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Joachim Gauck – der bessere Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten?

Er selbst rechnet sich kaum Chancen auf das Amt des Bundespräsidenten aus. Doch zumindest soll Oppositionskandidat Gauck dem Favoriten Wulff bei der Wahl einige Stimmen abjagen. Die FDP äußerte Sympathien für den früheren Chef der Stasi-Unterlagenbehörde. Wäre Gauck der eigentlich bessere Kandidat für das Amt?
  1. #2050

    Ist er eindeutig

    Nichts gegen Herrn Wulff. Aber ein paar Ecken und Kanten dürfter er schon haben unser nächster BuPrä.

    Was allerdings den kurznackigen Westentaschennapoleon von der Saar angeht, der in allen seinen Ämtern kläglichst versagt hat und seine Rückzieher hinter rotgesichtigem und künstlich aufgeregtem Rumgehechle verbergen möchte....Der hat nun endgültig bewiesen, dass er richtig ist in seiner Partei, die kein Demokrat mit gesundem Menschenverstand wirklich wählen kann. Was für ein Verein von Windbeuteln, professionellen Querulanten und Vergangenheitsverdrängern. Wem man, wie im Fall des Gutmenschenkonvoi mit Hilfe der Hamas erstmal den Unterscheid zwischen "Stöckern" und Eisenstangen erklären muss, der wird auch nicht den Unterschied zwischen einer roten Diktatur und unserem Staat erkennen. Sowas verbogenes kann man nicht einmal mehr ignorieren.
  2. #2051

    Ich wünschte mir, die Demagogen würden schweigen. Ich wünschte mir, Lafontaine würde schweigen.
  3. #2052

    Da kommt Lafontaine doch gerade Recht

    Nachdem sich jeder drittklassige Journalist an Lafontaine abarbeiten durfte und dieser für den rechten Mob die Haßfigur schlechthin darstellt ist es klar, dass der Spiegel vornweg ihn zitiert. Die Reaktionen erfolgen reflexartig bei den üblichen Verdächtigen.
    Gauck, der in seiner Wortwahl gegenüber der Linken oft ein Opfer seiner ideologischen Befangenheit ist, darf sich da nicht beschweren. Wer als Präsident aller Deutschen schon im Vorfeld die Mitglieder eine demokratischen Partei derart diskreditiert hat in dem Amt des Bundespräsidenten nichts verloren.
    Tatsächlich lässt man sich viel zu leicht von der Nomonierung durch die SPD dieses Kandidaten blenden. Allerdings wenn man genauer hinschaut wer dahinter steckt und aus welcher Ecke der Applaus kommt, dann wird schnell klar, Gauck ist Mann der Konservativen mit einer politischen Grundhaltung von gestern.
    Er hat keine Fähigkeit zu integrieren, weil er von seinen ideologischen Vätern beseelt mit den alten Rezepten weiter macht, die uns von einer Krise in die nächste geschickt haben.
  4. #2053

    Diskussion?

    Zitat von Kurt2 Beitrag anzeigen
    Sehe ich ebenso. Es ist mir eine Freude zu sehen, wie die "Linkspartei" von ihrem "genialen" geliebten Führer Lafontaine schnurstracks ins Abseits geführt wird.
    ..und das augenscheinlich ohne innerparteiliche Diskussion. Da sage einer der demokratische Zentralismus sei tot.

    Merkt diese Truppe, die sich absurderweise das Etikett "die Linke" ans Revers knüpft, eigentlich noch, dass sie Tag um Tag einen Beweis nach dem anderen dafür liefert, dass man mit ihnen politische Kompromisse nicht zu gestalten sind?
  5. #2054

    Zitat von Einbauschrank Beitrag anzeigen
    ... Und shcon der alte "neoliberale" Erhard hat vor einem vorsorgenden Sozialstaat gewarnt. ...
    Erhard hat mit dem heutigen Neoliberalismus nicht das Geringste zu tun.
    Müßten Sie halt mal ein bischen googeln.
  6. #2055

    Zitat von Einbauschrank Beitrag anzeigen
    Daß der freiheitliche Staat oberste Priorität hat, ist doch angesichts zwei deutscher Dikaturen (die beide Male kollektivistisch organisiert waren) nur logisch. Und shcon der alte "neoliberale" Erhard hat vor einem vorsorgenden Sozialstaat gewarnt. Freiheit *vom* Staat ist die klassischste liberale Position. Der Sozialstaat, der von Bismarck eingeführt wurde, um die Bevölkerung gefügiger und obrigkeitstreuer zu machen und der von Hitler, Adenauer und auch den Sozi-Greisen in der DDR als Instrument für den Machterhalt genutzt wurde, ist aus dieser Warte als bevormundend und daher kritisch zu bewerten. Die *alte* SPD hat mit ihren Arbeiterhilfsvereinen auch Hilfe zur Selbsthilfe propagiert statt Paternalismus.
    Gequirlter Unsinn.

    Richtig ist:

    ... Der nach dem Zweiten Weltkrieg in Westdeutschland aufgebaute Sozialstaat beruhte auf dem grundlegenden Versprechen der Politik, dass die aus harter Arbeit bezahlte Sozialversicherung im Falle unverschuldeter Notlagen, also bei Krankheit und Arbeitslosigkeit, aber auch im Alter, den Fall ins Bodenlose verhindert und den in der Erwerbsphase erarbeiteten Lebensstandard in ausreichendem Maße schützt. Gleichzeitig sollte
    über eine gerechte Verteilung der Marktergebnisse „Wohlstand für alle“ erreicht werden. Im Verständnis der sozialen Marktwirtschaft sollte „die alte konservative soziale Struktur“, nämlich eine „dünne Oberschicht, die sich jeden Konsum leisten konnte“ und eine „sehr breite Unterschicht mit unzureichender Kaufkraft“ überwunden werden. „Allen arbeitenden Menschen soll nach Maßgabe der fortschreitenden Produktivität ein ständig wachsender Lohn zukommen (alle Zitate nach Ludwig Erhard: „Wohlstand für alle“). ...


    http://library.fes.de/pdf-files/wiso/05032.pdf
  7. #2056

    Politische Spielereien

    Da es doch letzten Endes der Linken ziemlich egal sein kann, ob der nächste Grüßaugust Wulff oder Gauck heißt wäre das doch eine wunderbare Gelegenheit für ein wenig Spaß an der Sache. Genügend FDP und evtl. CDU Abweichler vorausgesetzt, wäre es nicht eine schöne Schlagzeile: "Wulff mit Hilfe der Linken zum Bundespräsidenten gewählt!"
    Einige in der CDU würden vor Wut im Dreieck springen und Wulff bekäme, was er verdient.
    Aber ich fürchte, soviel strategische Weitsicht würde die meisten Mitglieder und Anhänger der Linken überfordern. Schön wärs trotzdem ;-)
  8. #2057

    eine gewagte parallele: die ddr lebt in den neurosen fort

    ich zieh trotz sonnenscheins und arglosem wetter über berlin mal eine gewagte parallele:

    nachdem ich persönlich (sehr persönlich) einige menschen mit vereinigungshintergrund kennenlernen durfte, habe ich folgendes resümee:

    obwohl sie den großteil ihres lebens schon im wirklich "neuen deutschland" verbracht haben, stehe sie aufgrund ihrer kindprägung ("das verlorene paradies" der eltern) und ihrer noch nicht ganz ausgewachsenen loslösung vom "alten gedankengut" noch mit einem moralischen bein (wenn auch unausgesprochen) in der "anti-west-koalition". und die ist spürbar.

    im ganz kleinen privaten leben wird - aber das auf breiter front - moralische jagd auf wessis gemacht.

    und dabei ist j. gauck gar kein wirklicher wessi. aber: ein kollaborateur in den augen vieler.

    meine zugegeben persönlich sicht
  9. #2058

    Zitat von Kurt2 Beitrag anzeigen
    Sehe ich ebenso. Es ist mir eine Freude zu sehen, wie die "Linkspartei" von ihrem "genialen" geliebten Führer Lafontaine schnurstracks ins Abseits geführt wird.

    Nicht ins Abseits geführt, sondern sich selbst *demaskiert*.

    Die Linkspartei entpuppt sich als eine Partei, die sich von Ihrer Vergangenheit überhaupt nicht gelöst hat und Oskar Lafontaine entpuppt als genau der "Wendehals" als den man ihn immer vermutet hat. Früher Sozialdemokrat, heute Sozialist, je nachdem welche Karrieremöglichkeit sich bietet.



    Allein dafür hat sich Gauck schon um die Republik verdient gemacht. :-)


    Gruß,
    Alex
  10. #2059

    Klar der bessere Kandidat

    Neben Gauck wirkt Wulff wie ein Schuljunge.


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