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Kulturkampf - Ist Europa mit der Integration überfordert?

Abgesänge auf das Unternehmen Multikulti haben derzeit Konjunktur, auch wenn Muslime in Deutschland gegen den Terror im Namen der Religion demonstrierten. Integrationsförderung ist das Gebot, das jetzt für Politik und Gesellschaft gelten soll, flankiert vom flugs wieder reanimierten Begriff der zu respektierenden "Leitkultur". Welches ist jetzt der richtige Weg? Sind Deutschland und auch Europa mit der Integration der Immigranten überfordert? Oder ist es vielmehr gut und fruchtbar, dass Probleme endlich offen diskutiert werden?
  1. #1980

    Ich finde die Aussage, dass "in 90% der Welt die Hütte brennt" auch ein bischen übertrieben.
    Unterstützung ärmerer Länder ist völlig o.k.. Wir müssen uns aber wirklich von der Vorstellung verabschieden, dass sich 90% der Menschheit im totalen Chaos lebt.
    Indien und China scheinen ja gerade zu zeigen, dass in deren Gesellschaften - bei aller Korruption und Unfreiheit (China) - Mittelschichten stärker werden.
    Ausserdem kann die Entwicklung nicht von aussen sondern vor allem nur aus den Ländern selbst kommen. Wenn nicht, sind wir auch nicht dafür verantwortlich.
    Deshalb bin ich auch dagegen, dass wir hier vielleicht aus einem nicht mehr zu rechtfertigenden Überlegenheitskomplex den Samariter spielen.
    Ich bin sicherlich kein anti-Muslim. Aber angesichts der Ereignisse in Frankreich muß der Staat deutliche Antworten auf solche barbarischen Akte von pubertierenden Jungs finden.
  2. #1981

    Zitat von Click
    [...]

    Wenn unser Statt nicht mehr leisten kann, dann ziehen ihre hilfsbedürftigen Immigranten weiter, aber unsere Mitbürger bleiben und werden immer wieder zum "sparen" gezwungen. Das alles nur, damit wir als liberal, Multikulti und Ausländerfreundlich gelten ..... Nein, danke!
    Ach, sie glauben liberales und humanes Handeln solle nur einem Schein von "liberal, Multikulti und Ausländerfreundlich" dienen, oder wie darf ich das verstehen?
  3. #1982

    Zitat von lufraat
    das ist kein "Clockwork Orange", sondern durch prekäre gesellschaftliche Verhältnisse bedingte Frustration und Entfremdung.
    Ach so. Na denn.
    Eine feixende Bande von 15 bis 19-jährigen brennt einen Parkplatz voller Autos ab.
    Ein kluger Mensch weiss, dass sie nicht Schuld sind sondern die "Verhältnisse". Nur werden die "Verhältnisse" vielleicht nie einem kritikfreien Idealzustand entsprechen.
    Und solange das so ist, halte ich es für eine gute Idee, an dem Prinzip der individuellen Verantwortung festzuhalten.
    Anders kann eine Zivilgesellschaft nicht funktionieren.
  4. #1983

    Zitat von Urs Kinzelbach
    Ob Ihnen diese Wahrheit zu einfach ist oder nicht ändert am Wahrheitsgehalt nichts.

    Die unproduktive Zuwanderung in die Sozialsysteme und Fürsorge hat diese höchst modernen staatlichen Errungenschaften Mitteleuropas ohne Not in eine existenzelle Krise gebracht.
    Diese Behauptung ist zwar inzwischen die grosse Mode, hat aber mit der Realität nichts zu tun, wie der unten verlinkte Artikel belegt.
    Bezüglich Zuwanderung und Sozialsysteme erreicht die Diskussion kaum Stammtischniveau, egal ob diese in irgendwelchen Foren, Zeitungen oder in Funk und Fernsehen geführt wird, beinahe egal von wem.
    Ich weiss nicht warum es ein Interesse gibt, diese Unfug zu verbreiten, ich weiss aber in wessen Interesse es ist.

    http://www.taz.de/pt/2005/11/08/a0165.nf/text
  5. #1984

    Überhaupt. Die Leute, die immer von den Verhältnissen reden. In welchen bukolischen Paradiesen leben die eigentlich?
    Ich hab mich in meinem Leben von Kunden und Vorgesetzten auch schon mehrfach so in die Enge getrieben gefühlt, dass ich am liebsten auch mit ein paar Gleichgesinnten einen Dschihad gegen Dekadenz und Unterdrückung hin zu einer "göttlichen" Ordnung der Dinge gestartet hätte.
    Falls wir gewonnen hätten und die Ordnung wirklich für alle so göttlich geworden wäre, halte ich für sehr fraglich.
    Mit totalen Verständnis, läßt sich eine Gesellschaft eben nicht organisieren. Gerade gegenüber unreifen Jugendlichen müssen klare Grenzen gezogen werden.

    Gruß Axel
  6. #1985

    Zitat von Sven Greune
    "Seamos realistas y hagamos lo imposible." Che
    Dass Sie sich mit dem Zitat eines Terroristen und Massenmörders schmücken sagt alles. Fehlt bloß noch der "große Vorsitzende" ....
  7. #1986

    Noch gerader gegenüber unreifen Erwachsenen, verehrter Herr, die sind viel gefährlicher (vgl. Geschichte). Über ein paar verbeulte und verbrannte Autos möchte ich mich nicht grämen.
  8. #1987

    Ganz einfach.

    Zitat von AxelJanssen
    Ein kluger Mensch weiss, dass sie nicht Schuld sind sondern die "Verhältnisse". Nur werden die "Verhältnisse" vielleicht nie einem kritikfreien Idealzustand entsprechen.
    Wenn die Verhältnisse Schuld sind ist nie jemand Schuld. Auch bei Änderung der Verhältnisse sind, an allem was dann passiert, nur die nun veränderten Verhältnisse Schuld.

    Die Realität sieht anders aus, es sind immer Menschen die an den sozialen Stellrädchen drehen oder auch Taten begehen. Letztlich versuchen diese sich alle über das Motiv nur ein kleines Rad zu sein zu rechtfertigen. Das reicht bis in die höchste Etage der Macht und bis zum kleinsten gemeinen Verbrecher, seit das Motiv der Determiniertheit von Verhalten grassiert, ist niemand mehr Verantwortlich. Auch Hitler wäre so nur ein getriebens Kind seiner Zeit. Das ist natürlich Absurd, aber Leider ein verbreiter Irrtum, der in Teilen leider schon bis in die Rechtsprechung vorgedrungen ist.

    Diese Dialektik hebelt jegliche Eigenverantwortung aus. So kommt es dann auch dazu, daß in manchen Köpfen der französische Staat Autos anzündet.
  9. #1988

    Mao, Che, und Weltgeschichte

    Zitat von Mardor74
    Dass Sie sich mit dem Zitat eines Terroristen und Massenmörders schmücken sagt alles. Fehlt bloß noch der "große Vorsitzende" ....
    Wenn das alles ist, was Sie zu diesem Thema zu sagen haben...
    Gehen Sie doch wieder in den Queen Mary II Thread - oder tragen Sie doch mal inhaltlich etwas bei. Ueber Weltgeschichte habe ich, ehrlich gesagt, keine Lust mich mit Ihnen auseinanderzusetzen.
    Wie der "grosse Vorsitzende" schon sagte: Wer einen Tiger weckt, sollte einen lang Stock verwenden ;-)
  10. #1989

    Zitat von lejuge
    Es gilt in Europa die Niederlassungsfreiheit. Alle Deutschen dûrfen sich frei in 25 Länder Europäischen Union niederlassen.
    Dieser Teil der Diskussion bezieht sich auch nicht auf EU - Bürger, sondern auf die Integration von nicht EU - Bürgern und hier ging es insbsondere um Muslime und Afrikaner die sich seit Jahren, trotz aller Bemühungen jeder Intergration erfolgreich "entgehen".


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