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Libyen - kann die internationale Gemeinschaft zur Demokratisierung beitragen?

Nach dem Tod Muammar al-Gaddafis muss Libyen zu einem politischen Neuanfang finden. Wie sich die Organisation des Landes und seine kommende Führung konstituieren werden, steht noch in den Sternen. Wahrscheinlich ist, dass die neue Ordnung Hilfe benötigen wird. Kann die internationale Gemeinschaft zur Demokratisierung Libyens beitragen?
  1. #500

    Scharia - Dank dem Westen!

    Es ist doch schon eine Kunst des Westens auf der einen Seite der Welt mit Waffengewalt gegen die Scharia Einführung zu kämpfen und vor der eigenen Haustür es erst zu ermöglichen diese durch Waffengewalt einzuführen.
    Dem Westen ist es zwar zu Gute zu halten, ein diktatorisches Regime gestürzt zu haben, aber der Gedanke was danach kommt wurde wiedereinmal vergessen.
    So wird das libysche Volk wohl wieder einmal, um seine Freiheitsrechte beraupt und dies durch Hilfe des Westens.
    Ironie des Schicksals, wo sich der Westen einmischt, bleibt ein verwüstetes Land zurück.

    Das libysche Volk kann nur hoffen, dass die Scharia Einführung doch noch irgendwie gestoppt werden kann. Den Demokratie sieht anders aus.
  2. #501

    @ fussball11

    Zitat von fussball11 Beitrag anzeigen
    Wenn in Libyen der Sieg der Revolution gefeiert wird sind es weniger als bei den Fahrpreisen in Berlin - wo sind eigentlich die Massen die hinter der Revolution stehen?
    Die sitzen sicherlich alle zuhause vor ihren Bildschirmen und lachen sich scheckig über die Versuche deutscher Neonazis, Gaddafis Regime selbst noch nach seinem Tod schönzureden.
  3. #502

    Zitat von syracusa Beitrag anzeigen
    Die sitzen sicherlich alle zuhause vor ihren Bildschirmen und lachen sich scheckig über die Versuche deutscher Neonazis, Gaddafis Regime selbst noch nach seinem Tod schönzureden.
    Mit solch fundierten Schlussfolgerungen rechtfertigen Sie auch einen Krieg der Demokratien an der Seite von Aufständischen die sie nicht kennen und verstehen.

    Bei wem die Knarre so locker sitzt und der das Ergebnis eines Krieges zur Nebensächlichkeit verkommt lässt, den sehe ich eher auf der Seite von Extremisten als mich.

    Immer wenn Ihnen etwas nicht in den Kram passt ist man " für Gaddafi "
    Warum bin ich nicht gleich Hitler persönlich und warum fordern Sie nicht Leute wie mich wegzusperren?
    Letzlich sind eher Sie wie Gaddafi :
    Andersdenkende verunglimpfen und als Extremisten ausgrenzen.
  4. #503

    Zitat von fussball11 Beitrag anzeigen
    Mit solch fundierten Schlussfolgerungen rechtfertigen Sie auch einen Krieg der Demokratien an der Seite von Aufständischen die sie nicht kennen und verstehen.
    Die Aufständischen in Libyen hatten jedes Recht, sich gegen den irren Diktator Gaddafi zu erheben. Jeder einzelne Tote im Verlauf dieses Bürgerkriegs ist ein Opfer von Gaddafis Weigerung, seine Diktatur aufzugeben.

    Dass die libyischen Rebellen eine sehr heterogene Gruppe sind, die keine einheitlichen Ziele verfolgt, war allen Beteiligten immer klar. Das ändert an der Rechtmäßigkeit der Rebellen und an der Unterstützung durch die NATO gar nichts.

    Selbstverständlich war auch allen Beteiligten klar, dass sich unter den Rebellen nicht wenige Islamisten befinden. Aber auch Islamisten haben ein Recht, sich gegen ihre Unterdrücker zur Wehr zu setzen.

    Was nun aus Libyen wird, das ist Sache der Libyer. Auch wenn es aufgrund des hohen Bildungsstands der libyschen Bevölkerung unwahrscheinlich ist, kann es durchaus dort auch zu einem islamistischen Staat kommen. Es ist dann Sache der liberalen und säkularen Libyer, sich gegen solche Zustände zu wehren. Falls die Islamisten dann mit menschenrechtsfeindlichen Handlungen die liberale und säkulare Opposition bekämpfen, darf die Opposition selbstverständlich auf unsere Unterstützung hoffen.

    Wir "Westler" sind auf seiten derjenigen, die sich gegen ihre Unterdrücker wehren. Wir sind auf Seiten derjenigen, die für Menschenrechte eintreten. Ob die Gegner Gaddafi oder Hitler heissen, oder ob das religiöse Fanatiker sind, ist dabei völlig irrelevant.
  5. #504

    Zitat von Rainer Helmbrecht Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte man vor einer Kritik mal über die vielen Mittäter reden, die diesen Diktator ohne Rücksicht auf sein Volk unterstützt haben. Der Mann hat sich nicht ohne Grund und Unterstützung des Westens so lange gehalten.

    Er hat die Attentäter von Lockerbie frei bekommen und mit allen Ehren empfangen und der Westen hat geschwiegen. Wo sollte der Glaube kommen, dass Libyen ausgerechnet von uns Demokratie lernen könnte.

    MfG. Rainer
    SIe sollten das noch weiter ausführen. Denn einfach eben wurde dieser Mensch nicht einfach entlassen. Und mal einfach eben hat sich der Westen auch nicht Gadaffi eingelassen.
  6. #505

    Sehr beeindruckend wie erfolgreich...

    Zitat von Narn Beitrag anzeigen
    Auch wenn es schon oft gesagt wurde: DER Grund für den Irakkrieg war nicht Öl.

    Das ganze wirkt auf mich auch im Rückblick als eine .......
    Haben Sie irgendetwas verpasst? Erdoil!?

    "Was immer die Antwort auf diese Rätsel ist, keine verantwortliche oder erklärtermaßen Ernsthafte Person kann der Meinung sein, dass dies – aus der heutigen Washington Post – nichts damit zu tun hat:

    „Die Beziehung zwischen Gaddafi und der US Ölindustrie insgesamt war schlecht. 2004 hob Präsident George W. Bush unerwarteterweise die ökonomischen Sanktionen gegen Libyen auf im Tausch gegen den Verzicht auf Atomwaffen und Terrorismus. Es gab einen Ausbruch von Optimismus bei den amerikanischen Ölbossen, die es eilig hatten, auf die libyschen Erdölfelder zurückzukehren, die sie zwei Jahrzehnte zuvor verlassen mussten …

    Doch schon bevor der bewaffnete Konflikt die US-Gesellschaften in diesem Jahr wieder vertrieb, hatten sich die Beziehungen zu Gaddafi verschlechtert. Der libysche Führer verlangte harte Vertragsbedingungen. Er verlangte Bonuszahlungen im Voraus. Darüberhinaus war er empört, nicht mehr Respekt von der US-Regierung zu erhalten und Anerkennung für seine früheren Zugeständnisse; er machte Druck auf die Ölgesellschaften, die US-Politik zu beeinflussen …

    Als Gaddafi sein Abkommen mit Bush 2004 traf, hatte er gehofft, dass die zurückkehrenden Ölgesellschaften helfen würden, Libyens Ölausstoß zu steigern … Die US-Regierung ermutigte auch die Ölgesellschaften, nach Libyen zurückzukehren …

    Aber die brauchten nicht viel Ermunterung. Libyen hat die größten nachgewiesenen Ölreserven – ca. 43.6 Mrd. Barrels – außerhalb Saudiarabiens...

    Als Außenministerin Condoleezza Rice 2008 Libyen besuchte, kontrollierten die US-libyschen Gemeinschaftsunternehmen 510 000 von Libyens 1.7 Millionen Barrel täglich, hieß es in einem Kabel des Außenministeriums ...“

    Im November 2007 sprach eine Meldung des Außenministeriums „von zunehmenden Beweisen libyschem Ressourcen-Nationalismus“. Und weiter, dass Gaddafi in einer Rede von 2006 zur Gründung seines Regimes sagte: „Ölgesellschaften werden von Ausländern kontrolliert, die Millionen dabei verdient haben. Jetzt müssen Libyer ihren Platz einnehmen und von dem Geld profitieren.“

    Der ganze Artikel ist lesenswert,...


    http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=5199

    Die-Operation-Sarkozy-Wie-die-CIA…

    http://www.voltairenet.org/Die-Opera...zy-Wie-die-CIA

    Sehr beeindruckend wie erfolgreich die Gehirnwäsche bei manchen funktioniert hat und wirklich prächtige „Erträge“ zeitigt!

    Es wird ein Übel wenn man hier Einträge liest, die ein Oil- Interesse leugnen!

    http://www.wsws.org/de/2011/okt2011/gadd-o22.shtml

    Lybien ist ein wichtiger „Baustein“, der helfen wird einen Krieg gegen den Iran zu führen, da man mit den Oil aus Lybien den temporären Oil- Engpass im Fall einer kriegerischen Auseinandersetzung mit dem Iran überbrücken kann.

    Zumindest ab den Zeitpunkt, ab dem die Erdoil- Förderung wieder angekurbelt ist!

    Vereiteltes Terror-Komplott: Washington*will*Iran zur Verantwortung ziehen

    Vereiteltes Terror-Komplott: Washington*will*Iran zur Verantwortung ziehen
  7. #506

    Zitat von harry02041958 Beitrag anzeigen
    Wenn Sie die Kommentarbuttons rückwärts gehen, dann sehen Sie, worauf sich meine Kommentarantwort bezog.

    Sie handeln wie ein Geburtsblinder, der die Farbe einer Erdbeere beschreibt.
    Ich habe Sie schon verstanden. Genauso wie Ihre beinah-Beleidigung.
    Sie haben nur meinen EInwand nicht verstanden, der sich auf Ihre Empörungsposts in der Gesamtheit beziehen.
    Am liebsten scheinen SIe die Ereignisse in Libyen nach deutscher Rechtssprechung beurteilen zu wollen.
  8. #507

    ?

    Zitat von ewspapst Beitrag anzeigen
    Das habe ich doch in meinem Text viel kürzer gesagt, oder haben Sie daa nicht verstanden? Hier meine Worte:
    Glauben Sie im Ernst, der Mann wird sich darum kümmern,
    "wie Sie es verstehen"?
    Das wird ein Dauerzustand nach seinen Worten.
    Ich glaube eher Sie haben mich nicht verstanden!

    Was meinen Sie mit Dauerzustand? Doch wohl das die Sharia dort dauerhaft gilt. Das mag so sein, wichtiger jedoch ist welche Auslegung zur Basis der Sharia wird. Aus Ihren Zeilen las ich die gängige "Angst" vor dem Islam. Sollte ich Sie da falsch verstanden haben, entschuldige ich mich.
  9. #508

    Zitat von syracusa Beitrag anzeigen
    Die Aufständischen in Libyen hatten jedes Recht, sich gegen den irren Diktator Gaddafi zu erheben.

    Selbstverständlich war auch allen Beteiligten klar, dass sich unter den Rebellen nicht wenige Islamisten befinden. Aber auch Islamisten .....
    So viel Pathos und wirre Romantik.
    Im Irakkrieg sind mehr Zivilisten zu Tode gekommen als unter Saddam.
    Das Sterben in AFG ist eine unendliche Geschichte die jeden Tag neue zivile Opfer fordert.
    In Libyen wird Not gegen Elend getauscht und Sie kommen daher und reden von " Menschenrechten "
    Nirgends auch nur eine Spur von Freiheit oder Demokratie, nur Elend und Terror.

    Der Westen ist niemals für Menschenrechte in den Krieg gezogen. Im Irak und AFG hat man das nicht einmal vorgegaukelt. Nur Länder mit Bodenschätzen oder strategisch wichtige Gebiete werden bombardiert oder besetzt. Das Menschenrecht auf Nahrung wird von uns mit Füssen getreten und die gleichen Lobbyisten die für Waffenverkäufe eintreten fördern die Spekulationen mit Grundnahrung.
    Nie ist ein Land durch Krieg demokratisiert worden und kommen sie nicht mit Deutschland - sie wissen was die Weimarer Republik war und wie Hitler an die Macht gekommen ist.

    " Wir Westler stehen auf Seiten der Unterdrückten" - Ihre Aussage ist ja nahezu grotesk.
    Wir suchen uns Unterdrückte wenn es uns in den Kram passt. 42 lange Jahre haben wir mit Gaddafi gute Geschäfte gemacht und dann wurden wir vom Mitgefühl übermannt - wie einfach gestrickt eine Welt doch sein kann. - Na ja klar - sie haben mich ja auch als Fascho gesehen.
  10. #509

    Nachfrage

    Zitat von oriam Beitrag anzeigen
    Als Gaddafi sein Abkommen mit Bush 2004 traf, hatte er gehofft, dass die zurückkehrenden Ölgesellschaften helfen würden, Libyens Ölausstoß zu steigern … Die US-Regierung ermutigte auch die Ölgesellschaften, nach Libyen zurückzukehren …
    Bin da leider nicht ganz so im Thema, aber wird nicht der "Ölausstoß" bzw. die Förderquoten von den OPEC-Ländern festgelegt. Und war Libyen nicht selbst Mitglied, im Gegensatz zur USA. Wie können dann die US-Ölfirmen darauf einwirken, dass die Förderquoten erhöht werden? Erschließt sich mir nicht diese Argumentation.


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