Forum


 

Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko - was kann getan werden?

Die Ölpest im Süden der USA nimmt immer dramatischere Ausmaße an und erreicht inzwischen die Küste. Hätte die Katastrophe verhindert werden können? Hat das Krisen-Management funktioniert?
  1. #460

    @westpath

    Danke, nahe liegende Fragen werden wie so oft bei SPON nicht im Artikel, sondern durch Sachkundige im Forum geklärt.
  2. #461

    Bangladesh

    Zitat von PeteLustig Beitrag anzeigen
    Man sollte froh sein, dass sich diese Öko-Katastrophe im Geltungsbereich der USA ereignete.

    Wäre das Unglück (diese Fahrlässigkeit) vor der Küste Bangladeshs passiert, hätte es niemanden interessiert bzw. man hätte es vertuscht, Säuberungsmaßnahmen würden als Geldverschwendung angesehen und vermieden werden und ein paar Millionen Ausgleichszahlungen wären auf Konten der örtlichen Despoten gelandet.
    Bangladesh?
    Gibt's das noch???
    Gibt's da Öl???
  3. #462

    Gibt's da Öl???

    Zitat von Lösungsfinder Beitrag anzeigen
    Bangladesh?
    Gibt's das noch???
    Gibt's da Öl???
    Wenn sie den Amis das sagen,
    gibts da wirklich kein Bangladesh mehr.
  4. #463

    Sozialneid und Oekofaschismus

    Zitat von ecua Beitrag anzeigen
    Daran sind unter anderem alle die daran Schuld, die mit einem SUV durch die Gegend brausen.
    Nennen wir doch die Mittäter beim Namen.
    Seit vielen Jahren habe ich den Energieverbrauch von meiner Frau und mir immer weiter gesenkt, diese Katastrophe belegt die Richtigkeit meines Handelns.
    Hac, wie schoen laesst es sich doch hassen, wenns fuer einen guten Zweck (TM) ist, gell :-D

    Hier koennen sie sich informieren, wofuer Rohoel verwendet wird:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Petroleum_products

    Daraus ist ersichtlich, dass weniger als 46% des gefoerderten Oels zur Herstellung von PKW-Kraftstoffen verwendet wird.
    In Europa liegt der SUV Anteil bei unter 10 % und selbst wenn man den doppelten Verbrauch eines durchschnittlichen PKW annimmt, dann haben ihre ach so verhassten SUVs immer noch weniger als 10% Anteil am Oelverbrauch.

    Sie muessen sich wohl leider ein neues Feindbild suchen.
    Oder sie arbeiten schoen, sparen kraeftig und koennen sich dann endlich auch ein SUV kaufen.

    Merke: Sozialneid loest keine Umweltprobleme.
  5. #464

    ?

    Zitat von ecua Beitrag anzeigen
    Daran sind unter anderem alle die daran Schuld, die mit einem SUV durch die Gegend brausen.
    Nennen wir doch die Mittäter beim Namen.
    Seit vielen Jahren habe ich den Energieverbrauch von meiner Frau und mir immer weiter gesenkt, diese Katastrophe belegt die Richtigkeit meines Handelns.
    Abgesehen davon, daß Erdöl von der chemischen Industrie noch in Hunderte von anderern Produkten weiterverarbeitet wird, also selbst dann noch danach gebohrt würde, wenn es gar keine SUV's und ähnliches automobiles Teufelswerk gäbe - wo ist der Zusammenhang zur Bohrlochkatastrophe ?
    Schlimmer ist, daß sie ihren Energieverbrauch und den ihrer Frau nicht weiter abgesenkt haben - die Katastrophe in der eisigen Tiefsee wäre uns erspart geblieben . ..
  6. #465

    is

    Zitat von olli81 Beitrag anzeigen
    Mir ging es auch nicht um die Gefaehrlichkeit des Oels, sondern um die hier ja ach so viel zitierte Unmoeglichkeit des Abdichtens, da in vorherigen Beitraegen permanent von dem ach ja so immensen Oeldruck geredet wurde.. Lediglich darauf bezog sich meine Einlassung mit der Gegenstomanlage...
    So weit ich die Sachlage verstanden habe, ist die Schwierigkeit folgende:

    Da das Rohr, mit dem gebohrt wurde, noch abgeknickt dranhängt, wird der Durchfluss gebremst. Das geschieht, weil durch die Knicke der Querschnitt verkleinert wird. Also sprudelt aus den Knickstellen und am Ende weniger Öl raus als der Bohrungsquerschnitt hergäbe.

    Die Berechnungen, wie viel aus dem gesamten Bohrquerschnitt austräte, wäre er denn offen, gehen auf das 8- bis 16-fache der jetztigen Menge, soweit ich das erinnere.
    Die große Angst, die umgeht, ist, dass durch die im Öl vorhandenen Sedimente aufgrund des unkontrollierten Austritts mit relativ hohen Geschwindigkeiten an den Engstellen, diese aufgeweitet werden (wie beim Sandstrahlen) oder gar durchgescheuert werden (nannte sich "wear" für "Abnutzung" im Englischen). Dadürch träte dann mehr Öl aus.

    Weitere Schwierigkeiten ergäben sich dann daraus, dass durch die 8 - 16-fache Strömungsgeschwindigkeit der Prozess des Auswaschens des Bohrloches beschleunigt würde. Und zwar exponentiell...

    Aber bevor das passiert, werden die "Spezialisten", die sich über all das im Vorfeld keine Gedanken machen wollten (zu teuer) hoffentlich eine Entlastungsbohrung niedergebracht haben.

    Sonst wird eine Feldstudie durchgeführt zur Ergründung folgender Frage: "Werden mehrere hundert Tonnen Eisen des Blowout Preventers weggeschmirgelt, bevor das Bohrloch soweit ausgewaschen ist, dass die Gerätschaft einfach reinfällt?"
  7. #466

    Zitat von PeteLustig Beitrag anzeigen
    Wäre das Unglück (diese Fahrlässigkeit) vor der Küste Bangladeshs passiert, hätte es niemanden interessiert bzw. man hätte es vertuscht, Säuberungsmaßnahmen würden als Geldverschwendung angesehen und vermieden werden und ein paar Millionen Ausgleichszahlungen wären auf Konten der örtlichen Despoten gelandet.
    Nach ein paar Jahren waere Gras ueber die Sache gewachsen, das Oel haette sich von selbst abgebaut und alles waere genau so wie in Amerika.
    Same same. In Amerika ists halt teuerer.
  8. #467

    -

    Wie ich sagte:

    "beim nächsten blow out oder gasaustritt wird die kuppel intabil"

    nun ja das methanhydrat, welches durch ausgasung direkt am bohrloch entsteht hatte ich nicht auf der rechnung, bin aber auch kein "experte", aber dass permanent gas, auch manchmal in etwas größeren mengen aus dem loch aufsteigt weiss eigentlich jeder.

    es bliebt wirklich nur auf die entlastungsbohrung zu warten....


    es sei denn man findet einen weg die kuppel am boden ordentlich zu heizen. ich dachte aber immer das erdöl von sich aus schon sehr heiß ist???
  9. #468

    Verstehe ich nicht..

    Sagt mal. Also jetzt ist oder war doch diese Art 100 Tonnen schwerer Verschluß auf dem Bohrloch. Das Öl oder was auch immer ist vereist, und es konnte kein Öl nach oben abgepumpt werden. Schön und gut. Aber wenn es verstopft war, ist es doch gut, dann kann doch kein Öl mehr austreten, oder sehe ich das falsch? Dann hätten die diese Stahlkuppel einfach erst mal unten gelassen, und hätten dann weitergesehen. Habe gerade gelesen, das die Stahlkuppel wohl instabil wurde durch zu hohen Auftrieb. Vielleicht Stahlkuppel über das Bohrloch absetzen, und dann mit Beton ausfüllen. Dann wäre das Loch vielleicht erst mal dicht, aber BP könnte dann auch kein Öl mehr von der Kuppel abpumpen. Ein riesiger Verlust? Ich wundere mich, das im Fernsehen so wenig über dieses Problem gesendet wird. Und aufgeklärt wird auch nicht viel, was denn nun genau da passsiert ist, was noch alles passieren kann und womöglich wird, und wie die ganzen Rettungsmaßnahmen aussehen könnten.

    Im Moment passioeren so viele Dinge. Erdbeben, Vulkanausbrüche, Asche, Wetterkapriolen, Spekulanten etc. Womöglich will man ja nichts sagen, wie damals, als alle vom Klimawandel sprachen, und keiner es ernst nahm. Weiß Roland Emmerich mehr als wir? The Day After Tomorrow ? 2012? Wohl alles etwas sehr übertrieben, aber wer weiß? Wenn die Erde mal etwas rumpelt, fängt bei uns alles an zu wackeln. Schon seltsam, dies alles.

    n01
  10. #469

    Hurra, SUV-Bashing....

    Zitat von ecua Beitrag anzeigen
    Daran sind unter anderem alle die daran Schuld, die mit einem SUV durch die Gegend brausen.
    Nennen wir doch die Mittäter beim Namen.
    Seit vielen Jahren habe ich den Energieverbrauch von meiner Frau und mir immer weiter gesenkt, diese Katastrophe belegt die Richtigkeit meines Handelns.
    Bei solchen Aussagen kommt mir alles hoch, und diesesmal ist definitiv NIX schönes mit dabei...
    Es ist unglaublich, was für Leute hier im Forum Ihren Senf auf die Menschheit loslassen...
    Ja ich gestehe, ich habe persönlich Hand angelegt, das die Bohrplattform untergeht... !

    Aber SIE verbrauchen ja kein Öl wie der Rest der Menschheit, also schieben Sie mal wieder alles auf die ja ach so bösen Sündenböcke....








TOP



TOP