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Soll Deutschland verbündete Staaten auch bei der Atomrüstung unterstützen?

Deutschland ist Waffenexporteur - und viele Bürger sehen diesen Wirtschaftszweig sehr kritisch. Dazu gehören auch U-Boot-Lieferungen an Israel, die kontrovers diskutiert werden. Soll Deutschland weiterhin Waffen an Verbündete liefern und auch Atomrüstung unterstützen?
  1. #280

    Logisch

    Zitat von !!# Beitrag anzeigen
    Wer sich intensiv mit Atomwaffen ausrüstet, verringert die Kriegsgefahr. Dies hat uns der kalte Krieg zw. USA und UdSSR gelehrt. Beide Weltmächte waren bis auf die Zähne mit Atombomben bewaffnet, und hatten furchtbar Angst, dass ein Atomkrieg ausbricht.
    Deshalb wäre ein Atomkrieg auch viel wahrscheinlicher gewesen, wenn beide gar keine Atomwaffen gehabt hätten.

    Nach Ihrer Logik sollten wir schnellstens alle Schüler mit Pistolen ausrüsten - dann kann es in Schulen nicht mehr zu einem Amoklauf kommen.

    Sind Sie schon mal auf den Gedanken gekommen, dass es t r o t z der Atomwaffen keine Krieg gab?

    Völlig unlogisch, gell?
  2. #281

    Zweitschlagwaffe für den Erstschlag

    Zitat von digitalesradiergummi Beitrag anzeigen
    Die nukleare Waffenbestückung ist mit jedem U-Boot möglich,
    auch mit den gebastelten U-Booten der Drogen-Mafia in
    Südamerka.
    Ich weiss nichts, kann mich aber erinnern, gehört zuhaben,
    dass Israel die U-Boote mit Naturalien (teilweise)
    bezahlt hat, mit Plastikganulat zB für Tartanbahnen,
    und (militärischen) Forschungsarbeiten.
    Das nukleare an diesem U-Boot ist,
    dass es nicht nuklear ist, sich aber quasi-nuklear
    ohne Auftauchen und Tanken sehr lange unter Wasser halten
    kann, was sonst nur U-Boote mit Nuklearantrieb können,
    unabhängig davon, ob sie Nuklearwaffen tragen oder nicht.
    Die U-Boote für Israel mußten umgebaut werden, damit aus den für Tropedos vorgesehenen Schächten atomare Raketen abgeschossen werden können.
    Und mit einer solchen Zweitschlagwaffe kann Israel durchaus einen Erstschlag ausführen, z.B. vom persischen Golf aus. Und Israels atomare Einsatzdoktrin sieht einen solchen Erstschlag durchaus vor, z.B. im Falle eines Angriffs mit chemischen Waffen. In Israel wurden zudem Pläne ausgearbeitet, die iranischen Nuklearanlagen von U-Booten aus mit taktischen Atomwaffen zu zerstören.
  3. #282

    Extra Anfertigung

    Zitat von LondoMollari Beitrag anzeigen
    Zwar stimmt es das die Uboote nach Israelischen Plänen bzw. Spezifikationen gebaut werden. Siehe z.B.

    Dolphin-Klasse

    Die ganze Nuklearschlagfähigkeit der Boote basiert alleine auf folgendem Detail:

    4x 25,5" (650 mm) Torpedorohre

    Die sind nämlich groß genung um daraus Marschflugkörper starten zu können. Eine Fähigkeit die Uboote in aller Welt schon seit Jahrzehnten haben. Umgefähr so ungewöhnlich oder extravagant wie nen trockenes Brötchen.
    Ist nicht ganz richtig, die Boote wurden erst nachträglich nach israelischen Plänen modifiziert um See Land Trägersysteme abfeuern zu können. Ursprünglich waren es reine See See und See luft Abchussvorrichtungen.
    Auch Grüße aus der ´´Realität´´...

    Normale deutsche U Boote hatten bis dahin nur 550mm Torpedorohre.
    Dolphin-Klasse: Deutsches 68-Meter-U-Boot zu Wasser gelassen - Nachrichten Politik - Ausland - WELT ONLINE
    ´´Deutschland war aber innerhalb der NATO bündnispolitisch auf eine maritime Juniorrolle beschränkt. Nach 1990 lockerte die NATO Restriktionen in Bezug auf die Ausstattung der deutschen Marine, die nun ein großes kampfkräftiges Boot planen durfte. Die Klasse 212 wurde von einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE U 212) der deutschen Unternehmen Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) und Nordseewerke (NSWE) entwickelt.

    Versuche zum außenluftunabhängigen Antrieb mit Brennstoffzellen unternahm ein Konsortium von HDW, Ferrostaal und IKL bereits Anfang der 1980er Jahre; eine erste HDW-Landtestanlage mit 104 kW entstand 1983 in Kiel. 1986 wurde eine Versuchsanlage gleicher Leistung an Bord von U 1 eingebaut und ab 1988 erprobt.´´

    Der Fertigungsbeginn für das Typboot startete am 1. Juli 1998 durch den damaligen Bundesminister der Verteidigung Volker Rühe, CDU.
    https://de.wikipedia.org/wiki/U-Boot...portklasse_214

    Es handelt sich also um eine Bootsklasse die speziell für Israel und die Möglichkeit atomare Waffen abfeuern zu können geplant war im Gegensatz zu den deutschen NATO U Booten.
    Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) und Nordseewerke (NSWE , Ferrostaal und IKL, Bundesverteidigungsministerium waren informiert, die betreffenden Aufsichtsratmitglieder und Vorstände, Banken kann jeder selbst googeln.

    03.06.2012
    15:07
  4. #283

    Wo liegt das Problem?

    Israel ruestet in Deutschland gebaute U-Boote mit Atomwaffen aus. Na und? Wieso sollte das ein Problem sein?
  5. #284

    Das ist entschieden zu wenig.....

    Zitat von Gisa Beitrag anzeigen
    Wer oder welche Institution gibt Frau Merkel das Recht Israel mehrere U - Boote von unseren Steuergeldern zu schenken und auch noch die Restzahlungen zu stunden , während die Israelis gleichzeitig über Neubestellungen nachdenken? Wo ist da Herr Schäuble, der beim eigenen Volk jeden Cent einspart? Dieser Frau gehört der Ausgabengeldhahn zugedreht!!
    Merkel gehört wegen schweren Amtsmissbrauch zur Rechenschaft gezogen und zur Vertrauensfrage gezwungen!!!
  6. #285

    Zitat von recce Beitrag anzeigen
    Stattdessen habe ich - mit technischen und einsatztaktischen Fakten untermauert, das mag hier ungewöhnlich sein - warum die Kombination SSG/SLCM gerade eine Zweitschlagsrolle ausfüllt.
    Ich schrieb: "3) Mit (nuklearen) Marschflugkörpern bewaffnete U-Boote (SSG) dienen Israel als Zweitschlagskapazität.
    Und genau das ist Unsinn.
    Marschflugkörper haben eine Reichweite von 800 km bis max. 2500 km, können also ,nahe genug (und unbemerkt ) an den Iran gebracht (persischer Golf, nicht Mittelmeer!) als (atomare ) Erstschlagwaffe benutzt werden.

    Ihr ganzer Sermon von ausschliesslich Zweitschlagwaffe ist damit umsonst.
  7. #286

    Zitat von micha-mille Beitrag anzeigen
    Kann mir mal einer verraten, warum wir (Steuerzahler) denen die U-Boote bezahlen (zumindest einen Großteil)? Die sollen gefälligst den Preis dafür bezahlen, wie es üblich ist oder hat das auch etwas mit der "besonderen Verantwortung" ggü. Israel zu tun?
    Viel wichtiger ist mir, wann das Parlament diese "Schenkungen" abgesegnet hat, denn unsere Kanzlerin hat doch keine Verfügungsgewalt
    über all unsere Steuergelder alleine?
  8. #287

    Wer hat es zu sagen?

    Zitat von pl-pitt Beitrag anzeigen
    Merkel gehört wegen schweren Amtsmissbrauch zur Rechenschaft gezogen und zur Vertrauensfrage gezwungen!!!
    Zunächst sollte festgestellt werden, wie die Machtverhältnisse tatsächlich sind.
  9. #288

    Zitat von Ben Major Beitrag anzeigen
    Israel ist von religiös motivierten Irren umzingelt und die Iranische Führung baut Atombomben und spricht ganz offen von Israels Auslöschung. Israel muss sich verteidigen können. Und an Alle die gleich wieder auf Israel eindreschen, denken sie sich mal für fünf Minuten in folgende Situation: Sie wohnen 20km vom Gazastreifen entfernt und jeden Tag fliegen Raketen in Ihre Richtung, denken Sie, das würde Ihre Meinung zu Krieg und Frieden ändern?
    Das beste Mittel dagegen sind nicht Atom U-Boote sondern gleiches Recht für alle!
  10. #289

    Gedichte

    Zitat von jonas-zonas Beitrag anzeigen
    Natürlich behauptet die israelische Regierung, ein Recht zum Erstschlag zu haben:

    [...]
    Allesamt lediglich Überlegungen zu gezielten Militäroperationen gegen geheime iranische Atomanlagen, wie ich bereits erwähnte.

    Keine einzige davon wäre ein umfassender "Erstschlag" gegen den Iran (also in dem Sinne, wie das Wort seit dem kalten Krieg allgemein verwendet wird), bedroht die iranische Zivilbevölkerung, oder hat irgendetwas mit israelischen Atombomben zu tun.

    Zitat von jonas-zonas Beitrag anzeigen
    Grass hat aber nicht gesagt, Ahmadinedschad sei nur ein Maulheld. Das "nur" haben Sie selbst dazugedichtet. Vielleicht bleiben Sie einfach mal bei den Tatsachen.
    Gedichte sind verdichtete Information.

    Sie arbeiten gezielt damit, Behauptungen nicht explizit "zitatfähig" aufzustellen, sondern über geschickte Wortwahl und Stilmittel Assoziationen zu erzeugen.

    Wenn ein Profi-Lyriker in einem Gedicht ein ganz bestimmtes Wort wählt, um jemanden zu charakterisieren, dann ist das sehr wohl bedeutend, dass er ihn bewusst und nur so beschreibt.

    Die bewusste Charakterisierung als "Maulheld" impliziert sehr wohl die Behauptung, dass keine echte Gefahr für Israel vom iranischen Regime ausginge.

    Ohnehin bezog sich mein Urteil "Verharmlosung" nicht allein auf diese eine Zeile, sondern die Tatsache dass sich das Gedicht insgesamt fanatisch an irgendwelchen Hirngespinsten über mögliche israelische Angriffsgelüste gegen das iranische Volk festbeißt, während die viel näher liegenden real existierenden Drohungen von iranischen Regierungs- und Militärführern gegen da israelische Volk (und die auch von anderen muslimischen Staaten viel mehr gefürchtete iranische Atombombe) mit keinem Wort erwähnt werden.

    (Ja, auch explizite Nichterwähnung bestimmter sich eigentlich aufdrängender Aspekte in einem Gedicht ist für die Interpretation extrem bedeutungsvoll.)


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