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Ruanda - kann die Justiz für Versöhnung sorgen?

In den vergangenen Jahren sind durch Erlasse des Präsidenten Paul Kagame 60.000 Täter des Genozids in Ruanda aus den überfüllten Gefängnissen entlassen worden. Die Justiz will - auch aufgrund der Überlastung - auf Versöhnung anstatt auf Vergeltung setzen. Was denken Sie - kann Ruanda so zur Ruhe kommen?
  1. #50

    Zitat von sigi J Beitrag anzeigen
    Aufrechnen sollte man die Morde in Ruanda und im Kongo ganz sicher nicht, schlimmer wird es allerding, wenn man sie zusammenzählt. (wenn die französische Interpretation stimmt).
    (...)
    Aber es gibt vieles, was gegen die französische Interpretation spricht.
    Selbst wenn Kagames Leute es waren, die das Flugzeug abgeschossen haben - wofür es keinerlei Beweise und nur äußerst fragwürdige Indizien gibt - führt kein Weg an der Tasache vorbei, daß der Völkermord jahrelang vorbereitet wurde, und zwar von der damaligen Regierung Ruandas, während eben jene Regierung von Mitterand unterstützt wurde. Natürlich ist es theoretisch möglich, daß die französischen "Berater" im Lande von dem Treiben nichts mitbekommen haben - dann hätten sie allerdings nicht nur blind und taub, sondern obendrein auch noch völlig verblödet sein müssen.
    Da sind unter den Augen der französischen "Berater" Milzien ausgebildet worden, die darauf trainiert wurden, 1000 Menschen in 20 Minuten umzubringen. Das hört sich für mich nicht nach Selbstverteidigung an.
    Auch die zahlreich in Ruanda agierenden deutschen Entwicklungshilfeorganisationen hätten 1994 alle Ursache gehabt, sich ein paar Fragen zu stellen.
    Z. B. ob es Anzeichen für das kommende Unheil gegeben hat, die man hätte erkennen müssen.
    Der neue Radio-Sender, die Hetztiraden, die über selbigen verbreitet werden, und die Merkwürdigkeit, daß in regelmäßigen Abständen eine größere Anzahl genau der Menschen massakriert wird, denen die Hetze gilt.
    Der Mensch neigt dazu, seine Handlungen im Nachhinein zu rechtfertigen, selbst wenn sie kathastrophale Folgen hatten.
    Ein Eingreifen von außen - von der CIA z. B. - käme da ja wie gerufen. Dann wäre alles gut gewesen, das Übel kam von außen, damit hatte keiner was zu tun... die Exilanten aus Uganda haben Ruande überfallen und wurden unterstützt von den bösen USA, et voilà! WIR haben mal wieder alles richtig gemacht!
  2. #51

    Ruanda - kann die Justiz für Versöhnung sorgen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In den vergangenen Jahren sind durch Erlasse des Präsidenten Paul Kagame 60.000 Täter des Genozids in Ruanda aus den überfüllten Gefängnissen entlassen worden. Die Justiz will - auch aufgrund der Überlastung - auf Versöhnung anstatt auf Vergeltung setzen. Was denken Sie - kann Ruanda so zur Ruhe kommen?

    Nein, niemals! Darüber gehen Jahrzehnte hinweg.Versöhnen können sich nur Menschen, die das ganze Leid nicht mehr so im Gedächtnis haben.Die 60 000 Täter sollten an die Opfer Wiedergutmachung leisten. Nur nicht mit Schuld beladene Menschen können sich versöhnen.
  3. #52

    Ruanda-Tag 2010

    Am Samstag dem 18.9.2010 ist in Rheinland-Pfalz wieder der Ruanda-Tag, diesmal in Prüm in der Eifel.

    Auf dem Programm steht: 9 Uhr Big Band, 9.30 Uhr Modenschau, 10 Uhr Schwarzlichttheater, 10 Uhr ökumenischen Gottesdienst, 10.45 Uhr offizielle Vorstellung des Kaffees der Ruanda-Partnerschaft. Um 11 Uhr Festakt in der Karolingerhalle in Anwesenheit von Ministerpräsident Kurt Beck und der ruandischen Botschafterin Christine Nkulikiyinka. 11 Uhr afrikanische Tänze und Big Band. Um 12.15 Uhr eröffnet Kurt Beck dann das Volleyballspiel zwischen einer ruandischen und einer deutschen Mannschaft in der Turnhalle der Hauptschule. Ab 12 Uhr „afrikanischer Mittagstisch“. Trommelgruppe Tom Haeuser. 12.30 Uhr Schwarzlichttheater, 12.45 Uhr Modenschau. 12.55 Uhr „Toursong“ der Fair-Play-Tour dÈurope. 13 Uhr offenes Singen des SaM-Chors Daun. 13.30 Uhr Versteigerung eines Bildes. 14 Uhr Trommelgruppe Kalimba. 14.30 Uhr Ruanda Memories. Diskussionsforen ab 15 Uhr, Themen: 1. Frage-Antwort-Stunde zur aktuellen Lage in Ruanda mit der Botschafterin Christine Nkulikiyinka. 2. Gespräch mit „weltwärts“-Freiwilligen. 3. Gespräch mit dem ehemaligen Direktor J.M. Gahizi und dem derzeitigen Direktor J. Musinguzi des Petit Séminaire in Butare. 15 Uhr Theaterauffüührung „Romeo und Julia - eine Verfremdung“. 15.30 Versteigerung Bilder der Künstlerin Elfi Sklepik. Um 15.30 Uhr Musical „Be a King“. 16 Uhr Versteigerung (Verlsoung?) der Hauptpreise der großen Solidaritäts-Tombola. Stände von Solidaritätsgruppen, Projektwoche des Regino-Gymnasiums, Getränke, Imbiss, Kaffee und Kuchen.

    Geolocation 50.209318,6.425114








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