Forum


 

Nach der nuklearen Katastrophe von Japan: Was wird aus der Atomenergie?

Die durch die das schwere Erdbeben verursachten Atomunfälle in Japan rücken die Sicherheitsfrage auch in Deutschland wieder in den Fokus der Debatte: Wie katastrophensicher sind Atomkraftwerke? Müssen wir die Debatte um die Atomkraft wieder neu aufnehmen?
  1. #5730

    Ausstiegsphobiker ...

    Zitat von burghard42 Beitrag anzeigen
    ewsz,(...) habe ich ,neben
    anderen Foristen, doch vorgeschlagen,die deutschen AKW (...)
    mal alle abzuschalten,einzumotten und abzuwarten,was so
    Ihre und die der anderen Lobbyisten Theorien so in der Praxis wert seien.
    Schon vergessen ?
    50% Ihres Experimentes ist folgenfrei durchgeführt. Nach Ihren Prognosen müssten wir jetzt schon wieder in der "Steinzeit" sein. Mein Web-Book läuft noch immer.

    Schalten wir den Rest doch auch mal für 'ne Woche ab, um Sie historisch zu widerlegen. Weg mit den Dinger ... jeden Tag eins ... machen Sie mal ...
  2. #5731

    Nicht sehr glaubhaft!

    Zitat von happy2009 Beitrag anzeigen
    und:bereits 2020 wird im großen Stil importiert werden müssenohne AKW Stillegung
    Herrlich, sagen Sie mir bitte die Lottozahlen auch voraus für die nächsten 8 Jahre ?

    Es ist ja nur noch schizophren :

    Die Gleichen Leuete die in anderen Threads hier imm Forum
    behaupten es gäbe keine Klimaerwärmung oder keine von Menschen gemachte und deshalb Tempolimits und alternative Energien Förderung ablehnen, (CO2 Zertifikate sowieso)

    argumentieren nun :

    Atomkraft wäre angeblich notwendig weil sonst der Klimawandel nicht gestoppt werden kann.

    Gesamteuropäisch liegt Kernenergie bei nur etwa 30% Sromanteil. Ließe sich sehr leicht innerhalb von 10 bis 20 Jahren mit regenerativen ersetzen wenn es nicht so ein Mordsgeschäft wäre für die Konzerne.
  3. #5732

    .

    Zitat von Ein Belgier Beitrag anzeigen
    Nehmen wir einfach einmal die Fakten.
    Deutschland schaltet 7 Meiler vom Netz. Der Reaktorkern bleibt mit Brennstoff bestückt, die Abklingbecken sind weiter gefüllt; Resultat: Die Sicherheitslage ist IDENTISCH zum Netzbetrieb der Reaktoren.
    Zudem wird die fehlende Leistung durch Reaktivierung alter Kohleschätzchen und Atomstromimport aus CZ und F ersetzt.
    Ein politisches Placebo was die Kanzlerin da verteilt, scheint aber zu wirken...
    das glaube ich nicht . die leute wissen ganz genau , dass nach den drei monaten schamfrist die kisten wieder hochgefahren werden .

    die koalition hat sich noch unglaubwürdiger gemacht . das wird sie zumindest in baden-württemberg mit der abwahl bezahlen . paradoxerweise hat der csu-mann josef göppel das schon letzten oktober klar diagnostiziert :
    "Viele, die sich in der Union konservativ nennen, sind wirtschaftsliberal, für einen starken Staat, aber wenig auf die Bewahrung der Schöpfung hin ausgerichtet. Ich halte das für den Zerfallskern der Union, wenn es nicht korrigiert wird." http://www.n-tv.de/politik/Das-ist-d...le1810446.html

    die zeit ist gekommen .......
  4. #5733

    Vernunft

    Zitat von maldekstrulo Beitrag anzeigen
    ...hat die Autorin anscheinend mit aller Kraft versucht, Atomkraftbefürworter und -gegner auf eine Stufe zu stellen. Leider ist sie damit grandios gescheitert, wenn sie den Gegnern anlasten will, sie würden vernünftige Argumente der Gegenseite ignorieren, "etwa die von einigen Experten prognostizierte Stromlücke". (Welche "Experten" eigentlich?) Oder auch die "gigantischen Kosten" bei einem "Turbo-Ausstieg".
    Gut, dass Kernkraft so billig ist - zumindest für den Beitreiber. Die Kosten trägt nämlich die Gesellschaft.
    Was ist da Vernunft ? Also ich sehe bei den Gegner der Atomkraft wenig Vernunft ("ein einfaches Gewitter kann das Atomkraftwerk lahmlegen ...."). Es waere wohl einfacher den Papst dahin zu bringen dass es keinen Gott gibt. Dabei gibt es ja tausend Moeglichkeiten sich zu bilden ! Ich hab in Spanien mit einem einfachen Sonnenkollektor (fuer Camping) und schwach bewoelktem Himmel kein Ei zum kochen gebracht (nicht ich, die Leute die ihn mitgebracht haben), und zig Windmuehlen standen auch still. Woher soll da die Energie kommen ? In Brasilien werden 20 000 Einwohner fuer ein Staudammprojekt umgesiedelt (saubere Energie !).
  5. #5734

    Wo bitte ist unser Konzept?

    Zitat von doc.moe Beitrag anzeigen
    Sicher richtig, aber was ist an dem "bekannt gewordenen Störfall" neu, loco Deutschland?
    Im Prinzip nichts - aber immerhin ein Denkanstoß!

    Zitat von doc.moe Beitrag anzeigen
    Erdbeben-Wahrscheinlichkeit? Nein!
    Doch: Die stärksten Beben in D liegen auf der Richterskala zwischen 6 und 7.
    http://www.vulkane.net/earthview/erd...utschland.html

    Zitat von doc.moe Beitrag anzeigen
    Tsunami-Wahrscheinlichkeit? Nein!
    (Bauherren im Landkreis Lörrach mußten immer schon die in Deutschland höchste Stufe 4 berücksichtigen.)
    Dafür können wir mit Sturmfluten und Jahrhunderthochwasser aufwarten.

    Zitat von doc.moe Beitrag anzeigen
    Vattenfall noch schlimmer als TEPCO? Nein!
    Trotzdem hat Vattenfall auch für diverse Negativschlagzeilen gesorgt. Wer schlimmer ist, weiß ich nicht - ist auch nicht relevant - weil beide verantwortungslos sind.
    http://www.welt.de/politik/deutschla...er-Druck.html#

    Zitat von doc.moe Beitrag anzeigen
    Deutsche Landesumweltministerien laxer als in Japan? Nein!
    Kann ich nicht beurteilen.

    Zitat von doc.moe Beitrag anzeigen

    Wahlk(r)ampf ante portas? Ja!
    Na, klar!
  6. #5735

    Zitat von amandus von nebelstern Beitrag anzeigen
    Was mir gerade so durch den Kopf geht: AKWs scheinen besonders unsicher zu sein, immer wieder gibt es kleine (oft) und große Probleme .. Ich habe nie etwas Vergleichbares über andere Kraftwerke, egal ob Kohle, Gas oder Wind gehört. AKWs in Deutschland, die sichersten der Welt? Mag sein, aber ich rechne mit einem "Zwischenfall"
    Ich erinnere mich noch gut einer Sache in den 70er Jahren. Da war in Gundremmingen (alter Teil) ein Heizungsrohr gerissen und hatte bei einem Mitarbeiter Verbrühungen verursacht.

    Am gleichen Tag brannte es in einem Braunkohlekraftwerk. Zwei Mitarbeiter konnten sich nicht in Sicherheit bringen und verbrannten.

    Der Heizungsriss ging als Riß in einem Dampfrohr in einem AKW durch alle Medien, der Tod der beiden anderen wurde nur in der Lokalpresse erwähnt.
  7. #5736

    Zitat von reniard Beitrag anzeigen
    Beim Bau von Fukushima wurden bekanntlich Tsunamis nicht bei der Auslegung berücksichtigt. Gab es keine behördliche Aufsicht?
    Gab es später keine Qualitätsaudits? Spätestens seit 1994 nach DIN EN ISO 9000 ff? Schwer vorstellbar.
    Gegen einen Tsunami dieser Größe kann kein Bauwerk, vor allem keine Elektroenergieanlage, erst recht kein KKW ausgelegt werden. Die Maßnahme gegen Tsunamis heißt einfach, einen höher gelegenen Standort wählen.
  8. #5737

    @reniard

    Zitat von reniard Beitrag anzeigen
    Meine Frage war: „Gab es später keine Qualitätsaudits? Spätestens seit 1994 nach DIN EN ISO 9000 ff? Schwer vorstellbar.“
    Ihre Antwort ist nicht auf dem Punkt. Qualitätsaudits überprüfen sämtliche Genehmigungen. Hier hätte auffallen müssen, dass Tsunamis bei der Auslegung nicht berücksichtigt wurden. Sie können mir das abnehmen, denn ich bin unter anderem auch Qualitätsfachmann.
    Ich als QS-Ingenieur nehme es Ihnen nicht ab!
    Ich habe das zweifelhafte Vergnügen, mich mit Firmen auseinanderzusetzen, die mit dem ISO Papierchen wedeln und glauben, das wars.

    Für den Laien grob vereinfacht:
    Bei ISO9000 gibt es sehr allgemein gehaltene Mindeststruktur. Sie müssen alles beschreiben, was Sie machen. Die Prüfung erfolgt so, das Sie einhalten müssen, was Sie beschrieben haben.
    Es gibt einen 2Mann Chemiehandel mit ISO9000 Zertifikat.

    Zurück zu ihrer falschen Aussage mit dem Tsunami.
    - Es reicht zu beschreiben, man holt jährlich eine Tsunamibetrachtung von einem Institut mit Abschätzung von Höhe und Wahrscheinlichkeit des Auftretens.
    - Das Institut ist natürlich auch zertifiziert und das Zertifikat wurde auf Gültigkeit geprüft.
    - Man legt Maßnahmen fest, wenn die Wahrscheinlichkeit über dem Wert X liegt.
    - Man hat das aktuelle Dokument geholt und abgeheftet.
    - Vertretungsregelung: Fällt Fukushima 1 aus, übernimmt Fukushima2 die Versorgung der Kunden.
    Es gibt natürlich diverse andere Möglichkeiten, den Punkt ISO konform abzuhandeln.

    Für die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben brauchen Sie keine ISO.

    Sie glauben doch nicht allen Ernstes, mit ISO9000 die Sicherheit eines Atomkraftwerk garantieren zu können?
    Da würden alle Befürworter doch sofort zu Gegnern werden :-)
  9. #5738

    Zitat von burghard42 Beitrag anzeigen
    Etwa so,letzter Satz (ebenfalls aus Ihrer Quelle):
    Das Feuer konnte jedoch durch die Betriebsfeuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht und die Stromversorgung der Pumpen provisorisch wieder hergestellt werden, da sofort nach Auftreten des Brandes Gegenmaßnahmen ergriffen wurden und die Betriebsmannschaft zu jeder Zeit des Unfalls die richtigen Entscheidungen traf. Nach dieser Beinahe-Katastrophe wurden der Brandschutz innerhalb des Kraftwerks erheblich verstärkt und die „räumliche Trennung“ bei sicherheitsrelevanten Einrichtungen eingeführt, was mehrere Wochen in Anspruch nahm; dabei erhielt jede Hauptkühlmittelpumpe ihre separate Stromversorgung.
    Zitat Ende
    Und genau da liegt das Problem. Nach heute geltenden Regeln wären die meisten der laufenden Reaktoren in Deutschland nicht genehmigungsfähig.
    Um sie auf einen Sicherheitsstandard zu bringen, der heutigen Erkenntnissen von Wissenschaft und Forschung entspricht, wie es Rot/Grün versucht hat, und schwarz/gelb verhindert hat, wären Nachrüstungen erforderlich, die den Betrieb unwirtschaftlich machen.
    Also gilt seit schwarz/gelb diese geplanten Richtlinien für obsolet erklärt hat, Profit vor Sicherheit.
    Vielleicht, aber auch nur vielleicht, findet jetzt ein Umdenken statt.
  10. #5739

    Echte Atomiker

    sagen nach der Katastrophe das gleiche wie vor der Katastrophe.

    Argument 1: Keine Opfer - Was wollt ihr denn, ihr Hysteriker. Iss doch nix passiert, in Harrisburgh damals auch nich. Also legt euch alle wieder schlafen - wir die Experde machen das scho.

    Genau - die Experde! Das Beten hat doch geholfen! In Japan, bis jetzt zumindest.

    Wenn die High-tech-Nation nicht ein paar Kamikaze-Liquidatoren hätte, die ihr Leben riskieren und mit Low-tech versuchen zu retten was noch zu retten ist. Mit Meerwasser und Wasserspritzen!
    Hey Atomiker kommt doch nach Japan und bildet eine Eimerkette.

    Argument 2: Tsunami forderte viel mehr Opfer - Klaro! Bisher haben sich die Atomiker immmer mit den Opfervergleich des Individualverkehrs zufrieden gegeben. Jetzt sind es die Opfer einer schweren Naturkatastrophe. Beim nächsten Unfall werden sie noch mehr Opfer für den Vergleich fordern - etwa die Opfer des 2. Weltkrieg.


    Argument 3: Keine Trauer für die Tsunami-Opfer - na ja, zählt eigentlich nicht als Argument, sondern eher der klägliche Versuch sich zur Abwechslung mal in Fremdschämen zu üben - das können aber die Müslis besser, gell.

    Argument 4: Tsunamis gibt es nicht bei uns - oder etwas feiner ausgedrückt: Die Situation ist nicht vergleichbar.
    Ist sie aber natürlich schon. Vermutlich wären bei so einer Katastrophe von deutschen AKWs nur die Grundmauern übrig geblieben.
    Der Sicherheitsaufwand ist eben immer nur innerhalb ökonomisch vorgesehener Grenzen definiert. Nicht wie unsere Schwurbel-Merkel sagt: "Wir tun alles..." Tun wir natürlich nicht, geht auch gar nicht...

    Argument 5: Unsere AKWs sind die sichersten der Welt! - ja ja, ein alter Kalauer, ich weiß, aber viele nehmen das ernst.

    Im Übrigen sagt eine OECD-Studie Ende der 90-ger das Gegenteil - Schlechte Platzierung für deutsche Schrottmeiler.

    Argument 6: War doch nur INES bla bla bla Klaro, echte Atomiker wollen Blut sehen. Sonst zählt es nicht. Die Gefährdung von Mio Menschen durch radioaktiven Fall out - hey, zählt doch nicht! Krebs? Ach was - an irgendwas muss man doch sterben. Und ausserdem - die Leute rauchen doch auch... na also!

    Argument 7: Die Russen, Chinesen Franzosen und Norkoreaner lachen über uns - wegen "german Angst" und so.
    Mag sein, dass es solche Leute gibt - Idioten oder Uninformierte gibt es überall. In den 50-gern hätte man auch noch über verstrahltes Gemüse gelacht.








TOP



TOP