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Nach der nuklearen Katastrophe von Japan: Was wird aus der Atomenergie?

Die durch die das schwere Erdbeben verursachten Atomunfälle in Japan rücken die Sicherheitsfrage auch in Deutschland wieder in den Fokus der Debatte: Wie katastrophensicher sind Atomkraftwerke? Müssen wir die Debatte um die Atomkraft wieder neu aufnehmen?
  1. #8860

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    schon wieder? Mein Braunkohlebagger, der mal flugs paar Dörfer wegbaggert, der ist landschaftszerstörend- aber ein Windrad? ...
    Ich hoffe, mein letzter Beitrag wird nochmal irgendwann freigeschaltet. Da habe ich schon mal versucht, das klarzustellen.
    Sie rennen da bei mir offene Scheunentore ein. Das mit den "landschaftszerstörenden Windrädern" war Polemik, vor allem jedoch ein Bezug auf einen älteren Spiegel-Artikel, in dem ernsthaft die Windräder als "größte Landschaftszerstörung seit dem Dreißigjährigen Krieg" bezeichnet wurden.
    Das ist in Deutschland leider keine Einzelmeinung, sondern wurde auch im SPON-Forum immer wieder so geäußert. Nicht von mir.
    Auch das mit den Braunkohlebagger hätte von mir sein können, ich verlinke als Antwort auf solche Anti-Windkraft-Meinungen gerne mal dieses Bild, das eindrucksvoll die Landschaftszerstörung durch Windräder beweist:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedi...orama_2005.jpg

    (sind wirklich welche drauf!)
  2. #8861

    Zitat von ewsz Beitrag anzeigen
    Nein, es hat keine Sonderregelungen für Rückstellungen für Kernkraftwerke jemals in irgendwinem Gestzeswerk gegeben; schon gar nicht in einem ab 2001. Ansonsten zitieren Sie doch einfach das Gesetz.



    Ich hab nichts von 2001 geschrieben. Der Rückbau eines Kernkraftwerks dauert etwa 25-50 Jahre; Sie verstehen absolut nicht das Geringste, wovon Sie hier reden.

    Ihre einsetigen parteipolitische Parteinahme für die CDU - zumeist basierend auf Unwahrheiten - ist hier vollkommen offensichtlich und höchstpeinlich.
    Träumer

    Hier Teil 1

    Bundeswirtschaftsminister Müller(SPD), der ehemalige Manager des Atomkraftwerksbetreibers VEBA, handelte im Auftrag von Bundeskanzler Schröder bereits vor Monaten mit den Atomkonzernen das Kleingedruckte aus. Demnach sollen Sicherheitsüberprüfungen der Atomkraftwerke "gemäß dem bestehenden Regelwerk" vorgenommen werden. Es sollen keine "Korrekturen am atomrechtlichen Rahmen, namentlich solche, die den Interpretationsspielraum des Gesetzes für den laufenden Betrieb und die Gewährleistung der Sicherheit betreffen", vorgenommen werden. Der Reaktorbetrieb soll nicht durch "behördliche Interventionen gestört" werden.Das heißt im Klartext, daß neue sicherheitstechnische Erkenntnisse oder auch die Neubewertung bekannter Risiken nicht zu verschärften sicherheitstechnischen Anforderungen führen dürfen. Hintergrund: Eine Neubewertung der Sicherheitsphilosophie könnte sehr viele und sehr teure Nachrüstungen erforderlich machen und damit den wirtschaftlichen Betrieb der atomaren Altanlagen deutlich vor Ablauf der 30 Jahre Betriebszeit in Frage stellen.Nach den Vorstellungen von Wirtschaftsminister Müller und seinen Ex-Arbeitgebern soll sich der Staat auch verpflichten, die "wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Kernenergienutzung nicht durch einseitige, nur die Kernenergie betreffende Maßnahmen, insbesondere im Steuerrecht" zu beeinträchtigen. Die Einführung etwa einer Uransteuer im Rahmen eines Ökosteuerkonzepts wird mit einer solchen Klausel unmöglich gemacht. Das Steuerrecht gehört zu den Kernkompetenzen des souveränen Staates, nicht zuletzt um Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu setzen. Eine rechtsverbindliche Zusage für einen 20jährigeren Steuerverzicht ist eine Abtretung der staatlichen Souveränität nicht hinnehmbaren Ausmaßes.Rot-grün hilft Atomkonzernen aus der Klemme

    Teil 2 folgt
  3. #8862

    Greenpeace

    Zitat von moika Beitrag anzeigen
    Greenpeace ist mittlerweile ein Wirtschaftsunternehmen und agiert auch genau so. Da rund 60% der gesamten weltweiten Einnahmen für Greenpeace aus Deutschland stammen, ist man hier bei uns natürlich besonders aktiv. Das wars.
    Sobald also eine Vereinigung wie Greenpeace so groß wird darf man ihr schon grundsätzlich nicht mehr trauen?
    Sie verfolgt dann immer nur noch wirtschaftliche Ziele?

    Das ist ja ein absolutes Totschlagargument der AKW Betreiber.
    Damit diskreditiert man erst mal jeden Gegner der etwas größer wird und eine potentielle Gefahr für "die Firma" darstellen könnte.
  4. #8863

    Wie Rot Grün den Betrieb der AKWs erst ermöglichte:

    Neben diesen materiellen Sorgen der Betreiber mit dem Atommüll soll auch gleich das juristische Hauptproblem der Atomwirtschaft entsorgt werden: Nach dem Müller-Papier wird die Bundesregierung den Betreibern zusichern, daß mit der Schaffung von standortnahen Zwischenlagern "die Entsorgungsnachweise der Eigentümer/Betreiber nicht in Gefahr kommen und nach der o.g. Übergangszeit die geordnete Zwischenlagerung als Entsorgungsnachweis genügt".

    Geltendes Atomrecht verlangt Stilllegung der Atomkraftwerke

    Diese von der Atomwirtschaft gewünschte Anerkennung der langjährigen Zwischenlagerung als "Entsorgungsnachweis" ist von erheblicher juristischer Bedeutung, weil das geltende Atomgesetz zwingend eine Lösung des Atommüllproblems verlangt: entweder durch eine "schadlose Verwertung" radioaktiver Abfälle oder durch eine direkte Endlagerung. Da aber die Wiederaufarbeitung keine schadlose Verwertung ist, sondern die Menge des Atommülls noch vergrößert, und ein atomares Endlager weder vorhanden noch in Sicht ist, ist die Entsorgung de facto ungelöst.

    Der Betrieb von Atomkraftwerken vor dem Hintergrund des völlig ungelösten Atommüllproblems ist nach dem geltenden Atomgesetz illegal. Das Atomgesetz verlangt eine Lösung des Atommüllproblems als Voraussetzung für den Atomkraftwerksbetrieb und nicht erst in der Zukunft. Nicht umsonst bemühen sich die Juristen der Atomkonzerne so emsig um die Anerkennung banaler Zwischenlager als "Entsorgungsnachweis". Würde die rot-grüne Bundesregierung die Lösung des Atommüllproblems rechtsverbindlich als gescheitert erklären, wäre der Weg frei für einen Entzug der Betriebsgenehmigungen. Die rot-grüne Bundesregierung ist von Rechts wegen gefordert, die Atomkraftwerke abzuschalten, auch wenn dies möglicherweise Entschädigungsklagen der Atomwirtschaft zur Folge hätte.

    http://www.ippnw.de/print/atomenergi...r-maximal.html
  5. #8864

    Zitat von tempus fugit Beitrag anzeigen
    Der Mechanismus der Machtinhaber ist immer derselbe,
    egal ob in Tunesien, Ägypten, in BW oder sonstwo...

    Wo sich Menschen in grösser Anzahl in die Öffentlichkeit begibt als Auslöser von Umbrüchen machtinhabender
    Strukturen, um ihre - Bürger - Meinung (Meinungs- und Demonstationsfreiheit) kundzugeben, werden diese immer wieder abwertend als Pöpel definiert um gegen diese - auch mit Gewalt - vorgehen zu können.

    Egal wie, wo und welcher politischer Couleur!

    Öffentlich hat das schon mal in DE-BW bei S21 nicht funktioniert!
    Wer Bürger als Pöppel und sonst zynisch abwertend bezeichnet (von Schülern bis zu wackeligen Rentnern, die sich den Arsch abgeschafft haben (im Sinne von Schaffen...) der sollte sich mal ganz hinten anstellen - bei den Bürgern, z.B. in Form von H4!

    Gelle, fetter Mappus?
    Aber nur als ein akutes Beispiel aus dieser 'Farm der Tiere' von Orwell...

    Nur:
    IT und Internet haben die Welt verändert, gerade in
    Nordafrika, informierte Menschen reagieren statt sich nur
    regieren zu lassen - welch Umbruch, wohl der grösste seit
    dem Buchdruck Gutenbergs - nicht dem Täuscher/Lügner/
    Hochstapler KTGuttenberg, der genau an dieser neuen Kommunikationstechnik gescheitert ist!

    Und an der immer mehr Blender in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft scheitern wird.
    Ein sich entwickelnder Ansatz einer neuen Qualität von
    Demokratie und Meinungsäusserung!
    Finden sie es eigentlich nicht peinlich, einen völlig abgehobenen Protest einiger weniger zehntausend Menschen gegen einen Bahnhof mit den Situationen in Ägypten, Tunesien, Libyen oder sonst wo zu vergleichen? Echt nicht? Du meine Güte...
    Aber ich kann sie beglückwünschen, ab 12. Mai
    wird alles besser, dann ist hier in BW das Paradies auf Erden. Doch, ehrlich, versprochen! Hoffentlich haben wir dann endlich vier Jahre Ruhe vor Ihnen und ihresgleichen. Das wäre wirklich zu schön um wahr zu sein...geradezu... paradiesisch!
  6. #8865

    hmmm

    Zitat von john.do Beitrag anzeigen
    Und sie glauben, dass wenn wir jetzt Stresstests ausführen und da eine Anweisung von oben (also aus der Konzernleitung) kommt den Test trotz einer kleinen Unregelmäßigkeit fortzuführen, dann wird der Techniker, der vielleicht sogar weiß, was so ein Test kostet, dann sagen: "Nein, ich mach das nicht"

    Und das in der heutigen Zeit, wo wir so modern und "frei" sind.

    Letzten Endes wurde in Tschernobyl eine Anweisung von oben gegeben und die 2 wichtigen Regelinstanzen hatten ein Abstimmungsproblem, was sich deswegen aufschaukelte.
    Das ist vereinfacht gesagt genau das was passiert ist.

    Da muss man keinen Roman schreiben um es auszudrücken.
    Und ich glaube, dass Anordnungen von oben auch heute bei uns enormes Gewicht haben, und Atomkrafttechniker die in einem Kraftwerk raus fliegen, weil sie eine Anordnung nicht befolgt haben die den Betreiber "VIEL GELD" gekostet haben werden sich dann "WO" bewerben?

    Und mit dem Druck im Nacken wird natürlich jeder Techniker stets die korrekte Entscheidung treffen.
    Da verwetten sie jetzt ihr Leben und das ihrer Nachkommen (meiner auch) darauf?
    Sehen sie, das ist der Unterschied, ich verwette da nicht mal IHR Leben darauf.
    Das wird heutzutage schlimmstenfalls in angenehm beheizten Räumlichkeiten des Arbeitsgerichts geklärt, in der Sovjetunion wurde das in weniger angenehm beheizten Räumlichkeiten eines Arbeitslagers in Sibirien besprochen.

    Man kann das nun interpretieren wie man will.
  7. #8866

    Ich habe mich da

    Zitat von shakowsky Beitrag anzeigen
    was ist denn nun mit ihrer vorhersage? es wird keinen radioaktiven austritt geben? und dem "hysteriker etikett", daß sie denen umgehängt haben, die das bezweifelten (und leider recht behielten). DAS ist schäbig.
    leider geirrt.
    Dass ich geschrieben habe:"Ich wage die Vorhersage"...,war am 11.03, also bereits am Tag des Tsunamis, das war voreilig, damals war die weitere Entwicklung, zumindest für mich, noch nicht absehbar.
    Auch nicht von den "Hysterikern",die zu diesem Zeitpunkt schon den nuklearen Weltuntergang befürchtet haben.
    Immer schön bei der Wahrheit bleiben.
    Es ist schon ein feiner Unterschied, ob man sagt, "ich mache die Vorhersage", wie ihr Posting vermuten lässt.
    Oder ob man eine Vorhersage "wagt".
    Dazu muss man kein Germanist sein.
    Schönen Tag noch.
  8. #8867

    Folgen einer Verstrahlung

    Zitat von hachingerbach Beitrag anzeigen
    Ich weiß das. Ich würde aber lieber trotzdem einen tiefen Luftzug holen, 9000+km von Fukushima entfernt, als Lebensmittel von dort zu essen.

    Ich kann das jetzt nicht wissenschaftlich belegen, das ist so ein Bauchgefühl das mir sagt, daß das eine potentiell riskanter ist als das andere, Die Gegenseite liefert sowieso die exakten Zahlen, falls mein Bauchgefühl falsch liegt...
    Die Folgen atomarer Katastrophen

    http://www.youtube.com/watch?v=qiRQI...eature=related

    Hier ein bisschen Hilfe für die Vorfreude ;-)
  9. #8868

    Zitat von john.do Beitrag anzeigen
    Bei uns sagt man: Wenn der Hund nicht geschissen hätte, hätte er den Hasen bekommen.

    Vielleicht landen morgen Aliens und bringen uns saubere Energie. Vielleicht haben wir in hundert Jahren Steckdosen direkt an der Sonne. Vielleicht trifft und aber auch morgen ein Killerasteroid. Sind das Möglichkeiten oder Argumente?

    Tatsache ist ein AKW "kann" in die Luft fliegen.
    Tatsache ist, dass es laut offensichtlich" veralteter Statistik nur alle 100000 Jahre passiert.

    Was statistisch heißt: Es GIBT den GAU sicher, nur wann ist unsicher.

    Sie wetten auf den letzten Abschnitt und ich befürchte es liegt im ersten.
    Sie können gerne auf der Rennbahn oder im Lotto wetten, aber bitte nicht mit unser aller Leben als Einsatz.
    Statistiken die aus der Luft geschafft wurden von den AKW Lobbysten.

    Was Tepco n Japan veranstaltet ist schon kriminell.
  10. #8869

    Zitat von john.do Beitrag anzeigen
    Tatsache ist ein AKW "kann" in die Luft fliegen.
    Tatsache ist, dass es laut offensichtlich" veralteter Statistik nur alle 100000 Jahre passiert.

    Was statistisch heißt: Es GIBT den GAU sicher, nur wann ist unsicher.
    Der GAU ist absolut sicher, so wie 6 Richtige im Lotto auch absolut sicher sind! Millionen Lottospieler können sich da nicht fortwährend irren.








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