Die Lügenmeldung des Tages :
Die "konstruierte Lüge"
Die Darstellung von Guttenberg, wonach ihm wichtige Akten über den Luftangriff auf zwei Tanklastzüge in der Nähe von Kunduz vorenthalten und Berichte unterschlagen worden seien, wies Schneiderhan zurück. "Das finde ich inzwischen ehrenrührig", sagte der entlassene General. Der Begriff "Unterschlagen" habe für ihn "den Geschmack des Vorsatzes", diesen habe es aber nicht gegeben. "Dass er vorschnell formuliert, ist bekannt", sagte Schneiderhan über den Minister. "Aber das hier ist schon eine Steigerungsstufe." Der Begriff Vorsatz sei "nicht nur unschön, das ist unwahr".
Also was soll hier gelogen sein.
Der Ex-GI beschwert sich nicht über seinen Rücktrittsgrund, die Tatsache das die Berichte nicht vorlagen, sondern die Bewertung "unterschlagen" durch KTzG.
Diese verbindet er mit der Wertung "ehrrührig" weil "vorsätzlich" dem kann man ja noch folgen.
Andererseits hat der Ex-GI die Berichte nicht weitergegeben weil er diese für nicht relevant gehalten hat.
Mag ja unter FJJ noch gang und gäbe gewesen sein, aber KTzG ist da wohl ein anderes Kaliber und fordert die Informationen ein und möchte als Minister selbst entscheiden was relevant ist und was nicht.
Irgendwie sollte das auch für die Opposition verständlich sein. Für die Soldaten ist es wünschenswert das der Minister allle Informationen erhält.
Vor dem Hintergrund das Schneiderhahn unter diesen Umständen seinen Rücktritt offensichtlich selbst, sogar schriftlich, angeboten hat ist eine Lüge, so wie es die Opposition glaubhaft machen will schon , nun ja verwegen.
Nach meinem Empfinden wird das der berühmte "Schuß ins Knie".
Zum Ablauf :
Es gibt zwei Versionen über den genauen Ablauf am 25. November:
* Dem Umfeld Guttenbergs zufolge zitierte der Verteidigungsminister an dem Tag Schneiderhan und Staatssekretär Peter Wichert zu sich, weil er von der "Bild"-Zeitung den Hinweis erhalten hatte, dass es noch einen weiteren Bericht über die Bombardierung gebe. Guttenberg fragte demnach die beiden nach dem Bericht - sie stritten ab, insgesamt viermal fragte Guttenberg nach dem Bericht. Daraufhin entließ er die beiden.
* Schneiderhan und Wichert zufolge antworten die beiden dem Minister auf dessen Frage dagegen mit den Worten, dass es weitere Berichte gebe. Guttenberg wies beide an, alle Berichte vorzulegen, was bis 17 Uhr geschah.
Also wer findet die Lüge ?
Ich nicht !
Zweiter Akt demnächst im Ausschuß.
Ist ja fast so gut wie "Neues aus der Anstalt"



