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Hat Barack Obama eine zweite Chance verdient?

Wenig ist von der positiven Aufbruchstimmung geblieben, die den Beginn von Barack Obamas erster Amtszeit als Präsident der USA kennzeichnete. Die Mühen des täglichen Geschäfts, ständige Querelen mit dem Widerstand der Republikaner für Reformprojekte, außenpolitische Krisen, immer noch kaum wachsende Wirtschaft - Obamas Elan scheint erlahmt, die Kritik wächst. Jetzt stehen wieder Präsidentschaftswahlen an: Hat Obama eine zweite Chance verdient?
  1. #510

    Zitat von Sassy60 Beitrag anzeigen
    Nur mal eine kurze Frage: kennen Sie kein einziges Projekt aus der Privatwirtschaft, das die erwarteten Kosten weit überschritten hat (Militär!)?
    (Bei mir ist das bei jedem Handwerkerprojekt der Fall, wenn ich nicht im vornherein Festpreise vereinbare...)
    Sie bestaetigen hier mal wieder - wahrscheinlich eher unfreiwillig - was ich die ganze Zeit predige:
    es wird immer alles teurer als erwartet. Und bei Obamacare wird es nicht anders sein. Nur dass wir Steuerzahler dann dafuer gerade stehen muessen. Wenn ein Privatunternehmen sich vertut, OK, dann ist das deren Problem, und nicht das Problem des Steuerzahlers. Und indirekt geben Sie hier ja zu, dass Sie davon ausgehen, dass Obamacare wesentlich teurer als erwartet wird.

    Sie erwähnten irgendwo Kostenschätzungen aus den 60ern für Medicare in 2000: haben Sie eine Ahnung, was medizinisch seit den 60ern alles möglich ist (ich sage nur Chemotherapien, Organtransplantationen, künstliche Befruchtung, MRT, CT, etc.)? Haben Sie eine Ahnung, wie sich die durchschnittliche Lebenserwartung in den letzten 50 Jahren verändert hat?
    Und jetzt erklaren Sie mir noch bitte die Relevanz des obigen. Medicare und Medicaid hatten schon weinge Jahre nach Einfuehrung gehoerige cost overruns, und Sie koennen mir nicht weismachen, dass alle diese bunten Erfindungen - schwuppdiwupp - innerhalb von zwei Jahren nach Einfuehrung von Medicare und Medicaid im Markt waren.

    Aus all diesen Gründen macht das CBO seine Kostenanalysen nur für einen Zeitraum von 10 Jahren, alles andere grenzt an Scharlatanerie.
    Und genau aus demselben Grund lassen sich auch für die Sozialsysteme keine exakten Voraussagen machen und es muß ständig angepaßt werden, die Welt ist schließlich kein Reagenzglas.
    Ihre Erwartungen und gesamte Argumentation ist einfach Käse.
    "Kaese" ist lediglich, dass Sie (und niemand sonst hier) sich verzweifelt an den CBO Projektionen festbeisst, obwohl gerade Sie wissen muessten, dass das alles Makulatur ist, obwohl nur auf 10 Jahre ausgerichtet. Sie fuehren bereits argumentative Rueckzugsgefechte, da Sie ganz genau wissen, was da auf uns zukommt.
  2. #511

    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    Richtig !.
    Vieles ist aber auch eine Generationenfrage.
    ( Da kann man wohl auch auf die jüngere Generation in den USA hoffen, die ja mehrheitlich Obama wählt. Und kluge Frauen -))))
    Die Welt des IB_31.....

    Viele junge Menschen hierzulande (reicht Ihr Fernrohr von Toulouse bis zu uns?) sind komplett desillusioniert, da sie keinen Job finden und sich das seichte "hope & change" Geschwafel als Nullnummer, als Sprechblase rausstellte.

    Und zum Thema Frauen, nun, ich gebe zu, mein Mikrokosmos ist natuerlich nicht ausschlaggebend, allerdings kenne ich viele berufstaetige, erfolgreiche Frauen, die mir ein um andere Mal sagen, wie ablehnend sie mittlerweile Obama gegenuberstehen (den sie seinerzeit gewaehlt hatten) und sich fragen "what was I thinking?".....
  3. #512

    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    Ich zitiere mal aus der Quelle, die Sie unter „historische Wahrheiten“ einordnen:
    Sicherlich klingen meine Anmerkungen in den Ohren von Einwohnern mehr oder minder sozialistischer Staaten unglaublich hart, ja sogar unmenschlich. Es gibt jedoch eine Lösung. Der Staat hat sich aus dem Gesundheitswesen vollständig herauszuhalten
    ……….
    Viele Ärzte haben einen Teil ihrer Arbeit ehrenamtlich verrichtet. Viele christliche Gemeinschaften haben karitative Einrichtungen betrieben, die sich – teils bis heute – hingebungsvoll um mittellose kranke Menschen kümmern. Auch heute akzeptieren in den USA einige noble Ärzte keine Staatsgelder. Wenn ein Patient sich die Behandlung nicht leisten kann, versuchen Arzt und Patient, zusammen einen anderen Weg zu finden. Ist der Patient etwa Automechaniker, dann übernimmt er die nächste Reparatur am Wagen des Arztes, ohne ihm dafür etwas in Rechnung zu stellen.
    ……….


    Nehmen Sie es mir nicht übel, aber d i e s e s Gesundheitswesen wird weder in den USA noch in Europa jemand einführen können.
    Wenn Sie das unter „historische Wahrheiten“ einordnen, dann zeigt dies nur eines:
    Sie sind argumentativ völlig am Ende, wenn Sie derartige Quellen bemühen müssen.
    Es gibt jetzt eigentlich nur noch eine Steigerung:
    Die heisst Kopp-Verlag .
    Sicherlich werden Sie in den USA ähnliche Quellen finden.

    Nur Mut, Sie schaffen das !
    Mir persönlich war vollkommen klar, daß sie lediglich diese ausgewählte Stelle zitieren, während sie den eigentlich gemeinten Teil, nämlich den Beleg über die Vervielfachung der Kosten des Gesundheitswesens von Massachusetts um das 11(!)fache nach Einführung einer Zwangsversicherung komplett ignorieren.

    Dabei handelt es sich bei dem von Ihnen zitierten Text um Überlegungen des Autors über das Verhältnis von staatlicher Reglementierung und Eigenverantwortung des Bürgers als Patient.
  4. #513

    Zitat von h_calloway Beitrag anzeigen
    Zunaechst mal ist anzumerken, dass der Artikel offenbar 2001 als die Stunde Null ansieht (vielleicht hab ich was uebersehen, dann korrigieren Sie mich bitte). Sowas ist einfach nur als "schlecht recherchiert" zu bezeichnen, denn nichts passiert in einem Vakuum sondern ist in einen historischen Prozess eingebunden.

    Ich vermisse z.B. die Erwaehnung des 'community reinvestmant act', die Politisierung von FM & FM unter Clinton, und den Gramm-Leach-Bliley Act von 1999 (unterzeichnet von Clinton). Ohne diese Herangehensweise kann man die Resultate nicht verstehen.

    Von daher ist dieser Artikel eher als "maessig" zu bezeichnen.
    Hank, folgendes ist nicht zu leugnen.
    Über 90% der faulen loans sind unter Bush abgeschlossen worden.
    Und fast 100% der von F&F "übernommenen" loans sind unter der
    Aufsicht von Bush geschehen. Verkauft wurden diese loans meist
    von den privaten Banken. Viele von ihnen wurden wegen der
    offensichtlichen Betrügereien dabei, von ordentlichen Gerichten
    verurteilt. Hierzu habe ich oft die Beweise verlinkt.
    Und jetzt um Dich zu ärgern. Noch 2007 in Heiligendamm
    verneinte Bush, dass es da Probleme gab und dass die Märkte
    sich schon alleine regulieren könnten. (Das ist öffentlich !)
    Das taten die Märkte nicht. Später war Greenspan überrascht von
    der Dummheit der Teilnehmer (Banken), aber vorher hat er mit
    seinem niedrigen Zins die Blase erst ermöglicht. Noch heute
    leiden wir, wie die USA von diesem Mismanagement. Das kostete
    vielen Staaten 30-40% ihrer Staatsschulden, die USA sind da
    eingeschlossen. Obamas Schulden kommen zum grössten Teil
    von dieser Krise. Wenn er nach Clinton gekommen wäre, ginge
    es uns und den USA IMHO besser.
    Ja auch Demokraten haben Fehler gemacht, aber viel kleinere
    als die Reps und ein Romney ist nicht die Lösung, schon weil
    er dann auf die gleichen,falschen Leute angewiesen wäre.
  5. #514

    Zitat von h_calloway Beitrag anzeigen
    Sie bestaetigen hier mal wieder - wahrscheinlich eher unfreiwillig - was ich die ganze Zeit predige:
    es wird immer alles teurer als erwartet.
    Hank, besonders die Republikaner sind da DAS Beispiel.
    Der Irak Krieg sollte einmal gerade 20 billions$ kosten.
    Es wurden mehr als 1000 billions, wie wir alle wissen.
    Und das Resultat ?
  6. #515

    Zitat von h_calloway Beitrag anzeigen
    Hier ein Artikel aus dem WSJ, der die ganze Malaise recht gut beleuchtet.
    The Price of RomneyCare - WSJ.com
    Unbrauchbar, da nur für "Subscribers" lesbar.
  7. #516

    Zitat von mauskeu Beitrag anzeigen
    Hank, besonders die Republikaner sind da DAS Beispiel.
    Der Irak Krieg sollte einmal gerade 20 billions$ kosten.
    Es wurden mehr als 1000 billions, wie wir alle wissen.
    Und das Resultat ?
    Haargenau. Und deshalb sollte man den gleichen Fehler nicht zweimal machen und eine unausgegorene HCR durch den Kongress pruegeln in der naiven Hoffnung, dass das fiskalisch schon irgendwie gut geht (vor allem wenn die historischen Daten das genaue Gegenteil bezeugen)........
  8. #517

    Zitat von h_calloway Beitrag anzeigen
    Haargenau. Und deshalb sollte man den gleichen Fehler nicht zweimal machen und eine unausgegorene HCR durch den Kongress pruegeln in der naiven Hoffnung, dass das fiskalisch schon irgendwie gut geht (vor allem wenn die historischen Daten das genaue Gegenteil bezeugen)........
    Tu dir mal den gefallen und schau dir die neuesten zahlen von der so oft zitierten Office an.
    Aehnlich positif sind die Hochrechnungen hier in Colorado.
  9. #518

    Zitat von Sassy60 Beitrag anzeigen
    Unbrauchbar, da nur für "Subscribers" lesbar.
    Ich bin kein subscriber und hab den Artikel aufrufen koennen.
  10. #519

    Zitat von h_calloway Beitrag anzeigen
    Haargenau. Und deshalb sollte man den gleichen Fehler nicht zweimal machen und eine unausgegorene HCR durch den Kongress pruegeln in der naiven Hoffnung, dass das fiskalisch schon irgendwie gut geht (vor allem wenn die historischen Daten das genaue Gegenteil bezeugen)........


    Hank, Du solltest da aber auch etwas mehr die Versprechungen
    der GOP in Frage stellen. Deren record ist sehr schlecht und im
    Moment machen sie grosse Versprechungen.








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