Forum: Politik
Merkels Krise - was muss sie tun?
Die Kanzlerin steht in der Kritik, die Regierung kommt aus den schlechten Schlagzeilen nicht heraus - was muss sich ändern bei Schwarz-Gelb?
- #4560 10.11.2010 19:39 von
Die spanische Inquisition
"Wir sind in den besten Händen" - Bedrohlich!
Wir befinden uns in D im Mittelalter der Marktgläubigkeit. Sinn, Henkel und Konsorten sind die Marktinquisitoren. Da gibt es wirklich Parallelen, ganz ohne Polemik! Was die Relegion für das religionsfanatische Mittelalter war, besonders extrem unter der spanischen Inquisition, ist der jetzige globale Markt für die fanatischen Marktideologen. Die Brutalitäten, Raubzüge und Brandschatzungen sind nur zeitgemäss um Klassen besser getarnt und haben andere moderne Formen. Der eiskalte Fanatismus - über jeden Zweifel erhaben - sich einer beinahe göttlichen Mission berufen zu fühlen ist derselbe. - #4561 10.11.2010 20:24 von
Das Geheimnis des Willy-Brandt-Hauses
Ich bin überzeugt, im Willy-Brandt-Haus gibt es einen geheimen sakralen Raum, in dessen Mitte befindet sich ein reich verzierter Schrein – der Bundeslade nicht unähnlich -, in ihm werden die (un-)heiligen Texte der Neuzeit aufbewahrt: Lambsdorff-Papier (Urtext des neoliberalen Projekts), Agenda 2010 und Hartz IV!
Quartalsweise werden Abordnungen aus Unternehmerkreisen und der Hochfinanz vorbeikommen, um den Texten zu räuchern, wirklich, ich bin überzeugt davon. ;-) - #4562 10.11.2010 20:24 von Palmstroem
Das Märchen vom Mindestlohn
...und das ist gut so. Denn dort wo es den Mindestlohn gibt, ist die wirtschaftliche Erholung noch weit zurück und einzig die Arbeitslosigkeit ist auf Rekordniveau. Vor allem die Jungen leiden unter Drittweltarbeitslosigkeit - 40% in Spanien und 20% in Frankreich.
Gerade die Tarifautonomie, das Zusammenspiel von Gewerkschaften und Arbeitgebern hat sich in der Krise super bewährt - warum soll das jetzt mit dem Mindestlohn kaputt gemacht werden! - #4563 10.11.2010 22:45 von
- #4564 10.11.2010 23:18 von
Nichts
Da kann man nichts mehr ändern, die haben jetzt langsam alles versiebt. Man kann nur hoffen, dass ein konstruktives Misstrauensvotum dem Trauerspiel ein Ende setzt oder dass sich die Koalition bis zu den nächsten Wahlen nicht mehr erholt.
Es kann jetzt langsam mal dauerhaft gut mit CDU und Kapitalfaschismus sein. Mir reicht's nämlich, und zwar gründlich.
Der Dritte Weg ist's vielleicht, der Kapitalismus führt nur geradewegs in den Untergang. - #4565 11.11.2010 02:25 von
Flaschenpfand vs. Regierungskrise?
Also, ich muss schon sagen Morotti, ich bin ja schon wegen eines fehlenden b's hier kürzlich "gemobt" worden, aber ihr Satzbau ist auch abenteuerlich.
Abgesehen davon gab es Flaschenpfand auch schon vor der Ära Merkel und sogar schon bevor Töpfer in den Rhein gesprungen ist, um dann die Bürger vor der Nachahmung zu warnen. - #4566 11.11.2010 06:10 von
Es geht um Qualität nicht um Quantität
Fein aufgesagt!
Das Jobwunder, das keines ist:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...725853,00.html
Die Abstände zwischen den Jubelmeldungen werden immer kürzer. Wie schlimm muss es da um die Regierung stehen!
Und das Übliche: man will jetzt den Aufschwung nicht durch gefährliche Lohnforderungen kaputt machen....ja, ja.
„Statistisch gesehen haben wir immer weniger Arbeitslose, einen immer höheren Export. Wir sind auf vielen Ebenen statistische Weltmeister. Leider wird uns irgendwann die Realität einholen. Fröhliches Erwachen.“
Demografie und Statistiktricks:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...714253,00.html
IHR Boom basiert auf der Überführung regulärer Stellen in den Niedriglohn-/Minijobsektor der zusätzlich staatlich subventioniert wird. Es geht nur noch um die Quantität, um das Berauschen an realitätsfernen Statistiken, was hinter den Zahlen steht und auf wessen Kosten diese Zahlen erreicht werden - die Qualität spielt keine Rolle.
Aus einer regulären sozialversicherungspflichtigen Stelle macht man 6 Minijobs oder 3 Zeitarbeit-Niedriglohnjobs. Wenn es nach Leuten wie ihnen geht, haben bald alle ihren 1 Euro, 400,- Euro oder 6.50/h Leiharbeiterjob.
Aufstocker, Ein-Euro-Jobber und befristete Leiharbeiter, so wird aus Deutschland wieder ein Wirtschaftswunderland!
Es ist allgemein bekannt, dass Statistiken und insbesondere ihre Erhebungsmethoden so lange "modifziert" werden, bis es passt. Statistische Tricks, Minjobs und Zeitarbeit mit steigender Tendenz.
Bei mehr als nur oberflächlicher Beschäftigung mit dem Thema wird klar, dass es durchweg um die statistische Quantität und nicht um die Qualität der Jobs geht,
Über die Arbeitsbedingungen in diesem Land muss gesprochen werden, das ist die Qualität, von der hier die Rede ist!
Die aktuellen Top-Themen



