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Polen und Deutschland – eine ganz normale Nachbarschaft?

Während der Europameisterschaft werden zehntausende Deutsche im Nachbarland Polen erwartet. Doch ein Blick in die Geschichtsbücher macht klar: Es gibt wenige Staaten, die mit ihren Nachbarn eine solch wechselhafte Beziehung zueinander hatten wie Polen und Deutschland. Was meinen Sie - haben wir zu unseren östlichen Nachbarn eine ganz normale Nachbarschaft?
  1. #1

    Hoffnung auf Freundschaft

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Während der Europameisterschaft werden zehntausende Deutsche im Nachbarland Polen erwartet. Doch ein Blick in die Geschichtsbücher macht klar: Es gibt wenige Staaten, die mit ihren Nachbarn eine solch wechselhafte Beziehung zueinander hatten wie Polen und Deutschland. Was meinen Sie - haben wir zu unseren östlichen Nachbarn eine ganz normale Nachbarschaft?
    nein, aber wir können eine draus machen. Freundschaft braucht nicht mal die "alten Dinge" aufzuwärmen. Wer es auf unserer Seite tut, soll tunlichst ignoriert und nur im "Notfall" zum Schweigen gebracht werden, wer es auf polnischer Seite macht, ebenfalls, etwas höflicher allerdings;-)

    Gehen wir hin, wenn wir noch ein Ticket und ein Bett kriegen, sonst halt auf die Fanmeilen in Polen, die eignen sich doch bestens für Verbrüder- und Verschwesterung. Z.B. können wir, u.a. den super BVB Spielern und damit auch der polnischen NM die Daumen drücken

    Ich habe das Gefühl, dass hier Besserung im Sommermärchenstil in Sicht ist.
  2. #2

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    nein, aber wir können eine draus machen. Freundschaft braucht nicht mal die "alten Dinge" aufzuwärmen. Wer es auf unserer Seite tut, soll tunlichst ignoriert und nur im "Notfall" zum Schweigen gebracht werden, wer es auf polnischer Seite macht, ebenfalls, etwas höflicher allerdings;-)

    Gehen wir hin, wenn wir noch ein Ticket und ein Bett kriegen, sonst halt auf die Fanmeilen in Polen, die eignen sich doch bestens für Verbrüder- und Verschwesterung. Z.B. können wir, u.a. den super BVB Spielern und damit auch der polnischen NM die Daumen drücken

    Ich habe das Gefühl, dass hier Besserung im Sommermärchenstil in Sicht ist.
    und wer es nicht bis nach Polen schafft, kann auch in Essen in der Grugahalle das polnische feeling geniessen ;o) Strefa Kibica
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Während der Europameisterschaft werden zehntausende Deutsche im Nachbarland Polen erwartet. Doch ein Blick in die Geschichtsbücher macht klar: Es gibt wenige Staaten, die mit ihren Nachbarn eine solch wechselhafte Beziehung zueinander hatten wie Polen und Deutschland. Was meinen Sie - haben wir zu unseren östlichen Nachbarn eine ganz normale Nachbarschaft?
    ob wir es haben ? schwer zu sagen... faktum ist dass seitdem Tusk die Ruder übernommen hat, eine gewisse Annäherung/Normalität an Deutschland stattgefunden hat. Sein Vorgänger, der sich eher im historischen Sinne der entfernten Allierten zuwandte, wie der USA, würde am liebsten seinen Nachfolger des nationalen Verrates bezichtigen ( Ostsee Pipeline... ), und ähnlich der Timoschenko, im Knast schmorren wissen.
    Die Neuausrichtung der polnischen Aussenpolitik ist eher pragmatisch ausgerichtet, und wenn man so will, historisch begründet, indem man Schulterschluss mit Deutschland sucht, um es sich eventuell gen Osten abzusichern. Deutschland sollte aber freilich mit ihrer Eurogeschichte schön beschäftigt sein, institutionell gekettet.
    Die schon mal heraufbeschwörte Achse Paris, Berlin, Warschau hat ihre erste Risse abbekommen... und nun muss Berlin kleingeben oder sich neu orientieren.
    Ach so und Fussball als Brückenbauer... "In Lukasz Piszczek, Jakub Blaszczykowski und Robert Lewandoswki stehen erwartungsgemäß drei Meisterspieler von Borussia Dortmund im vorläufigen Aufgebot. Zudem berief Smuda Sebastian Boenisch (Werder Bremen), Adam Matuszczyk (Fortuna Düsseldorf), Eugen Polanski (Mainz 05) und Artur Sobiech (Hannover 96) ins Aufgebot. Letztgenannter wurde nach fast zweijähriger Nicht-Berücksichtigung erstmals wieder nominiert. In einem sieben Spieler umfassenden Reservepool steht in Ariel Borysiuk (1. FC Kaiserslautern) ein weiterer Akteur aus Deutschland." + Poldi und Klose ;o) ... Deutschland hat keine "Exportschlager" zu verzeichnen, es ist aber ganz andere Geschichte.
  4. #4

    Zitat von marant Beitrag anzeigen
    Ach so und Fussball als Brückenbauer... "In Lukasz Piszczek, Jakub Blaszczykowski und Robert Lewandoswki stehen erwartungsgemäß drei e.
    Wenn man nicht vorher wusste dass die drei Polen sind, käme man nicht darauf, da es im Pott, von den Namem mit "ski", -"czek", "czyk" "-owiak" und ähnlichen sowieso nur so wimmelt.
  5. #5

    Zitat von marant Beitrag anzeigen
    und wer es nicht bis nach Polen schafft, kann auch in Essen in der Grugahalle das polnische feeling geniessen ;o) Strefa Kibica
    käme für mich alten Mann eher in Frage. Is auch was in Südbaden?
  6. #6

    Zitat von ray4912 Beitrag anzeigen
    nein, aber wir können eine draus machen. t.
    Doch.
    Abgesehen von Holland, hat Deutschland heute, mit fast keinem anderen Land das in der Geschichte Probleme mit Deutschland hatte, so gute Beziehungen, wie mit Polen.
    Dabei meine ich nicht so die staatlichen Beziehungen, die auch gut sind, sondern die normalen Beziehungen zwischen den Menschen, sind gut, bzw. besser als man denkt.
    Manche Exzesse vom Bund der Vertriebenen und Ähnlichen hier, oder von den blöden polnischen Nationalisten dort, sind doch Randerscheinungen.
  7. #7

    Zitat von ObackoBarama Beitrag anzeigen
    Dabei meine ich nicht so die staatlichen Beziehungen, die auch gut sind, sondern die normalen Beziehungen zwischen den Menschen, sind gut, bzw. besser als man denkt.
    Im Prinzip haben Sie Recht.

    Wenn man aber die tschechische Sprache ( die mit der polnischen Sprache in groben Zügen artverwandt ist ) beherscht und nach Polen fährt so merkt man dann gelegentlich das dies doch noch nicht so ist.

    Hängt aber davon ab wo man sich in Polen befindet , weil die Polen untereinander und regional ( so wie in Deutschland ) eine spezielle Meinung über ihre eigenen Landsleute haben.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  8. #8

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    Im Prinzip haben Sie Recht.

    Wenn man aber die tschechische Sprache ( die mit der polnischen Sprache in groben Zügen artverwandt ist ) beherscht und nach Polen fährt so merkt man dann gelegentlich das dies doch noch nicht so ist.

    Hängt aber davon ab wo man sich in Polen befindet , weil die Polen untereinander und regional ( so wie in Deutschland ) eine spezielle Meinung über ihre eigenen Landsleute haben.
    Nun, der Studiengang der Sorabistik an der Uni in Leipzig (Lipsk) erfreut sich nicht ohne Grund immer größerer Beliebtheit unter Slawen aus Osteuropa und Rußland.

    Solange Deutschland seine Balkanpolitik nicht auf Polen ausweitet, solange besteht kein Grund sich um das deutsch-polnische Verhältnis zu sorgen.
  9. #9

    Die eigentliche Geschichte liegt immer vor einem

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Während der Europameisterschaft werden zehntausende Deutsche im Nachbarland Polen erwartet. Doch ein Blick in die Geschichtsbücher macht klar: Es gibt wenige Staaten, die mit ihren Nachbarn eine solch wechselhafte Beziehung zueinander hatten wie Polen und Deutschland. Was meinen Sie - haben wir zu unseren östlichen Nachbarn eine ganz normale Nachbarschaft?
    Es sind vor allem Politiker aus dem nationalen Lager, die auf die Geschichte verweisen.

    Wer das kollektive Bewußtsein und die sprachliche Identität einer Gruppe nutzt um nationale oder politische Identität zu erzeugen vernachlässigt jedoch leicht Gemeinsamkeiten. Solche, die es im Guten wie im Schlechten gibt.

    Wie alle anderen Staaten, die in jüngster Zeit der EU beigetreten sind, hat Polen hierfür vor allem wirtschaftliche Gründe.

    Wenn wir in diesen Tagen in der Ukraine oder nach Griechenland blicken sehen wir Zustände und Phenomene, wie sie in den Nachkriegsjahren des ersten Weltkriegs und der Wirtschaftskriese in Deutschland und seinen Nachbarstaaten auftraten.

    Geschichte, ob nun im Polen, Lettland, Litauen, Polen oder der Ukraine von heute, wiederholt ganz offensichtlich auch im 21ten Jahrhundert Fehler der Vergangenheit. Eskalierende Sprachenstreitigkeiten als Vorboten Nationaler Abspaltungen. Begleitet von den knallharten Auswirkungen einer Finanzkriese, die nicht ins Bild eines geregelt ablaufenden Wirtschafts- und Währungssystems passt. Die EU ist gefordert hier gegenzusteuern, ohne zu moralisieren.

    Deutschland und Frankreich haben dank Adenauer und De Gaulle gelernt ihre Gemeinsamkeiten zu finden und bilden so seit Jahrzehnten das wirtschaftliche wie politische Rückgrad der Europäischen Union.
    Polen ist auf dem Weg in die EU dabei seine Gemeinsamkeiten mit seinen Nachbarn noch zu entdecken. Die Frage ist nun was mehr zählt. Die Geschichte die hinter uns liegt, oder die vor uns.
    Für mich gibt es dazu eigentlich nur eine Antwort. Beides in der jeweils richtigen Dosis und mit dem Blick nach Vorne.








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