Forum: Politik
Hat die Piratenpartei eine Zukunft?
Locker übersprang die Piratenpartei in Berlin die Fünf-Prozent-Hürde und zog ins Stadtparlament ein. Für viele Wähler und Politiker überraschend, genießen die Piraten dennoch vor allem bei jüngeren Wählern Vertrauen und wecken Erwartungen. Werden die Piraten wirklich frischen Wind in die Politik bringen? Hat die Partei eine Zukunft - auch bundesweit?
- #2610 27.01.2012 15:57 von
Dazu dient aber dieser Ihr Beitrag auch nicht gerade. Wenn Sie sich zu diesen "wir" zählen, dann tun Sie bitte, was Sie nicht lassen können. Für mich sind diese Argumentationen zum Urheberrecht sehr interessant, und sie gehören offenbar durchaus zur Zukunft der Piratenpartei. Wobei auch ich schon mehrfach der Meinung war, dass diese Fragen keine Parteiangelegenheit sein müsste; das war sie nämlich schonmal, siehe 60/40-Quote, wo streng nach Ost- bzw. West-Komponist getrennt wurde. Damals u.a. wegen GEMA-Tantiemen.
- #2611 27.01.2012 16:06 von
Wir alle wissen, dass nicht der Staat darüber entscheiden sollte, ob Künstler staatstreu und unkritisch genug sind, um ihren Beruf ausüben zu dürfen.
Und es ist auch nicht Aufgabe des Staates, unbequeme Künstler "in die Produktion" zu schicken oder ihnen die Staatsbürgerschaft abzuerkennen.
So etwas ist mit einer freien Gesellschaft zum Glück nicht vereinbar. - #2612 27.01.2012 16:06 von
Wir brauchen eine verantwortungsvolle Opposition. Kritik muß das rechte Maß haben. Ich sehe für die Piraten keine Chance, sich nützlich zu machen. Chaotentruppen in den Parlamenten haben wir schon genug: Grüne, Linke, Piraten, Nationalsozialisten... Trudes Graue Panther sind ja zum Glück Schnee von gestern. Wie die SPD, die hoffnungsfroherweise auch bald in der Vergessenheit versinken wird.
- #2613 27.01.2012 16:15 von
Eben das betonte ich in #2609. Und wir Ossis waren es selber, die alles abgeschafft haben, was die Freiheit einengte. Nett, dass Sie daran erinnern.
Doch nun nimmt sich die Piratenpartei vor - eine Partei wohlgemerkt, das mit dieser "Freiheit" für Urheber und User anders umgegangen werden soll als bisher - , und falls sie mal regiert, werden Sie hoffentlich genau darauf achten, dass dann die Freiheit gewahrt bleibt. - #2614 27.01.2012 16:42 von
Eine Zukunft haben die immer.
Egal in welcher Form.
Egal mit welchen Inhalten.
Wurden sie entzaubert, nennen sie sich Freibeuter.
Als "Neue Wilde" käme dann die Gefolgschaft auch infrage.
"Die Unerschütterlichen" wäre auch ein Gruppierungsname.
Es gibt immer eine Gruppe, die mit nichts was anfangen will.
Die Piraten haben ja auch noch kein vorzeigbares Programm.
Nur als Internet-Liberale kann man auf Dauer nicht existieren.
Wie die erst ihre freiheitliche Internet-Grundordnung verfluchen,
wenn sie Opfer der mißbrauchten Freiheit werden. - #2615 27.01.2012 17:18 von
Umgekehrt
wird ein Schuh draus: ich will gerade nicht, dass irgendwelche Regelungen das naturgegebene Recht des Urhebers, über den Gebrauch seiner Werke zu entscheiden, unangemessen beeinträchtigen.
Bei manchen "Piraten" hatte man das Gefühl, dass nur das "wie" des Gebrauchs fremden "geistigen Eigentums" zu regeln sei, das "ob" aber völlig außer Frage stünde. - #2616 28.01.2012 08:16 von
Mit anderen Worten streben Sie nach der christlich-liberalen Einheitspartei? Etwas ähnliches hatten wir schon mal auf dem Boden unseres Landes mit der SED, hat nicht so geklappt. ;-)
Parteien- Vielfalt ist schon Inhalt einer funktionierenden Demokratie.
Und worüber sollten wir uns dann ereifern können, wenn Ihre ganzen "Chaotentruppen" nicht mehr da wären? - #2617 28.01.2012 08:55 von
- #2618 28.01.2012 10:45 von
Deren Ziel ist die eigene Abschaffung
Zu lesen ist ja was sie wollen. Wenn die anderen Parteien ihre Ziele übernehmen, dann wollen sie sich auflösen. Das einzige Ziel war die absolute Freiheit des Netzes. Mehr war bisher nicht drin bei den Piraten. Mangels anderer Ziele kochen sie auf Sparflamme. Es sei denn, sie bekommen Spaß und das Geld mit der Macht und werden danach süchtig. Abwarten. Protestwähler gab es schon immer. Wenn die sich bei den Piraten tummeln, ist es ja noch auszuhalten. Würden alle Piraten in ihrem privaten Umfeld gemobbt, wäre es schnell vorbei mit dem Programminhalt.
- #2619 28.01.2012 11:09 von
Abgesehen davon, dass Sie diese "christlich-liberale Einheitspartei" einfach so selber erfinden und dem Foristen unterstellen wollen, ist der Vergleich zur damaligen sozialistisch-kommunistischen Einheitspartei ebenso unzutreffend wie überflüssig. Dass die Nachwende-SPD eine noch linkere Partei neben sich sich bilden und wachsen ließ, ist höchst zweifelhaft und offensichtlich eine Schwächung der linken Seite der Demokratie - gewollt von wem? Zu verstehen ist das nur, wenn man diesen Parteien eine quasi naturgegebene Oppositionsrolle zubilligt - unabhängig vom letzten SPD-Kanzler. Alle Vereinigungen/Zusammenarbeiten von Sozialdemokraten und Linken (bis auf wenige Ausnahmen) werden im Ansatz zerredet oder fallen wieder auseinander. - Die Partei der Piraten sitzt zunächst im Berliner Abgeordnetenhaus auf den Bänken der Opposition. Und Wowereit ist gelassen genug, sich mit dieser "Vielfalt der funktionierenden Demokratie" zu arrangieren. Koalitionen zwischen Oppositionsparteien sind nicht üblich. (warum eigentlich nicht?), und so können wir noch eine Weil warten, bis aus den Reihen der Piratenpartei Minister, Senatoren, Staatssekretäre usw. neue Gesetze auf den Weg bringen können.
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