Über die richtige Strategie des Westens in Afghanistan wird intensiv diskutiert. Dazu gehören auch die Möglichkeiten, wie man künftig mit dem Widerstand im Lande umgeht. Soll im Rahmen einer Gesamtstrategie auch mit den Taliban zusammengearbeitet werden?
Nachdem die Frage, was wir da eigentlich zu suchen haben, noch immer nicht beantwortet ist und Strucks Parole, D würde am Hindukusch verteidigt, auch durch gebetsmühlenhafte Wiederholung nicht wahrer oder gar glaubhaft geworden ist, sollten wir jetzt endlich unsere sieben Sachen zusammenpacken und dort verschwinden. Wenn es uns drängt internationale "Verantwortung" zu übernehmen, dann sollten wir uns Gedanken über eine Welt jeseits des Erdöls machen, anstatt zu versuchen einen Korridor zu den Ölfeldern am kaspischen Meer freizuschießen. Das haben doch vor uns schon genug andere versucht.
... alles platt machen da unten. Mit Einsicht und Entwicklung sind 1000 Jahre nicht mal eben zu überbrücken!
Solange es in Afghanistan hauptsächlich Widerstand gegen die internationalen Bemühungen um die Herstellung einer auch nur annähernden Form von Zivilisationg gibt, aber von einem innerafghanischen Aufstand gegen eine mittelalterliche Stammesgesellschaft nichts zu spüren ist, sehen ich dort für den Westen keine Aktien.
Kennzeichnend ist auch, dass die gesamte islamische Welt eher den Westen angreift, als sich mal eindeutig und tatkräftig von den Taliban und anderen islamistischen Strömungen zu distanzieren.
Von Zwangsbeglückung halte ich nichts!
Könnten wir bitte die diese doofe Pipeline so lange aus der Diskussion heraushalten, bis irgendwas durch dieses Ding gepumpt wird? So lange kann ich nämlich nicht daran glauben, dass die jemals fertig wird. Und sie irgendwas mit dem Krieg zu tun hat.
"Die Deutschen wurden in ein heftiges Gefecht verwickelt und mit Maschinengewehren und Panzerfäusten angegriffen. Dabei wurde der Soldat schwer verletzt und musste umgehend für eine Operation nach Masar-i-Scharif geflogen werden."
Wohin wohl die schwer verletzten Taliban geflogen werden?
Die Londoner Afghanistan-Konferenz gleicht in etwa einem Heilpraktiker-Symposium, das sich die Aufgabe gestellt hat, ein krankes Pferd zu kurieren.
Bekanntlich hat ja jeder Heilpraktiker seine individuelle Methode:
- Der eine versucht es mit der Homoöpathie
- Ein Anderer mit Akupunktur
- Der Dritte mit kalten Wassergüssen nach Kneipp
- Ein weiterer mit Handauflegen
- Wiederum ein anderer mit gutem Zureden
- Originell ist einer, der es mit Geldinfusionen versucht (die Deutsche FDP – ganz ihrer Denke und ihrem unverfälschtem Naturell entsprechend)
Und im Hintergrund blickt mit schrägem Blick, dabei sehr geduldig und in konfuzianischer Ruhe China auf diese seltsame Versammlung und weiß genau:
Egal, wie gesund oder krank es mit dem Pferd weiter geht – am Ende wird es in meiner Koppel landen.