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Libyen - kann die internationale Gemeinschaft zur Demokratisierung beitragen?

Nach dem Tod Muammar al-Gaddafis muss Libyen zu einem politischen Neuanfang finden. Wie sich die Organisation des Landes und seine kommende Führung konstituieren werden, steht noch in den Sternen. Wahrscheinlich ist, dass die neue Ordnung Hilfe benötigen wird. Kann die internationale Gemeinschaft zur Demokratisierung Libyens beitragen?
  1. #2020

    Zurueck zum Vorher

    Zitat von werner thurner Beitrag anzeigen
    Das ist Unsinn, weil die NATO und die "Rebellen" das Waffentillstandsangebot und das Angebot freier Wahlen (unter UN Aufsicht) ausgeschlagen haben zugunsgten des nicht durch die UNSR Resolution gedeckten "regime change".
    Sagen Sie mir endlich warum Ghadaffi mit seinem Airbus A 340 am 27. Februar, 3 1/2 Wochen VOR dem ersten NATO Einsatz, NICHT nach Caracas geflogen ist?
    Zur Erinnerung: Am 26. Februar 2011 wurde die UNO Sicherheitsratsresolution 1970 einstimmig, ohne Gegenstimmen, ohne Enthaltungen auf Betreiben von Deutschland, der Afrikanischen Union, der Arabischen Liga, etc., beschlossen.

    Etwa darum nicht weil er seine liebevoll umhegten Untertanen vor der schlimmen Zukunft schuetzen wollte?
  2. #2021

    Zitat von belle76 Beitrag anzeigen
    Geeeenau!
    Und wenn morgen die eine westliche Macht der Meinung ist, Deutschland wird zu mächtig und macht nicht mehr Linientreu mit und schürt hier die Unzufriedenheit (jawoll auch hier ist nicht alles Gold was glänzt), die Geschichte hat gezeigt, das dies sehr wohl .....
    Was für eine Antwort wollen Sie auf so einen Quatsch bekommen? Es fehlt zu Ihrem (deutschen) Beispiel jegliche Paralelle.
    Zitat von belle76 Beitrag anzeigen
    Hat übrigens auch nicht sooo viel mit demokratisierung zu tun, wenn man der Obrigkeit nachgewiesene Unwahrheiten nachplappert. Eher mit Hörigkeit.
    Sie sollten sich langsam wenigstens ansatzweise mit dem Gedanken anfreunden, das die geheiligte NATO keine weiße Weste hat, was Libyen u.a. betrifft.
    Die Hin- und Beweise erschlagen einen ja fast.
    Wir tauschen hier Meinungen aus. Sie sollten vielleicht mal anderen Meinungen Respekt zollen.
    Ansonsten hat hier Niemand die Nato als geheiligt bezeichnet. Ein bisschen mehr Sachlichkeit, der eigenen Glaubhaftigkeit gut tun.
  3. #2022

    Danke fuer die Wuensche

    Zitat von ray4901 Beitrag anzeigen
    Gute Reise, mein Freund! Mit unserer Geschichte müssen selbstverständlich wir selber klarkommen. Wir sind auf dem Weg dazu, aber nie ganz fertig;-)
    Gestern habe ich versucht etwa 20 Forenbeitraege zu Libyen und Iran abzusenden, keine Chance. Auch Privatnachrichten senden oder empfangen geht nicht mehr. Irgend ein "marabu" hier im Busch hat wohl etwas dagegen;-)
  4. #2023

    warum?

    Zitat von Beat Adler Beitrag anzeigen
    Sagen Sie mir endlich warum Ghadaffi mit seinem Airbus A 340 am 27. Februar, 3 1/2 Wochen VOR dem ersten NATO Einsatz, NICHT nach Caracas geflogen ist?
    Zur Erinnerung: Am 26. Februar 2011 wurde die UNO Sicherheitsratsresolution 1970 einstimmig, ohne Gegenstimmen, ohne Enthaltungen auf Betreiben von Deutschland, der Afrikanischen Union, der Arabischen Liga, etc., beschlossen.

    Etwa darum nicht weil er seine liebevoll umhegten Untertanen vor der schlimmen Zukunft schuetzen wollte?
    Ich bin zwar nicht angesprochen, aber ich finde das durchaus logisch, dass er nicht ins Exil gegangen ist.

    Gaddafi war fest davon überzeugt, dass er die Sache noch drehen kann. Vielleicht hat er auch die Nato unterschätzt oder den Widerstand, der geleistet werden kann, überschätzt. Andererseits lief die Sache militärisch ja lange zu seinen Gunsten. Die Rebellen haben da von sich aus nicht viel zustande gebracht.

    Konsequent war es vor allem deshalb, weil Gaddafis gesamte Ideologie auf einem libyschen Nationalbewußtsein aufgebaut war, sich gegen Angriffe von außen zu verteidigen. Eine Flucht zu dem Zeitpunkt hätte nicht in das Gesamtbild gepasst.

    Ich bin beruflich und privat oft in Westafrika unterwegs. Da ist die öffentliche Meinung etwas anders als bei uns. Gerade dieses Ausharren in Sirte bis zum Ende macht Gaddafi wird von vielen Leuten positiv rezipiert.
    Das Handeln von Menschen kann, je nach Blickwinkel, als rational oder irrational beurteilt werden.


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