Forum: Politik
Korruption - sind die Verhaltensregeln für Beamte zu streng?
Die Querelen um den Bundespräsidenten brachten alle möglichen Zuwendungen, die noch vor kurzer Zeit als normal und üblich angesehen wurden auf den Prüfstand. Sicher, Beamte müssen unbestechlich sein - aber deutet die Annahme jeder kleinen Zuwendung gleich auf Korruption hin? Was geht, und was geht gar nicht? Sind die Regeln für Beamte hier generell zu streng?
- #150 19.05.2012 20:05 von
- #151 20.05.2012 07:05 von
Korruption - sind die Verhaltensregeln für Beamte zu streng?
[QUOTE=freed&democ;10211180]Ihre Antwort hört sich an, als hätte ich einem Beamten auf den Fuß gepaut.
Und nicht dass Sie vor Dummheit sterben, sondern vielleicht vor lachen (oder weinen?), hier aus der BZ vom 19.5.:
"Einem Justizvollzugsbeamter wurde im vergangenen Jahr gekündigt, weil er über Jahre hinweg ständig unerlaubt dem Dienst ferngeblieben ist. Starke erinnert sich auch an einen länger zurückliegenden Fall, in dem ein Beamter, der ständig am Arbeitsplatz eingeschlafen ist, entlassen wurde."
Immerhin![/QUOTEsetze wu]
Nun, die Gesetze wurden schon von der SPD in den 70ziger Jahren durch die Aushebelung der bis dato geltenden Krankschreibungen,unterlaufen . Es ist richtig, es gab auch zu unserem Ärger beschäftigte Beamte, die - ohne Attest - ihre 3 Krankheitstage von Montags- bis Mittwochs nahmen - am Donnerstag im Dienst erschienen und ab Freitag wieder - durch eigenen Anruf - ihre 3 Tage frei nahmen - und das über Jahre und zum Ärger der vielen normal arbeitenden Kollegen. Es gab auch Fälle, das waren die Leute in Südafrika - über Jahre - und es wurde von seiten der Politik nicht reagiert.
Das Gleiche Schlaraffenland gibt es bei vielen Hartz IV- Empfängern,
die auch heute noch an irgendeinem Strand der Welt liegen und sich die die Sonne von unseren Steuern auf den Bauch scheinen lassen.
Auch unter den Richtern , Refendaren, Gerichtsvollziehern gab es viele steuerliche Beanstandungen (löbliche Ausnahme: Staatsanwälte) wenn von unfähigen oder kriminell veranlagten Politikern Gesetze geändert werden - ohne die analogen Folgen zu beachten - werden diese von von bestimmten Personen auch ausgenutzt.
Grundsätzlich ist aber die absolute Mehrzahl der Beschäftigten im ÖD -tüchtig und fleißig . Das diese durch die Aushebelung des Steuerechts und dem zu großen politischen Vertrauensvorschuss auf die Eingaben in der EDV und die Abschaffung von Prüfern und Vollziehungsbeamten insbesondere in Berlin, unterlaufen wird, haben diese nicht zu verantworten.
Unterdessen weiß doch jedes Kind, wie der Rohgewinnauf -und Abschlag berechnet wird, damit die Steuerklärung ohne Beanstandung durchläuft und wie man in Europa durch Gründung von Scheinfirmen in Deutschland die Umsatzsteuern seit über 20 Jahren in Milliardenhöhe abgereift etc. - das ist viel schlimmer als Griechenland. - #152 20.05.2012 20:26 von
- #153 20.05.2012 20:39 von
Nie mehr einen Titel...
OT:
Wo gab es die denn?
Im Bund nie!
Zulage für Dienst zu ungünstigen Zeiten gibt es seit Jahrzehnten erst ab 20:00 Uhr und nicht nur für "Außendienstbeamte" (was immer das sein mag).
Zulage für Dienst nach 16:00 Uhr? Kein Wunder, dass man über Beamte lächelt!
P.S.
Frau Süßmuth hatte nie einen "Familien-Dienstwagen", weil es so etwas überhaupt nicht gibt bzw. gab. - #154 20.05.2012 21:43 von
- #155 21.05.2012 12:43 von
In Ihrer kleinen Story kommen zwei Unbekannte vor: der eine genehmigte einen Dienstwagen, der andere ist ein "man" und strich eine Zulage. Deswegen sollten wir nicht über Frau Süßmuth und den "kleinen Außendienstbeamten" reden, sondern über diese beiden Unbekannten. Denn sie tragen die Schuld in Ihrer Geschichte!
- #156 26.05.2012 15:09 von
Der Unterschied ist, wenn man in einem Betrieb eine bestimmte Mindestleistung unterschreitet, wird einem -zu Recht- gekündigt.
Nicht erst, wenn man jahrelang am Arbeitsplatz schläft.
Und nicht zuletzt deshalb bringt man Leistung.
Nehmen Sie nur die ständige Diskussion um mehr Geld in das Bildungssystem.
Von jedem € dort landen 80Ct in Beamtentaschen, Pensionslasten tauchen da noch nicht auf, weshalb Beamte angeblich günstiger als Angestellte sind.
Und diese (Milchmädchen-)rechnung stammt (natürlich) von mit Haushaltsdingen befassten Beamten!
Der grösste Nachteil aber ist, dass sie schlecht bis gar nicht zu Leistung zu motivieren sind, wg Unkündbarkeit.
Dass trotz des Fehlens nahezu sämtlicher Leistungsanreize einige noch eine, relativ zu ihrem Umfeld gesehen, akzeptable Leistung bringen, ist, da haben Sie recht, erwähnenswert.
Jeder leitende Angestellte und jeder Personaler weiß zudem, um noch einmal auf die Kosten zu kommen, dass es auf die persönliche Leistung und auch auf eine der Leistung zuträglichen Betriebsathmosphäre viel mehr ankommt, als auf die Gehaltskosten.
Dieses unser Bildungssystem erinnert stark an die maroden sozialistischen Staatsbetriebe, wo man auch mit immer mehr quasi unkündbarem Personal die Produktivität steigern wollte.
Logischerweise führte und führt diese Strategie zum Gegenteil. - #157 26.05.2012 16:48 von
Nie mehr einen Titel...
So irrig, wie diese Behauptung ist der Inhalt Ihres gesamten Beitrags.
Selbstverständlich tauchen "Pensionslasten" in öffentlichen Haushalten auf, nur heißen die nicht so, sondern Versorgungslasten oder Rücklagen für Versorgung.
Und in die entsprechenden Fonds zahlen Beamte, Soldaten, Professoren und Richter schon seit Jahren ein neben den Beträgen, die der Dienstherr abführt. - #158 26.05.2012 17:27 von
Tolle arrogannte Anspruchshaltung
Geändert von ( um Uhr)
In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch. - #159 26.05.2012 18:00 von
Ist doch immer die gleiche Frage, ich kenne Sie nicht, wie man sich beim Auftraggeber, angefangen bei der Auftragsannahme bis zur Endabnahme aufführt.
Denn umsonst sind doch nicht dutzende TV-Berichte in aller Regelmäßigkeit , quer Beet über private oder öffentliche rechtliche Sender erschienen die die Nöte der Häuslebauer in eindrucksvoller Weise schildern wo Häuslebauer kein Kontakt mit den Bauarbeitern aufnehmen konnten weil die kein Deutsch sprachen.
Ich habe noch nie einen TV-Bericht gesehen, wo über die Unterversorgung durch ( private ) Bauherren mit Zigaretten oder Getränke geklagt wurde.
Tatsache ist aber auch das in keiner anderen Branche die Schwarzarbeit so stark ausgeprägt ist wie in der Baubranche, und durch sogenannte "Subunternehmer" dies noch befördert wird.
Razzia -- Kampf gegen Schwarzarbeit am Bau | Made in Germany - YouTubeGeändert von ( um Uhr)
In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
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