    Seit wann ist die Aussenpolitik der Administration Obama planlos?

    Zitat von anathema Beitrag anzeigen
    Ja, das wirkt allmählich amüsant, immer wieder zu sehen, wie unermüdlich Sie Ihren Zeitgenossen, die mit offenen Augen die Welt betrachten und den Mut haben, sich des eigenen Verstandes zu bedienen („sapere aude!“), weismachen wollen, die USA als Weltmacht agiere „planlos“ – auch wenn es bisweilen sogar eher kopflos aussieht, was sie so in der Welt treiben und anrichten.

    Auch folgen die Amis nicht einer „unsichtbaren Hand“ oder gar einem „manifest destiny“, selbst wenn sie es noch so oft die alle Welt mit ihren gezielten Desinformationen und Lügen glauben machen wollen!

    Sie sind in Wahrheit Erzmaterialisten und eingefleischte Machiavellisten, die skrupellos auf Kosten der Mehrheit der Menschheit nach ihrem aufwändigen „American way of life“ durchs Leben gehen wollen.

    Weltmacht ohne Skrupel: Die dunkle Seite der Globalisierung - Wie die USA systematisch Entwicklungsländer ausbeuten
    Wo habe ich geschrieben, dass die Aussenpolitik der Administration Obama planlos sei?

    Nur folgt sie nicht irgendwelchen obskuren "Plaenen" aus den 30 iger Jahren oder anderen Traeumereien von irgendwelchen "think tanks". Sondern sie ist ganz pragmatisch angelegt. Internationale Vertraege mit anderen Staaten werden eingehalten oder neu strukturiert. In Sachen Atomwaffen wird gemeinsam mit Russland abgeruestet. Wenn die Vietnamesen vom "bullying" der Chinesen betroffen sind, und die USA um Schutz ersuchen, dann wird der auch gewaehrt. Demokratisierungsbemuehungen werden unterstuetzt. Menschenrechte verteidigt. All dies ist nichts besonderes.

    Kennen Sie einen Fall der Obama Administration, wo die USA ihre Macht ausgespielt haben und irgend ein Land zu irgend etwas GEZWUNGEN haben?

    Von systematischer Ausbeutung von Entwicklungslaendern durch die USA ist allerdings in der Realitaet heute NICHTS aber auch gar NICHTS zu erkennen.

    Oft habe ich US Amerikaner, auch hoehere Beamte des Aussenministeriums, gefragt, warum sie denn soviel Geld in sovielen Laendern zum Fenster herausschmeissen, schliesslich ist die Regierung ja knapp bei Kasse. Die Antworten sind immer aehnlich: "Wir stehen in der Verantwortung. Wir halten unsere Versprechen. Wir lassen niemand fallen."
    mfG Beat
  6. #505

    Zitat von Beat Adler Beitrag anzeigen
    dann wird der auch gewaehrt. Demokratisierungsbemuehungen werden unterstuetzt. Menschenrechte verteidigt. All dies ist nichts besonderes.
    Auch in Saudi-Arabien ?
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  7. #506

    Zitat von Beat Adler Beitrag anzeigen
    Wo habe ich geschrieben, dass die Aussenpolitik der Administration Obama planlos sei?
    Die von Obama vielleicht nicht, aber von den USA in der Gesamtheit seit dem Bestehen allemale.

    Geschichtliche Zusammenhänge scheinen Ihr Ding nicht zu sein.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  8. #507

    Felix Krull ????

    Zitat von Beat Adler Beitrag anzeigen
    Oft habe ich US Amerikaner, auch hoehere Beamte des Aussenministeriums, gefragt, warum sie denn soviel Geld in sovielen Laendern zum Fenster herausschmeissen, schliesslich ist die Regierung ja knapp bei Kasse. Die Antworten sind immer aehnlich: "Wir stehen in der Verantwortung. Wir halten unsere Versprechen. Wir lassen niemand fallen."
    mfG Beat
    Na klar, wer im Oval Office und Pentagon ständig ein und ausgeht kann ja nur der offizielle Sprecher der US-Administration sein.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  9. #508

    Auf die Perspektive kommt es an!

    Zitat von Beat Adler Beitrag anzeigen
    Wo habe ich geschrieben, dass die Aussenpolitik der Administration Obama planlos sei?

    Nur folgt sie nicht irgendwelchen obskuren "Plaenen" aus den 30 iger Jahren oder anderen Traeumereien von irgendwelchen "think tanks".
    Man kann „obskure Plaene“ auch fortschreiben, um nicht „planlos“ zu werden!
    Warum nehmen Sie den Hinweis auf den Council on Foreign Relations nicht ernst, um zu erfahren, welche „Träumer“ da bis heute am „Werkeln und Spinnen“ sind?
    Zitat von Beat Adler
    Sondern sie ist ganz pragmatisch angelegt.
    Etwa mit einem solchen umfassenden Ergebnis, wie jeder es hier Grand Area lesen kann!
    Als ureigenstes Interessengebiet definierte man die so genannte westliche Hemisphäre, das heißt Lateinamerika, Europa und sämtliche Regionen des Britischen Empires, Niederländisch-Ostindien (Indonesien), China und Japan sowie den ölreichen Nahen Osten. ... Zudem hielt man sich die Option einer weiteren Ausdehnung offen.

    Daneben wurde die Schaffung von globalen Finanzinstitutionen zur Stabilisierung des internationalen Währungssystems und der Begünstigung von Investitionen skizziert - Überlegungen, die 1944 im System von Bretton Woods mündeten.
    (Hervorhebung durch a.!)
    Wie wollen Sie über Pläne diskutieren, die ja schon weitgehend realisierte Fakten sind, wenn Sie die angegebenen Texte partout nicht lesen wollen!
    Dass Sie den Link nicht aufgerufen haben können, macht Ihr folgendes Statement klar, das die menschenverachtenden Foltergefängnissen der USA wie seinerzeit Abu Ghraib und jetzt noch Gitmo, Bagram, Diego Garcia etc. total verschweigt!
    Wir besitzen etwa 50 % des Reichtums dieser Welt, stellen aber nur 6,3 % seiner Bevölkerung. Dieser Unterschied ist im Verhältnis zwischen uns und den Völkern Asiens besonders groß. In einer solchen Situation kommen wir nicht umhin, Neid und Missgunst auf uns zu lenken. Unsere eigentliche Aufgabe in der nächsten Zeit besteht darin, eine Form von Beziehungen zu finden, die es uns erlaubt, diese Wohlstandsunterschiede ohne ernsthafte Abstriche an unserer nationalen Sicherheit beizubehalten. ... […] Wir sollten aufhören von vagen — und für den Fernen Osten — unrealistischen Zielen wie Menschenrechten, Anhebung von Lebensstandards und Demokratisierung zu reden.
    Der Tag ist nicht mehr fern, an dem unser Handeln von nüchternem Machtdenken geleitet sein muss.
    Je weniger wir dann von idealistischen Parolen behindert werden, desto besser.“
    – George Kennan,: Chefplaner im US-Außenministerium, Februar 1948 - Grand Area
    Natürlich kann man die Welt mit einer gespaltenen Pupille anschauen, um solche Aussagen zum Besten zu geben!
    Zitat von Beat Adler
    Oft habe ich US Amerikaner, auch hoehere Beamte des Aussenministeriums, gefragt, warum sie denn soviel Geld in sovielen Laendern zum Fenster herausschmeissen, schliesslich ist die Regierung ja knapp bei Kasse. Die Antworten sind immer aehnlich: "Wir stehen in der Verantwortung. Wir halten unsere Versprechen. Wir lassen niemand fallen."
    Dann fragen Sie auch einmal die Süd- und Zentralamerikaner, die mit Napalm und Agent Orange traktierten Vietnamesen, die Laoten, die Afghanen, die Iraker, die Pakistani, die heimtückisch von US-Drohnen überrascht und ums Leben gebracht werden. Richtig, so gesehen, haben die Amis ihre „Versprechen gehalten“!
  10. #509

    Waffen auf Kredit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Drei U-Boote hat eine deutsche Werft für Israel gebaut, drei weitere sollen folgen. Nach SPIEGEL-Informationen stattet Jerusalem die U-Boote aus Kiel mit nuklear bestückten Marschflugkörpern aus. Die Bundesregierung hatte bislang erklärt, sie wisse nichts von der atomaren Bewaffnung.

    Israelische Atomwaffen auf U-Booten aus Deutschland - SPIEGEL ONLINE
    Soweit mir bekannt ist, erfolgten die U-Bootlieferungen an Israel ohne Bezahlung. Eine besondere Art der Entwicklungshilfe?


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