Forum: Politik
Libyen - darf der Westen Waffen an die Aufständischen liefern?
Dass der Westen die Kräfte, die Staatschef Gaddafi stürzen wollen, unterstützen soll, darüber herrscht Einigkeit. Über die einzelnen Maßnahmen jedoch wird gestritten. Soll die Nato über die Flugverbotszone hinaus aktiv werden? Sollen auch Waffen an die Aufständischen geliefert werden?
- #980 08.07.2011 09:09 von JürgenMeyer
Es geht nicht um Despoten weil die USA zahlreiche Despoten aktiv unterstützen
Die Despoten in Saudi Arabien werden sogar mit High Tech Panzern aus deutschland beliefert und auch die Despoten in Kuweit, Bahrein und Jemen lässt man gewähren .
Würde es um Despoten gehen würden die USA und die Nato nicht so selektiv vorgehen .
Fast niemand glaubt, dass es um Menschenrechte geht, die die USA in Foltergefängnissen wie in Guantanamo oder seinerzeit in Abu Greib selber verletzen.
Wir brauchen in der Tat eine neue Weltordnung, die durch eine gerechte Weltwirtschaftsordnung und durch Weltfrieden gekennzeichnet ist.
Der Frieden ist nicht alles aber ohne Frieden ist alles nichts ! - #981 08.07.2011 09:24 von JürgenMeyer
Da ist mein Thread über Libyebkrieg und US Drohnenahgriffe auf sechs Länder sogar auf der Seite eines unahhängigen Nachrichtenportals als Link wieder auf Platz 1
Also kann ich mit meiner Kritik so falsch nicht liegen .
http://www.net-news-global.de/ - #982 08.07.2011 09:47 von
Es ist immer wieder beeindruckend, wie in der „westlichen Wertegemeinschaft“
das „Wort“ ausreicht (er hat das oder das gesagt), um zu bomben.
Die Taten sollten zählen.
Dabei haben wir genügend Lumpen in dieser unserer Welt, die uns von vorn bis hinten belogen haben.
Deren Taten aber, werden unter den Teppich gekehrt, oder um 180 Grad gedreht.
Einige Namen kennen Sie sicher auch:
Busch, Rumsfeld, Wolkowitz, Cheny, Kohl, Schäuble, Mielke und viele weitere.
Nun ist es selbst hier, jemanden „beim Wort zu nehmen“ äusserst schwierig.
unsere Politiker sind doch das beste Beispiel. Wir hören immer wieder: So habe ich das gar nicht gesagt, selbst aus den höchsten Stellen.
Wenn aber so tolle Namensnennungen für die Nachrichtenquellen folgen wie:
von „Menschenrechtskreisen“ oder „Menschenrechtsorganisationen , „Facebook“, „ aus diplomatischen Kreisen“ und, und, und.
Darauf muss man sich doch verlassen, denn sie berichten als Augenzeugen nur die Wahrheit.
Wenn dann noch hinzukommt, dass in jeder Zeitung Wort für Wort die gleichen Texte geliefert werden, dann muss das doch wahr sein, denn auch unsere Sender liefern doch den gleichen Text auch.
Zusammen gefasst: Um die Wahrheit zu erfahren, sollte man nicht alles Glauben. - #983 08.07.2011 09:52 von
- #984 08.07.2011 10:19 von JürgenMeyer
Die Drohnenangriffe treffen ohbe jede Frage auch viele Zivilisten, da sie auf Wohbhäuser und PKW abgeschosseb werden.
Wieviele genau ist allenfalls umstritten
Ein UN Sonderbauftrahgtrer für außeresetzliche Tötungen fordert mittlerweie ebenfalls rechtliche Klarstellung.
http://www.heise.de/tp/artikel/32/32750/1.html
Dabei stellt sich due Frage ob außergesetzliche Tötungen politische Morde sind..Gezielte Tötungen mit Kampfdrohnen verletzen zunehmend internationales Recht
03.06.2010
Der UN-Sonderbeauftragte für extralegale Exekutionen fordert rechtliche Regelungen, um den wild wuchernden weltweiten Einsatz von Kampfdrohnen einzudämmen.
Jahr für Jahr wurden mehr unbewaffnete und bewaffnete Drohnen in den Konfliktgebieten eingesetzt. Unter US-Präsident Obama wurde die Kriegsführung mit den Drohnen zur Tötung von möglichen Gegnern noch weiter ausgebaut, während man bei der Jagd auf diese der Maxime gehorcht, sie besser zu töten, als gefangen zu nehmen, um damit nicht in neue Probleme im Umgang mit inhaftierten "feindlichen Kämpfern" zu geraten. Politisch scheint so zynischerweise die gezielte Tötung praktischer und harmloser zu sein als die Gefangennahme.
"(Verstößt der US-Drohnenkrieg gegen internationales Recht?, Sind gezielte Tötungen mit Drohnen Selbstverteidigung oder Mord?). Jetzt hat Philip Alston, der UN-Sonderbeauftragte für extralegale Exekutionen, einen Bericht für den UN-Menschenrechtsrat über den Einsatz der Kampfdrohnen veröffentlicht, in dem er sagt, sie würden zunehmend in Situationen verwendet, die internationales Recht verletzen. Vor allem die USA würden mehr und mehr dazu neigen, sie weltweit zur Tötung von Menschen zu benutzen."
http://www.heise.de/tp/artikel/32/32338/1.html - #985 08.07.2011 10:19 von PdBOF
Despoten
Es kommt immer auf den Despoten an. Die Saudis jedenfalls scheinen mit Ihrem König und den Prinzen nicht allzu unzufrieden zu sein, zumindest mussten die Scheichs noch keine Mauer errichten und die Reisefreiheit beschränken. Bahrein geht es auch weniger um einen richtigen Volksaufstand, sondern mehr um den Konflikt Sunniten gegen Schiiten. Im Irak hat man gelernt das man bei einer so brenzlichen Mischung besser nicht am Machtgefüge rüttelt, vor allem wenn man die Strategische Bedeutung der ganzen Region dank des Ölreichtums betrachtet.
Sein wir doch froh das man nun versucht den Gadaffi loszuwerden, der immerhin auch einige Terroranschläge in Europa zu verantworten hatte. - #986 08.07.2011 10:31 von JürgenMeyer
Sie solllten das feudale Steinzeitregine der Sauds in Saudi Arabien nicht unterschätzen.
Da gibt es eine besonders radikal wahabitische Auslegung
des Islam und eine Sharija sprich ein Gottesgesetz, dass die Steinigung fremdgehender Frauen beinhaltet.
Die angeblichen Attentäter von 9/11 waren allesamt Saudis und eben keine Afghanen oder Paschtunen.
"Saudi-Arabien: Verurteilung einer mittellosen Witwe
Im November 2006 wurde in Saudi-Arabien eine Witwe von einem Gericht in der Stadt Hail im Norden Saudi-Arabiens zum Tod durch Steinigung verurteilt. Die Frau hatte sechs Jahre nach dem Tod ihres Mannes ein Kind zur Welt gebracht.
Die Richter urteilten gemäß der in Saudi-Arabien gültigen Interpretation des islamischen Scharia-Rechts, wonach außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten als todeswürdiges Verbrechen gilt. Das Urteil war in Saudi-Arabien unumstritten, obwohl die 39jährige verwitwet war. Sogar die Frau selbst verzichtete darauf, Berufung einzulegen und bekannte ihre „Sünde“. Sie erklärte, durch die Strafe müsse ihre Seele gereinigt werden, um ins Paradies eingehen zu können. 80 Prozent der saudi-arabischen Bevölkerung sind muslimische Sunniten hanbalitischer Rechtsschule.
Die Frau, die neben ihrem „illegitimen“ Sohn noch drei weitere Kinder von ihrem verstorbenen Ehemann hat, hatte mit 18 Jahren die saudi-arabische Staatsbürgerschaft erworben. Nach dem Tod des Mannes lebte die 39jährige unter elenden Bedingungen in einer Lehmhütte bei einer Moschee von der Unterstützung eines Wohltäters. Die vier Kinder wurden in ein Heim gebracht."
http://europenews.dk/de/node/3838 - #987 08.07.2011 10:56 von
Drohnenangriffe = Staatsmord
Ob es Terroristen sind (wer hat es festgestellt und welches
Gericht hat sie zum Tode verurteilt?)oder andere Menschen.
Drohnenangriffe sind nichts anderes als versuchte und durchgeführte Staatsmorde.
http://www.google.de/url?q=http://m....WHWRiFQTNVwapw
Bader-Meinhof und Genossen waren Terroristen und hatten
genügend Tote auf dem Gewissen. Dennoch wurden sie nicht
erschossen oder per Sprengsätze im Auftrage des Staates
ermordet.
Wie sollen sich die westlichen Staaten, die Demokratie
in die Welt bringen wollen, von den Terroristen abgrenzen, wenn sie selbst so handeln. Erklären Sie das mal.
Niemand von den Pro-Libyen-Krieg-Foristen dürfte persönlich
etwas davon haben, wenn Gaddafi gestürzt wird. Ob es allerdings den Menschen in Libyen nach einem Sturz in allen
Belangen besser geht, als unter Gaddafi, das kann niemand
garantieren. Und ob die jetzt rechtswidrig an die Rebellen
gelieferten Waffen nicht einmal den Frieden gefärden bleibt
ebenfalls abzuwarten.
Ich erinnere nur mal an den Falkland-Krieg, indem die
britischen Schiffe von französichen Exocit-Raketen versenkt
wurden (was neben von den frz. Arbeitern der Herstellerfirma frenetisch bejubelt wurde). - #988 08.07.2011 11:01 von
Ich glaube kaum, dass es für Syrien ein Planspiel gibt, welches darüber hinausgeht zu sagen, dass man von Syrien besser die Finger lässt, was immer dort passiert.
Ich habe auch eher von der arabischen Liga eine Intervention erwünscht, die war aber offenbar nicht handlungsfähig. So blieb nur die NATO, wenn man denn zeitnah eingreiffen wollte. Wenn ich mich recht entsinne, hat die arabische Liga den Natoeinsatz begrüßt.
Ja, hat man. Das Argument lese ich jetzt wiederholt. Worauf zielt das? Darf Europa nicht lernen? Sollte Europa die Veränderungen, die der arabische Frühling bringt, nicht in der politischen Bewertung von Despoten, mit denen man sich bis dato tatsächlich arrangiert hat, ignorieren? Soll es für die Bewertung Gaddafis keinen Unterschied machen, ob er sich diktatorisch an der Macht hält, oder anfängt, Teile seines Volks zusammenzuballern?
Ich denke, das: Wir haben jahrelang Gaddafi hofiert, also sollten wir es weiter tun. Ist kein Argument mit irgendeiner Überzeugungskraft, weil es weder lerfähigkeit erlaubt, noch die Idee beinhaltet, dass das Aufstehen vieler Völker der arabischen Welt auch hierzulande einen Umdenkprozess initiieren MUSS.
Sehe ich auch so, aber nicht aus den von Ihnen genannten Gründen, die mir allesamt viel zu kurz springen, wenn sie denn überhaupt springen. Ich sehe schlicht nicht, wie die NATO ihren Auftrag erfüllen will.
Ich weigere mich auch, von einem inzenierten Theater zu sprechen.
Lassen wir den Iran mal aussen vor, dessen gute Karten ich gerade nicht so auf Anhieb erkenne. - #989 08.07.2011 11:06 von
Nein, die Atombomben habe ich nicht vergessen, ich fühle mich ihrerwegen nur nicht unter dem Stiefel der USA.
Wenn denn dieser Hinweis nicht ohnehin nur der Ablenkung dienen sollte, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie Ihre diesbezügliche Meinung in den Themenzusammenhang zur Lybien-Intervention bringen könnten, weil ich ihn ehrlich gesagt nicht sehe. Deutschland hat dem Einsatz nicht zugestimmt, Stiefel hin oder her. Wie also bringt uns dieser Einwurf, den Sie da aufnehmen, weiter?
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