Forum: Politik
Scheitert Europa, wenn der Euro scheitert?
Nichts ist so sehr Symbol für das einige Europa wie die Euro-Währung. Kanzlerin Merkels Credo, dass Europas Schicksal vom Schicksal des Euro abhängt, ist bekannt. Wie sehen Sie es: Scheitert Europa, wenn der Euro scheitert?
- #10 25.09.2011 08:30 von
Eurokrise?
Der Euro ist eine Sammelwährung eines Teiles der EU-Staaten. Von Anfang an war klar das verschiedene Wirtschaftsysteme, Steuersysteme und Bürokratien sich gegensätzlich verhalten werden.
Der Euro wurde als Zwischenstuffe zur beschleunigten Integration hergenommen, wahrscheinlich zu früh mit zuviel politischem Druck.
Das Ergebnis kann sich dennoch sehen lassen, auch wenn die EZB gewzungen sein sollte im Fall Griechenlands ein Zeichen zu setzten, für die Welt, die anderen Kanditaten und gegenüber Spekulanten. - #11 25.09.2011 08:37 von
...wurscht...
Das sollte Ihnen nicht wurscht sein...
Jene interessierten Kreise, die diese Fusion vorantreiben haben über das Geld(und die Banken) dafür gesorgt, daß die Vergemeinschaftung so alternativlos wie nur möglich erscheint(und auch ist)...
"Here's a solution: euro-zone bonds, debt instruments issued collectively by euro-zone nations that could offer for the first time a real alternative to the U.S. Treasury market."
http://online.wsj.com/article/SB1000...629791120.html
Damit ist auch klar was von den angeblichen Hürden im Verfassungsgerichturteil zu halten ist; nämlich wenig bis nix. Der EFSF mit seiner Erweiterung wird genauso kommen wie der ESM und ich denke letzterer wird dann so gestaltet, daß er die €Bonds emittiert. Bevor hier der übliche Bash kommt. Die Südländer und angeblichen Profiteure von €Bonds hätten niemals die Macht sie in Deutschland durchzusetzen, geschweige denn über alle Parteigrenzen hinweg einen dermaßen hohen Druck auszuüben. Es sind vielmehr die vermischten Interessen der deutschen Hochfinanz und Exportwirtschaft sowie der enorme Druck der von jenseits des großen Teichs kommt...
Dort arbeiten interessierte Kreise schon lange an der Kalten Fusion der €Zone, aus geostrategischen wie wirtschaftlichen Gründen. Und die haben andere Möglichkeiten...
Zuletzt die ultimative wenig verhüllte Drohung...
"Almost no modern fiat currency monetary unions have broken without some form of authoritarian or military government, or civil war,"...
Damit ist die Marschroute klar...
Viele Grüße aus Südtirol... - #12 25.09.2011 08:43 von
Europa...
Und das ist richtig...
Vor allem die Staaten im Süden(und da schließe ich ausdrücklich Italien mit ein) haben was Bildung und R&D anbelangt viele Lücken. Diese Probleme können nur dort gelöst werden und namentlich in Italien werden die Reformen vor sich hergeschoben. Druck für Veränderung kommt in Italien leider nur von Außen und nur dieser ist imstande Veränderung herbeizuführen...Er wird wohl aus den USA kommen...
Die Gefahr ist, daß Europa zu einem unbeweglichen Riesen wird...
Viele Grüße... - #13 25.09.2011 08:54 von
Europa und der €...
Und interessant wie dieser Druck von Außen wirkt, speziell auf Staaten, die sich am Rande Europas befinden...
Bad News Could Force Some Real Decisions
"Sometimes the really bad news is good."
http://online.wsj.com/article/SB1000..._MIDDLETopNews
Es ist eine Mischung aus Druck und (aus Sicht der Deutschen Regierung) ökonomischer Konvenienz und nicht zuletzt...Angst...
Angst vor der Isolierung...
Was hält bsw. die Finnen in der Union ?
Die historische Angst vor den Russen wird dafür sorgen, daß sie Brüsseler Verbindlichkeiten schlucken...
"But push a bit on the idea that Finland, its finances in good order, might do better outside the euro zone, and you confront history: The Finns fear Boris more than they do Brussels. They want to shelter in a united Europe, and live under the NATO umbrella because they remember the Soviet Union, war, and years of what came to be called Finlandization—forced subservience to Soviet interests."
Einige im SponForum versuchen die €Krise nur unter ökonomischen Gesichtspunkten zu betrachten; das ist aber ein Trugschluss. Ab einer bestimmten Größe wird es automatisch politisch und ökonomische wie geostrategische Interessen vermischen sich zu einem untrennbaren Konglomerat...
Und der gute Schlaf hat seinen Preis...;
Für alle Teilnehmer...
Gut finde ich was der Kommentator zum Sparen sagt, es ist oft unnütz. Man vergegenwärtige sich(namentlich in Italien), daß die Regierungen lieber Sparen als Reformieren. Bei Letzterem tritt man Zuvielen auf die Füße...
Der Druck muß aber genau dort gemacht werden...!
Viele Grüße aus Südtirol... - #14 25.09.2011 08:58 von
Europa und der €...
Dnek nun ist es langsam soweit...Nichts ist so sehr Symbol für das einige Europa wie die Euro-Währung. Kanzlerin Merkels Credo, dass Europas Schicksal vom Schicksal des Euro abhängt, ist bekannt. Wie sehen Sie es: Scheitert Europa, wenn der Euro scheitert?
Der Druck auf Europa die Krise zu lösen wird immer größer. Aus den USA und aus den Schwellenländern steigt der Druck endlich die Krise anzupacken und den Gordischen Knoten zu durchschlagen.
http://online.wsj.com/article/SB1000...211409400.html
Der Deutsche Bundestag wird den neuen EFSF so oder so durchwinken, da die Opposition bereits hat durchblicken lassen, daß sie nicht im Weg stehen wird. Die Deutsche Wirtschaft will diesen EFSF unbedingt haben, zumal sie um die Exporte(der Motor der deutschen Wirtschaft) fürchtet. Der neue EFSF kann sehr viel und kommt einer Vergemeinschaftung sehr nahe. Und nun die Diskussion beim (US-geführten) IWF.
Ein guter Artikel mit Ausblick:
"...denken die Euro-Länder darüber nach, dem Fonds eine unlimitierte Kreditlinie bei der Europäischen Zentralbank (EZB) einzuräumen.
Der EFSF könnte also künftig Anleihen kriselnder Euro-Staaten aufkaufen, sie bei der EZB hinterlegen und dafür weitere Darlehen der Notenbank erhalten. Dieses Geld stünde für neue Bond-Käufe zur Verfügung - ein gigantisches Karussell käme in Gang. Am Ende hätten die Euro-Länder faktisch unbegrenzt Zugriff auf Zentralbankgeld."
http://www.sueddeutsche.de/geld/kris...sell-1.1148535
US-Finanzminister Geithner weis, daß er am längsten Hebel sitzt und in dieser oder anderer Variante einer seiner zwei Vorschläge zum Zug kommt. Merkel wird selbst einen Griechenlanddefault nicht akzeptieren. Und damit ziemlich klar, es geht bis zur letzten Patrone. Und am Ende steht die Vergemeinschaftung/Kalte Fusion der €Zone. Aus EFSF wird in 2 Jahren der ESM und der könnte dann auch zur Finanzierung €Bonds ausgeben. Aber es gibt mehrere Möglichkeiten. ;)
Beschlossen werden sie letztendlich in den USA...
Viele Grüße aus Südtirol... - #15 25.09.2011 08:58 von
Europa und der €...
Und interessant wie dieser Druck von Außen wirkt, speziell auf Staaten, die sich am Rande Europas befinden...
Bad News Could Force Some Real Decisions
"Sometimes the really bad news is good."
http://online.wsj.com/article/SB1000..._MIDDLETopNews
Es ist eine Mischung aus Druck und (aus Sicht der Deutschen Regierung) ökonomischer Konvenienz und nicht zuletzt...Angst...
Angst vor der Isolierung...
Was hält bsw. die Finnen in der Union ?
Die historische Angst vor den Russen wird dafür sorgen, daß sie Brüsseler Verbindlichkeiten schlucken...
"But push a bit on the idea that Finland, its finances in good order, might do better outside the euro zone, and you confront history: The Finns fear Boris more than they do Brussels. They want to shelter in a united Europe, and live under the NATO umbrella because they remember the Soviet Union, war, and years of what came to be called Finlandization—forced subservience to Soviet interests."
Einige im SponForum versuchen die €Krise nur unter ökonomischen Gesichtspunkten zu betrachten; das ist aber ein Trugschluss. Ab einer bestimmten Größe wird es automatisch politisch und ökonomische wie geostrategische Interessen vermischen sich zu einem untrennbaren Konglomerat...
Und der gute Schlaf hat seinen Preis...;
Für alle Teilnehmer...
Gut finde ich was der Kommentator zum Sparen sagt, es ist oft unnütz. Man vergegenwärtige sich(namentlich in Italien), daß die Regierungen lieber Sparen als Reformieren. Bei Letzterem tritt man Zuvielen auf die Füße...
Der Druck muß aber genau dort gemacht werden...!
Viele Grüße aus Südtirol... - #16 25.09.2011 09:00 von
..
Nichts wird scheitern. Haben die Länder außerhalb der Eurozone Interesse die EU zu verlassen ? Nicht einmal das kritische Großbritannien erwägt ernsthaft "Europa" den Rücken zu kehren. Eine Rückkehr zu Prä-Euro Europa wäre sicher mit schweren Belastungen verbunden; andererseits wird von den Eliten zwanghaft versucht eine bei weiten Teilen der europäischen Bevölkerung verhasste Währung am Leben zu erhalten - DIES belastet die Idee "Europa" weit mehr als ein Umbau der Eurozone, sprich dem Austritt der Südschiene, oder eine völlige Auflösung.
Europa muß schrittweise, nur mit Zustimmung der Völker, aufgebaut werden. Der jetzige Weg, Europa von oben, wird scheitern; er erreicht nicht die Herzen der Menschen - ein Kunstprodukt ohne Seele.
Wir sollten uns eingestehen DIESER Euro wahr ein Versuch - er ist gescheitert. Es gilt jetzt etwas neues zu bauen, etwas das die unterschiedlichen Mentalitäten berücksichtigt und NICHT zu weiteren Spannungen der Völker untereinander führt - niemand hat bisher den Königsweg dafür gefunden, aber man muß wenigstens den Versuch machen, und machen dürfen, ihn zu finden, und nicht mit Durchhalteparolen einen falschen Weg "alternativlos" verteidigen.
Das entkoppelt die Politik weiter von den Völkern - und dient nur den Interessen einer Minderheit. - #17 25.09.2011 09:02 von
Europa und der €...
Dnek nun ist es langsam soweit...Nichts ist so sehr Symbol für das einige Europa wie die Euro-Währung. Kanzlerin Merkels Credo, dass Europas Schicksal vom Schicksal des Euro abhängt, ist bekannt. Wie sehen Sie es: Scheitert Europa, wenn der Euro scheitert?
Der Druck auf Europa die Krise zu lösen wird immer größer. Aus den USA und aus den Schwellenländern steigt der Druck endlich die Krise anzupacken und den Gordischen Knoten zu durchschlagen.
http://online.wsj.com/article/SB1000...211409400.html
Der Deutsche Bundestag wird den neuen EFSF so oder so durchwinken, da die Opposition bereits hat durchblicken lassen, daß sie nicht im Weg stehen wird. Die Deutsche Wirtschaft will diesen EFSF unbedingt haben, zumal sie um die Exporte(der Motor der deutschen Wirtschaft) fürchtet. Der neue EFSF kann sehr viel und kommt einer Vergemeinschaftung sehr nahe. Und nun die Diskussion beim (US-geführten) IWF.
Ein guter Artikel mit Ausblick:
"...denken die Euro-Länder darüber nach, dem Fonds eine unlimitierte Kreditlinie bei der Europäischen Zentralbank (EZB) einzuräumen.
Der EFSF könnte also künftig Anleihen kriselnder Euro-Staaten aufkaufen, sie bei der EZB hinterlegen und dafür weitere Darlehen der Notenbank erhalten. Dieses Geld stünde für neue Bond-Käufe zur Verfügung - ein gigantisches Karussell käme in Gang. Am Ende hätten die Euro-Länder faktisch unbegrenzt Zugriff auf Zentralbankgeld."
http://www.sueddeutsche.de/geld/kris...sell-1.1148535
US-Finanzminister Geithner weis, daß er am längsten Hebel sitzt und in dieser oder anderer Variante einer seiner zwei Vorschläge zum Zug kommt. Merkel wird selbst einen Griechenlanddefault nicht akzeptieren. Und damit ziemlich klar, es geht bis zur letzten Patrone. Und am Ende steht die Vergemeinschaftung/Kalte Fusion der €Zone. Aus EFSF wird in 2 Jahren der ESM und der könnte dann auch zur Finanzierung €Bonds ausgeben. Aber es gibt mehrere Möglichkeiten. ;)
Beschlossen werden sie letztendlich in den USA...
Viele Grüße aus Südtirol... - #18 25.09.2011 09:20 von
politische Macht = zufriedene Menschen??
Die Frage ist aber, ob die Österreicher oder Belgier unglücklicher Menschen sind??
Ein erstrebenswertes gut funktionierendes Wirtschaftssystem müsste mMn eh viel regionaler aufgebaut sein. Das wäre eine nachhaltige unabhängige Wirtschaft.
Immer dieser weltweite Machtanspruch...
Siemens und Co. werden auch ohne Europa aufgrund Ihrer Spitzenqualität ihre Produkte weltweit los, da muss kein "mächtiger EU-Kommissionspräsident" oder wer auch immer vorweg fahren. - #19 25.09.2011 09:35 von
Was
verstehen Sie unter einem Experten? Bis auf die Banker haben Sie ja alle ausgeschlossen. Also: Banker in Europa als Entscheidungsträger, weil die fundierte Lösungswege anbieten und sich nicht mit so etwas wie Ideologie abgeben, sondern ihren Raubtierkapitalismus ganz unideologisch praktizieren.
Wer hat denn Ihrer Meinung nach Ahnung von Wirtschaft und Finanzen? Ausser den Bankern , meine ich.
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