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Hat Barack Obama eine zweite Chance verdient?

Wenig ist von der positiven Aufbruchstimmung geblieben, die den Beginn von Barack Obamas erster Amtszeit als Präsident der USA kennzeichnete. Die Mühen des täglichen Geschäfts, ständige Querelen mit dem Widerstand der Republikaner für Reformprojekte, außenpolitische Krisen, immer noch kaum wachsende Wirtschaft - Obamas Elan scheint erlahmt, die Kritik wächst. Jetzt stehen wieder Präsidentschaftswahlen an: Hat Obama eine zweite Chance verdient?
  1. #50

    [[/QUOTE]
    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    Die ´Tea Party`ist eine basis-demokratische Bewegung, die in sehr kurzer Zeit entstanden ist.
    Diese Bewegung, die keine Partei im deutschen Sinne ist, hat die Eigenheiten des amerikanischen Parteiensystems genutzt und sich unter dem Emblem der Republikanischen Partei Wahlen gestellt.
    Die Tea-Party weder Basis- noch demokratisch sondern eine ziemlich beängstigende Organisation:

    Sie verbreitet Hass ( insbesondere gegen die Zentralregierung ) im Auftrag einflussreicher Milliardäre.

    Es soll wohl die Wut die viele (insbesondere Mittelschichtler) empfinden ,von den Verursachern (Wall-Street) auf die Zentralregierung gelenkt werden.

    Ziel ist es den Staat zu übernehmen, um ihn zu schleifen:

    Sozialprogramme, Bildung, Ausgaben für Umweltschutz usw. sollen wohl mehr oder weniger abgeschafft werden.

    Dabei wird mit maßlosen Übertreibungen gearbeitet um diesem Ziel näherzukommen.

    Es ist der klassische Fall, wo der Bock Gärtner werden soll.

    Nach außen hin geben sich diese Leute oft religiös.

    Es ist aber eine Religiosität die elementare Regeln der eigenen
    Religion (z.B: „Du sollst nicht lügen“ ) konterkariert.
  2. #51

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    ...

    Das amerikanische Wahlsystem gibt ihm noch 2 Jahre Zeit, um das Volk doch noch für die Richtigkeit seiner Politik zu überzeugen.
    Wie es scheint, hat Obama das nicht geschafft.
    Das Beruhigende ist, im November wird das Wahlvolk sein Urteil sprechen.
    Obama hat eigentlich das gleiche Problem wie die SPD hierzulande.
    Bewegt er sich zu weit Richtung GOP, verliert er auf der anderen Seite.

    Ich persönlich wäre als Amerikaner sicher auch enttäuscht, dass er bei vielen schon so weit auf die GOP zugegangen ist, das kaum noch was von seinem guten Ansatz übrig geblieben ist.
    Trotzdem würde ich ihn wieder wählen, denn die Alternative ist finster!

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    Es gab auch Präsidenten, die, nach Wahlschlappen bei den Midtermwahlen, einen Politikwechsel eingeleitet haben und der Stimme des Volkes gefolgt sind.
    Solche Präsidenten haben sich meistens als erfolgreich erwiesen.
    Eine solche pragmatische Haltung ist aber einem ideologisch getriebenen Präsidenten fremd.
    Er geht ein hohes Risiko ein, er muss die Konsequenzen tragen.

    .
    Ideologisch getrieben waren vor allem Reagen und Bush jr., Obama ist Prakmatiker.
  3. #52

    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    [
    Die Tea-Party weder Basis- noch demokratisch sondern eine ziemlich beängstigende Organisation:

    .[/QUOTE]

    Das Einzige, das stimmt, ist, dass Sie mit der Ausrichtung dieser Bewegung nicht übereinstimmen.
    Ich, in großen Teilen, auch nicht.
    Aber das ist unser Recht, anderer Meinung zu sein.

    Was aber bleibt:
    Diese Bewegung ist basis-demokratisch, sie hat sich Wahlen gestellt und viele Wähler überzeugt.
  4. #53

    Interessantes Verstaendnis von Meinungsfreiheit

    Hier darf man noch nicht einmal auf die selbstverstaendliche Tatsache verweisen, dass der amerikanische Praesident von amerikanischen Staatsbuergern gewaehlt wird und die Deutschen in der Regel nicht wahlberechtigt sind.

    Dann fuegt man noch ein "Und das ist gut so" hinzu, und schon faellt der Beitrag raus ...

    Russland und Putin liegt den Deutschen eben naeher als Amerika und Obama. Nicht nur geographisch gesehen.
  5. #54

    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen

    Russland und Putin liegt den Deutschen eben naeher als Amerika und Obama. Nicht nur geographisch gesehen.
    „Es ist Meine Absicht, als ein bleibendes Denkmal der Erinnerung an die Bande der Freundschaft zwischen Mir und des Hochseeligen Kaisers Alexander von Rußlands Majestät, bei Potsdam eine Colonie zu gründen, welche ich mit den, von Seiner Majestät mir überlassenen Russischen Sängern als Colonisten besetzen und Alexandrowka benennen will.“

    – Friedrich Wilhelm III.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  6. #55

    Nice!

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    „Es ist Meine Absicht, als ein bleibendes Denkmal der Erinnerung an die Bande der Freundschaft zwischen Mir und des Hochseeligen Kaisers Alexander von Rußlands Majestät, bei Potsdam eine Colonie zu gründen, welche ich mit den, von Seiner Majestät mir überlassenen Russischen Sängern als Colonisten besetzen und Alexandrowka benennen will.“

    – Friedrich Wilhelm III.
    Dazu passt den auch die folgende Meldung:

    Für Altkanzler Schröder bleibt Putin "lupenreiner Demokrat" | tagesschau.de
  7. #56

    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    Schröder ist nicht Deutschland, und der Putin ist nicht Russland.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  8. #57

    klarer Fall

    Zitat von Morotti Beitrag anzeigen
    „Es ist Meine Absicht, als ein bleibendes Denkmal der Erinnerung an die Bande der Freundschaft zwischen Mir und des Hochseeligen Kaisers Alexander von Rußlands Majestät, bei Potsdam eine Colonie zu gründen, welche ich mit den, von Seiner Majestät mir überlassenen Russischen Sängern als Colonisten besetzen und Alexandrowka benennen will.“

    – Friedrich Wilhelm III.
    das spricht doch ausgesprochen dafür, dass Obama eine zweite Chance bekommt!!
  9. #58

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    Das Einzige, das stimmt, ist, dass Sie mit der Ausrichtung dieser Bewegung nicht übereinstimmen.
    Ich, in großen Teilen, auch nicht.
    Aber das ist unser Recht, anderer Meinung zu sein.

    Was aber bleibt:
    Diese Bewegung ist basis-demokratisch, sie hat sich Wahlen gestellt und viele Wähler überzeugt.
    Das Sie in gewissen Kreisen Anerkennung findet ist unbestritten. Ihre Definition von "Basis-Demokratie" als "gewählt werden" halte ich allerdings im Hinblick auf die Finanzierung und Inhalte dieses innerrepublikanischen Parteiflügels für problematisch.

    Hier werden kaum die Interessen der "kleinen Leute" vertreten, sondern ganz unaufgeregt Frühkapitalismus, Rassismus und Entstaatlichung propagiert. Das jene "kleinen Leute" hier Feuer und Flamme werden, ist in meinen Augen keine basisdemokratische Entwicklung, sondern das mehr oder minder geschickte Ausnutzen von Bildungsdefiziten und gesellschaftlichen Grabenkämpfen. Auch die Finanzierung und mediale Unterstützung durch die Kochs und Murdochs dieser Welt hinterlässt einen bitteren Beigeschmack.
  10. #59

    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    Russland und Putin liegt den Deutschen eben naeher als Amerika und Obama. Nicht nur geographisch gesehen.
    Das ist doch nun wirklich seltsam.

    Es gibt sehr viele Leute in Europa, die sich Sorgen um ihr Land machen.
    Besonders wenn Romney gewinnen sollte.

    Viele Europäer hoffen eben, dass ihrem Land das erspart bleibt.

    Und, ich weiss jetzt nicht wie alt Sie sind,aber zumindest was
    z.B. Musikgeschmack angeht, ist der Unterschied zwischen
    Deutschland und Amerika nicht so gross.

    Russische Songs findet man bei uns in der Hitparade eher selten um nicht zu sagen überhaupt nicht.

    Dieser Song hier z.B. ist zuerst bei uns „grossgeworden“

    Anschliessend bei Ihnen.

    (KR ist übrigens Unterstützer von Obama, das nur mal so nebenbei).

    Wie man sieht, funzt es doch ganz gut in dieser einen berühmten Stadtin TN.


    Obwohl Europäer und Amerikaner sich doch ziemlich ähnlich sind, fällt es vielen Leuten hier schwer zu verstehen warum Birthers,bible belters und ähnliche Gestalten derartig viel Einfluss gewinnen können.

    Niemand hier weiss wofür Romney eigentlich steht ( ausser für Wall-Street)

    Wenn er z.B. Russland als Hauptbedrohung ansieht, zeigt das doch nur
    das er z.B. nicht begriffen hat wer der wirkliche Gegner ist.

    Und die ins masslose gesteigerte Angst vor dem Staat ( wobei „Sozialstaat“ als Schimpfwort verwendet wird) ist derart grotesk übertrieben, das man wohl mit Fug und Recht annehmen kann, das Romney im Auftrag der Koch-Brüder viele staatliche Bereiche privatisieren will.

    Raten Sie mal für welches Firmenimperium ?

    Darf man sich jetzt nicht einmal mehr Sorgen machen um Amerika ?








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