Nach dem Tod von Kim Jong-Il steht der Konflikt zwischen Süd- und Nordkorea vor einer ungewissen Zukunft. Können die beiden Länder aus der Geschichte der deutschen Wiedervereinigung lernen?
Bevor über eine Wiedervereinigung Koreas spekuliert wird, müssten die Koreaner zunächst lernen, sich wieder als ein Volk zu begreifen. Deutschland hatte trotz Einbindung beider Staaten in befeindete Militärpakte mindestens ab W. Brandt die Gemeinsamkeiten gehegt und ausgebaut und den jeweiligen "Großen Bruder" davon abhalten können, an der innerdeutschen Grenze loszuschlagen. Der Zusammenstoß NATO - Warschauer Pakt blieb aus. Sondern Ost- und Westdeutsche gingen 1989 nach der Maueröffnung lachend zusammen und standen sich nicht in einem Bruderkrieg gegenüber.
Wenn man das wollte , hätte man es bereits getan.
Die deutsche Wiedervereinigung ist 20 Jahre her, und sie ging von der ostdeutschen Bevölkerung aus. In Korea besteht diese Chance auf absehbare Zeit nicht. Solange noch USA und Südkorea sich an ihre blödsinnige " Schurkenstaaten-Theorie" klammern , rüstet Nordkorea so stark auf , daß die Bevölkerung keine Chance für liberale Ideen hat. Auch für die DDR musste erst ein Gorbatschow kommen , der mehr Vernunft besaß, als alle US-Präsidenten, mit denen er es zu tun hatte. Erinnert sich keiner mehr an die Kriegstreiber Reagan und Bush sen .?
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In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.