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Schaden die Plagiats-Vorwürfe Minister Guttenberg?

Vor vier Jahren erhielt Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Doktortitel, jetzt kritisiert ein Juraprofessor dessen Dissertation. Dann wurden gegen den Verteidigungsminister Guttenberg weitere Fußnotenvorwürfe laut. Schaden diese nachhaltig dem Minister?
  1. #1800

    Meinen

    Zitat von FMK Beitrag anzeigen

    Und dass diejenigen, die den moralischen Stab brechen, es ganz weit von sich weisen, wenn moralische Maßstäbe an sie selbst angelegt werden sollen. Zum Beispiel was die Familienverhältnisse betrifft. Ob einer dreimal geschieden ist, der nicht einmal eine Familie führen kann, aber ein ganzes Land führen will. Lug und Betrug in der eigenen Ehe. Dann auf einmal ist es "Privatsache". Aber bei einer Doktorarbeit - und Papier ist geduldig - da ist es auf einmal "ganz arg schlimm".

    Heuchelei.
    Sie jetzt Schröder oder Seehofer? Oder doch Waigel? Oder das Kohl nur ein Familienleben zum Schein führte und mit seiner Sekretärin zusammen lebte? Das muss jeder selber wissen, ob das für seine Wahlentscheidungen relevant ist.
    Auch, wie weit so eine offensichtliche Verletzung des Urheberrechts relevant ist für die Beurteilung eines Spitzenpolitikers.
  2. #1801

    Gerade hat im radio

    unsere Bundeskanzlerin unseren Verteidigungsminister aufgefordert sich zu entschuldigen womit im Laufe des Tages wohl noch zu rechnen ist.
    Wie habe ich mir vorzustellen? Einen erkauften Jura Dr. mit s c l entschuldigen und dann zur Tagesordnung übergehen?
  3. #1802

    Es geht

    um Glaubwürdigkeit. Und ein Politiker und Minister, der bei seiner Doktorarbeit nicht sauber zitiert hat und - noch - verdächtigt wird, das Teil nicht selbst erarbeitet zu haben, hat selbige nicht mehr oder nur noch eingeschränkt.

    Das ist für die Kanzlerin nicht gut und wenn sie schlau ist, trennt sie sich jetzt von K. T., damit der Dreck an seinem Stecken nicht auf ihrem Teller weiter stinkt.
    Und dann ist die ganze Geschichte sowas von peinlich. Meine Güte! Frag doch mal einer Hr. Schatz, Kommandant der Gorch Fock a. D., was der von der Sache hält!
  4. #1803

    oho

    Zitat von MCFidel Beitrag anzeigen
    Was für ein Mist hier geschrieben wird ist unfassbar.
    Das wäre für ein SPON-Forum ja nichts besonders aber das Ganze über hunderte von Seiten.
    Von Aberkennung des .....
    Das ist bei einer Doktorarbeit nicht zulässig. Man kann nicht einfach nach dem Aufdecken des Vergehens sagen, er soll es einfach überabrbeiten und dann ist es ok. Die Promotionsordnungen lassen das auch nicht zu.
  5. #1804

    manfred wörner - general kissling - KTzG

    Zitat von Eva B Beitrag anzeigen
    Schäuble: "Wenn er Fehler gemacht hat, ist er derjenige, so haben wir ihn alle kennengelernt, der auch dazu steht einzuräumen, dass man Fehler gemacht hat."
    Von wem......
    Weil General Kissling unbewiesenermassen als erpressbar galt, hat ihn der Amtsvorgänger von KTzG aus dem Rennen genommen; Angela Merkel kennt den Vorgang möglicherweise nicht, sonst hätte sie ggf. KTzG - zu seinem Schutz - bis zur Klärung des Plagiatsvorwurfs beurlaubt, finden Sie nicht ?
  6. #1805

    Dünnbrettbohrer

    Vor einigen Jahren gab es ein interrsantes Buch zum Thema Politiker mit Dr. Titeln:
    http://www.amazon.de/Dünnbrettbohrer.../dp/3821810319
  7. #1806

    narzißtische Libido

    Zitat von Sackaboner
    Es kann vermutet werden, dass ihm ein paar Ghostwriter bei seiner Arbeit ein wenig unterstützt haben, die keine persönliche Verantwortung für seine Dissertation zu tragen hatten, und bei denen deshalb die Hemmschwelle, am PC zu schludern, herabgesetzt war. Vielleicht handelten sie sogar im Auftrag der Opposition. Ich glaube immer noch nicht, dass Guttenberg selbst so offensichtlich und dilettantisch geschummelt hätte.
    Zitat von poetdale Beitrag anzeigen
    Danke für diese schöne Satire, wenn es kein Scherz war dann wars eine Heiligsprechung.
    Also langsam kann nur noch das Konzept "narzißtische Libido" diese Verehrung, diese völlig betriebsblinde niederknieende Verteidigung und vorauseilende Rechtfertigung des Herrn Dr. Googleberg durch seine Anhänger erklären. Ist das schon emotionale Abhängigkeit? Wo ist die Sektenbeauftragte, wenn man sie braucht? :-)

    Sogar Herr Schäuble greift für G. in die alte Finten-Trickkiste von "Pseudo-Übertreibung-um-Besänftigt-zu-werden", indem er behauptet, man könne G. doch nicht vorwerfen, er hätte "die ganze Arbeit abgeschrieben". Ja, das wirft ihm ja auch keiner vor.

    Wirklich, ich liebe das Internet, den Fleiss und das Engagement der User, die sich jetzt öffentlich die Mühe machen, alles genau zu überprüfen und zu dokumentieren. DAS ist Basisdemokratie, das ist öffentliche demokratische Teilhabe, wenn alle Informationen transparent auf den Tisch kommen. Jeder sich sein eigenes Bild machen kann und deswegen auch die Entscheidungen "von oben" wirklich bewerten kann.

    Das ist m.E. keine Lappalie, was hier passiert. Und es geht auch nicht um das Fertigmachen EINES Politikers, um rechts-links-Kram. Hier geht es um die Ansprüche der Bürger an die Ehrenhaftigkeit der Politiker, um gleiches Recht für alle, um gerechte Entscheidungen.

    Ich fordere "Politiker-Ethik-21+", es wird Zeit. Und darum geht es hier doch. Es braucht halt immer einen Aufhänger, den einen Tropfen, der das Faß überlaufen läßt. Und G. passt perfekt als dieser "Tropfen".
    Denn Herr G. hat schon oft "Geschmäckle" aufkommen lassen, aber immer in einer Form, die nicht bei klarer Faktenlage als "kriminell oder dumm oder charakterschwach" nachweisbar war, also ist nichts Offizielles passiert. Aber damit ist es jetzt wohl offensichtlich vorbei.
  8. #1807

    Zitat von Gofio Beitrag anzeigen
    Guttenberg hat wohl 1200 Fussnoten gesetzt es hätten 1220 oder 1230 sein müssen, das sind 2,5 %. Heute morgen habe ich den direkten Vergleich von einem dieser 20-30 Textteile in der Zeitung angeschaut. Es ist so banales geschichtlich allseits bekanntes Zeug, das man das nicht als geistiges Eigentum werten kann.
    Z.B. Die Gründerväter der USA orientierten sich in ihrer Verfassung an der Antike und an den Engländern.

    [...]

    Die Doktorarbeit könnte man ja einfach um die nicht gesetzten Fussnoten Texte neu bewerten. Wenn diese dann nicht mehr dem Anspruch einer Doktorwürde genügt soll er ihn abgeben. Bei 2,5 % Text kann ich mir das nicht vorstellen.
    Wenn es sich in den Textteilen um Allgemeinplätze handelt muss man sich um so mehr fragen warum er diese nicht einfach selbst verfasst hat - nach Stand der Wissenschaft. Selbes gilt für das Vorwort.
    Nein, man kann eine solche Arbeit nicht einfach "unter Ausschluss" nicht korrekt zitierter Passagen mal eben neu bewerten. Während eines Studiums wird einem i.a.R. beigebracht wie wissenschaftlich gearbeitet und geschrieben wird. Warum also gelerntes nicht einfach anwenden?

    Gruß,

    Leet
  9. #1808

    Pisa hellau

    ...das unsere Politiker keinerlei Scham und Ehrgefühl mehr kennen, dieser Bursche wird weiter in der Politk bleiben.
    Ich erinnere mich an "Finanzminister Otto Graf Lamsdorff", er wurde während seiner Amtszeit w egen Steuerhinterziehung verurteilt. Logisch, dass er im Amt blieb und logisch dass er bis heute Rente aus dieser Zeit bezieht.

    Derartige Dinge sind einfach ungeheuerlich, und machen mich immer wieder sprachlos.

    Das nun ein weiterer politischer Sproß das Rechtsempfinden strapaziert - wen interessiert. Deutsche Politiker sind wie ihr Ruf.
  10. #1809

    Oh no

    Zitat von guncoon Beitrag anzeigen
    Meiner Meinung nach ist diese ganze Affaire nur durch die Arroganz eines Herrn v. G. möglich. Würde dieser (und seine vollkommen überflüssige Angetraute) nicht solch eine öffentliche selbst-PR betreiben, nicht solchen medienwirksamen Wert auf seine aristokratische Herkunft und seine universitäre Bildung inklusive Promovierung legen - dies alles wäre überhaupt kein Thema und wir müssten uns doch tatsächlich mit wichtigeren Dingen beschäftigen! Oh no!
    sagen Sie, lesen Sie eigentlich nochmal durch
    was Sie so schreiben,
    (und seine vollkommen überflüssige Angetraute)
    Neid ist wirklich ein schlimmes Übel.


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