Korruption - sind die Verhaltensregeln für Beamte zu streng?

Die Querelen um den Bundespräsidenten brachten alle möglichen Zuwendungen, die noch vor kurzer Zeit als normal und üblich angesehen wurden auf den Prüfstand. Sicher, Beamte müssen unbestechlich sein - aber deutet die Annahme jeder kleinen Zuwendung gleich auf Korruption hin? Was geht, und was geht gar nicht? Sind die Regeln für Beamte hier generell zu streng?
  1. #180

    Zitat von freed&democ Beitrag anzeigen
    Ein beliebtes Beamtenargument: Der Bundeshaushalt.
    Das geht dann so:
    "Beamtenpensionen: ca. 2,1 Milliarden. Punkt 432 hier:
    http://www.bundesfinanzministerium.d...orsp/vsp_j.pdf

    Ist gar nicht so viel relativ zu den Renten: obwohl die Beamten etwa 4% aller Arbeitnehmer ausmachen, bekommen sie nur gut 1% der Altersversorgung." Hä?...
    Tolle Nummer, den HH-Plan des Bundes von 2007 zu nehmen. Wenn ich nicht wüsste, dass Sie unverändert nur geringe Kenntnisse im Haushaltsrecht des Bundes haben, würde ich Ihnen Böswilligkeit unterstellen.
    Denken Sie mal darüber nach.

    P.S.
    Beamte würden das Argument, das Sie hier diesem Personenkreis unterstellen, nicht verwenden, weil sie wissen, was alles auf Bundesebene zur Versorgung gehört.
  2. #181

    Zitat von emschneider Beitrag anzeigen
    ... In jeder Pufferbude finden sich destruktive Angestellte die sich einen Spaß daraus machen dem Chef, der ja sein Gehalt garantiert, eine reinzuwürgen.
    Ungefähr so ...

    Wenn der Chef selbständig ist, muß er dafür sorgen, daß es keine destruktiven Angestellten gibt, sonst er geht Pleite.
    Ist der Chef angestellt, muß er auch dafür sorgen, oder er wird ersetzt.

    Der Aufsichtsratsvorsitzende des BER sagt "Is blöd gelaufen, aber das kennen ja alle die bauen, dauert immer länger und wird teurer."

    Na gut kostet in diesem Fall wohl nach ersten Schätzungen ca. eine Milliarde mehr, aber das dürfte unser "Wowi" uns ja wert sein, oder?

    Obwohl, um seine Intelligenz beneiden uns wohl nicht alle Völker.

    Wowereit ist seinTV-Patzer
  3. #182

    Wer sollte den sonst im AR sitzen?

    Zitat von emschneider Beitrag anzeigen
    Was zu unterschreiben ist...
    ausdrücklich.
    Der rechtliche Vertreter der öffentlichen eigener ist die Landesregierung. Also bestellt der Senat/das Landesparlament die Mitglieder im Aufsichtsrat einer Landesgesellschaft.
    Welche Fachleute wünschen Sie denn? Frau Schickedanz, Baron von Ullmann oder Herrn von Oppenheim. Die haben ja mit Ihrem wirtschaftlichen Sachverstand ein ganzes Bankhaus und einen Warenhauskonzern an den Abgrund geführt.
  4. #183

    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    Tolle Nummer, den HH-Plan des Bundes von 2007 zu nehmen. Wenn ich nicht wüsste, dass Sie unverändert nur geringe Kenntnisse im Haushaltsrecht des Bundes haben, würde ich Ihnen Böswilligkeit unterstellen.
    Denken Sie mal darüber nach.
    Nein, ich bin kein Haushaltsexperte.
    Warum auch.

    Dass nun gerade Sie meinen, eine (nicht) vorhandene Kompetenz diesbezüglich beurteilen zu können, sorgt bei mir für Heiterkeit.;-)

    Wenn man, wie Sie, aber auf auf eine Bitte:
    Zitat von freed&democ Beitrag anzeigen
    Dann ist es Ihnen gewiss ein Leichtes, mir einen (1) Bildungshaushalt zu zeigen, in denen die Pensionslasten der im betreffenden Bildungswesen beschäftigten Beamten aufgeführt sind.
    so antwortet:
    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    Das habe ich nie behauptet, ich sprach vom Bundeshaushalt. …
    ... dann zeugt das entweder (zu ihren Gunsten) von vollkommener Ahnungslosigkeit oder (eher unangenehm) von bewusster Irreführung.

    Für Landesbeamte, ich darf Sie darauf aufmerksam machen, Bildung ist Ländersache, müsste der Landeshaushalt und nicht der Bundeshaushalt Vorsorge treffen.

    Das macht aber kein Landeshaushalt auch nur annähernd. Vielmehr werden die Versorgungslasten externalisiert, d.h. wie etwa die Kosten der Umweltverschmutzung einfach der nächsten Generation, bzw den Folgehaushalten aufgehalst.
  5. #184

    Falsch !

    Zitat von klauss53 Beitrag anzeigen
    Naja die Herren Wowereit und Platzeck wurden bestimmt auch absichtlich in die Irre geführt.
    Ihnen hat garantiert niemand gesagt, daß Aufsichtsrat was mit Aufsicht zu tun hat.
    Wer kann auch so was ahnen - jedenfalls nicht diese beiden Geistesriesen.
    Wie hier ein anderer Forist hier bereits geschrieben hat, Politiker sollten bei der Politik bleiben. Aufsichtsratposten sollten von entsprechenden Fachleuten besetzt werden, also Ingenieuren und/oder Kaufleuten, die die Materie beherrschen.

    Es ist also nicht auf die Politiker zu schimpfen, denn die nachgeordnete Hierarchie hätte ja zumindest eine Berichtspflicht gehabt, sondern es sind einfach die falschen Leute am falschen Platz gewesen.
  6. #185

    Zitat von freed&democ Beitrag anzeigen
    ....

    ... dann zeugt das entweder (zu ihren Gunsten) von vollkommener Ahnungslosigkeit oder (eher unangenehm) von bewusster Irreführung.

    Für Landesbeamte, ich darf Sie darauf aufmerksam machen, Bildung ist Ländersache, müsste der Landeshaushalt und nicht der Bundeshaushalt Vorsorge treffen.....
    Ich erlaube mir, Sie darauf aufmerksam zumachen, dass Sie meinen Beitrag, bezogen auf den mir hinreichend bekannten Bundeshaushalt, auf die mir mehr als hinreichend bekannte Haushaltsgesetzgebung und auf die Aufstellung von (Bundes-)haltsplänen auf einen Landeshaushalt übertragen wollten und diese Unterstellung habe ich von mir gewiesen.
  7. #186

    Zitat von emschneider Beitrag anzeigen
    Richtig was Sie schreiben.
    Als ich in meinem Beruf, im Baugewerbe begann, hatten Techniker und Ingenieure das Sagen.
    Lange her...
    denn im Zuge der Rationalisierungen verschoben sich die Prioritäten.

    Der ist mit seinem Gehalt nicht mehr tragbar.
    Der andere ist mit seinen vielen Betriebsjahren, also einer zu hohen Betriebsrente, untragbar.

    So wurden die Fachleute mit warmen Worten aus den Firmen geschmissen.
    Was kam ?
    Die unsäglichen, nadelgestreiften Jungdynamiker...
    auch BWL Absolventen genannt.
    Manch einer legt ja Wert darauf dass vor dem BWL ein V steht.
    Er adelt sich selbst.
    Bewaffnet mit angesagten Parteibüchern.
    Null Ahnung, von Menschenführung unbeleckt, aber immer an dem von ihnen herbeigeredeten Pulsschlag der Zeit.
    Und, diese mindergebildeten Typen steuern Firmen deren Produkte ihnen mühselig erklärt werden müssen.
    Und was passiert nun, die Firmen suchen verzweifelt die Fachleute, die sie vor Jahren rausgeekelt haben.

    Wie Sie richtig schreiben, mit entsprechenden Fachleuten an entscheidenden Stellen wäre dieses Fiasko mit dem Airport nicht passiert.
    Was Erwarten Sie von einem System das jahrzehntelang den Jungendwahn praktiziert hat , auch mit Unterstützung der Politik.

    Nun ist das Geflenne ( was eigentlich nur pure Heuchelei ist ) der Verursacher groß.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  8. #187

    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    Ich erlaube mir, Sie darauf aufmerksam zumachen, dass Sie meinen Beitrag, bezogen auf den mir hinreichend bekannten Bundeshaushalt, auf die mir mehr als hinreichend bekannte Haushaltsgesetzgebung ...
    Da bleibt nur zu hoffen, dass die mit den öffentlichenen Haushalten befassten Beamten nicht ebensolche Experten wie Sie sind und Lehrerpensionen im Bundeshaushalt suchen.;-)

    Obwohl es auch gleichgültig ist, wo man eine angemessene Vorsorge für die Pensionen sucht, sie ist weder in Bundes- noch in Landeshaushalten ausgewiesen.
    Die Vorsorge ist externalisiert, siehe auch Umweltverschmutzung.

    Die Scham, nein, das ist falsch, Gier schämt sich für nichts. Besser: die Angst vor öffentlicher Entrüstung ist wohl doch zu groß.

    Die Haushalte wären mit zusätzlichen 100erten Milliarden belastet. Das wird verschwiegen (externalisiert). Ein Bilanz"trick", man kann auch -fälschung sagen, der uns einen würdigen Platz innerhalb der sog. PIGS-Staaten sichert.
  9. #188

    Teil 2

    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    Ich erlaube mir, Sie darauf aufmerksam zumachen, dass Sie meinen Beitrag, bezogen auf den mir hinreichend bekannten Bundeshaushalt, auf die mir mehr als hinreichend bekannte ...
    Ich habe kürzlich gelesen, dass ehemalige Berufssoldaten der NVA ihr Ruhegehalt aus der Rentenversicherung beziehen.

    Das bringt mich auf eine Lösung des dräuenden Luxuspensionenproblems.

    Analog zu den Soldaten, für die ja ebenso wie für Beamte die Rentenversicherung gar nicht zuständig ist, könnte man auch mit Beamten verfahren.

    Denn, wo soll man nehmen, es bleiben ja nur die vorsorgenden Ameisen, um die Grillen in ihrem Winter zu versorgen.

    Man kürzt also einfach ("demografisches Problem, demografischer Faktor") weiter die Renten und zahlt mit dem entstandenen Gewinn (um ein, zwei Ecken herum) die Beamtenpensionen.

    Schließlich, wer will dagegen etwas sagen, ist die enorme Zunahme Beamtenluxuspensionäre ja irgendwie auch ein "demografisches Problem".

    Aber der Plan ist wohl gar nicht neu, sondern schon längst in der Ausführung, oder?

    Von den Beamten im Bundestag beschlossen, oder?
    Schließlich sitzt man nicht umsonst an der Quelle.
  10. #189

    Zitat von freed&democ Beitrag anzeigen
    Da bleibt nur zu hoffen, dass die mit den öffentlichenen Haushalten befassten Beamten nicht ebensolche Experten wie Sie sind und Lehrerpensionen im Bundeshaushalt suchen.;-)....
    Habe ich zu keinem Zeitpunkt so gesagt bzw. geschrieben.
    Im Kontext der Fortgang einer Diskussion vermischen Sie eine Menge dessen, was ich geschrieben habe.

    Sie finden Sie aber dennoch im Bundeshaushalt, z.B. die für Lehrer an Bundeswehrfachschulen...und an sonstigen Akademien des Bundes etc.