Deutschland ist Waffenexporteur - und viele Bürger sehen diesen Wirtschaftszweig sehr kritisch. Dazu gehören auch U-Boot-Lieferungen an Israel, die kontrovers diskutiert werden. Soll Deutschland weiterhin Waffen an Verbündete liefern und auch Atomrüstung unterstützen?
hat neulich als Israel "sehr nahestehender" US-Politiker einen hochinteressanten Essay in der zeitschrift Cicero veröffentlicht.
Das bemerkenswerte ist die hemmungslos offene Art, mit der er deutlich macht, daß das geopolitische Ziel im Nahen Osten einzig das Wohl der USA/Israels ist und mitnichten Demokratien in den anderen Ländern.
Er benutzt ungeschminkt für die demokratischen Umwerfungen in den umgebenden arabischen Ländern den Begriff des "geführten Plebiszits" , um dortige Demokratische Entwicklungen in Mißkredit zu bringen.
In einigen Abschnitten, besonders im Schlußabschnitt , macht er klar, daß man auch nicht davor zurückschrecken wird, wieder einmal von US-seite mißliebige DEMOKRATISCHE Regierungen/Staaten zu beseitigen.
Man sollte dabei in Erinnerung rufen, daß es Kissinger höchstselbst war, der Johnson seinerzeit bedrängte, die absehbare Niederlage des völkerrechtswidrigen Kriegs in Vietnam mit dem Einsatz von Atomwaffen auf die Zivilbevölkerung (sic!) im letzten Moment noch zu drehen.
Einzig der ethischen Integrität Johnsons ist es zu verdanken, daß er dem Drängen Kissingers widerstand.
Zum Anderen sollte man den sehr lesenswerten, aber zutiefst erschreckenden Text von Kissinger in dem Bewußtsein lesen, daß er selber maßgeblich den Sturz des demokratisch gewählten Präsidenten Allende durch den Massenmörder Pinochet planen und durchführen ließ und damit für 30 Jahre eine weitere üble Diktatur und unendliches leiden in Mittel-/Südamerika von US-Gnaden erst möglich machte.
lesen Sie die zeilen des textes und auch das, was zwischen den Zeilen steht, man bekommt eine chreckliche Ahnung, was uns allen dort noch bevor steht:http://www.cicero.de/weltbuehne/henry-kissinger-arabischer-fruehling-was-nun-amerika/49507?seite=1
Erschreckend ist übrigens auch, daß Kissinger es wagt, den Vietnamkrieg auch noch als Erfolg zu verkaufen...
Zwei Fragen an einige Mitforisten, die Israel die Möglichkeit eines finalen Vergeltungsschlags, und für nichts anderes sind U-Boote mit nuklarer Bewaffnung gedacht, absprechen wollen.
1.) Wie oft wurde Israel von seinen ach so freundlichen Nachbarn überfallen ?
2.) Wie oft hat Israel seine Atomwaffen zur Verteidigung eingesetzt ?
Israel braucht die Atombomben als letztes Druckmittel, denn der erste Krieg, den Israel verlieren sollte, würde die Auslöschung des Landes bedeuten.
irgendwie erinnert mich das ganze an den film "lord of war" mit nicolas cage, der einen militärhubschrauber ohne waffen als humanitäres unterstützungsmaterial deklariert und damit seine waffenlieferungen verschleiert...
wer mir da erzählen will, das damit kein angriff auf irans nuklearprogramm begangen werden soll, der lügt.
im übrigen wenn hier jeder der meinung ist, das israel machen kann was sie wollen, da ja autonomer staat, dann gilt das wohl für den iran auch....
...könnten ja einige jäger 90 an den iran verkaufen...natürlich ohne waffen, als forschungsflugzeug um die luftverschmutzung zu überprüfen oder wetterdaten zu beschaffen...kann die brd dann ja auch sagen, das sie nicht wußte das die mit raketen bestückt werden..
langsam grenzt das alles an volksverarschung was hier mit informationen betrieben wird. die bundesregierung weiß von nichts und bewußt gestreute fehlinformationen werden zum anheizen von gerüchten genutzt, die weit von der realität sind....
natürlich muss sich Israel selbst, auch verteidigen können. Logo! Das ist das Recht eines jeden Landes! Aber es müsste doch langsam möglich geworden sein, mit Reden - Konflikte zu lösen! Wie war das doch gleich mit den Konflikt lösenden Gesprächsübungen in den Schulen? Vielleicht sollten unsere Politiker mal daran teilnehmen!? Warum bloß, kapiert man immer noch nicht, dass Gewalt NIEMALS einen Konflikt lösen, wohl aber diesen recht schnell vergrößern kann!
Der Bevölkerung zieht man das Geld aus der Tasche und anderen Staaten finanziert man "for free" U-Boote.Diese werden dann auch noch mit Atomwaffen bestückt.Wenn schon Lieferungen dieser Art dann nur gegen Cash ! (Israel ist ja nicht arm und kann sich die U-Boote schon leisten)
Dass Israel das Recht hat, sich zu verteidigen bestreitet keiner.
Israel ist umzingelt von Feinden. Da hat die Führung in Israel schon recht aufzurüsten.
Rüstungsexporte:
Sind immer problematisch, aber D ist teilweise leider immer noch darauf angewiesen.Es hängen einige Arbeitsplätze daran.
Man muss damit rechnen das so etwas passiert.Im Zweifelsfall darf man keine Waffen mehr exportieren und hat ein paar Arbeitslose mehr im Land ! Allerdings wenn wir die Waffen umsonst hergeben wäre es besser gleich darauf zu verzichten und die Arbeitslosen damit direkt zu versorgen.
Hat Griechenland eigentlich die U-Boote schon bezahlt oder hat D diese auch für umsonst hergegeben ?
Richtig? Na ja sagen wir die Völker haben unglaubliches Glück gehabt dass zum Beispiel bei einer NATO-Übung mit allen Stäben ein russischer Offizier richtig handelte und nicht von einem Erstschlag ausging, ansonsten gäbe es Europa heute nicht mehr.
In dem Artikel ging es aber um etwas anderes, die Frage ob die von Deutschland gelieferten U-Boote mit atomaren Waffen bestückt werden. Israel wird seit seinem Bestehen durch die USA geschützt und durch seine eigene Armee inklusive eigener Atomwaffen. Seit Bundeskanzlerin Merkel nun auch durch Deutschland, nicht nur wegen der U-Boote sondern besonders wegen ihrer Aussage dass die Existenz Israels deutsche Staatsräson ist. Dazu kann man stehen wie man will aber es gibt einen fundamentalen Unterschied zur Situation im kalten Krieg. Damals wurde glasklar offen gedroht von beiden Seiten mit „wenn dann…“ jede Seite wusste also woran sie war und versuchte in der Folge jahrzehntelang durch Rüstung „Vorteile“ zu bauen. Man wünschte sich Israel würde seine starke Position so einsetzen dass es endlich zu einem endgültigen Ausgleich mit Palästina käme, aber nein es wird weiter gegen UN-Resolutionen gesiedelt bis von dem angedachten Land nichts mehr übrig ist. Schlussendlich wird das den Hass fördern, das ist die Sackgasse in die sich Israel hineinmanövriert, und niemand scheint das ändern zu wollen. Israel nicht und keiner seiner Verbündeten.
Gegen Waffenexporte habe ich nichts einzuwenden, solange das in halbwegs stabile Länder mit vertrauenswürdigen Regierungen und entsprechend zurückhaltender Außenpolitik geht.
Israel erfüllt diese Bedingungen mit seiner aggressiven Außen- und Besatzerpolitik unter dem Deckmantel der "Selbstverteidigung" nicht. Solche Technik dann auch noch teilweise (wahrscheinlich am Ende ganz) zu verschenken, empfinde ich als Steuerzahler eine unverschämte Frechheit.
Die westlichen Regierungen leisten sich zur Zeit eine Doppelmoral, wie man sie eigentlich nur im Ostblock kannte. Vielleicht war das ja schon immer so, aber der Informationsfluss in unseren modernen Mediengesellschaften deckt diese Verlogenheit immer mehr auf.
Wahrscheinlich würden dieselben Politiker beim Wunsch Irans, solche U-Boote zu kaufen, voller Empörung ablehnen...
Der Bundespräsident spricht bei seinem Besuch in Israel von 'geringfügigen Differenzen' und Israel bereitet sich auf einen Atomschlag mit Hilfe deutscher Schiffe vor. Dazu fehlen mir jegliche Worte.
Nein wurde er nicht.
Heftig kritisiert wurde er, zu recht, für seine hetzerische und wahnwitzige Unterstellung, Israel hege Vernichtungsphantasien gegen das iranische Volk, und seine gleichzeitige krampfhafte Verharmlosung des völkermorddrohenden, Großmachtgelüste hegenden iranischen Regimes (das - ganz im Gegensatz zu dem nur sich selbst verteidigenden Israel - selbst von der restlichen muslimischen Welt als konkrete Gefahr wahrgenommen wird).
Dazu kam die höchst irritierende Art und Weise, wie er sich als "Mahner" und "Tabubrecher" stilisierte, obwohl alle nicht falschen Faktenbehauptungen im Gedicht (und davon gab es nicht viele) längst bekannt waren und international öffentlich diskutiert wurden.
Und wie er trotz offensichtlich völliger Ahnungslosigkeit über militärstrategische und geopoltische Verhältnisse im Nahen Osten meinte, den Rest der Bevölkerung durch sein durch wirre Phantasie aufgepepptes Laienwissen oberlehrerhaft belehren zu müssen.