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Schärfere Auflagen für Managergehälter?

Die Vorschläge von Finanzexperten aus Union und SPD stehen bereits: Die Große Koalition will schärfere Auflagen für Managergehälter - sie sollen noch vor der Bundestagswahl im September in Kraft treten. Eine richtige Initiative?
  1. #1

    Warum nur gegen Managergehälter?
    Wenn es eine Gehaltsuntergrenze gibt (Sozialhilfe), warum nicht auch eine Gehaltsobergrenze?
    Nach meinem Verständnis von Moral und Ethik lassen sich Jahresgehälter über dem Lebensarbeitseinkommen von potentiellen Besserverdienenden (ein Akademiker mit Abschluss in IT oder Ingenieurswissenschaft hat ein Humankapital von rund 2.5 Millionen Euro) durch NICHTS rechtfertigen.

    Gleichzeitig gehört eine Vermögensobergrenze etabliert. Das 10- oder 100fache Humankapital des eben genannten Beispielverdieners wäre mehr ausreichend, um einer Tragik der Allmende entgegenzuwirken und Raum für das am unteren Ende der Einkommensgrenzen so oft geforderte "Leistungsprinzip" zu bieten.
    Wer für 100 Leben ausgesorgt hat, der hat wirklich genug. Des einen Reichtum ist schliesslich auch automatisch die Armut vieler anderer. Selbst mit den philantropischsten Absichten kann man irgendwann seiner Verantwortung als Besitzer von viel Eigentum nicht mehr gerecht werden (gleiches gilt für Einkommen -> Haftung, Verantwortung).

    Schade, daß man immer sofort in die kommunistische Ecke gesteckt wird, sobald man solche Gedanken äußert. Bin gespannt auf die Reaktionen hier.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Vorschläge von Finanzexperten aus Union und SPD stehen bereits: Die Große Koalition will schärfere Auflagen für Managergehälter - sie sollen noch vor der Bundestagswahl im September in Kraft treten. Eine richtige Initiative?
    Dazu hätte ich mal eine grundsätzliche Frage:
    bekommen Banken und Grosskonzerne das Geld, das Geld der Steuerzahler, welches unsere Regierung ihnen zur Verfügung stellt, damit sie ihre leergezockten Kassen wieder auffüllen können, eigentlich geschenkt, oder müssen sie es zurückzahlen ?
    Und was ich von den "schärferen Auflagen" halte ? Die Manager werden Wege finden, diese "Auflagen" zu unterlaufen. Die Grosse Koalition hat doch noch nie etwas zustandegebracht, was handwerklich durchdacht und rechtlich abgesichert ist.
  3. #3

    Spitzensteuersatz abschaffen

    Zitat von Hadraniel Beitrag anzeigen
    Warum nur gegen Managergehälter?
    Wenn es eine Gehaltsuntergrenze gibt (Sozialhilfe), warum nicht auch eine Gehaltsobergrenze?...
    ...Gleichzeitig gehört eine Vermögensobergrenze etabliert. Das 10- oder 100fache Humankapital des eben genannten Beispielverdieners wäre mehr ausreichend..
    Es muss ja nicht unbedingt eine feste Grenze sein - man könnte auch den Spitzensteuersatz abschaffen, und ab bestimmten Beträgen die Progression wieder einsetzen lassen,so dass die Gehälter automatisch irgendwo begrenzt wären..
  4. #4

    Nicht nur die Manager...

    Nicht nur die Manager, sondern auch die sogenannten "Volksvertreter", welche nur die Interessen der Lobbyisten vertreten.

    Beispiele:
    Die vielen mangelhaft ausgearbeiteten Gesetze, welche dann von Karlsruhe wieder gestoppt werden mußten.
    Entscheidungen und Steuerverschwendung, welche oft nur mit Korruption erklärbar ist.
    Diese zwei Kasten "Manager und Politiker" sind hauptsächlich für die Probleme in unserem Land verantwortlich.
  5. #5

    Zitat von joselito Beitrag anzeigen
    Dazu hätte ich mal eine grundsätzliche Frage:
    bekommen Banken und Grosskonzerne das Geld, das Geld der Steuerzahler, welches unsere Regierung ihnen zur Verfügung stellt, damit sie ihre leergezockten Kassen wieder auffüllen können, eigentlich geschenkt, oder müssen sie es zurückzahlen ?
    Und was ich von den "schärferen Auflagen" halte ? Die Manager werden Wege finden, diese "Auflagen" zu unterlaufen. Die Grosse Koalition hat doch noch nie etwas zustandegebracht, was handwerklich durchdacht und rechtlich abgesichert ist.
    Nach meinem Verständnis von Moral und Ethik lassen sich Jahresgehälter über dem Lebensarbeitseinkommen von potentiellen Besserverdienenden (ein Akademiker mit Abschluss in IT oder Ingenieurswissenschaft hat ein Humankapital von rund 2.5 Millionen Euro) durch NICHTS rechtfertigen.
    Und wodurch lässt sich die Einschränkung rechtfertigen, dass Sie als Unternehmer nicht jemandem soviel Gehalt zahlen können wie Sie es wollen.

    Sie als Unternehmer wissen doch am Besten, was gut für Ihr Unternehmen ist. Und Sie würden doch nicht dem Unternehmen absichtlich schaden, und irgendjemand den Sie kennen in eine hohe Position hieven um ihn zu bereichern.

    Ergo: Obergrenze für Managergehälter ist Blödsinn.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Vorschläge von Finanzexperten aus Union und SPD stehen bereits: Die Große Koalition will schärfere Auflagen für Managergehälter - sie sollen noch vor der Bundestagswahl im September in Kraft treten. Eine richtige Initiative?
    Klaro - man kann die große Wählergruppe der Neidhammel ja nicht einfach der DIE LINKE überlassen.
  7. #7

    Wahlkampfauftakt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Vorschläge von Finanzexperten aus Union und SPD stehen bereits: Die Große Koalition will schärfere Auflagen für Managergehälter - sie sollen noch vor der Bundestagswahl im September in Kraft treten. Eine richtige Initiative?
    Der Wahlkampf gewinnt an Fahrt, wie es scheint.
    Also wird die "Heuschreckenkampagne" wiederbelebt, um das soziale Profil der Parteien zu schärfen.
    Meiner Meinung nach sollte sich der Staat raushalten, was die Begrenzung von Managergehältern angeht. Derjenige, der das Risiko trägt, bestimmt auch, wieviel er am Markt verdient.
    Wenn dann allerdings die Krise kommt, sollte derjenige, der sich den "Risikozuschlag" vergüten läßt, auch mit seinem Vermögen dafür einstehen!

    Die Masche, erst dickes Geld kassieren, sich bei Gefahr dann aber mit prallgefüllten Taschen aus der Verantwortung stehlen und den Steuerzahler dafür aufkommen lassen, wäre dann nicht mehr drin!

    Leider wird sich das nicht realisieren lassen!
  8. #8

    Zitat von Hippedihop Beitrag anzeigen
    Und wodurch lässt sich die Einschränkung rechtfertigen, dass Sie als Unternehmer nicht jemandem soviel Gehalt zahlen können wie Sie es wollen.
    Grundgesetz Artikel 14 Absatz 2.
    Sie als Unternehmer wissen doch am Besten, was gut für Ihr Unternehmen ist. Und Sie würden doch nicht dem Unternehmen absichtlich schaden, und irgendjemand den Sie kennen in eine hohe Position hieven um ihn zu bereichern.
    Da kommt nun der Unterschied zwischen BWL und VWL zum Tragen. Wohlstand des Einzelnen gegenüber Gemeinwohl.

    Ab bestimmten Größenordnungen, wobei die Grenzen sicher fliessend und diskussionswürdig, und ausserdem schwer absolut festzulegen sind, ist das Gemeinwohl nachhaltig betroffen.
    Ergo: Obergrenze für Managergehälter ist Blödsinn.
    Stimmt. Obergrenzen sollten für sämtliche Einkommen gelten, nicht nur für Manager.
    Abgesehen davon stimme ich den Kommentaren bzgl. Steuerprogression sowie Meinung, daß die SPD hier mal wieder am "linken Rand" fischen will, zu.

    Aber auch schön zu sehen, daß die Neidkeule sofort geschwungen wird, sobald man das Thema Einkommensobergrenzen angeht. Hat ja keine 10 Postings gedauert.
  9. #9

    Zitat von bcdb Beitrag anzeigen
    Klaro - man kann die große Wählergruppe der Neidhammel ja nicht einfach der DIE LINKE überlassen.
    War ja klar: keine 5 beiträge und schon taucht der Begriff Neid auf. Frei nach Homer Simpson: Laaaaaaangweilig.
    Von gesetzlichen Grenzen halte ich übrigens nichts. Der Wiedeking hat sein Geld offenbar verdient, der Schrempp wohl nicht.
    Wie wärs den mit einer Stärkung der Aktionäre oder des Aufsichtsrat. Im Steuerrecht könnte man doch auch was machen...


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