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Hat sich die Kanzlerin bei der Euro-Krise über den Tisch ziehen lassen?

Mit großen Vorsätzen war die Kanzlerin zum EU-Gipfel gereist, doch Angela Merkel konnte ihr Nein nicht durchhalten: Italien und Spanien setzten sich in einem Brüsseler Verhandlungsmarathon fast vollständig durch. Der Zugang zum Rettungsfonds ESM wird deutlich erleichtert. Hat sich die Kanzlerin bei der Euro-Krise über den Tisch ziehen lassen?
  1. #520

    Des Kaisers neue Kleider

    Zitat von rabenkrähe Beitrag anzeigen
    .........

    Die erzählen keine Märchen, die demonstrieren ihre Unwissenheit und run, was ihnen die Finanzinstitute einflüstern, das sind schließlich die Fachleute, wie wir spätestens seit der Lehman-Pleite wissen....
    rabenkrähe
    Es gibt bestimmt Märchen die gut zur jetzigen Situation passen.
    Also, nix gegen Märchen...))
  2. #521

    Zitat von rabenkrähe Beitrag anzeigen
    .........

    Die erzählen keine Märchen, die demonstrieren ihre Unwissenheit und run, was ihnen die Finanzinstitute einflüstern, das sind schließlich die Fachleute, wie wir spätestens seit der Lehman-Pleite wissen....
    rabenkrähe
    Das meinen Sie doch jetzt nicht im Ernst?
    Was wissen wir denn seit der Lehmann pleite?
    Dass grosse Banken, wegen der Systemrelevanz mit Steuergeldern vor der Pleite gerettet werden müssen?
    Das haben Ihnen die "Fachleute" erzählt!
    Sicher ist für mich, dass diese Art von "Fachleuten" den A..... offen haben bis zur Kellertreppe.
    Man hätte ausnahmslos ALLE Banken und Versicherungen pleite gehen lassen sollen, die sich VERZOCKT hatten.
    Danach hätte man Vermögen bis zu einer gewissen Grenze staatlich gerettet, das wäre viel billiger geworden als die 400 Milliarden, die es dem deutschen Steuerzahler seit 2008 gekostet hat.
  3. #522

    Zitat von krassopoteri Beitrag anzeigen
    Das meinen Sie doch jetzt nicht im Ernst?
    Was wissen wir denn seit der Lehmann pleite?
    Dass grosse Banken, wegen der Systemrelevanz mit Steuergeldern vor der Pleite gerettet werden müssen?
    Das haben Ihnen die "Fachleute" erzählt!
    Sicher ist für mich, dass diese Art von "Fachleuten" den A..... offen haben bis zur Kellertreppe.
    Man hätte ausnahmslos ALLE Banken und Versicherungen pleite gehen lassen sollen, die sich VERZOCKT hatten.
    Danach hätte man Vermögen bis zu einer gewissen Grenze staatlich gerettet, das wäre viel billiger geworden als die 400 Milliarden, die es dem deutschen Steuerzahler seit 2008 gekostet hat.
    Genau.
    Das ständige Gerede man wolle nur die kleinen Sparkonten sichern bzw. der Industrie den Zugang zu Krediten gewähren ist absolut lachhaft.
    Jeder sollte sich mal die Thesen von der Wagenknecht zu Gemüte führen.
    Ich bin kein Freund linker Theorien, aber wo sie Recht hat sie Recht.
  4. #523

    Der Froschkönig

    Zitat von rokool Beitrag anzeigen
    Genau.
    Das ständige Gerede man wolle nur die kleinen Sparkonten sichern bzw. der Industrie den Zugang zu Krediten gewähren ist absolut lachhaft.
    Jeder sollte sich mal die Thesen von der Wagenknecht zu Gemüte führen.
    Ich bin kein Freund linker Theorien, aber wo sie Recht hat sie Recht.
    Naja, die Frau Wagenknecht und der Oskar sind ja eher haute-culture als normal Beschäftigte.
  5. #524

    Scharfmacher ...

    Zitat von glücklicher südtiroler Beitrag anzeigen
    Das was ich sagen wollte ist daß in allen Ländern physische Dinge mit Protesten 'bekämpft' werden. Aber wieviele werden sich mit dem ESM beschäftigen und wieviele sich mit EZB und den Interaktionen zwischen Wirtschaft, Politik und Finanz...
    Was passiert wenn....
    nicht allzuviele Gedanken, um so mehr wird sich der Unmut gegen die vermeintliche Sündeböcke richten. Die an der Regierung beteiligte Parteien können es wunderbar kanalisieren. Laut Umfragen erfreut sich Frau Kanzlerin einer gewissen Beliebtheit, aber auch 66% wünschten sich ein Ausscheiden von Griechenland. Ein Spagat...
    Noch vor zwei Jahren war es Sarrazin der "dem Volke aus der Seele sprach", übrigens sehr wohl medial ausgeschlachtet, beide Seiten profitierten, im wahrsten Sinne des Wortes.
    Seitdem hat sich die Eurokrise verschärft, dementsprechend die verbale Ausfälle. Es ist nicht mehr vordergründig eine innerdeutsche Angelegenheit, andere müssen nun verstärkt herhalten, für die Gefährdung von Deutschland AG. Die Vergemeinschaftung des Wirtschaftstandortes knöpft sich die Unrentablen europaweit vor, um sie am Pranger zu stellen und um sich Luft zu verschaffen. Sarrazin war gestern, heute ist Söder & Co. angesagt - populistisch aus der Mitte der Gesellschaft. Der Terror der Ökonomie passt in das neoliberale Zeitalter.... und argumentiert dementsprechend.

    Mario Monti weiss auch um die Gefahren und dass die Zeit drängt, denn Italien macht Fortschritte im Sparen aber Rezession in Italien: Wirtschaft schrumpft im zweiten Quartal - SPIEGEL ONLINE
  6. #525

    Zitat von marant Beitrag anzeigen
    Sarrazin war gestern, heute ist Söder & Co. angesagt - populistisch aus der Mitte der Gesellschaft. [/url]
    Eigentlich sprechen Söder & Co den gewissen Satz bis zu Ende aus.
    Nämlich das GR aus dem Euro raus muss.
    Kauder & Co sind da nur Verdummungskünstler wenn er ungefähr sagt: " Sollte GR die Sparauflagen nicht einhalten, dann gibts kein Geld mehr"...., Söder vervollständigt da nur Kauder´s gedankliche gleichlautende Konsequenz.

    Und Gysi meint GR soll im Euro bleiben das würde uns "nur" 80 Milliarden kosten? Er hat nur vergessen das er eigentlich "per annum" meinte auf die nächsten fuffzich Jahre.
  7. #526

    Aschenputtel

    Zitat von 1Piantao Beitrag anzeigen
    Eigentlich sprechen Söder & Co den gewissen Satz bis zu Ende aus.
    Nämlich das GR aus dem Euro raus muss.
    Kauder & Co sind da nur Verdummungskünstler wenn er ungefähr sagt: " Sollte GR die Sparauflagen nicht einhalten, dann gibts kein Geld mehr"...., Söder vervollständigt da nur Kauder´s gedankliche gleichlautende Konsequenz.

    Und Gysi meint GR soll im Euro bleiben das würde uns "nur" 80 Milliarden kosten? Er hat nur vergessen das er eigentlich "per annum" meinte auf die nächsten fuffzich Jahre.
    Früher sagte man ja immer:
    Mitgegangen, mitgehangen.
    Aber Europa hat einen Geburtsfehler.
    Es hat die Selbstbedienungsmentalität, die im Dunstkreis politischer Entscheidungsträger anscheinend systemrelevant ist, niemals ersetzen können durch echte transparente Kontrolle.
    Wohin sind denn all die Strukturgelder versickert?
    O.K.: Deutschland-Ost hat auch jede Menge bekommen, das REsultat ist bekannt, die Autobahnen und etc. sind dort in einem besseren Zustand als in Deutschland-West.
    Aber kauf hier mal ein paar angebliche Biozitronen aus Spanien.
    Saftlose Früchte, das ist Europa?
    DEr Schuh muss schon passen.
  8. #527

    Ich verstehe die ganze Aufregung nicht.
    Das EUROPA ist doch die Umsetzung der Träume eines Bundeskanzlers, der ja bekanntlich über die Durchführung gewisser Geldtransaktionen recht gut im Bilde war. Nur sitzen seine "namenlosen Spender" irgendwo auf ihrer Yacht und schippern durch die Karibik.

    Nun steht Angie genau vor dem selben Problem; nur dieses mal ist es nicht die CDU sondern Europa und die "namenlosen Spender" sind dieses mal bekannt: die deutschen Steuerzahler.
    Angie muss jetzt den "politischen Sondermüll" ihres politischen Ziehvaters entsorgen. Ich glaube eher, ihr "Ziehvater" hat sie über den Tisch gezogen.

    Während ihrer Zeit im politischen Widerstand gegen das sozialistische/kommunistische Regime hatte sie einfach keine Zeit, sich mit der Ökonomie der sozialen Marktwirtschaft zu befassen. Und dann kam Onkel Helmut und erklärte der kleinen, naiven Physikerin den Westen (inkl. Europa).

    P.S.: Ich frage mich, welche weltfremden Märchenonkel - und Tanten haben die Begriff Nobelpreis und Helmut Kohl zusammen in einem Satz genannt?
  9. #528

    Mervyn King will nun auch alles tun ...

    Zitat von 1Piantao Beitrag anzeigen
    Eigentlich sprechen Söder & Co den gewissen Satz bis zu Ende aus.
    Nämlich das GR aus dem Euro raus muss.
    Kauder & Co sind da nur Verdummungskünstler wenn er ungefähr sagt: " Sollte GR die Sparauflagen nicht einhalten, dann gibts kein Geld mehr"...., Söder vervollständigt da nur Kauder´s gedankliche gleichlautende Konsequenz.

    Und Gysi meint GR soll im Euro bleiben das würde uns "nur" 80 Milliarden kosten? Er hat nur vergessen das er eigentlich "per annum" meinte auf die nächsten fuffzich Jahre.
    ... und nicht nachstehen.

    Ihr Text bestätigt nur meinen, vorausgegangen wohlgemerkt ...

    übrigens die Briten machen mit, alle Kraft voraus ... sollte sich einer bei den Briten beschweren ;o) damit ist nicht mal die Olympia gemeint, was Gold Britain dem alten Kontinent zeigt. Draghi weiss wo der Wind herkommt ...
  10. #529

    capro espiatorio...

    Zitat von marant Beitrag anzeigen
    ...
    Seitdem hat sich die Eurokrise verschärft, dementsprechend die verbale Ausfälle. Es ist nicht mehr vordergründig eine innerdeutsche Angelegenheit, andere müssen nun verstärkt herhalten, für die Gefährdung von Deutschland AG. Die Vergemeinschaftung des Wirtschaftstandortes knöpft sich die Unrentablen europaweit vor, um sie am Pranger zu stellen und um sich Luft zu verschaffen. Sarrazin war gestern, heute ist Söder & Co. angesagt - populistisch aus der Mitte der Gesellschaft. Der Terror der Ökonomie passt in das neoliberale Zeitalter.... und argumentiert dementsprechend.

    Mario Monti weiss auch um die Gefahren und dass die Zeit drängt, denn Italien macht Fortschritte im Sparen aber Rezession in Italien: Wirtschaft schrumpft im zweiten Quartal - SPIEGEL ONLINE
    Ja; es wird schärfer...
    Aber letztendlich haben die Scharfmacher doch schlechte Karten. Blicken wir mal weg von der bayrischen Politfauna und betrachten wir mal Österreich. Dort weis man seit der Herabstufung wie schnell man vom Musterknabenstatus ins Fadenkreuz der Märkte wechseln kann. Seitdem ist man sich in Wien bewußt daß es besser ist auf Sicht zu fahren und nicht den scheinbar einfachen Lösungen zu vertrauen. Es ist gerade das Problem der Scharfmacher daß sie außer 'Hellas raus' ecc. keine Lösungen anzubieten haben. Es wird also nix mit FPÖ Strache's Regierungsträumen. Er hat außer seinem Anti€Kurs nichts zu bieten...

    Das merkt der Wähler; in Ö wie in D; da hat Fr. Merkel mit ihrem pragmatischen(und auch flexiblen&lernfähigen) Kurs besser zu fahren. Daß sie in anderen Hauptstädten und bes. von manch ausländischen Medien angefeindet wird, nützt ihr in der deutschen Innenpolitik ungemein. Die Eliten der deutschen (Export)Wirtschaft und Hochfinanz wissen, daß solche Gestalten wie Söder und Dobrindt nichts aber auch gar nichts zu bieten haben und daß es gefährlich wäre Hellas ins Aus zu schicken. Weil wohlgemerkt; der default würde im € stattfinden weil ein Raus ohne Zustimmung Athens nicht geben kann. In Frankfurt hat man die Rechnung längtst gemacht; so erklären sich auch die "Fortschritte" Athens und das lob der Troika. No way; es gibt kein Grexit(auch wenn ich mich hier weit aus dem Fenster lehne; aber laut meiner These ist den Verantwortlichen die Kartoffel zu heiß... ;)

    Italien bekommt einen heißen Krisenherbst; die kleinen Erfolge gehen leider im Getöse aus spread und Rezession unter. Der Markt preist die politische Unsicherheit ein. Unter Umständen nützt es aber Monti weil das könnte leicht dazu führen daß er nach 2013 weitermacht. Angesichts der italienischen Politfauna muß ich mir es sogar wünschen...








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