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Hat die Demokratie in islamisch geprägten Ländern eine Chance?

Die politischen Umbrüche in den Ländern Nordafrikas brachten schon das Ende von Diktatoren, aber auch Hoffnungen auf eine demokratische Zukunft in diesen Ländern. Doch Skeptiker bezweifeln, dass der Übergang zu solchen politischen Strukturen funktioniert. Hat die Demokratie in islamisch geprägten Ländern eine Chance?
  1. #1580

    Faschisten lieben die Demokratie nicht

    Der koranfixierte Islamfaschismus war jahrhundertelang eine regelrechte Erfolgsreligion und hatte unter anderem kulturelle Höchstleistungen vollbracht. Ein Despot löste den anderen ab, die in der Anfangszeit den Islam zu einer dem Christentum deutlich überlegenen Religion machten. Demokratie hat den islamischen Ländern bisher keinen durchschlagenden wirtschftlichen und sozialen Erfolg gebracht , wie auch die christlichen Großherrscher nur selten auf das Gottgnadentum verzichteten. Das richtige Pferd, auf das al Kaida setzt, ist mithin der Despotismus. Ob da nun angeblich Gott über Code19 mit seinen sich Unterwerfenden spricht, oder ein Adolf Hitler einer überlegenen arischen Rasse mit Mythen den Hof macht, die Wege der Religionsfaschisten ähneln sich einander.

    Just zu der Zeit, als Antje Vollmer an der Heinrich Heine Universität in Düsseldorf in ihrer Vorlesungsreihe gegen den allgemeinen Religionsfaschismus zu Felde zog, fand ein Mohammed Haidar Zammar in den Nachbarhörsälen reichlich Gefolgsleute für seine Gegenbewegung. Vermutlich ohne, dass Antje Vollmer dies bemerkte. Ausgerechnet die zweite Fatwa gegen Amerikaner und Juden wurde zeitgleich mit Antje Vollmers Vorlesung im direkten Nachbarhörsaal verkündet. Die Unterstützung der demokratiegestützten Freiheitsbeegungen in den arabischen Ländern bleibt übrigens aus, auch Christen sehen ihre wirtschaftlichen Interessen besser durch Despoten vertreten. Für den Erfolg der wenigen demokratischen Bewegungen in den arabischen Ländern sieht es nicht gut aus, zu sehr stehen wirtschaftliche Privatinteressen im Vordergrund und auch wir sehen gerne über die Tatsache hinweg, dass sich in unserem nur indirekt demokratischen regierten System privatinteressenzentrierter Parteienfaschismus wieder breitgemacht hat, der unser gesamtes demokratisches Gebäude unterhöhlt und uns schnurstracks in die neoliberale Gefangenschaft einer Scheindemokratie führt.
    Ich verstehe sehr gut, dass die Funktionäre der al Kaida ihr Heil im Relgionsfaschismus suchen und jeder Demokratie eine Absage erteilen. Politischer Erfolg lässt sich am leichtesten durch pseudoreligiöse Bewegungen erreichen, die sich an Privatinteressen orientieren. Auf jeden Fall ist das in der arabischen Welt der Fall und auch meine Glaube an ein demokratiefixiertes Europa entschwinden inzwischen.

    Ich habe am eigenen Leibe die Unterwanderung unserer mächtigsten deutschen Demokratievertretung erleben müssen, die auch unter anderen in der Vergangeheit einen sogenannten großen Führer hervorbrachte. Genau einen solchen, gegen den Antje Vollmer mit ihrer Vorlesung vor gut 12 Jahren an unserer Universität zu Felde zog.

    Wohin die Erfolgsreise der al Kaida geht, lässt sich noch nicht sicher bestimmen, auf jeden Fall haben deren Verschwörer eine Bewegung in Gang gesetzt, die nicht notgedrungen in der Machtablösung durch den einen sunnitischen Stammes enden muss, von dem die Bewegng ihren Ausgang nahm.

    Auch in arabischen Ländern sind inzwischen wieder Stimmen zu vernehmen, die der Trennung von Kirche und Staat das Wort reden.
    Der christlichen "teile und herrsche"-Strategie sind diese keineswegs dienlich und werden in der Regel auch nicht mit Waffen unterstützt.
    So weit es deutsche Waffenlieferungen an Lybier angeht, erfolgten diese keineswegs an die Seite, die demokratische Ziele verfolgt. Es darf vorerst nicht gehofft werden.
    Bernd Schlüter
  2. #1581

    Chancen?

    Zitat von Claes Elfszoon Beitrag anzeigen
    ... es geht [...] den als Religonen kamouflierten Ideologien (und den anderen, auf materiellen oder gesellschaftlichen Mechanismen basierenden) um nichts anderes als um die Macht an sich. Nur in den westlichen Demokratien wird dieses organisierte Machtstreben wenigsten teilweise gemildert durch die verschiedenen Kontrollinstanzen und die pure Willkür bekommt einen legitimere Grundlage - etwas Besseres haben wir nicht zur Verfügung.
    ...
    Das ist eigentlich der Kern der ganzen Auseinandersetzungen: Es ging und geht immer nur um die Macht in Händen von wenigen gegen die durch Bevölkerungsmehrheiten kontrollierte Macht, Demokratie genannt.

    Letztere ist aber eine vergängliche Kostbarkeit. Denn stets schnappten Minderheiten nach der absoluten Macht. Sie waren immer sehr erfinderisch in der Entwicklung von schlüssig klingenden Vorwänden mit wohlklingenden Neamen, um sich in ihren Besitz zu bringen. Sie gaben das mal als Religion, Sozialismus oder eine andere Ideologie aus, aber es lief immer auf das Gleiche hinaus: Macht in Händen einer Minderheit. Und die kostet gewöhnlich Millionen Menschen das Leben.

    Da Menschen leichtgläubig sind, fallen sie immer wieder darauf herein. Und so bleibt das Wort von John Adams als Warnung gültig:

    "Demokratie währt nie lange. Sie verschwendet, erschöpft und ermordet sich selbst. Es gibt keine Demokratie, die nicht Selbstmord begeht."
  3. #1582

    nun

    Zitat von syracusa Beitrag anzeigen
    Richtig. Und drüfen Sie dreimal raten, auf welche Weise die Rennaisance-Philosophen von Aristoteles und Platon erfahren haben.
    Da braucht man nicht zu raten. Man kann dies nachlesen, sogar mit Quellenangabe.
    Z.B. hier:
    http://diepresse.com/home/kultur/new...das-belogenste

    oder, ergänzend und sehr ausführlich, hier:
    http://europenews.dk/de/node/41039

    Ergebnis also: Es waren nicht die Araber, die die griech. Wissenschaften überliefert haben. Es konnte auch gar nicht sein, da viele der damaligen griechischen Schriften gar nicht ins arabische übersetzt wurden, da sie mit dem Islam nicht in Einklang zu bringen waren.
  4. #1583

    falsch

    Zitat von syracusa Beitrag anzeigen
    Aristoteles hat aber nicht mehrfach gelebt. Wir wissen nur aus dem Umweg über muslimische und jüdisch-arabische Philosophen von Aristoteles, und dessen Rezeption ab dem 12. Jahrhundert auch durch christliche Geisteswissenschaftler .....
    Sie unterliegen schlicht einem Irrtum, was ich Ihnen schon an anderer Stelle belegt habe.

    Die Araber haben damit gar nichts zu tun, da sie selbst nicht alle Schriften hatten.
    Es gibt viele Texte, die nie ins arabische übersetzt wurden.








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