Forum


 

Nach der nuklearen Katastrophe von Japan: Was wird aus der Atomenergie?

Die durch die das schwere Erdbeben verursachten Atomunfälle in Japan rücken die Sicherheitsfrage auch in Deutschland wieder in den Fokus der Debatte: Wie katastrophensicher sind Atomkraftwerke? Müssen wir die Debatte um die Atomkraft wieder neu aufnehmen?
  1. #8850

    ..

    Zitat von schlob Beitrag anzeigen
    Einfacher wär es,das Material auf den Mond oder die Sonne zu schleudern.-

    Der Gedanke ist irgendwo unerfreulich.-

    Ich frage mich auch ,ob es eine gute Idee war,auf dem Mond zu landen.-
    Der Mond spielt in der Weltliteratur eine solch überragende Rolle,dass man mit dieser Landung womöglich dies unbezahlbare Kulturgut entwertet hat.-
    Es ist etwas wie blasphemie.-

    zigtauende von Gedichten an den Mond,die wir vieleicht gar nicht mehr unbefleckt wahrnehmen können.-

    Deshalb ein Juppitermond.
    Wollen sie Lady gaaga oder Dada Konkurrenz machen? Immerhin scheinen wir sie ja doch ein wenig weichgeklopft zu haben. Durchaus erfreulich!
  2. #8851

    Zitat von shakowsky Beitrag anzeigen
    sie sind sehr lustig. jährlich fallen ca. 12000 Tonnen an (ohne kontaminierte Materialien), weltweit gibts jetzt bereits über 200000 Tonnen, bis zur Realisierung Ihres nobelpreisverdächtigen Konzepts geht sicher noch einige Zeit ins Land. Wie hoch wäre die Nutzlast ihrer "Jupitermondschleuder" und wäre Ihr geliebter Atomstrom dann immer noch so schön billig? Meine Herren, es ist wirklich hammerartig kindisch. An Ihrer Stelle wäre ich nicht so schnell bei der Hand mit gönnerhaftem Tonfall, denn das ist wirklich Realsatire, was Sie hier vom Stapel lassen...aber ich hab den Eindruck, viele in der Atombranche spielen in Ihrer Liga...
    in der ganzen asse lagern 14 kg Plutonium,was hier einige furchtbar erregt hat-

    das ist in etwa ein Tennisball aus Pu-

    den hätte man längst einer Sonde mitgeben können.-

    Die Aufbereitung ist konventionelle Chemie.
  3. #8852

    Zitat von ewsz Beitrag anzeigen
    Haben Sie auch inhaltliche Argumente oder nur billige Polememik?
    Zugegeben, das war etwas (zu) polemisch und zu allgemein.

    Gestern habe ich im Fernsehen einen Bericht über die dänische Insel Samsö gesehen. Die tun etwas: Die haben sich, mit Wind-, Sonnen- und Biomassekraftwerken (Verfeuern des Strohs, also nicht von extra angebauten Pflanzen) energie-autark gemacht. Da ist ein Wettbewerb der Bewohner ausgebrochen, dass jeder bei der Energieerzeugung noch ein bisschen besser als sein Nachbar sein will. Kurz gesagt: Die tun was.

    Was passiert stattdessen in Deutschland:
    Man protestiert gegen den Bau von Pumpspeicherwerken, vorneweg die Grünen.
    In Bayern werden per Volksabstimmung in mehreren Gemeinden geplante Solaranlagen abgelehnt.
    Windkraftanlagen werden in einer Spiegel-Titelstory als "größte Landschaftszerstörung seit dem Dreißigjährigen Krieg" abgelehnt. Offshore-Anlagen in Nord- und Ostsee sowieso, wegen der Schweinswale und der Touristen. (Übrigens: Auch da tun die Dänen was, anstatt zu jammern. Sogar die Briten sind da weiter als wir, wie ich vor 2 Jahren in Wales sehen konnte).
    Erwärmekraftwerke sind sowieso böse, weil es Erdbeben und andere geologische Verwerfungen auslöst.
    Und so weiter und so fort.
    Darüber soll ich mich freuen?
  4. #8853

    Hätten, würden, können

    Zitat von hachingerbach Beitrag anzeigen
    Zuerst dachte ich: Hallo? Keine Untertitel? Die reden Schwitzerdütsch, das ist ist mühsam...

    später gings.

    Die Erkenntnisse des Expertenkritikers (oder Kritikerexperten???) sind zwar richtig, wenn die ertragreichen Uranminen erschöpft sind, müssen weniger ertragreiche herhalten, dann steigt der Co2 Bedarf zur Gewinnung des Uran. Warum dann aber in den Graphen aus linearen Funktionen plötzlich *whoop* exponentielle werden sollen, wird nicht erklärt und erscheint durchaus fragwürdig.

    Es ist Fakt, daß Vorkommen neu entdeckt werden *können*.

    Hätte Italien, als Verbündeter von Hitlerdeutschland, gewußt, wieviel Öl in deren Kolonie Lybien steckt, hätten die doch nie Krieg führen müssen gegen Großbritannien(Ägypten). Die hätten Öl gefördert und an Hitler exportiert und wären neutral geblieben und hätten *sauber* vom Krieg profitiert.

    Wahrscheinlich hätten die Allierten dann Italien überfallen müssen, um Nazi-Deutschland den Ölhahn abzudrehen.
    Bei uns sagt man: Wenn der Hund nicht geschissen hätte, hätte er den Hasen bekommen.

    Vielleicht landen morgen Aliens und bringen uns saubere Energie. Vielleicht haben wir in hundert Jahren Steckdosen direkt an der Sonne. Vielleicht trifft und aber auch morgen ein Killerasteroid. Sind das Möglichkeiten oder Argumente?

    Tatsache ist ein AKW "kann" in die Luft fliegen.
    Tatsache ist, dass es laut offensichtlich" veralteter Statistik nur alle 100000 Jahre passiert.

    Was statistisch heißt: Es GIBT den GAU sicher, nur wann ist unsicher.

    Sie wetten auf den letzten Abschnitt und ich befürchte es liegt im ersten.
    Sie können gerne auf der Rennbahn oder im Lotto wetten, aber bitte nicht mit unser aller Leben als Einsatz.
  5. #8854

    sorry

    Zitat von hachingerbach Beitrag anzeigen
    Das war echt mühsam sich durch beide schwitzerdütsche Beiträge zu kämpfen, um dann festzustellen, daß Sie den gleichen Beitrag doppelt verlinkt haben... :-)
    das war nicht beabsichtigt ;-)

    Aber wie sagt der AKW Betreiber nach dem GAU?
    Jo mei, kommt scho mol vor.
  6. #8855

    Zitat von Petra Beitrag anzeigen
    Oh, ich persönlich darf mich durchaus und nach wie vor als "Klimaskeptikerin" outen, das ist hier längst bekannt.

    Ich amüsiere mich nur, wie alle, die eben noch Klimaschützer waren, das auf einmal offenbar vergessen haben. Denn daß wir bei Abschaltung der 20.000 MW AKW mit Kohle- bzw. Gas-Kraftwerken substituieren müssen, ist ja nun offensichtlich. Deswegen verblüfft natürlich Ihr Satz von der "Abschaltung der Kraftwerke und gleichzeitiger Einhaltuung der Klimaziele" - ja nun, wie wollen Sie denn die Klimaziele beibehalten, wenn Sie mehr Co2 in die Luft blasen müssen? Haben Sie da konkrete Vorstellungen, wie das gehen soll?
    Sie haben vollkommen recht. Vor dem Hintergrund von Fukushima, haben eben manche Foristen Ihre Sorgen über CO2 und Klimawandel hintendrangestellt, und die Sorge über das Risiko weiterer Atomunfälle im , naja, eigentlich doch recht überschaubarem Rahmen bis zum eh schon geplanten Ausstieg, ist Subjektiv gewachsen.

    Manche geben das auch zu und sagen, der Golfstrom wird schon nicht kippen wegen dem bissl extra CO2, wenn wir fossile Brennstoffe hernehmen, um Atomstrom so schnell wie möglich zu ersetzen. Andere zieren sich noch ein bischen, vielleicht weil Sie das nocht nicht genug durchdacht haben.


    Da mag man sich darüber amüsieren, daß Standpunkte so schnell verlagert werden, oder auch nicht.
    Wenn morgen Holland und/oder Bangladesh geflutet sind, und möglicherweise nur noch in Teilen wieder auftauchen, könnten diese Meinungen wieder umschwenken.

    Ich denke es wird keinen Konsens darüber geben, was denn nun gefährlicher ist.
  7. #8856

    Ganz klar

    Zitat von hachingerbach Beitrag anzeigen
    Alles ist machbar, aber gibt es denn auch keine Koordinierungsprobleme zwischen den einzelnen EE-betreibern?

    Wie hoch wird die Leistung des PSKWs vom WKW-betreiber vergütet, das Energie im Überflußfall speichert und nur im Bedarfsfall wieder abgibt? der hat doch auch Kosten zu tragen, Wasser speichern kostet Geld.
    Solche Probleme tauchen ja bei jeder Art der Energiegewinnung und Verteilung auf und sie sind lösbar.

    Das wäre doch mal eine schöne Aufgabe für unsere Globalisierungsfans ein Szenario zu entwickeln, wie die Energieerzeugung und Verteilung weltweit am effektivsten zu koordinieren wäre ;-)
  8. #8857

    Zitat von Franz-von-Barmbek Beitrag anzeigen
    Sinnvoller ist es, die Sachen schön markiert an einem leicht zugänglichen Ort zu lagern, daß unsere Nachkommen in 100 Jahren uns dankbar sind. Dann haben wir ihnen etwas hinterlassen, das man gut aufbereiten kann und dann als Kernbrennstoff nutzen kann.

    Ich gehe nämlich davon aus, daß diese kollektive Hysterie gegen Kernkraftnutzung nicht erblich ist.
    völlig ihrer meinung-

    das endlager im all ist EINE denkbare Lösung

    http://www.makuzei.de/
  9. #8858

    Geil

    Zitat von bernhardt11 Beitrag anzeigen
    "Am Samstag wurde ein minimaler Fortschritt vermeldet: Im Kontrollraum von Reaktor 2 brannte wieder Licht. Damit gibt es nun nur noch im Kontrollraum von Block 4 noch kein Licht."

    Ich denke, ab morgen läuft dann auch wieder die Kaffeemaschine im Kernkraftwerk und ab übermorgen beginnt man dann damit, Windows 98 neu aufzuspielen.

    Derweil wird potentiell verstrahlten Menschen Hilfe verweigert:

    "Wir haben eine steigende Zahl von Fällen festgestellt, wo Bewohner aus den von der Regierung angeordneten Evakuierungsgebieten der Zutritt (zu Notunterkünften) verwehrt wurde",

    Aber natürlich besteht ja für Niemanden eine Gefahr für Leib und Leben.
    Super, endlich mal wieder was zum lachen.
    Aber wenn der Kaffee wieder läuft, das ist ja schon die halbe Miete ;-)
  10. #8859

    Also manchmal Doc.moe

    Zitat von doc.moe Beitrag anzeigen
    Sie pauschalieren dort, wo Sie sich nicht informiert haben oder wollten

    Zu Deutsch: Unser Ausstieg ist gut für die Befindlichkeit der Bürger und für die Volkswirtschaft.
    Wir haben wieder Frieden, den selbst H. Schröder uns nicht geben konnte.

    Der physikalische Sicherheitsgewinn ist jedoch marginal.
    denk ich, nun ein vernünftiger Mann. Und dann wieder so ein Klops.Der CEO von EON sagt er habe seine besten Spezialisten dort unten,die Franzosen sind da, die Amerikaner ich bin sicher alle führenden Wissenschaftler und Techniker sind weltweit in die Informationsstränge eingebunden. Die Amerikaner fordern 80 km Sicherheitskreis, die Japaner haben Probleme 30 km zu evakuieren. Das sind alles Dummköpfe, nur hier im Forum sitzen die einzigen wahren Experten. Sie wissen also genau dass diese Sicherheitszone Blödsinn ist und die Japaner sollen ruhig ein bisschen näher ran. Mir fehlen die Worte. Ein Doc.moe , der sagt er sei ein Ingeneur nennt den Sicherheitsgewinn marginal egal ob das Ding 250 km von Tokio( 35 Mill.Menschen) entfernt steht oder nur 20 km?
    Ob man Hamburg oder Frankfurt evakuieren muß oder nicht - marginaler Sicherheitsgewinn. Ob man tausende Tonnen mehr oder weniger radioaktiven Müll hat- marginal? Aber paar Kilowatt mehr Strom das ist eine Frage des Seins oder Nichtseins? Ich fasse es nicht. Sie sind doch kein Dummkopf, was soll das also?
    Und unterschätzen Sie nicht den physischen und psychischen Wert von Frieden in einem Volk. Wir Deutschen können ein Lied davon singen.


TOP



TOP