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Kulturkampf - Ist Europa mit der Integration überfordert?

Abgesänge auf das Unternehmen Multikulti haben derzeit Konjunktur, auch wenn Muslime in Deutschland gegen den Terror im Namen der Religion demonstrierten. Integrationsförderung ist das Gebot, das jetzt für Politik und Gesellschaft gelten soll, flankiert vom flugs wieder reanimierten Begriff der zu respektierenden "Leitkultur". Welches ist jetzt der richtige Weg? Sind Deutschland und auch Europa mit der Integration der Immigranten überfordert? Oder ist es vielmehr gut und fruchtbar, dass Probleme endlich offen diskutiert werden?
  1. #1960

    Zitat von Sven Greune
    Naja, das ist in etwa so, als wenn Ihr Kind den ersten Zahn bekommt (Deutschland), und beim Nachbarn die ganze Huette brennt (90% der Welt). Dass sich die Deutschen da lieber um das schreiende Kind kuemmern ist natuerlich typisch.
    Krasse Fehleinschätzung. Schon mal was von einer Arbeitslosenquote von über 10% und einem Milliarden-Defizit gehört? Tendenz steigend?
  2. #1961

    Zitat von jstm
    Ja, und mit einem Küchenmesser kann man auch eine Kehle durchschneiden. Herrn Greune, das ist doch nun wirklich unter Ihrem Niveau!
    Oskar Lafontaine zu zitieren, sollte generell unter unserem Niveau sein...
  3. #1962

    Diese ganzen Ausschreitungen haben doch nichts mit einem "Kampf der Kulturen" oder ähnlichem zu tun; auch nur zu geringem Teil mit fehlender Integration!
    Ich durfte in der Lehrzeit auch in Deutschland schon in einem Viertel leben, in dem größtenteils Deutsche lebten, in dem aber genau die selbe explosive Stimmung aus totaler Resignation und Gewaltbereitschaft vorherrschte; in dem man sich auch nachts kaum auf die Starße traute - Ausländer lebten hier aber wie gesagt kaum welche.
    Es ist ein rein gesellschaftliches Problem - diese Randgruppen wurden in Ghettos gepfercht, abgeschoben und auf ihre Bedürfnisse, Sorgen und Probleme wurde ein Dreck gegeben.
    Und nun ist es einfach soweit, dass diese Menschen keine Chance mehr sehen, nachdem alles versucht wurde - und alles entläd sich in Gewalt.
    Wer schon einmal eine Zeit in solchen gegenden verbringen durfte kann es leichter verstehen.
    Dies soll keine Entschuldigung für die Randalen sein - aber mich wundert es eher, warum so etwas in Deutschland nicht auch schon passiert ist!
    Auf die Bedürfnisse der "kleinen Leute" wird doch nichts mehr gegeben - und wenn Sie z.B. ein Kind immer ignorieren und ihm wenn dann nur eines auf die Mütze geben, dann wird es aus reiner Ohnmacht auch früher oder später zu Gewalt greifen.
    Vielleicht muss es erst einmal wieder so richtig knallen, damit die Politikerkaste aufwacht - auch hier. Und zwar von allen - gebürtigen Deutschen und integrierten!
  4. #1963

    Randalierer sind integriert, sagt Katzfuß

    Die Randalierer sind ducrhaus integriert, ist mein Eindruck, nur eben in die Kultur ihres Ghettos, die den ihres Herkunftlandes immer mehr ähnelt. Deswegen haben die Imame auch Einfluß auf die jungen Männer: allerdings auch keinen unbegrenzten.

    Wieso es in einer freien gesellschaft zu so eine ghettobildung kommt? Gleich und gleich gesellt sich gern.
  5. #1964

    Zitat von jstm
    Wie kommen Sie darauf, dass dies Gegensätze sind? Die "gescheiterter Einwanderungspolitik", also die irrige Annahme, daß auf ewig Arbeitsplätze für die Immigranten und deren Nachkommen existierten, stellt sich eben in Sozialstaaten als massives Problem für die Sozialsysteme dar, also als "Sozialproblem".
    Was folgern Sie daraus? Immigranten wieder nach Hause schicken, wenn es keine Arbeit mehr gibt? Ähnlich wie ein Unternehmen, dass "überflüssige" Mitarbeiter entlässt.

    Das wäre die Konsequenz aus dieser Argumentation. Richtig?
  6. #1965

    Zitat von ganzweitwech
    ist dass Europa einen grossen Teil an Verantwortung traegt was die Lage in vielen Laendern Afrikas angeht.
    Diese üblichen Mythen führen keinen Schritt weiter; die Misere Afrikas findet in Afrika statt und wird von Afrikanern verantwortet. Europa ist auch nicht "abhängig" von irgendeinem Handel mit Afrika. All dies erfolgt auf freiwilliger Basis.
  7. #1966

    Hautschulabsolventen

    [QUOTE=widdi]Jetzt will auch mal,
    als aller erstes möchte ich mich gleich mal für die nicht gehobenen Sprachkentnisse entschuldigen.
    Ich möchte einmal darauf hinaus das ich nicht glaube das es etwas mit der Integration zu tun hat, denn ich als einheimischer, ehemaliger einziger deutscher Hauptschüler in meiner Klasse verstehe warum die Gewaltbereitschaft immer mehr wächst.
    ...[QUOTE]
    Sehr wichtiger Beitrag.
    Hauptschüler sind auf dem Abstellgleis: siehe aucnh Ausrüstung der Schulen: und ihrer mangelnden Sprachkenntnisse wegen und aufgrund mangenden Selbstvertrauens und Ehrgeizes der Eltern
    sind überwiegend Auslädner darin: ganz überwiegend wie figura zeigt.

    Das ist eine Riesenkatastrophe.
  8. #1967

    Zitat von Finsbury
    Dafür werden nie Personalausweise kontrolliert, weil sie nicht existieren.
    Das ist auch garnicht nötig, denn dank Millionen Überwachungskameras weiß Vater Staat auf den britischen Inseln bald ohnehin zu jedem Zeitpunkt wo sich jeder Bewohner oder Besucher gerade aufhält und was er gerade treibt.
  9. #1968

    Zitat von Click
    Diese Sichweise kann man sicher haben. Das bedingt allerdings, dass man es sich leisten kann.
    Das können wir definitiv nicht.
    Stimmt, wir sind ja nur die drittgroesste Volkswirtschaft in der Welt - wir koennen uns gar nichts leisten...
  10. #1969

    Zitat von jstm
    Interessant, jetzt wo die "Zuwanderer Problematik" offen zu tage liegt, ist es keiner gewesen, und "wir alle sind gefragt". Darf ich Sie daran erinnern, daß noch vor wenigen Jahren die Grünen mit dem Wahlplakat "Bunte Republik Deutschland" für ihr "Einwanderungsgesetz" und mittels dessen für eine massive Ausweitung der Einwanderung geworben haben? Aus welcher politischen Richtung kamen denn diejenigen, die obligatorische Sprachkurse als "Zwangsgermanisierung" denunzierten? Ich freue mich ja durchaus, wenn diejenigen, die all das vertraten, nun klüger geworden sind. Zu den damaligen Fehlern sollte man ober stehen!
    Also ich rede nicht nur von Politikern, sondern von uns Bürgern, die sich mal Gedanken über latenten Rassismus und eventuelle Vorurteile machen sollten, und warum sich soviele Ausländer (auch die, die sich bemühen, was Sprache etc. angeht) hier nicht wirklich integriert fühlen.
    Und, ja ich bin immer noch für eine bunte Republik, je mehr ich in diesem Thread lese...

    MfG
    Mischa Dreesbach


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