Dass der Westen die Kräfte, die Staatschef Gaddafi stürzen wollen, unterstützen soll, darüber herrscht Einigkeit. Über die einzelnen Maßnahmen jedoch wird gestritten. Soll die Nato über die Flugverbotszone hinaus aktiv werden? Sollen auch Waffen an die Aufständischen geliefert werden?
…was stünde denn dem im Wege wenn islamistische Staaten ihre Landleute hier in Europa mit Waffen versorgten, um sich ggf. gegen Übergriffe zu wehren und ihre Doktrin auch hier durchzusetzen. Müsste doch genau so legitim sein. Nur der Umstand, dass uns dies nicht recht wäre spricht ja nicht gerade für Gleichheit. Nennt man auch selektive Wahrnehmung.
Naja, wenn man allerdings bedenkt,dass die westliche Allianz mit ihren Interessen immer im Recht ist (per Definition schon) und ein Ausschließlichkeitsrecht auf die Vertretung von Menschenrechten beansprucht, dann wird es schon legitim sein mit den Waffenlieferungen.
Wäre man allerdings bei klarem Menschenverstand, dann würde man sich aus bestimmten Konflikten raushalten, weil man meistens in Unkenntnis der tatsächlichen lokalen Kräfteverhältnisse doch tief in die Sch…ße packt. Oder die hiesigen Rechthaber müssten einfach nur zugeben, dass sie sich nicht im geringsten für die Menschen dort interessieren sondern vielmehr für das, was man dort noch erben oder ausbeuten könnte. Büssl peinlich aber ehrlich.
Aber damit es nett aussieht faseln wir eben halt mal von den armen Menschen dort … also dann noch auf nach Syrien, Jemen, Bahrain auch China … hmm solange die Diktatoren allerdings kooperieren stellt sich diese Frage wohl nicht wirklich, oder? Also fröhlich weiterheucheln und -meucheln…
Dann aber auch an Ghadafi, quid pro quod. Wegen der Gleichheit der Waffen!
Dann kann er meinetwegen Waffen an die "Aufständischen" liefern.
Wer von den westlichen Soldaten, Politkern etc. diesen "Aufständischen" vertraut, der kann nicht mehr ganz dicht in der Schüssel sein. Und das merken die Akteure des Westens auch allmählich, ansonsten wären die immer abstruseren Gedanken nicht zu verstehen.
1. Bodentruppen, nöö, nicht ganz so schnell
2. Ghadafi persönlich angreifen, nöö, ist doch nur nee Flugverbotszone, na doch ein bisschen.
3. Waffenlieferungen an die "Aufständischen", damit wir uns die Hände nicht so schmutzig machen.
4. Errichtung eines Gottesstaates, aber gerne, denn der Islam gehört zu Deutschland und zum Westen. Und sowieso ist der Islam Frieden!
P.S.: Das Problem sind weger Assad, noch der König aus Rabat, noch Ghadafi, noch jenem aus dem Jemen.
Das Problem ist die Überbevölkerung in diesen Staaten. Ein Anteil der Bevölkerung unter 18 Jahren im Bereich von weit über 50%! Da hätte auch ein Land wie Deutschland Schwierigkeiten, alle in Lohn und Brot zu kriegen. Aber dieses Problem wird lieber vornehm verschwiegen, dann schon lieber ein paar, wie wollen wir es nennen??? "Aufstände", "Rebellionen" oder gar, das ist die Krönung: "Revolutionen", und schon sieht keiner mehr das Problem.
Außer ein paar "Zurückgebiebene" wie der Koltschak oder Herr Wolfssohn.
Diese ganzen "Revolutionen" bringen Null, oder wenn dann so viel wie im Iran!
Und dabei ist es ihnen offensichtlich völlig egal, wenn es dabei tausende von Toten gibt, das Land eventuell in einen endlosen Bürgerkrieg zerfällt oder die Nachfolger von Gaddafi vielleicht genau solche Verbrecher sind wie er selbst.
Mein Wunsch wäre es gewesen, wenn man den Libyern die Chance gegeben hätte, ihre Angelegenheiten selbst zu regeln, sich ihrer Despoten selbst zu entledigen ohne Einmischung von aussen.Ist interessant festzustellen, dass Ihre Wünsche anders sind.
Aber diese Chance ist vertan, es gibt kein Zurück mehr. Sieht aus, als würde Libyen so enden wie Afghanistan.
Geändert von ( um Uhr)
Am Grunde der Moldau wandern die Steine ...
1)Die "tausende von Toten" sind nicht Ergebnis der Gegen Gaddafi ergriffenen Massnahmen, sondern allein in der Verantowrtung dieses Verbrechers.
2) Die Chance haben die Lybier, angesichts der Brutalität des Despoten, nicht.
Widerstand, werter Forist, sollte, bei solchen Despoten und angesichts geschichtlicher Erfahrung, auch für Sie, eine Selbstverständlichkeit sein.
Dass Sie es nicht nicht so sehen, ist sehr bedenklich.
Fuer mich sind diese jungen Maenner in Libyen im RECHT.
Es geht um ihre Zukunft und um ihr Leben.DAFUER verlieren sie ihr Leben.
KEINER von uns kann sich sooo eine verzweifelte Situation vorstellen.
Das internationale Recht ist halt nicht so nett, wie es sich manche Leute wünschen. In gewisser Weise ist dies auch gut so, da es einfach zu viele Kriege und Bürgerkriege in der Welt gibt, als dass der Westen in allen eingreifen könnte. Aus diesem Grunde halte ich es auch für sinnvoller, wenn solche Diktaturen international geächtet und boykottiert werden. Dies wird zwar nie 100% funktionieren, da es immer Länder geben wird, die solche Boykotts im "nationalen Interesse" unterlaufen werden, aber das bedeutet noch lange nicht, dass der Westen sich in wirklich jeden Krieg einmischen soll.