Joachim Gauck – der bessere Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten?

Er selbst rechnet sich kaum Chancen auf das Amt des Bundespräsidenten aus. Doch zumindest soll Oppositionskandidat Gauck dem Favoriten Wulff bei der Wahl einige Stimmen abjagen. Die FDP äußerte Sympathien für den früheren Chef der Stasi-Unterlagenbehörde. Wäre Gauck der eigentlich bessere Kandidat für das Amt?
  1. #2060

    Jau...

    Zitat von huggi Beitrag anzeigen
    ... wie man als Anhänger der Partei die Linke behaupten kann diese Partei hat ein Programm ist mir schleierhaft, ...

    ... siehe hier: http://die-linke.de/partei/dokumente.../vorbemerkung/

    ... diese Eckpunkte dienen als Krücke um der Anforderungen an ein Parteiprogramm halbwegs zu entsprechen...
    ...deshalb kommen die etablierten Parteien auch immer wieder fünf Jahre später aus dem Loch gekrochen und machen genau das was die LINKE lang vorher schon empfohlen hat, weil sie anders gar nicht mehr können. Das wird dann als alternativlos verkauft, aber man traut sich nur ein bischen, und auf der anderen Seite kann man die vergangenen Fehler auch nicht so einfach zugeben und so entstehen erzwungene "Kompromisschen" ohne Hand und Fuss.
    Wie etwa die halbherzigen Branchenmindestlöhne die nur bedingt helfen, und deren Überwachung äusserst schwierig und uneffektiv ist und bleiben wird.
    SPD, GRÜNE, CDU, CSU, und FDP stolpern planlos auf dem politischen Felde weiter, geführt von einer "Bankenlobby" die ihnen die Richtung zum Abgrund weisst.
  2. #2061

    Gauck braucht die Linkspartei, nicht umgekehrt

    Wenn Joachim Gauck Bundespräsident werden will, dann braucht er die Linkspartei und nicht umgekehrt.
    Ich begreife die Unfähigkeit der SPD-Führung nicht, zwar mit den Stimmen der Linkspartei zu kalkulieren, sie aber nicht rechtzeitig ins Boot der Kandidatenaufstellung zu holen.
    Ob in Berlin oder NRW - die SPD ist peinlich unprofessionell einfach nicht regierungsfähig.
  3. #2062

    Zitat von SvenKnoch Beitrag anzeigen
    Ich wünschte mir, die Demagogen würden schweigen. Ich wünschte mir, Lafontaine würde schweigen.
    Nein, lasst sie reden! Je mehr die Linkspartei Wulff attackiert, desto mehr redet sie sich um Kopf und Kragen.

    Alex
  4. #2063

    Zitat von ak-73 Beitrag anzeigen
    Kurz gesagt: Ja.

    Gauck ist ein Mann, der die Gegenwart von Grund auf hinterfragen kann, ein Mann der durchaus treffenden Analyse - vielmehr als Kontrahent Wulff.

    Mit großem Wohlwollen nehme ich die Ablehnung und die bitterbösen Attacken durch die Linkspartei auf den Kandidaten den sich das Volk wünscht zur Kenntnis.

    Diese Ablehnung Gaucks durch die SED-Nachfolge-Nachfolge-Partei wird nicht so schnell vergessen werden. :-)

    Gruß,
    Alex
    So, so. Der Herr Gauck hinterfragt. Sowenig wie in der DDR hinterfragt hat, tut er das heute. Nur zur Info: Dieser Herr hat sich dem Neuen Forum erst angeschlossen, als die Messen gesungen waren. Er war keineswegs in der Opposition. Und zu seiner heutigen Haltung: Ich zitiere in einfach mal wörtlich: Eine "antikapitalistische Attitüde ist mir suspekt", es sei Unsinn, wegen einer Finanzkrise den Kapitalismus abschaffen zu wollen.
    Damit ist dann wohl alles gesagt.
  5. #2064

    *

    Zitat von SvenKnoch Beitrag anzeigen
    Ich wünschte mir, die Demagogen würden schweigen. Ich wünschte mir, Lafontaine würde schweigen.
    Ich wünschte mir, dass alle Gauck wählten, die Linke eingeschlossen. Damit dieser selbstverliebte, spalterische und neoliberale Militarist die Möglichkeit bekäme, sich selbst und die, die ihn gerade hochjazzen, zu entlarven.

    Vermutlich aber wird er ungewählt in die Bedeutungslosigkeit, aus der er kam, zurückfallen.
  6. #2065

    Ein PFUI an Herrn Lafontaine/Die Linke!

    Sehr geehrte Herren Lafontaine/Gysi,

    hören Sie endlich auf, Herrn Gauck demontieren zu wollen. Sind Sie sooooo weit im Niveau gesunken, dass Sie das nötig haben? Es wird Wählerstimmen kosten, Herrn Gauck zu disqualifizieren. Bisher habe ich von Ihnen/Ihrer Partei sehr viel gehalten, aber im Augenblick sind Sie gerade dabei, sich selbst persönlich und auch als Partei zu demontieren und unglaubwürdig zu werden!

    Folgen Sie nicht den anderen Parteien, die nur aus parteipolitischen Gründen handeln, sondern "do what you preach", das heißt, verfolgen Sie den/das Beste für das Volk! Damit würden Sie sich von den Parteien unterscheiden und Wählerstimmen generieren können. Wenn Sie in der Präsidentenfrage aber auch nur parteipolitisch agieren wie alle anderen Parteien, verspielen Sie Ihre Glaubwürdigkeit und Ihre Akzeptanz im Volk!

    Lassen Sie einen Herrn Gauck Bundespräsident werden! Er hat die Kraft, eine Vorbildfunktion zu übernehmen und verfügt über Moral- und Ethikvorstellen, die offenbar Ihnen und den etablierten Parteien inzwischen fremdgeworden und abhanden gekommen sind! Ihre Kanditatin ist zwar honorig, wird aber die Wahl nicht gewinnen können. Schwächen Sie die herrschende Regierung und unterstützen Sie Herrn Gauck! Das kommt Ihren Zielen - wenn sie denn ernst gemeint sind - am nächsten.

    Ein PFUIIIII für Ihre Gauck-Diffamierungen!!!!!!
    Überlassen Sie die "Wildsauen und Gurkentruppen-Politik" den etablierten Parteien und stellen Sie sich nicht auf dieselbe niveaulose Stufe, sondern denken Sie an DAS VOLK, was die etablierten Parteien seit vielen Jahren vergessen haben!
  7. #2066

    Zitat von Kaiserbubu Beitrag anzeigen
    Nachdem sich jeder drittklassige Journalist an Lafontaine abarbeiten durfte und dieser für den rechten Mob die Haßfigur schlechthin darstellt ist es klar, dass der Spiegel vornweg ihn zitiert. Die Reaktionen erfolgen reflexartig bei den üblichen Verdächtigen.
    Gauck, der in seiner Wortwahl gegenüber der Linken oft ein Opfer seiner ideologischen Befangenheit ist, darf sich da nicht beschweren. Wer als Präsident aller Deutschen schon im Vorfeld die Mitglieder eine demokratischen Partei derart diskreditiert hat in dem Amt des Bundespräsidenten nichts verloren.
    Tatsächlich lässt man sich viel zu leicht von der Nomonierung durch die SPD dieses Kandidaten blenden. Allerdings wenn man genauer hinschaut wer dahinter steckt und aus welcher Ecke der Applaus kommt, dann wird schnell klar, Gauck ist Mann der Konservativen mit einer politischen Grundhaltung von gestern.
    Er hat keine Fähigkeit zu integrieren, weil er von seinen ideologischen Vätern beseelt mit den alten Rezepten weiter macht, die uns von einer Krise in die nächste geschickt haben.
    Dem ist absolut nichts hinzuzufügen. Es gibt also doch noch Menschen die mitdenken.
  8. #2067

    Pillepalle? Eher blaue Pille!

    Zitat von tollhans Beitrag anzeigen
    (...)

    Das ist selbstverständlich alles Pillepalle!

    Die wahren Gründe für die Vorbehalte der Linken hat Gysi heute vor einer Woche bei Plasbergs Talk genannt: z. B. Kriegsunterstützung und grundsätzliches Einverständnis mit Hartz IV. Plasberg versprach Klärung im Faktencheck. Dieser enthielt zunächst eine Anmerkung, wonach sich die Redaktion um eine Stellungnahme von Gauck bemüht. Diese Hoffnung hat sich wohl zerschlagen: die Anmerkung ist weg. Zum Faktencheck kann nunmehr ein SPON-Interview herangezogen weden, in dem Gauck klarmacht:

    - Afghanistan-Einsatz in Ordnung, wird nur ungeschickt vermittelt
    - Sparpaket notwendig, nur unausgewogen (das heißt doch wohl, dass Hartz IV an sich o.k. ist)

    Damit ist knapp aber ausreichend dokumentiert, wofür Gauck steht und dass er bestenfalls für die rechten Flügel der SPD und der Grünen tragbar ist. Von seiner unerträglichen Besserwisserei und seiner Fähigkeit zur Polarisierung vorerst mal zu schweigen.
    Einfach lächerlich -> siehe unten!

    Zitat von tollhans Beitrag anzeigen
    Woher kommen nun all die heißblütigen Gauck-Fans?

    Ganz sicher sind etliche eifrige Jusos drunter, die ihren Sigmar unterstützen wollen und die Facebook-Gemeinde angestoßen haben. Letztere tendiert, wenn überhaupt, eher zur Piratenpartei, ist aber immer dabei, wenn es gilt, die Macht des Webs zu demonstrieren.

    Keine Piraten, aber unter falscher Flagge segelnd sind alle diejenigen, die von steuerbord (=rechts) her kommend in Gauck den idealen Kandidaten sehen, um Merkel den Todesstoß zu versetzen und gleichzeitig eine rot-rote Annäherung zu hintertreiben.

    Diese Gruppe (z. B. Seeheimer Kreis und Teile der CDU) haben Gauck zum nützlichen Idioten erkoren (das ist keine Beleidigung, sondern ein terminus technicus für einen, den man fördert, solange er einen Zweck erfüllt, und anschließend fallen lässt).
    Sehen Sie, Sie sind nicht nur auf dem völlig falschen Dampfer, Sie sind irgendwann schon längst über Bord einer offen pluralistisch demokratischen Gesellschaft gegangen. Sehen überall nur perfide Strategie ohne eigene Überzeugung, überall U-Boote, und Fürsprecher können nur (wenn's g'rad' keine JUSOS sind), von rechts kommen. Typisch verquaste Linksideologie.

    Sie offenbaren genau die Matrix an Denkstrukturen, welche ich bereits passend beschrieb:
    Zitat von Humboldt Beitrag anzeigen
    Im Gegenteil. Eher scheinen die hier so reflexartig, ja fast schon kaderhaft auftretenden Linksideologen weiterhin in ihrer vorkonfigurierten Matrix gefangen. Viele, die hier so scheinbar als Hüter der einzigen Wahrheit auftreten, erinnern mich mehr an den immer überheblich und zynisch, am Ende aber doch nur zutiefst frustrierten Mr. Smith.

    Ich habe rechtzeitig die rote Pille gewählt!
    Und übrigens: Wegen Ihrer scharfsinnigen Unterstützergruppenanalyse! Wie erbärmlich falsch Sie liegen sehen Sie allein daran, das ich z.B. weder ein Sozie noch ein Konservativer und schon gar nicht ein (Neo)Liberaler bin. Habe nie die Piratenpartei gewählt, sondern bin Grüner durch und durch und wähle diese, seit ich 18 bin!

    Also, das mit Ihrem Scharfsinn - Dat war nix!
  9. #2068

    Zitat von ak-73 Beitrag anzeigen
    ... Oskar Lafontaine entpuppt als genau der "Wendehals" als den man ihn immer vermutet hat. Früher Sozialdemokrat, heute Sozialist, je nachdem welche Karrieremöglichkeit sich bietet ...
    Sie sind also auch der Meinung, daß den Linken im Gegensatz zur SPD die Zukunft gehört.

    Da stimme ich Ihnen zu.
  10. #2069

    Sehr

    Zitat von Einbauschrank Beitrag anzeigen
    Sorry, dann sind zu bürgerlich etabliert. Daß Linke soviel in Foren rumposten liegt meist daran, daß sie sonst nichts zu tun haben.
    gut beobachtet.