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Nach dem Tod Kaczynskis -wie geht es weiter in Polen?

Der plötzliche Tod von Polens Präsident Lech Kaczynski bedeutet für das Land eine Zäsur. Ende des Jahres 2010 stehen die Wahlen zum nächsten Präsidenten an. Wie wird das Unglück Polens politische Landschaft verändern?
  1. #160

    Eine Zäsur?

    Mein Mitgefühl den Trauernden. Die Nachricht bewirkte bei mir ein Gefühl des Schocks und des Entsetzens.

    Manche schreiben von „Ironie des Schicksals“, Könnte man es auch als Wink des Schicksal begreifen, um dieser Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes für das Land Polen, eine Note der Hoffnung zu geben? Vielleicht beerdigt und betrauert man mit den Verstorbenen, welche die Betonung auf den Blick in die Vergangenheit repräsentierten, auch deren rückwärtsgewandte Haltung. Vielleicht nimmt man es zum Anlass, die Blickrichtung zu wenden, den Kopf zu heben, die Schultern zu straffen und nach vorne zu sehen: Die Zukunft.
  2. #161

    Ihr habt es nie kapiert

    Ich bin in Polen geboren und habe das Land noch zur kommunistischer Zeit verlassen - dürfen.

    Bereits in der 2. Klasse (1979) haben Linke- und 68er-Lehrer nicht verstanden warum wir den "gelobten" Sozialismus verlassen haben und nun im untergehenden Kapitalismus leben wollen.

    Es gab nur eine Antwort: Freiheit!

    Auch wenn ich kein Anhänger der Zwillinge bin, bin ich nicht wirklich überrascht über die zynischen Linken Kommentare alternder 68er/Linker die den totalitären Kommunismus noch immer hinterher trauern aber nie in diesen leben würden. Eher ein linker Kaffehauskommunist!

    Liebe Kommunisten, wie kann man nur Stalin & Co. zujubeln, Katyn den Nazis zurechnen und der Wahrheit einfach aus dem Weg gehen. Man muss kein Freund der Zwillinge sein aber ein bisschen Menschlichkeit würde Euch nie schaden!

    Dafür pilgern noch immer viele stramme Linke/68er zur Stalin Grab, einem Massenmörder der seines gleichen sucht!
  3. #162

    ...es geht weiter.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der plötzliche Tod von Polens Präsident Lech Kaczynski bedeutet für das Land eine Zäsur. Ende des Jahres 2010 stehen die Wahlen zum nächsten Präsidenten an. Wie wird das Unglück Polens politische Landschaft verändern?
    Menschlich finde ich jeden Flugzeugabsturz eine Tragödie, in der Birgenair die vor der Dom Rep abstürzte saß ein Freund von mir. Politisch sagen mir die Namen nicht viel außer Katschinski. Der war wohl eher ein Deutschen- und EU-Gegner. Von daher sehe ich jetzt bessere Chancen für Polen, ohne diese nationalen Ressentiments, die europäische Integration mit zu gestalten.
  4. #163

    Faul

    Zitat von odaipur Beitrag anzeigen
    Die deutschen haben den Polen mehr zu verdanken als sie wahrhaben wollen, Lech Walesa war der Wegbereiter für den Mauerfall!!!
    Das politische System im Ostblock war in sich faul und zum Scheitern verurteilt.

    Walesa war ein mutiger und lobenswerter Aufrechter, aber er hat die Mauer genauso wenig eingerissen wie Helmut Kohl es getan hat.
  5. #164

    Kondolenzbuch

    Hier ist ein Internetkondolenzbuch der polnischen Wochenzeitung "Wprost". Wer des Englischen oder gar Polnischen mächtig ist, kann dort auch sein Beileid ausdrücken (erreicht das Land und die Opfer vllt. etwas besser):

    http://www.wprost.pl/ar/191854/Cala-...-tragedii/?K=1

    PS: Bei mir kommt ne Fehlermeldung - einfach auf "Script stoppen" Klicken, dann auf "dadaj komentarz"
  6. #165

    Ruhet in Frieden

    Gestern, 14:10 #4
    AlexN

    "Ich glaube, Kaczynski sperrte sich, in Minsk oder in Moskau zu landen, um Lukaschenko oder Putin aus dem Weg zu gehen."

    Nein, dafür riskiert niemand sein Leben!

    Die Trauerfeier war für 10:00 Uhr angesetzt! Die missglückte Landung fand um 8:50 Uhr. ein Ausweichen auf Minsk oder Moskau hätte bedeutet, dass die Delegation die Trauerfeier verpasst hätte.

    Ich denke, da liegt der Hund begraben!

    Und die über 20 Jahre alte Maschine war nicht mehr die neueste. Sie hatte unter Politikern den Spitznamen "fliegender Sarg"!

    Als letztes muss noch auf einen Zwischenfall 2008 hingewiesen werden: Damals wollte der Präsident trotz Gefahrenlage in der georgischen Hauptstadt Tiflis landen. Der Pilot wiersetzte sich der Order Kaczynskis und flog in ein Nachbarland. Kaczynksi warf ihm darauf Befehlsverweigerung vor.
  7. #166

    Joe Ken Munich, vielen Dank für Ihren Beitrag, Sie zeigen mir, dass es in Deutschland doch Menschen gibt, die Polen einwenig kennengelernt haben und sich Ihrem Nachbarn gegenüber geöffnet haben. Ich bin in Polen geboren, lebe aber in Deutschland und bin auch mit einem Deutschen verheiratet. Er fühlte sich in Polen immer willkommen und nie feindselig behandelt und ist im Gegenteil oft erschrocken welches negative Unwissen, Halbwissen und welche Vorurteile viele Deutsche den Polen gegenüber haben. Gerade wenn ich hier an den Haaren herbeigezogene Theorien über Großmachtsphantasien der Polen lese oder Beiträge wie diesen hier:

    Zitat von famulus Beitrag anzeigen

    Und bei aller Trauer: hat sich bislang irgendein polnischer "Würdenträger" bei den Deutschen dafür entschuldigt, dass man Jahrzehntelang die Deutschen - übrigens gemeinsam mit den Russen - für den Mord an den polnischen Bürgern bei und um Katyn entschuldigt? Hat sich ein Pole bei den Angehörigen der deutschen Offiziere entschuldigt, die man für ihre angebliche Beteiligung an diesem Massenmord hingerichtet hat.
    Frage ich mich, ob sich irgendjemand der so was schreibt mal ernsthaft mit Polen beschäftigt hat und vielleicht mal die ein oder andere Schlagzeile hinterfragt hat.
    Die meisten Polen sind den Deutschen gegenüber aufgeschlossen und haben keine Ressentiments, in Deutschland erlebe ich leider öfter das Gegenteil und ich frage mich oft, warum man die alten Vorurteile nicht endlich mal begraben kann. Man erwartet das ja auch von den Polen.
  8. #167

    Schafft endlich das Amt des Grüss-August ab !

    Der Absturz der polnischen Maschine mitsamt dem Staatsoberhaupt und der polnischen Elite ist eine Tragödie, die das stolze polnische Volk bis ins Mark erschüttert. Man muss ja diesen polnischen Dickschädel nicht mögen, jedoch darf nicht vergessen werden, dass er Rechtsberater von Lech Walesa in Danzig war und dafür interniert wurde. Dies ehrt den Mann, gleich wie man sonst zu ihm stehen mochte. Doch was sich in Deutschland bei dieser Tragödie abspielt ist skandalös. Ein ausländisches Staatsoberhaupt ist ums Leben gekommen und wer schiebt seinen schwarzen Hosenanzug ins Bild? Die Betroffenheitskanzlerin vom Dienst. Madame, Sie sind Regierungschefin und kein Staatsoberhaupt, auch wenn sie dies noch so oft in Talk Shows behaupten. Wo ist eigentlich unser Grüss-August aus dem Schloss Bellevue? Nichts zu sehen und nichts zu hören ist vom überflüssigsten Mann dieser Republik.
  9. #168

    Also, ich kann wirklich die Leute nicht verstehen (und ich habe lange gegrübelt), die jetzt über die Toten herfallen.
    Am SELBEN Tag, an dem der Präsident stirbt und zwar keines natürlichen Todes, wird über seine Politik diskutiert, schlimmer noch, um seiner Person.
    Das ist einfach unterstes Niveau; Meinungsfreiheit in allen Ehren, aber man kann ja erstmal einmal um den verstorbenen Menschen trauern, bevor man differenziert an seine Politik herangeht. Das ist typisch deutsch würde ich mal sagen.
    Ihr könnt ja alle recht haben mit euren Argumenten, aber die sind jetzt fehl am Platz.
    Ich denke es ist anständig, dass man die guten Eigenschaften nennen sollte, oder zumindest nette, tröstende Worte finden könnte, auch aus Respekt den Toten und dem Schmerz der Trauernden gegenüber.
    Ich versteh euch nicht und werde es auch wohl nie.
  10. #169

    Nicht verloren

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der plötzliche Tod von Polens Präsident Lech Kaczynski bedeutet für das Land eine Zäsur. Ende des Jahres 2010 stehen die Wahlen zum nächsten Präsidenten an. Wie wird das Unglück Polens politische Landschaft verändern?
    Die offensichtlich grob fahrlässig herbeigeführte Flugzeugkatastrophe hat einen Großteil der polnischen, politischen Elite ausgelöscht.
    Mein aufrichtiges Mitgefühl gilt den hinterbliebenen Familienangehörigen.
    Nach offiziellen Informationen befand sich die polnische, intellektuelle Elite jedoch nicht an Bord der Unglücksmaschine. Das macht mir Hoffnung für die Zukunft Polens in der nun folgenden Nach-Kaczynski-Aera.








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