Vor vier Jahren erhielt Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Doktortitel, jetzt kritisiert ein Juraprofessor dessen Dissertation. Dann wurden gegen den Verteidigungsminister Guttenberg weitere Fußnotenvorwürfe laut. Schaden diese nachhaltig dem Minister?
So wurde beispielsweise "'Aus vielem eines' – so lautete das Motto, unter dem vor rund 200 Jahren die amerikanischen Staaten zur Union zusammenfanden..." bei Guttenberg der Satz "'Aus vielem eines' – so lautete das Motto, unter dem vor über 215 Jahren die amerikanischen Staaten zur Union zusammenfanden...", da Guttenbergs Dissertation nach dem FAZ-Artikel erschien.
Es ist auch erstaunlich, in welchen Bereichen die Plagiate auftauchen: u. a. in Abschnitten mit "Beurteilung" und "Stellungnahme" als Überschrift, wo Zitate überhaupt nicht hingehören. Und die "Krönung" ist natürlich der ganze kopierte Block aus der FAZ in der Einleitung!
Dass in den Abschnitten, in denen normalerweise die eigene Meinung des Autors dargelegt wird, die (kopierten) Ansichten von dritten Personen auftauchen, und dass Guttenberg trotz des fast 500 5eiten umfassenden Werkes keinerlei eigene Beurteilung und Stellungnahme vornimmt, lässt nur eine einzige logische Schlussfolgerung zu:
Die gesamte Dissertation ist höchstwahrscheinlich von einem Ghostwriter erstellt worden!
Sie verwechseln einen Betrug aufzudecken mit Missgunst und Neid. Oder darf Herr von und zu nach anderen Regeln promovieren als Herr Dr. Normalo ?
Bei IHNEN tritt wieder die typisch deutsche Untertanenmentalität auf - der "Respekt" vor Titeln und längst überholten Adelstiteln. Herr Guttenberg und Sie verwechseln Neid mit einem gut fundierten Gerechtigkeitsgefühl der Bürger - wer ein politisches Spitzenamt bekleidet muß eben mit stärkerer Kontrolle rechnen als der Herr Dr. um die Ecke . Das gab es früher auch schon; deswegen Guttenberg sanfter zu behandeln kann wohl niemand ernsthaft erwarten, zumal es sich hier möglicherweise um Betrug handelt. Und DAS ist kein Kavaliersdelikt.
Der Mann muß sich Respekt ERDIENEN nicht mit gekauften und ererbten Titeln diesen als gottgegeben vorraussetzen.
Ich bin weiss Gott kein Anhänger von zu Guttenberg und schon gar kein Wähler der Union oder FDP.
Aber, was hier derzeit abgeht, spottet jeglicher Beschreibung - der Deutschen!
Als hätten wir nichts besseres und wichtigeres zu tun als in besessener Akribie Guttenbergs Doktorarbeit nach Plagiaten zu durchforsten und dies zugleich als Schandtat Nr.77 oder 78 im Netz zu verbreiten.
Wow, ich sehe sie richtig vor mir, all die neidhammeligen Studiumabrecher und verkorksten Existenzen, wie sie gerade Satz für Satz googlen, immer in der Hoffnung, mit der nächsten nicht fußnotenkonformen Formulierung den fiesen Denunziantenfinger heben zu können.
Pahhh, zum Kotzen, diese Deutschen! Laßt bloß niemanden entkommen und sich absetzen aus Eurer Mittelmäßigkeit. So habt Ihr es schon immer gemacht, mit Ute Lemper wie mit Bobbele, mit Grass wie mit Käßmann. Aber den verschwiegenen Kohl oder sämtliche Bankerkrimis davonkommen lassen, das gehört auch zur Wahrheit deutscher Selbstgerechtigkeit, oder besser gesagt, zur Koexistenz deutschen Minderwertigkeitsgefühls und Duckmäusertums auf der einen sowie Großmannssucht und Überheblichkeit auf der anderen Seite.
Ihr Kram wird auch durch Wiederholung nicht besser. Das hat nichts mit Sozialneid zu tun, selbst konservative Medien sind mehr als pikiert, aber die FAZ ist ja auch nur Stammtisch.
Hier liegen nachweisbare Fakten vor!
Jeder der sich einmal die Mühe gemacht hat, selber etwas zu verfassen, um einen Titel zu bekommen, schüttelt nur den Kopf. Selbst für die Einleitung hat er sich noch nicht einmal die Mühe gemacht (was eher für einen Ghostwriter) spricht.
Seine Glaubwürdigkeit ist eh dahin, ich möchte den noch einmal bei einer Veranstaltung sehen, wie die Kommentare dann gerufen werden: " Wo haben Sie denn das abgeschrieben".
Aber sicher.
Wenn sich jemand etwas erschlichen, unsauber recherchiert oder schlampig wissenschaftlich gearbeitet hat, darf Dr. Saubermann das bestimmt auch?
Vielleicht würde Herr Dr. zu Guttenberg von den Bürgern weit weniger "geliebt", wenn die Bürger den wahren Dr. zu Guttenberg kennen würden.
Denn das Bild, das Herr Dr. zu Guttenberg in der Öffentlichkeit vermittelt, ist ein sorgfältig ausgesuchtes. Das des lächelnden, dynamisch-gestylten Dr. zu Guttenberg bitte, nie um eine Antwort verlegen. Gestern hörte man in Magdeburg aber ziemlich wenig von ihm.
Das Problem unserer Gesellschaft ist doch, dass es zu viele Blender gibt und noch mehr, die sich blenden lassen.
Von Guttenbergs und anderen. Denn wenn Herr Dr. zu Guttenberg etwas richtig gut kann, dann ist es eine gute Show zu inszenieren.
Es wird Zeit, dass die Show ein Ende findet. Doch ob ihn seine bayrischen Amigos so ohne weiteres fallen lassen?
Oder um im CSU-Sprech zu bleiben: "Freunde zu haben, ist das eine Schande bei uns in der CSU?" Und man darf mal gespannt sein, wie die Universität Bayreuth mit einem ihrer PR-Aushängeschilder umgehen wird.
Wenn Herr Dr. zu Guttenberg gesellschaftlich etwas leisten will, muss er das nicht unbedingt in der Politik tun. Was aber soll mit einer personellen Altlast zu Guttenberg außerhalb der Politik geschehen?
Wir sind nicht armselig, sonder in Wissenschaftskreisen nennt man das Diebstahl geistigen Eigentums- ganz einfach.
Wenn Sie stehlen werden Sie auch bestraft...
Und was für eine Auswirkung hat das auf andere Menschen die promoviert haben oder promovieren?
Zum einen werden die Promotionen abgewertet, wenn sich jeder den Titel so einfach "copy und pasten" kann, zum anderen werden sich wohl nun viele ein Beispiel an den beliebten Politiker nehmen.
Zudem müsste dass ab jetzt jedes Plagiat erlaubt werden.
Also vielen Dank! Ich habe mehr als drei Jahre meines Lebens für meine Promotion vergeudet...wäre doch so einfach gewesen!
Ihnen ist also gutes Aussehen bei einem Politiker wichtiger als Vertrauen? Wenn dem so ist, sagt das viel über Sie aus.
Da Sie ständig von der Gürtellinie (oder manchmal auch von der Gürtel Linie) schreiben: was ist daran, auf eine Vielzahl von Fehlern in einer öffentlich einsehbaren Publikation hinzuweisen, unter der Gürtellinie?Auch der Griff unter die Gürtellinie wird nicht gescheut.
Wenn Sie Politiker eher nach Aussehen und Charisma als nach Fähigkeiten beurteilen, dann steht das m.M.n. im Widerspruch zu Ihrer Selbsteinschätzung als "gebildeter Mensch".Ichschäme mich als junger gebildeter Mensch, dass Deutschland eine so geistlose, würdelose Opposition hat.