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Soll Deutschland Guantanamo-Häftlinge aufnehmen?

Die Bitte der US-Regierung an Deutschland, Häftlinge aus Guantanamo aufzunehmen, spaltet die Große Koalition. Wie soll mit der Bitte umgegangen werden?
  1. #330

    Zitat von golomann Beitrag anzeigen
    Unangebracht ist ja noch harmlos, ich finde es genauso menschenverachtend wir die Haft in Guantanamo selbst.
    Eines ist ja klar, ein Rückfall setzt ja immer schon mal gewesenes vorraus, das ist aber bis auf ein paar foltergeständnisse bei den wennigsten die da sitzen bewiesen.
    0 Punkte für den Verfasser des Artikels.
    So traurig das Schicksal dieser Häftlinge auch ist; solche bedauernswerten Schicksale gibt es auf dieser Welt sehr viele. Auch in Deutschland und sonstigen europäischen Staaten. Zwar sind diese Menschen vermutlich nicht der Folter ausgesetzt; aber Unrecht wird nicht nur durch Folter begründet, sondern durch zahlreiche anderen Umstände, die natürlich weitaus subtiler und auf den ersten und zweiten Blick nicht erkennbar sind, aber viele Menschen in Armut, Krankheit und sonstige unglückliche Situationen bringen. So z. B. durch Wirschaftskriminalität, Ausbeutung, Betrug usw..

    Jeder, der hinsichtlich der Guantanamo-Häftlinge Deutschland in der Pflicht sieht, sollte sich bereit erklären, einen dieser Häftlinge aufzunehmen bzw. zumindest für diesen mit seinen eigenen finanziellen Mitteln eine Bürgschaft übernehmen, die diesen Personen ein menschenwürdiges Leben bietet und Zukunftsperspektiven eröffnet.

    Auch in Deutschland sind viele Menschen nach der Haftentlassung hilfsbedürftig und wären für Hilfe sehr dankbar.

    Deutschland sollte seine menschenfreundlichen Neigungen auf die eigene Bevölkerung konzentrieren. Da gibt es genügend hilfsbedürftige Menschen, die - teilweise vollkommen unverschuldet - auf Tafel, Obdachlosenhilfe etc. angewiesen sind.

    Damit wäre Deutschland bereits genügend gefordert, so dass keine Notwendigkeit besteht geschweige denn ausreichende Kapazitäten und Mittel vorhanden sind, um die gesamte Menschheit zu retten.

    Gruß
    Berlinerin
  2. #331

    Zitat von SNA Beitrag anzeigen
    Rückfällig werden kann nur jemand der schon einmal schuldig geworden ist. Das ist bei so gut wie niemandem in Guantanamo nachgewiesen (sonst gäbe es ja die nicht rechtsstaatlichen Militärtribunale nicht).

    Eins allerdings ist nachvollziehbar: Wenn ich 5 Jahre meines Lebens unschuldig und unter Folter auf einer Insel festgehalten würde, ich wäre sicher kein Freund der Nation, die solches Unrecht begangen hat.

    Guantanamo verhindert keine Terroristen, es macht sie.
    Und daher will Obama auch was das diese blutigen Folterfotos lieber später an die Öffentlichkeit gelangen. Mir reichen dann schon titel wie children and sodomie in irgendeinem Irak Gefängnis. Die verantwortlichen ... ich mein was noch damit Jemand zum Killer wird ... mir tun die Irak jedenfalls sehr leid, ein ganzes Volk traumatisiert und das Land Uranhaltig und was weis sich noch alles kontaminiert.
  3. #332

    Zitat von SNA Beitrag anzeigen
    Rückfällig werden kann nur jemand der schon einmal schuldig geworden ist. Das ist bei so gut wie niemandem in Guantanamo nachgewiesen (sonst gäbe es ja die nicht rechtsstaatlichen Militärtribunale nicht).

    Eins allerdings ist nachvollziehbar: Wenn ich 5 Jahre meines Lebens unschuldig und unter Folter auf einer Insel festgehalten würde, ich wäre sicher kein Freund der Nation, die solches Unrecht begangen hat.

    Guantanamo verhindert keine Terroristen, es macht sie.
    Das waren sie auch vorher nicht, sonst würde man doch nicht ausgerechnet die aus China stammenden Uiguren in dieser Region aufgegriffen haben.

    Und was den Rückfall betrifft, so ist das bei Selbstmordattentätern nur sehr selten möglich, nicht wahr?
  4. #333

    Wir werden eh keine aufnehmen brauchen weil Guantanamo so weiter existiert und anscheinend benötigt wird, das zeigt der Vorfall in New York ja dem US Bürger.
    Was man von der Show halten soll ist was anderes, irgendwelchen üblichen Verdächtigen paar Attrappen in die Hände drücken und mit dem Finger auf die zeigen, dazu eine schöne Geschichte parat...
  5. #334

    Zitat von mbberlin Beitrag anzeigen
    Wie denken Sie, fühlt sich wohl ein Verscheppter, der im Land seiner Verschlepper leben muss?
    Wie fühlt sich ein Verschleppter, der sein Land freiwillig verlassen hat, um irgendwo im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet an einer Ausbildung zum Terroristen teilgenommen hat und dabei gefasst wurde?

    Wie fühlt er sich, wenn dieser "Verschleppte" in das Ursprungsland zurück verfrachtet wird, aus dem er sich seinerzeit selbst verschleppt hat?

    Warum soll der "Verschleppte" nicht wieder dahin zurück, woher er kam, sondern ggf. in Deutschland leben?
  6. #335

    Zitat von kleiner-moritz Beitrag anzeigen
    Fragt sich nur: Rache an wem?

    Wenn der nächst Beste Opfer seines Anschlags wird, dann kann man doch schwerlich von Rache sprechen, oder?

    Ich erkenne keinen Grund, diese Uiguren aufzunehmen.
    Ja! Da haben wir noch ein zusätzliches Problem. Die Uiguren wollen einen islamischen selbständigen Staat und sich von China abspalten.
    Selbstbestimmungsrecht der Völker nennen wir das.
    Da bekommen wir Ärger mit China.
    Als der Jugoslawische Staat zerfiel war dies schon ein großes Problem für die Weltgemeinschaft und die Europäer wurden kaum alleine fertig mit dem Bürgerkriegsproblemen und dem Flüchtlingselend und brauchten die Unterstützung der USA.
    Würde ein solcher Separatismus China erfassen mit seinen ca. 1,5 Milliarden Menschen, wäre das eine unvorstellbare Katastrophe für die Welt.
    Nein! Wir brauchen mehr Altruismus in der Welt und nicht noch mehr Egoisten, die ihre Lebensverhältnisse nicht mit anderen teilen wollen.
    Trotzdem ist der Wunsch, einen eigenen Staat haben zu wollen, eben auch noch kein Verbrechen nach unseren Werteverständnissen.
    Ob ein Uigure Rache an dem nächstbesten Opfer, also an einem Deutschen nimmt, bezweifle ich. Aber er wird die Sache der Uiguren vermutlich weiterhin im Untergrund unterstützen.
  7. #336

    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    Wie fühlt sich ein Verschleppter, der sein Land freiwillig verlassen hat, um irgendwo im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet an einer Ausbildung zum Terroristen teilgenommen hat und dabei gefasst wurde?

    Wie fühlt er sich, wenn dieser "Verschleppte" in das Ursprungsland zurück verfrachtet wird, aus dem er sich seinerzeit selbst verschleppt hat?

    Warum soll der "Verschleppte" nicht wieder dahin zurück, woher er kam, sondern ggf. in Deutschland leben?
    Dazu neueste Erkenntnisse die ein Forist gerade in einem anderen Thread verlinkt hatte, wenn es hier auch dem Ansinnen diese Foristen gewaltig widersprechen dürfte, zeigt es doch einen Grund für eine Absage einer Aufnahme in der Bundesrepublik:

    http://www.nytimes.com/2009/05/21/us...pagewanted=all
  8. #337

    Zitat von adsum Beitrag anzeigen
    Ja! Da haben wir noch ein zusätzliches Problem. Die Uiguren wollen einen islamischen selbständigen Staat und sich von China abspalten.
    Selbstbestimmungsrecht der Völker nennen wir das.
    Da bekommen wir Ärger mit China.
    Als der Jugoslawische Staat zerfiel war dies schon ein großes Problem für die Weltgemeinschaft und die Europäer wurden kaum alleine fertig mit dem Bürgerkriegsproblemen und dem Flüchtlingselend und brauchten die Unterstützung der USA.
    Würde ein solcher Separatismus China erfassen mit seinen ca. 1,5 Milliarden Menschen, wäre das eine unvorstellbare Katastrophe für die Welt.
    Nein! Wir brauchen mehr Altruismus in der Welt und nicht noch mehr Egoisten, die ihre Lebensverhältnisse nicht mit anderen teilen wollen.
    Trotzdem ist der Wunsch, einen eigenen Staat haben zu wollen, eben auch noch kein Verbrechen nach unseren Werteverständnissen.
    Ob ein Uigure Rache an dem nächstbesten Opfer, also an einem Deutschen nimmt, bezweifle ich. Aber er wird die Sache der Uiguren vermutlich weiterhin im Untergrund unterstützen.
    Mensch hören Sie doch auf: Eigener Staat der Uiguren!
    Dann frage ich mich aber, was die dann in Afghanistan oder Paskistan taten.

    Was das "Selbstbestimmungsrecht der Völker" angeht, so ist es nicht die Bohne unsere Angelegenheit, jeden dabei zu unterstützen. Wenns nach Ihnen ginge, so müsste die EU aber viele nicht lebensfähige Staaten finanzieren.
  9. #338

    Verursacherprinzip

    Hallo,

    es gilt das Verursacherprinzip! Derjenige, der den Mist
    "baut" (hier teilweise Unschuldige einsperrt hat) muss dafür
    gerade stehen. Jede Mithaftung und Mitverantwortung
    Deutschlands ist abzulehnen!
    Dafür war ich schon,als der Innensenator von Hamburg sich
    aus seiner Deckung wagte. Hat er und wir mit einem Herrn
    Obeidi plus Anhang noch nicht genug? Oder finden weitere
    Experimente auf dem Rücken der Bevölkerung statt.
    Übrigens hat sich Herr Schäuble vor ca. 1 - 2 Wochen
    auch dahingehend geäußert - nämlich zum Verursacherprinzip.

    Es gibt über 50 islamische Staaten auf der Welt und
    mindestens 5 mit hauptsächlich turkstämmiger Bevölkerung.
    Die Häftlinge in Guantanamo (Gitmo) sind größtenteils
    Uiguren (turkstämmig). Warum werden die Unschuldigen nicht
    in diese Länder verteilt?
    Natürlich mit einer saftigen Entschädigung, wenn sie unschuldig
    sind. Damit sie einen neuen guten Start haben.
    Hier in Deutschland erleiden die einen Kulturschock,unter
    uns ungläubigen Kufr. Das geht also schon aus rein humanitären
    Gründen nicht.

    Wieso kommen die Gutmenschen und müssen unbedingt
    diese Leute nach Deutschland holen. Mal wieder ihr
    (permanentes) schlechtes Gewissen auf Kosten der Allgemeinheit beruhigen?


    Kurz: KEINE GITMO GEFANGENEN NACH DEUTSCHLAND!

    Gruß

    R.
  10. #339

    Zitat von Ragnarrök Beitrag anzeigen
    Hallo,

    es gilt das Verursacherprinzip! Derjenige, der den Mist
    "baut" (hier teilweise Unschuldige einsperrt hat) muss dafür
    gerade stehen. Jede Mithaftung und Mitverantwortung
    Deutschlands ist abzulehnen!
    Dafür war ich schon,als der Innensenator von Hamburg sich
    aus seiner Deckung wagte. Hat er und wir mit einem Herrn
    Obeidi plus Anhang noch nicht genug? Oder finden weitere
    Experimente auf dem Rücken der Bevölkerung statt.
    Übrigens hat sich Herr Schäuble vor ca. 1 - 2 Wochen
    auch dahingehend geäußert - nämlich zum Verursacherprinzip.

    Es gibt über 50 islamische Staaten auf der Welt und
    mindestens 5 mit hauptsächlich turkstämmiger Bevölkerung.
    Die Häftlinge in Guantanamo (Gitmo) sind größtenteils
    Uiguren (turkstämmig). Warum werden die Unschuldigen nicht
    in diese Länder verteilt?
    Natürlich mit einer saftigen Entschädigung, wenn sie unschuldig
    sind. Damit sie einen neuen guten Start haben.
    Hier in Deutschland erleiden die einen Kulturschock,unter
    uns ungläubigen Kufr. Das geht also schon aus rein humanitären
    Gründen nicht.

    Wieso kommen die Gutmenschen und müssen unbedingt
    diese Leute nach Deutschland holen. Mal wieder ihr
    (permanentes) schlechtes Gewissen auf Kosten der Allgemeinheit beruhigen?


    Kurz: KEINE GITMO GEFANGENEN NACH DEUTSCHLAND!

    Gruß

    R.
    Wissen Sie, Gutmenschen sind meistens für Familienzusammenführung. Da fällts nicht schwer vorauszuahnen, was denen dann zu forder einfällt, wenn die Uiguren erst einmal hier und ihre Verwandten in den Ländern mit den Turkvölkern sind!








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