Während der Europameisterschaft werden zehntausende Deutsche im Nachbarland Polen erwartet. Doch ein Blick in die Geschichtsbücher macht klar: Es gibt wenige Staaten, die mit ihren Nachbarn eine solch wechselhafte Beziehung zueinander hatten wie Polen und Deutschland. Was meinen Sie - haben wir zu unseren östlichen Nachbarn eine ganz normale Nachbarschaft?
Freut mich, Sie belustigt zu haben. Nur lachen Sie da über sich selbst, weil ich keinen Witz gemacht hatte. Was ich schrieb, ist bittere Tatsache, und wenn Sie, wie in Ihrem letzten Satz, eine "Normalität in den Nachbarschaftsbeziehungen" hervorheben, liegt es doch exakt an dem, was ich zur Haltung und Verantwortung über die DDR-Führung sagte: wer sich keiner Schuldbewusst ist, als anderer Ausdruck für Wegsehen/ Leugnung, der muss sich auch nicht für Normalisierung einsetzen. Und was Reparationen anging, so waren die von sowjetischer Seite verordnet, weil man dort schon von Mitschuld überzeugt war!
Im Bezug auf Polen, das eigentliche Thema, bekomme ich zu lesen: „Die Weltgeschichte muß fortfahren Nationen zu zerstören“, schrieb er, „wir scheuen uns gar nicht, Polen, Dänen, Suaheli, Chinesen nach Kräften zu entnationalisieren.“ Gehört auch dies zu Ihrer Deutschlands Alternative ? oder darf man das ausklammern ? hätte er vielleicht gar auf Marx gehört ;o): "Ohne ein unabhängiges Polen kein einiges Deutschland". Karl Marx - Proklamation des Deutschen Bildungsvereins für Arbeiter in London über Polen auch wenn in einem anderen Kontext zu sehen, vielleicht aber doch auf eine andere Art zukunftweisend ?
Um diesen Vorwurf zu bestätigen, müste man die außenpolitischen Anfangsaktivitäten der DDR-Regierung 1949/50 nachträglich durchsuchen, was davon an Polen gerichtet war. Wissen Sie es, oder halten Sie es denn tatsächlich für möglich, dass sich die DDR-Regierung gegenüber Polen nicht geäußert hat? Allerdings, ohne es zu wissen, sehe ich da zwei kommunistisch/sozialistische Arbeiterregierungen, die sich beide nicht am Anzetteln des 2. WK beteiligt sahen. - Und: natürlich galt damals im Osten das Machtwort der UdSSR, die "führende Rolle", das Diktat, die Reparationspflichten usw. Wer wollte das bezweifeln.
Das ist recht interessant, denn bei Ihren Sprachkenntnissen, nehmen die Leute kein Blatt vor den Mund, was sie vielleicht gegenüber Deutschen aus reiner Höflichkeit tun würden.
Und wiederum interessant ist, was Sie über die Regionen sagen. Dies wurde mir von unseren polnischen Freunden auch bestätigt. Über das niederschlesische Kohlenrevier, wird schon mal gesagt, dass es dort nach Russland stinkt, was nicht sehr freundlich ist.
Auf der anderen Seite gehört dies zu einer Normalität, denn in jedem Land wird über einen Landstrich gespottet.
Auf der anderen Seite ist der polnische Menschenschlag den Deutschen sehr ähnlich, da es große Durchmischung gab, so dass ich mich in Danzig von den gleichen Gesichtern umgeben sehe, wie in Hamburg oder Braunschweig.
Es sollte jedoch noch mehr politischer Wille gezeigt werden.
Und beklagen kann man sich über den wirtschaftlichen Musterschüler Polen eh nicht.
Was heißt hier Sowjets?
Die Reparationszahlungen wurden doch in Jalta oder Teheran oder spätestens in Potsdam ( noch in Eintracht ) von allen Siegermächten beschlossen.
Jeder also von den damaligen Besatzungsmächten handhabte es in seiner Besatzungszone unterschiedlich, was die Dauer betraf.
Die Schuldfrage zu stellen ist müßig: Es war das ganze Deutschland.
Geändert von ( um Uhr)
In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
Bei Filbingers Grabrede 2007 war der plötzlich auch ein Widerstandskämpfer.
Dokumentation: "Hans Filbinger war kein Nationalsozialist" - SPIEGEL ONLINE
Todesfall Filbinger: Oettinger soll Grabrede "zurücknehmen" - Politik | STERN.DE
Sie haben aber im Prinzip Recht.
Jede Münze hat eben zwei Seiten.
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In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.