Soll Deutschland verbündete Staaten auch bei der Atomrüstung unterstützen?

Deutschland ist Waffenexporteur - und viele Bürger sehen diesen Wirtschaftszweig sehr kritisch. Dazu gehören auch U-Boot-Lieferungen an Israel, die kontrovers diskutiert werden. Soll Deutschland weiterhin Waffen an Verbündete liefern und auch Atomrüstung unterstützen?
  1. #150

    Sehr gut

    Ich gratuliere der Bundesregierung. Mit diesen U-Booten wird das Abschreckungspotential Israels gestärkt. Die irren Diktatoren rund um Israel werden sich nun nicht mehr trauen, den Staat Israel atomar oder konventionell anzugreifen. Ein Überraschungsangriff auf das kleine Israel wurde nun unwahrscheinlicher gemacht. Das war eine gute, friedenssicherende Maßnahme.

    Diese nuklear bestückten U-Boote sind ohnehin nur eine reine Verteidigungswaffe. Einen nuklearen Überraschungsangriff, könnte Israel ohnehin jederzeit starten. Die Nachbarn verfügen momentan nicht über eine Antwortmöglichkeit. Aber für die Zukunft, wenn der irre iranische Staat Atomwaffen hat, können sie mit diesen das kleine Israel nicht überraschen. Und wenn doch hat Israel nun Joker in der Hinterhand, um antworten zu können. Somit kann Israel nun effektiv abschrecken und ist aufgrund des kleinen Territoriums nicht mehr Ziel für einen "lucky punch" des Gegners.
  2. #151

    Zitat von Astir01 Beitrag anzeigen
    [...]

    Was man höchstens hätte hinterfragen können, sind die Kosten und wer sie trägt. Müssen wir, die deutschen Steuerzahler, den Israelis ihre Trägersysteme bezahlen, und wenn ja, dürfen wir dafür eine (politische) Gegenleistung verlangen? Und weiter, wenn die Gegenleistung nicht erbracht wird, was verlangen wir statt dessen? Geld oder liefern wir die Boote nicht aus?
    Richtig, dass die U-Boote mit Atomsprengköpfen bestückt werden, weiß ja wohl jeder halbwegs denkende Mensch.

    Interessanter finde ich auch die Frage:

    "Wer bezahlt es und warum tut derjenige das?"


    Wenn der Holocaust-Verursacher Deutschland ein paar hundert Millionen Euro zahlt, kann man das doch sehr schön als "Reperationen" bezeichnen.
    Die Frage dann wäre aber:

    "In wie vielen Jahrzehnten uneingeschränkter Solidarität bzw. nach wie vielen Milliarden Euro kann "unsere" (meine ist es nicht) Schuld egalisiert werden?"

    Ich vermute leider die Antwort ist "nie"...
  3. #152

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    Zitat von Gebetsmühle Beitrag anzeigen
    mit der lieferung von u-booten an ein kriegstreiberisches land hat man sich von der haltung verabschiedet, dass von deutschem boden niemals mehr ein krieg ausgehen darf. sobald israel atomwaffen und uboote einsetzt, ist deutschland an diesem krieg mitschuldig. da machen wir uns doch nix vor, oder?

    aber geld verdienen ist natürlich viel wichtiger.
    äh, wieso Geld verdienen? Standardfolkore? Wir bezahlen die Dinger, einfach um im Ernstfall nicht an einer Auslöschung Israels mit Schuld zu sein.

    Mehr Sorgen als der ganz große Knüppel, der ja nur zum Drohen taugt, machen mir die vielen kleinen. Die Raketen, die tagtäglich auf Israel fallen, finanzieren wir nämlich auch. Nur eben über den Umweg der Finanzierung der Autonomiebehörde. Wenn ein Quasistaat deine elementaren Aufgaben nicht selbst bezahlen muß, ist halt Geld für´s Kriegspielen übrig.

    Was ich mir wünsche, ist, daß die Koppelungen U-Boote-Siedlungsstopp (natürlich nicht so platt, jeder soll sein Gesicht wahren) konsequent durchgehalten werden.

    Die Sache mit Israel ist halt ambivalent. Im ganz großen Zusammenhang muß das Existensrecht gesichert werden. Im Kleinen muß auf eine Mäßigung hingewirkt werden, am besten auf beide Seiten. Es wäre eben auch schön, wenn die EU klar sagt, wer das Geld hat seinen Nachbarn mit Raketen zu beschießen, der sollte auch Müllabfuhr und Kläranlagen selbst bezahlen.
  4. #153

    Bombe ist nicht gleich Sprengkopf, ist nicht gleich Bedrohung

    Zitat von kein Ideologe Beitrag anzeigen
    Es ist nicht der Trumpf "wir haben die Bombe", es ist aber immer ein klares:" wir können das Ding in einem Jahr haben, und ihr könnt und nicht daran hindern".
    Einiges fehlt noch bei Ihrer Argumentation:
    Genug bombenfähiges Uran zu haben, um eine A-Bombe bauen zu können, mag eins sein. (Und selbst dafür gibt es bisher nur Indizien für die entsprechende Intention, nicht das Vorhandensein!)
    Einen Sprengkopf zu bauen, der wie gewünscht gezündet werden kann, ist dann fraglos ein zweites und extrem (zeit- und geld-) aufwendiges, fehlerträchtiges Unterfangen, welches nicht unbemerkt unternommen werden dürfte.
    Und eine Möglichkeit, diesen Sprengkopf zielgerichtet transportieren zu können, ein Drittes. Die derzeitigen iranischen Raketen gelten unter Fachleuten (d.h. außerhalb der simplifizierenden Presse) allgemein als dafür völlig untauglich.

    Also ist die iranische "Bedrohung" noch weit weniger realistisch als allenthalben verbreitet.

    Was allerdings durchaus realistisch ist, ist die nukleare Erstschlagskapazität der USA, Israels, Russlands, Pakistans, Indiens, Chinas - allesamt im Umkreis der Iraner.
    Muss man dann wirklich "Irre" sein, um die Intention einer nuklearen Bewaffnung zu haben??
  5. #154

    Volksentscheid

    So, SPON-Zensor, Du wirst jetzt ganz müde werden … Alles um Dich herum versinkt … Du hörst nur noch, was ICH sage … und DU wirst es BEFOLGEN! … Veröffentliche den folgenden Kommentar. SOFORT!
    Na also, geht doch. 8-)

    Es widert mich an und macht mich wütend, wie deutsche Regierungen seit Langem mit Israel umgehen. Diese Unterseebootgeschenke waren einer der bisherigen Höhepunkte. Wie schaffen es diese Israelis seit so langer Zeit nur immer wieder, dass deutsche Politiker sich bei Israel bisher immer wieder so anbiedern, einschleimen, so speichellecken, um nicht zu sagen in den A…. kriechen und so viele Handlungen zu Israel ausführen, die offensichtlich von der Mehrheit der deutschen Bevölkerung abgelehnt werden? Wie schaffen es die Israelis und sicher auch die US-Amerikaner nur immer wieder, deutsche Politiker in Regierungsverantwortung zu diesem unsäglichen Umgang mit Israel zu bringen? Was kann das deutsche Volk machen, um dies endlich zu beenden? Müssen tatsächlich extreme Parteien in die Regierung gewählt werden, damit dies passiert? Oder muss es wirklich eine Revolution sein? Was ist das in Deutschland nur für eine Staatsform, die es zulässt, dass Regierungen den Mehrheitswillen der Bevölkerung immer wieder so leicht ignorieren und dagegen handeln können? Ich bin für wesentlich mehr Volksentscheide. Der nächste sollte sein: Wie sollte Deutschland mit dem Staat Israel umgehen?
  6. #155

    Veruntreuung von Steuergeldern?

    Kann man dagegen nicht rechtlich vorgehen? Wo steht, dass deutsche Steuergelder ohne Gegenleistung für die Schenkung atomwaffenfähiger U-Boote verwendet werden dürfen? Das ist doch offensichtlich eine Veruntreuung.
    Wo ist die Gegenleistung?
  7. #156

    Bis 2015 ...

    ... hat man dann die letzten zwei Drittel der Kosten für die U-Boote sicherlich noch irgendwo elegant im Bundeshaushalt als "Sonderposten" häppchenweise "untergemauschelt" oder die REchnung geht auf sonderbare Weise "verschütt". Ganz sicherlich wird Israel für die weltweit modernste, nicht nuklearbetriebene U-Boot-Technologie nicht EINEN Euro bezahlen.
    Insofern kann ich es mir SEHR gut vorstellen, dass Israel über die "Bestellung" von drei weiteren U-Booten nachdenkt.
    Wobei man eine "Bestellung" im Regelfall bezahlen muss ... in DIESEM Fall scheint es sich eher um ein ANFORDERUNG zu handeln ...
  8. #157

    Wo ist die Sensation?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland ist Waffenexporteur - und viele Bürger sehen diesen Wirtschaftszweig sehr kritisch. Dazu gehören auch U-Boot-Lieferungen an Israel, die kontrovers diskutiert werden. Soll Deutschland weiterhin Waffen an Verbündete liefern und auch Atomrüstung unterstützen?
    Bitte? Es ist doch lange bekannt, das Deutschland eben exakt aus dem Grund der nuklearen Zweitschlagkapazität U-Boote an Israel geliefert hat. Deswegen wurden auch insbesondere Torpedorohre für den Abschuss von Marschflugkörpern angepasst.

    Völlig richtige Entscheidung, da Israel aufgrund seiner geringen Größe durch einen Erstschlag völlig vernichtet werden könnte.
  9. #158

    Hui

    Respekt, das ist mal ein Spiegeltitel. Der finstre Netanjahu wird da mal wirklich so finster abgebildet, wie er ist. An Frieden ist Israel bekanntlich nicht interessiert, sonst würde es sich um gute Nachbarschaft kümmern. Das geht aber net mit der UNterdrückung eines Volkes und der Verhöhnung und Bedrohung einer ganzen Region. Sicherheit liefern nur gute Nachbarn, keine BOmben. Aber da sind die Israelis die Geisteskinder der Amis. Sie werdens nie begreifen. Insofern: Auf weitere 60 Jahre blödsinniger Kriegereien.
  10. #159

    Zitat von prophet46 Beitrag anzeigen
    Dass die Bundesregierung von der Atombewaffnung der U-Boote nichts weiß, ist eine Lüge oder politisch grob fahrlässig. Die U-Boote sind entscheidender Voraussetzung für die so genannte atomare Letztschlagsoption von Israel. Damit besitzt das Land, selbst nach einem verheerenden Atomschlag, die Fähigkeit, jederzeit vernichtend zurück zu schlagen.

    Jeder Staat, der sich mit Israel also atomar anlegt, riskiert die totale Vernichtung des eigenen Landes, unabhängig davon, ob er mit dem Atomkrieg begonnen hat. Daher ist die angebliche atomare Bedrohung aus dem Iran realpolitisch gering, weil nicht einmal der Verrückteste diese Option in Erwägung ziehen würde.

    Es geht hier offenbar nur um Israels atomare Vorherrschaft in der Region. Kann man es verdenken, wenn andere Staaten das nicht akzeptieren wollen?
    Dass die Israelis vielleicht etwas über vorsichtig sind, was den eigenen Selbstschutz anbelangt, kann ich ihnen nicht verdenken und ich finde man kann da nicht jedes Land auf die selbe Stufe stellen, was die Atombombe betrifft. Nur im ideologischen Sinn (Vonwegen gleiches Recht für alle). Doch so einem Land wie dem Iran traue ich aktuell einfach eher irrationales Handeln in dem Zusammenhang zu als z.B. den USA oder Israel und Drohungen, die mir das Existenzrecht absprechen, würde ich aus der Richtung auch sehr ernst nehmen(und ja man kann dabei auch nicht die eigene Geschichte ausblenden), ob man jetzt die Expansionsstrategie und andere außenpolitische Aspekte bezogen auf Israel gutheißt ist ja wieder ein Thema für sich.