Rüttgers - Vorwürfe berechtigt?

"Geschmäckle", "Korruption", "Prostitution": Die vom SPIEGEL aufgedeckte Affäre um käufliche Gesprächstermine für Sponsoren beschert Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers heftige Kritik. Sind die Vorwürfe gegen den Politiker berechtigt?
  1. #970

    Zitat von Berg Beitrag anzeigen
    Warum fragen Sie mich Sachsen das? Ich nehme an, er hatte die Schnauze voll.
    Erst stellen Sie die Tatsachenbehauptung auf, es seien nie Gespräche dieser Art zustande gekommen und bei der CDU sei kein Geld eingegagen für solche Gespräche und jetzt sind Sie wieder der Sachse, der nichts von der Angelegenheit weiß?

    Wie dem auch sei, bezogen auf meine Frage zum Generalsektretär, sind Sie so naiv oder haben Sie schon einmal das Wort "Bauernopfer" gehört?
  2. #971

    Zitat von yogtze Beitrag anzeigen
    Die Gespräche sind nicht zustande gekommen, weil das Angebotsschreiben vor dem Parteitag herausgekommen ist, können oder wollen Sie das nicht verstehen?
    Was gibts da groß zu verstehen? VOR dem Parteitag kam ein Angebotsschreiben heraus, Gespräche sind aber keine gewesen. Ergo sind keine Gelder geflossen, ergo wurde Rüttgers nicht gekauft. - Hören Sie, wir drehen uns im Kreise. Ihre Verdächtigungen passen nicht zu den Tatsachen. Nicht mehr und nicht weniger.
  3. #972

    Zitat von yogtze Beitrag anzeigen
    Erst stellen Sie die Tatsachenbehauptung auf, es seien nie Gespräche dieser Art zustande gekommen und bei der CDU sei kein Geld eingegagen für solche Gespräche und jetzt sind Sie wieder der Sachse, der nichts von der Angelegenheit weiß?

    Wie dem auch sei, bezogen auf meine Frage zum Generalsektretär, sind Sie so naiv oder haben Sie schon einmal das Wort "Bauernopfer" gehört?
    Da ich nie Parteimitglied war, geschweige denn Generalsekretär, nahm ich an, Sie haben sich verschrieben und den zurückgetretenen NRW-Bauern, pardon CDU-Generalsekretär gemeint.

    Ist dieser nun von selber zurückgetreten, oder wurde er vom Parteivorsitzenden seiner Funktion enthoben? Weiß ich im Moment nicht. Sollte er aber von selber gegangen sein, dann vermute ich weiter: er hatte die Nase gestrichen voll. Sollte er gefeuert worden sein, dann sicherlich deswegen, weil er das ominöse Angebotsschreiben verzapft hatte und nicht mehr tragbar war. Ihr "Bauernopfer" ist Ihre Sache.
  4. #973

    Zitat von Berg Beitrag anzeigen
    Da ich nie Parteimitglied war, geschweige denn Generalsekretär, nahm ich an, Sie haben sich verschrieben und den zurückgetretenen NRW-Bauern, pardon CDU-Generalsekretär gemeint.
    Dass ich Sie als CDU-Generalsekretär bezeichnet habe, war darauf bezogen, dass Sie so zielsicher geschrieben haben, es seien keine Gespräche zustande gekommen und kein Geld geflossen, obwohl das für die vergangenen beiden Parteitage 2006 und 2008 gar nicht klar ist.

    Meinen Tippfehler („Sektretär“) finde ich übrigens ganz amüsant, wo ich’s jetzt sehe;-)

    Zitat von Berg Beitrag anzeigen
    Ist dieser nun von selber zurückgetreten, oder wurde er vom Parteivorsitzenden seiner Funktion enthoben? Weiß ich im Moment nicht. Sollte er aber von selber gegangen sein, dann vermute ich weiter: er hatte die Nase gestrichen voll. Sollte er gefeuert worden sein, dann sicherlich deswegen, weil er das ominöse Angebotsschreiben verzapft hatte und nicht mehr tragbar war. Ihr "Bauernopfer" ist Ihre Sache.
    Er ist offiziell (wie fast immer bei Politikern) „freiwillig“ zurückgetreten, wer das politische Geschäft einigermaßen verfolgt, weiß, dass hinter den Kulissen Druck aufgebaut wurde, er trat zurück wegen der Angebotsschreiben und nahm alle Schuld auf sich, fast zeitgleich verkündete Rüttgers auf einer separaten Pressekonferenz, nichts davon gewusst zu haben, dass sein Generalsekretär gegen Geld Gespräche mit ihm (Rüttgers) angeboten hat.

    Wenn Sie das glaubhaft finden, bleibt das Ihnen überlassen, wahrscheinlich wussten Bush und Blair auch nichts vom Irak-Krieg und waren, als sie auf CNN die Angriffe gesehen haben, geschockt, was die einfachen Soldaten, die auf eigene Faust in den Nahen Osten geflogen waren, da so im Namen dieser beiden Friedenstauben verzapft haben.

    Und wenn sie nicht gestorben sind…
  5. #974

    Zitat von yogtze Beitrag anzeigen
    ...er trat zurück wegen der Angebotsschreiben und nahm alle Schuld auf sich, fast zeitgleich verkündete Rüttgers auf einer separaten Pressekonferenz, nichts davon gewusst zu haben, dass sein Generalsekretär gegen Geld Gespräche mit ihm (Rüttgers) angeboten hat.

    Wenn Sie das glaubhaft finden, bleibt das Ihnen überlassen
    In der CDU ist man nicht Manns genug zu gestehen. Ist doch klar, dass der Ministerpräsident Rüttgers unglaubwürdig ist, wenn er sagt: Das habe ich nicht gewusst.
    Grundsätzlich muss den konservativen CDU Wählern gesagt werden, dass es Alternativen gibt, denn diese lavierenden Weicheier können nicht ernsthaft erwarten, von starken Persönlichkeiten wieder gewählt zu werden.
  6. #975

    Zitat von yogtze Beitrag anzeigen

    Wenn Sie das glaubhaft finden, bleibt das Ihnen überlassen, wahrscheinlich wussten Bush und Blair auch nichts vom Irak-Krieg und waren, ......
    Und wenn Sie weiter zweifeln und diese Zweifel mit Bush und Blair nähren möchten - Guten Appetit. Das ist zu dämlich.
  7. #976

    Zitat von h.brentano Beitrag anzeigen
    In der CDU ist man nicht Manns genug zu gestehen. Ist doch klar, dass der Ministerpräsident Rüttgers unglaubwürdig ist, wenn er sagt: Das habe ich nicht gewusst.
    Grundsätzlich.....
    Hallo,
    wenn´s brennt hat herr rüttgers noch nie was gewußt und es waren auch immer die anderen !
  8. #977

    Gezielte Medienkampagne

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Geschmäckle", "Korruption", "Prostitution": Die vom SPIEGEL aufgedeckte Affäre um käufliche Gesprächstermine für Sponsoren beschert Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers heftige Kritik. Sind die Vorwürfe gegen den Politiker berechtigt?
    Wie die Bundestagsverwaltung feststellt, verstößt das Parteiensponsoring nicht gegen das Parteispendengesetz. Es gibt auch keine staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen Rüttgers. Damit kann man feststellen - die Vorwürfe waren eine gezielte Medienkampagne - noch dazu, wo dieses Parteiensponsoring seit Jahren und von allen Parteien betrieben wurde.
  9. #978

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Wie die Bundestagsverwaltung feststellt, verstößt das Parteiensponsoring nicht gegen das Parteispendengesetz. Es gibt auch keine staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen Rüttgers. Damit kann man feststellen - die Vorwürfe waren eine gezielte Medienkampagne - noch dazu, wo dieses Parteiensponsoring seit Jahren und von allen Parteien betrieben wurde.
    Aber Palmstroem, das hatten wir doch alles schon. Erstens wird es eben nicht von allen Parteien so betrieben, denn dass die NRW-CDU Gespräche mit dem Ministerpräsidenten des Bundeslandes (nicht mit dem CDU-Vorsitzenden!) gegen Geld angeboten hat, ist schon einmalig, hier von einem faden Beigeschmack zu reden, ist fast schon ein Euphemismus, Rüttgers und die CDU haben eine Gesetzeslücke genutzt.

    Der Gesetzgeber rechnet eben nicht mit jeder Abgebrühtheit.

    Wenn wir von Medienkampagne reden, wie bewerten Sie denn die Berichterstattung über Ulla Schmidt im letzten Sommer?

    Bei Schmidt gab es juristisch nicht das Allergeringste vorzuwerfen, Sie erinnern sich?

    Wahrscheinlich werde ich jetzt wohl nichts von Ihnen hören, oder?
  10. #979

    Zitat von h.brentano Beitrag anzeigen
    In der CDU ist man nicht Manns genug zu gestehen. Ist doch klar, dass der Ministerpräsident Rüttgers unglaubwürdig ist, wenn er sagt: Das habe ich nicht gewusst.
    Grundsätzlich muss den konservativen CDU Wählern gesagt werden, dass es Alternativen gibt, denn diese lavierenden Weicheier können nicht ernsthaft erwarten, von starken Persönlichkeiten wieder gewählt zu werden.
    .....

    Mit den Rüttgers & Co ist es genauso, wie mit den Spitzensportlern: "Neeeeeeeeeeeeein, wir haben nicht gedopt", und sie möchten es wohl selbst glauben, die Dorgen für die Sportler und die Penunse für die Politiker sind nur ein irgendwie Dazugehörendes, das die besondere Bedeutung wohl noch unterstreicht...
    Dabei wäre es so einfach: WW trägt eine Krawatte mit "gesponsort by Mövenpick", Rüttgers eine Krawatte mit "gesponsort by Bayer Leverkusen" und so weiter und so fort.
    Schließlich hat in der Bundesliga vor wenigen Jahrzehnten auch nie gedacht, daß die dortige Werbung derart um sich greift. Eintracht Braunschweig sollte einst aus Liga eins geworfen werden, weil sie Gelder von Jägermeister bekamen.
    Ist doch schön, daß der Politik noch ein Rang eingeräumt wird, daß wenigstens irgendwer noch was für diese Fehlleistungen bezahlen mag-:)))
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....