Forum


 

Soll der Westen in Afghanistan mit den Taliban zusammenarbeiten?

Über die richtige Strategie des Westens in Afghanistan wird intensiv diskutiert. Dazu gehören auch die Möglichkeiten, wie man künftig mit dem Widerstand im Lande umgeht. Soll im Rahmen einer Gesamtstrategie auch mit den Taliban zusammengearbeitet werden?
  1. #1980

    Nein

    Zitat von unente Beitrag anzeigen
    Das ist wahre Verleugnung der Realität. Die Stellung der Frau in einer Gesellschaft ergibt sich immer aus den geltenden Rechtsnormen und Gesetzen und in Afg. ist und bleibten das Scharia und Koran. Das wird aber nicht erst von strengen Taliban überwacht, sondern vom Glauben der Familie, Nachbarn, Ehemann, Staatsorganen.
    Durchaus nicht. Recht haben und Recht durchsetzen ist natürlich nicht das gleiche. Aber unter den Taliban hatten die Frauen weder heutige Rechte noch konnten Sie diese durchsetzen. Auch in Afghanistan müssen Frauen - teilweise wieder! - ihre Rechte erkämpfen. Frauen in den Städten hatten vor den Taliban weit mehr Rechte als teilweise heute noch, hierzu muss ich auch nicht auf die bekannten Miniröcke in Kabul zurück greifen, auf die westlichen Touristen, auf die vorherige Verfassungen, die einige Rechte garantierten, sowie natürlich auf den Gegensatz Land und Stadtbevölkerung. Frauen hatten für sich und andere Frauen einige Rechte auch tatsächlich erkämpft. Einige sollten sich lieber einmal die Geschichte Afghanistans durchlesen, die Verfassungsgeschichte und die des Volkes, um zu verstehen, dass es Unsinn ist, den Zustand unter den Taliban irgendwie als afghanische Normalität zu verstehen. So groß die Unterschiede auch damals waren je nach Gebiet und Ethnie.

    Unter den Taliban war es dann mitunter umgekehrt - mehr Rechte auf dem Land als in der Stadt.

    Ein Bericht aus 2001:

    http://www.sueddeutsche.de/politik/133/352964/text/

    Das man unter den Taliban Frauen einfach hat sterben lassen, da Frauen nicht von Männern angefasst werden durften und Frauen nicht arbeiten und keine Ärzte werden konnten, verdrängen hier einige auch sehr gern. Auch, das Frauen schlicht als rechtlose Untermenschen angesehen und behandelt wurden - flächendeckend. Und dass das Afghanische Volk ebenso aus Frauen besteht. Anders kann ich mir den Unsinn nicht erklären, wenn der ein oder andere in den Taliban die Mehrheitsmeinung vertreten sieht - gegen alle Umfragen, Meinungen der Afghanen selbst und gegen die pure Logik - schließlich besteht die Hälfte des Volkes aus Frauen. Aber diese spielen ja keine Rolle bei einigen hier, denn ein stimmberechtigter Afghane mit relevanter Meinung ist in ihren Augen eben nur der männliche, Waffen tragende Afghane. Hauptsache, die Ideologie stimmt.

    Viele Frauen werden erst die Burka ablegen, wenn sie sicher sind, dass die Taliban nicht mehr die Macht ergreifen. Etwas, was sich hier einige wünschen, denn diese sehnen ein Scheitern des "Westens" geradezu herbei. Damit Amerika und "seine Vasallen" mal wieder einen auf den Deckel bekommen. Das afghanische Volk spielt hier keine Rolle, auch nicht der Fakt, dass die kritisierten Machthaber um Karzai ebenfalls Afghanen sind - da sind die Taliban anscheinend vorzuziehen - denn die Kämpfen ja gegen den "Westen" - das Übel schlechthin. Das die Taliban auch gegen die Freiheit und Sicherheit des afghanischen Volkes kämpfen, ist dann nicht mehr wichtig. Dann zu beklagen, dass Aktionen der Koalition zivile Opfer fordern, erscheint mehr als heuchlerisch - denn das Volk interessiert anscheinend nur dann, wenn sein Leid gegen eine handelnde westliche Koalition in Stellung gebracht werden kann. Erst einmal abgezogen, interessiert das Volk nicht mehr - und die Folgen werden dann eben ebenfalls dem Westen unter geschoben.

    So sehe ich das.
  2. #1981

    Dabei wurde der Soldat schwer verletzt und musste umgehend für eine Operation nach Masar-i-Scharif geflogen werden."
    Leider ist selbst für eine alte RPG ein Dingo oder Marder kein Problem.
    Gegen urbane und asymetrische Kriegsführung kann man nur verlieren auf Dauer und umso länger Besatzungstruppen dort sind, umso mehr Afghanen, auch jenseits der Taliban und Pastunen, werden diese als Besatzer empfnden.
  3. #1982

    Rot/Grün

    Zitat von jenom Beitrag anzeigen
    Als die rot/grüne Regierung den Oberbefehl hatte, war das Bild der Deutschen wesentlich besser, ich hoffe Sie erinnern sich.
    Und wenn ein paar lustige "Showsoldaten" unseren Ruf im Ausland verbessern, ist das allemal besser als die sinnlos, mörderischen Angriffe auf die Zivilbevölkerung unter schwarz/rot und die hilflos kontraproduktive Unterstützung der Kriminellen unter schwarz/gelb.
    Der Fisch stinkt vom Kopf her und im Moment stinkt es gewaltig.
    Sie unterliegen einen sehr großen Irrtum, wenn sie glauben, dass die rot/grüne Regierung eine mit Weitsicht orientierte Strategie hatten.
    Sie waren nur willige Handlanger vom Herrn Bush, denn sie versprachen zum Geschehen von 11/09 uneingeswchränkte Unterstützung, sie nahmen den Mund zu voll und konnten nicht einschätzen was noch alles von ihnen abverlangt werden würde.
    So handeln keinen selbstständige Politiker, so agieren nur willige Handlanger.
    Ich spreche mit Recht von Showsoldaten, die keinen richtigen Auftrag besaßen, sie konnte nicht agieren, weil das deutsche Volk ihnen nicht erlaubte im Krieg mitzuspielen.
    Aber die Amerikaner und all die anderen Willigen wollten, dass auch Deutschland weg von den Freizeitsoldaten kommt und das die Deutschen sich auch am Krieg beteiligen sollten, schon alles vergessen?
    Aber der Herr Schröder mußte ja wieder eine Wahl gewinnen und da geht es dann nicht, wenn Soldaten in Leichensäcken nach Hause geschickt werden und sein Außenminister, der erfahrenen Barrikadenkämpfer war hatten einfach kein Arsch in der Hose und das ist einerseits richtig so, aber anderer Seite hätten sie mehr für die Ausbildung der Afghanen sorgen sollen.
    Es war imgrunde nichts was unsere Bundeswehr dort geleistet hatte, es war ein Abenteuererlebnis, was sehr viel Geld, aber auch Tote und verletzte Soldaten eingebracht hatte.
    Heute sehen es viele Verantwortliche, dass es eine verlorene Zeit war, denn man hätte vieles anders anpacken müssen.
    Sie haben Recht, wenn sie meinen der Fisch stinkt vom Kopf her, ja die Regierenden aber aller beteiligten Länder haben sich da voll blamiert, denn wer nach 8 Jahren Krieg immer noch am Anfang steht, der sollte sich da lieber heraushalten.
    Aber nun haben es schon viele eingesehen, das Afghanistan nicht zu gewinnen ist und ob wir es wollen, oder auch nicht, die islamische Religion mit all ihren negativen Dingen wird sich nun erst recht durchsetzen, Afghanistan wird wieder in der Zeitgeschichte zurückgeworfen.
    So was geschied wenn Eindringlinge keine feste Strategie verfolgen.
    Die Demokratisierung ging voll nach hinten los und der Drogenanbau ist gefördert worden, aber vielleicht wollten ja gerade das die Amerikaner so haben.
  4. #1983

    USA will doch nur glänzen

    Zitat von duffybarracuda Beitrag anzeigen
    man ist das peinlich für Deutschland, wozu bekommt die Bundeswehr Jahr für Jahr Milliarden, wenn Sie bei einer millitärischen Natomission vollends versagen ??? Gebt die Kohle doch gleich besser der US- Army, vermutlich würden die für den halben Verteidungsetat gleich 30.000 Mann mit sämtlichen Klimbim hinstellen und neben Stars&Stripes noch die deutsche hissen.

    Wirklich erbärmlich wie billig man hier aus der Affäre will und wartet das andere die Rechnung bezahlen.
    Interessant ist aber auch, dass die BW wegen eines etwas offensiveren Verhaltens gerade erst - auch vom US-Befehlshaber in Afgh. - massiv angegriffen wurde und nun dürfen / sollen seine US-Jungs glänzen.

    Wie hier schon mehrfach gesagt: Jetzt gilt es "und Tschüss" zu sagen; sollen die US-Boys ihren Käse dort alleine machen.
  5. #1984

    Zitat von capu65 Beitrag anzeigen
    http://www.spiegel.de/politik/auslan...629827,00.html
    Jetzt werden Sie wohl gleich behaupten, daß der SPIEGEL und das Internet von der CIA unterwandert sind.
    Warum sollte ich das nicht behaupten. Was sagt schon eine page im Internet? Die kann sogar ich einstellen (natürlich ich nicht auf afghanisch, aber da gibt es einige gell?). Haben Sie noch nie eine page gebaut? Ist kinderleicht.
  6. #1985

    Zitat von capu65 Beitrag anzeigen
    http://www.spiegel.de/politik/auslan...629827,00.html
    Jetzt werden Sie wohl gleich behaupten, daß der SPIEGEL und das Internet von der CIA unterwandert sind.
    Warum sollte ich das nicht behaupten. Was sagt schon eine page im Internet? Die kann sogar ich einstellen (natürlich ich nicht auf afghanisch, aber da gibt es einige gell?). Haben Sie noch nie eine page gebaut? Ist kinderleicht.
    Ausserdem wird hier doch immer gepostet die Taliban bekamen milliarden aus den Drogen. Was nun?
  7. #1986

    USA starten Truppenaufmarsch im Bundeswehrgebiet

    Über so eine Nachricht hätte ich mir Ende der 70er oder Anfang der 80er mehr Sorgen gemacht ...
  8. #1987

    Bundeswehrsoldat bei Gefecht in Taliban-Hochburg verletzt

    Bundeswehrsoldat bei Gefecht in Taliban-Hochburg verletzt.
    Na da haben die Taliban-Beschwichtiger mal wieder einen Grund zum Jubeln.
    Wahrscheinlich war er selbst schuld.
  9. #1988

    Zitat von PeaceNow Beitrag anzeigen
    Gegen urbane und asymetrische Kriegsführung kann man nur verlieren auf Dauer und umso länger Besatzungstruppen dort sind, umso mehr Afghanen, auch jenseits der Taliban und Pastunen, werden diese als Besatzer empfnden.
    Die Meinungsbildung in der Bevölkerung scheint aber eine andere Richtung zu nehmen.
    http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan92.html
  10. #1989

    Zitat von zenobit Beitrag anzeigen
    Zitat von P.Delalande Beitrag anzeigen
    Wenn Sie mit mir diskutieren wollen, dann legen Sie sich mal einen anderen Ton zu. Ich nehme an, dieser pampige Ton soll Ihre Unfähigkeit, vernünftig zu diskutieren, verschleiern. Auf meine Frage hatten Sie auch nicht geantwortet, weshalb sollte ich also auf Ihre Frage eingehen?
    Was ich ihnen wiederum gezeigt habe schlichtweg gelogen war, da ich überhaupt nichts behauptet habe:
    Soll der Westen in Afghanistan mit den Taliban zusammenarbeiten?
    Diese falsche Aussage wurde dann nicht einmal von ihnen zurückgenommen oder überhaupt irgendwie kommentiert.
    .
    Dass Sie mir nun auch noch eine Lüge unterstellen, passt zu Ihrem Stil.


TOP



TOP