Der koranfixierte Islamfaschismus war jahrhundertelang eine regelrechte Erfolgsreligion und hatte unter anderem kulturelle Höchstleistungen vollbracht. Ein Despot löste den anderen ab, die in der Anfangszeit den Islam zu einer dem Christentum deutlich überlegenen Religion machten. Demokratie hat den islamischen Ländern bisher keinen durchschlagenden wirtschftlichen und sozialen Erfolg gebracht , wie auch die christlichen Großherrscher nur selten auf das Gottgnadentum verzichteten. Das richtige Pferd, auf das al Kaida setzt, ist mithin der Despotismus. Ob da nun angeblich Gott über Code19 mit seinen sich Unterwerfenden spricht, oder ein Adolf Hitler einer überlegenen arischen Rasse mit Mythen den Hof macht, die Wege der Religionsfaschisten ähneln sich einander.
Just zu der Zeit, als Antje Vollmer an der Heinrich Heine Universität in Düsseldorf in ihrer Vorlesungsreihe gegen den allgemeinen Religionsfaschismus zu Felde zog, fand ein Mohammed Haidar Zammar in den Nachbarhörsälen reichlich Gefolgsleute für seine Gegenbewegung. Vermutlich ohne, dass Antje Vollmer dies bemerkte. Ausgerechnet die zweite Fatwa gegen Amerikaner und Juden wurde zeitgleich mit Antje Vollmers Vorlesung im direkten Nachbarhörsaal verkündet. Die Unterstützung der demokratiegestützten Freiheitsbeegungen in den arabischen Ländern bleibt übrigens aus, auch Christen sehen ihre wirtschaftlichen Interessen besser durch Despoten vertreten. Für den Erfolg der wenigen demokratischen Bewegungen in den arabischen Ländern sieht es nicht gut aus, zu sehr stehen wirtschaftliche Privatinteressen im Vordergrund und auch wir sehen gerne über die Tatsache hinweg, dass sich in unserem nur indirekt demokratischen regierten System privatinteressenzentrierter Parteienfaschismus wieder breitgemacht hat, der unser gesamtes demokratisches Gebäude unterhöhlt und uns schnurstracks in die neoliberale Gefangenschaft einer Scheindemokratie führt.
Ich verstehe sehr gut, dass die Funktionäre der al Kaida ihr Heil im Relgionsfaschismus suchen und jeder Demokratie eine Absage erteilen. Politischer Erfolg lässt sich am leichtesten durch pseudoreligiöse Bewegungen erreichen, die sich an Privatinteressen orientieren. Auf jeden Fall ist das in der arabischen Welt der Fall und auch meine Glaube an ein demokratiefixiertes Europa entschwinden inzwischen.
Ich habe am eigenen Leibe die Unterwanderung unserer mächtigsten deutschen Demokratievertretung erleben müssen, die auch unter anderen in der Vergangeheit einen sogenannten großen Führer hervorbrachte. Genau einen solchen, gegen den Antje Vollmer mit ihrer Vorlesung vor gut 12 Jahren an unserer Universität zu Felde zog.
Wohin die Erfolgsreise der al Kaida geht, lässt sich noch nicht sicher bestimmen, auf jeden Fall haben deren Verschwörer eine Bewegung in Gang gesetzt, die nicht notgedrungen in der Machtablösung durch den einen sunnitischen Stammes enden muss, von dem die Bewegng ihren Ausgang nahm.
Auch in arabischen Ländern sind inzwischen wieder Stimmen zu vernehmen, die der Trennung von Kirche und Staat das Wort reden.
Der christlichen "teile und herrsche"-Strategie sind diese keineswegs dienlich und werden in der Regel auch nicht mit Waffen unterstützt.
So weit es deutsche Waffenlieferungen an Lybier angeht, erfolgten diese keineswegs an die Seite, die demokratische Ziele verfolgt. Es darf vorerst nicht gehofft werden.
Bernd Schlüter



