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Ist Guido Westerwelles Kritik an Hartz IV berechtigt?

Mit seinen Äußerungen zum Thema Hartz IV hat der FDP-Chef Guido Westerwelle eine Debatte losgetreten, die inzwischen den nach Ansicht mancher überforderten Sozialstaat und seine Leistungen zum Zentrum hat. Sind Guido Westerwelles Kritikpunkte an Hartz IV berechtigt?
  1. #1600

    Lieber Pröben

    Zitat von pröben Beitrag anzeigen
    Es müssen Bedingungen geschaffen werden, daß Sozialleistungen zu erhalten keinesfalls erstrebenswert sein kann, eigene Arbeit dagegen schon. Dem Steuerzahler tut es weh, wenn er sich von Schmarotzern verhöhnen lassen muß, die er finanziert !!
    Ich bin ein Steuerzahler (nicht zu knapp) und mir tut es weh, wenn ich mich verhöhnen lassen muss. Es tut mir ausgesprochen weh, wenn man meinen z.B. meinen Intellekt verhöhnt. Denn von meinen Steuern zahlt nun der Staat Mrd an die Banken, die - ganz markt-liberal - ein Haufen guter Geschäfte gemacht haben, von denen nur profitiert haben, die ihr Geld für sich arbeiten lassen konnten. Nein nicht die kleinen - meine kapitalgedeckten Zusatzrentenversicherungen sind samt und sonders den Bach abgegangen. Nein, die Grossen.
    Mir tut es weh, wenn ich noch jahrelang die Zinsen für die EZB-Kredite an die Banken zahlen muss. Und mir tut es weh, wenn von meinen Steuern auch das Kindergeld für Ackermann und Co gezahlt wird.
    Mir tut es auch weh, wenn ich Steuern zahlen muss für ein "überflüssiges" Entwicklungshilfeministerium, dessen Minister offensichtlich erst seit seiner Ernennung an den Sinn desselben glaubt. Mir tut es weh, wenn ich höre, dass es nur bei Entwicklungs - und Aussenministeriumsarbeit aus einer Arbeit Sinn macht, aber die Etat beider Ministerien dann trotz dieser ungeheuren Synergie wachsen.
    Sowas tut mir weh, nicht aber dass von meinem Steuergeld auch der einen oder andere "unwillige" Hartz4ler alimentiert
    wird. Denn das sind Peanuts. Würde man die ca 2 % Missbrauchsfälle tatsächlich sanktionieren mit 33% Abzug, wären dass von den etwas über 20 mrd Hartz4 Kosten, wären das so etwa die Summe die uns Steuerzahler die Etat Erhöhung von Guido Westerwelles Aussenministeriums kostet.

    (statt zuvor von GW geforderter Einsparungen von 16 mio eine Etaterhöhung um 128 mio, also satte 140 mio).

    Wer verhöhnt hier also den Steuerzahler?
  2. #1601

    1969 - Weichenstellung ins heutige Desaster

    Zitat von bammy Beitrag anzeigen
    Wo haben Sie das her. Unsere gesetzlichen Rentenkassen haben noch nie größere Reserven, als die Schwankungs- bzw. Währungsreserve rückgelegt. Das ist nun mal so im Umlageverfahren.
    Das Abschnittdeckungsverfahren unter Adenauer sah eine Mindestreserve von einem Jahr vor.

    1969 betrug die BfA-Rentenreserve 2 Jahre,
    die LVA-Rentenreserve 8 Monate.
    1982 waren die Reserven auf NULL.

    Nachzulesen in der Gedenkschrift 50 Jahre BfA.

    Weitere Kennzeichen der 70er:
    Der öffentliche Dienst wuchs von 2 auf 4 Mio Beschäftigte.
    Allein wegen dem ÖTV-Klunker-Streik wuchs die öffentliche Verschuldung um 15 Mrd. Euro. Jahr für Jahr.
    Die Renten wurden von ca. 750 Euro auf 1000 Euro erhöht.
    2 Mio offene Stellen wandelten sich in 2 Mio Arbeitslose.
    Die gesamten Staatsschulden stiegen von ca. 60 auf 360 Mrd. Euro
    Die Firmenpleiten stiegen von ein paar Tausend auf 30.000 jährlich.
    alles unter destatis bzw bpb.de nachlesbar.

    Nur, wer will das schon wissen.

    Weder Kohl, Schröder, Merkel/Westerwelle und auch zukünftige Kanzler werden´s nicht mehr reparieren können.
    Es sind die Sozialpolitiker, die den Sozialstaat zerstören.

    sparel
  3. #1602

    Zitat von idealist100 Beitrag anzeigen
    Wohin soll ein Hochschulabsolvent nach 30 Berufsjahren mit 54 Jahren noch hin geschult und entwickelt werden? Der Mensch wird erst einmal seine Ersparnisse aufbrauchen dürfen und ist somit für die ARGE nicht interessant (kostet kein Geld); nach dem alles erarbeitete weg ist kommt der in ein Bewerbungstraining und darf sich auf nicht vorhandene Stellen bewerben. Er ist halt keine 30 Jahre mit 20 jähriger Berufserfahrung.
  4. #1603

    Zitat von friedrichii Beitrag anzeigen
    Wenn Sie es sich von Ihren Bezügen absparen können ist es ja in Ordnung. Ansonsten denke ich nicht. Warum sollen andere Ihnen einen Urlaub bezahlen? Habe ich keine Lust zu...
    Hier geht es nicht um Lustbarkeiten, sondern Pflichten. Nach unserer Verfassung obliegt es dem Staat, für ein angemessenes Versorgungsniveau einzustehen. Dazu gehört auch Urlaub.
  5. #1604

    Genau das meine ich mit Inhumanität

    Zitat von idealist100 Beitrag anzeigen
    Wohin soll ein Hochschulabsolvent nach 30 Berufsjahren mit 54 Jahren noch hin geschult und entwickelt werden? Der Mensch wird erst einmal seine Ersparnisse aufbrauchen dürfen und ist somit für die ARGE nicht interessant (kostet kein Geld); nach dem alles erarbeitete weg ist kommt der in ein Bewerbungstraining und darf sich auf nicht vorhandene Stellen bewerben. Er ist halt keine 30 Jahre mit 20 jähriger Berufserfahrung.
    Es gibt andere europäische Länder, die die Erfahrung und den Leistungswillen älterer Arbeitnehmer nutzen (z.B. Dänemark).
    Das reiche Deutschland ist in dieser Hinsicht ziemlich ideenlos momentan. Kann sich aber in Zukunft ändern bei sinkender Geburtenrate.
  6. #1605

    Wer nicht arbeitet, soll auch nichts zu essen haben!

    Zitat von kaheng Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um die Frage, ob Hartz-IV Empfänger Schneeschippen sollten oder nicht. In den sozialen Töpfen ist immer weniger Geld. Wenn wir weiterhin alle Sozialhilfeempfänger versorgen wollen, müssen wir mit dem Geld sorgsamer umgehen und die Schwachen vor den Faulen schützen.
    Genau! BRAVO! Endlich die richtige Forderung!! Die Schwachen vor den Faulen schützen!!
    Wer nicht arbeitet, soll auch nichts zu essen haben!
    Also: Enteignet die Faulen, die sich darauf ausruhen, daß die anderen für sie arbeiten!
    Das meinten Sie doch - oder?
    Unter uns: Ist aber Sozialismus, ne, sogar Kommunismus - und nicht umgekehrt!
    Mal kapiert??

    Bloß: Guido W. sagt doch immer, das Gegenteil sei Sozialismus: Dass die, die nicht arbeiten, mehr haben als die, die arbeiten. Das hat man bisher immer für Kapitalismus gehalten.

    Irgendwie geht da was durcheinander - ich bin schon ganz verwirrt!

    Zitat von kaheng Beitrag anzeigen
    Es gilt nach wie vor: wenn man in Deutschland die Wahrheit sagt, wird man lächerlich gemacht oder als Populist beschimpft.
    Richtig! Und damit muß jetzt endlich Schluß sein!
    Also wieder her mit der Losung der großen kommunistischen Revolution:
    "Im Kapitalismus gilt: Wer zu Essen hat, braucht nicht zu arbeiten!
    Im Kommunismus gilt: Wer nicht arbeitet, soll nichts zu Essen haben!"

    Also, hab ich da was verwechselt oder Guido W.? Hilfe!!!
  7. #1606

    Falsch !

    Zitat von ALG III Beitrag anzeigen
    Als Arbeitsloser unterschreibe ich einen Eingliederungsvertrag, aber nicht freiwillig, sondern gezwungenermassen. Sie werden ja wohl zugeben, dass das ein gewaltiger Unterschied ist.
    Niemand zwingt Sie !
  8. #1607

    Sie nicht

    Zitat von ALG III Beitrag anzeigen
    Klarer Fall von Stigmatisierung. Macht Ihnen das eigentlich Spass, gegen Menschen zu hetzen, die unverschuldet in die Arbeitslosigkeit gerutscht sind?
    was ich so von Ihnen gelesen habe, sind Sie nicht unver-
    schuldet in die Arbeitslosigkeit gerutscht.

    Ich möchte Sie nicht als Kollegen oder Nachbarn haben.
  9. #1608

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit seinen Äußerungen zum Thema Hartz IV hat der FDP-Chef Guido Westerwelle eine Debatte losgetreten, die inzwischen den nach Ansicht mancher überforderten Sozialstaat und seine Leistungen zum Zentrum hat. Sind Guido Westerwelles Kritikpunkte an Hartz IV berechtigt?
    Deutschland befindet sich in der schlimmsten wirtschaftlichen Krise seit dem zweiten Weltkrieg...verursacht durch Banker, Investmentmanager, Finanzexperten und Großunternehmen...also klassischem FDP-Klientel. Und Herr Außenminister Westerwelle hat in dieser Situation nichts besseres zu tun als ohne Unterbrechung auf die ärmsten Bevölkerungsschichten Deutschlands zu schimpfen.
  10. #1609

    Das Außenminsterium als ein Euro-Job.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit seinen Äußerungen zum Thema Hartz IV hat der FDP-Chef Guido Westerwelle eine Debatte losgetreten, die inzwischen den nach Ansicht mancher überforderten Sozialstaat und seine Leistungen zum Zentrum hat. Sind Guido Westerwelles Kritikpunkte an Hartz IV berechtigt?
    Guido hat viel zu tun und wenig Freizeit. - Zur Zeit verzettelt er sich. Die Welt ist groß und Guido kann nicht überall gleichzeitig sein. Er kann nicht die Hartz IV Empfänger zur Raison bringen und gleichzeitig in Afghanistan Taliban von der freien Marktwirtschaft überzeugen. - Aber er könnte Taliban nach Deutschland verfrachten, denn die haben es drauf. Ein Resozialisierungsprogram für Taliban hier in Deutschland. Immerhin schaffen die Turbanträger auf Hartz-IV-Niveau ganze Großmächte. Vielleicht könnten die unsere Wirtschaft in Schwung bringen. Ein paar Selbstmordattentate und schon ist der Bedarf geweckt und ganze Märkte entstehen.

    Die Hartz-IV-Empfänger würden dann in Afghanistan von den Vorzügen der freien Marktwirtschaft überzeugen. Kein Geld, aber viel zu tun. Den tüchtigen winkt das Glück. Freie Wirtschaft für alle. - Ihr könnt einen Sozialstaat aufbauen, aber ohne Guido als Außenminister. Und: Gebt eure Waffen ab un den Sprengstoff und die Drogen. - Ich finde man sollte Guido dringend zurückstufen und durch einen Anrufbeantworter oder eine Website ersetzen.

    Prinzipiell würde man dort die gleichen Nachrichten erhalten. Am besten die ganze F.D.P. Technisch funktioniert das. Und man würde Kosten sparen und enorme Investitionskosten freisetzen.

    Unsere Regierung ist der letzte Kostenfaktor auf einem Weg zur freien Gesellschaft.

    Nur den starken winkt das Glück. - Guido, ein schutzbedürftiges Weichei?








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