Aber es gibt vieles, was gegen die französische Interpretation spricht.
Selbst wenn Kagames Leute es waren, die das Flugzeug abgeschossen haben - wofür es keinerlei Beweise und nur äußerst fragwürdige Indizien gibt - führt kein Weg an der Tasache vorbei, daß der Völkermord jahrelang vorbereitet wurde, und zwar von der damaligen Regierung Ruandas, während eben jene Regierung von Mitterand unterstützt wurde. Natürlich ist es theoretisch möglich, daß die französischen "Berater" im Lande von dem Treiben nichts mitbekommen haben - dann hätten sie allerdings nicht nur blind und taub, sondern obendrein auch noch völlig verblödet sein müssen.
Da sind unter den Augen der französischen "Berater" Milzien ausgebildet worden, die darauf trainiert wurden, 1000 Menschen in 20 Minuten umzubringen. Das hört sich für mich nicht nach Selbstverteidigung an.
Auch die zahlreich in Ruanda agierenden deutschen Entwicklungshilfeorganisationen hätten 1994 alle Ursache gehabt, sich ein paar Fragen zu stellen.
Z. B. ob es Anzeichen für das kommende Unheil gegeben hat, die man hätte erkennen müssen.
Der neue Radio-Sender, die Hetztiraden, die über selbigen verbreitet werden, und die Merkwürdigkeit, daß in regelmäßigen Abständen eine größere Anzahl genau der Menschen massakriert wird, denen die Hetze gilt.
Der Mensch neigt dazu, seine Handlungen im Nachhinein zu rechtfertigen, selbst wenn sie kathastrophale Folgen hatten.
Ein Eingreifen von außen - von der CIA z. B. - käme da ja wie gerufen. Dann wäre alles gut gewesen, das Übel kam von außen, damit hatte keiner was zu tun... die Exilanten aus Uganda haben Ruande überfallen und wurden unterstützt von den bösen USA, et voilà! WIR haben mal wieder alles richtig gemacht!



