Ich bin ein Steuerzahler (nicht zu knapp) und mir tut es weh, wenn ich mich verhöhnen lassen muss. Es tut mir ausgesprochen weh, wenn man meinen z.B. meinen Intellekt verhöhnt. Denn von meinen Steuern zahlt nun der Staat Mrd an die Banken, die - ganz markt-liberal - ein Haufen guter Geschäfte gemacht haben, von denen nur profitiert haben, die ihr Geld für sich arbeiten lassen konnten. Nein nicht die kleinen - meine kapitalgedeckten Zusatzrentenversicherungen sind samt und sonders den Bach abgegangen. Nein, die Grossen.
Mir tut es weh, wenn ich noch jahrelang die Zinsen für die EZB-Kredite an die Banken zahlen muss. Und mir tut es weh, wenn von meinen Steuern auch das Kindergeld für Ackermann und Co gezahlt wird.
Mir tut es auch weh, wenn ich Steuern zahlen muss für ein "überflüssiges" Entwicklungshilfeministerium, dessen Minister offensichtlich erst seit seiner Ernennung an den Sinn desselben glaubt. Mir tut es weh, wenn ich höre, dass es nur bei Entwicklungs - und Aussenministeriumsarbeit aus einer Arbeit Sinn macht, aber die Etat beider Ministerien dann trotz dieser ungeheuren Synergie wachsen.
Sowas tut mir weh, nicht aber dass von meinem Steuergeld auch der einen oder andere "unwillige" Hartz4ler alimentiert
wird. Denn das sind Peanuts. Würde man die ca 2 % Missbrauchsfälle tatsächlich sanktionieren mit 33% Abzug, wären dass von den etwas über 20 mrd Hartz4 Kosten, wären das so etwa die Summe die uns Steuerzahler die Etat Erhöhung von Guido Westerwelles Aussenministeriums kostet.
(statt zuvor von GW geforderter Einsparungen von 16 mio eine Etaterhöhung um 128 mio, also satte 140 mio).
Wer verhöhnt hier also den Steuerzahler?



