Forum: Politik
Hat Barack Obama eine zweite Chance verdient?
Wenig ist von der positiven Aufbruchstimmung geblieben, die den Beginn von Barack Obamas erster Amtszeit als Präsident der USA kennzeichnete. Die Mühen des täglichen Geschäfts, ständige Querelen mit dem Widerstand der Republikaner für Reformprojekte, außenpolitische Krisen, immer noch kaum wachsende Wirtschaft - Obamas Elan scheint erlahmt, die Kritik wächst. Jetzt stehen wieder Präsidentschaftswahlen an: Hat Obama eine zweite Chance verdient?
- #30 11.06.2012 14:37 von
- #31 11.06.2012 14:49 von
Fast niemand und besonders die GOP haben nicht verstanden,
wie tief die USA in der Krise sind. Dann hätte man ja zugeben müssen,
das GW Bush das Land heruntergewirtschaftet hatte.
"As much as we hear politicians, pundits, tea-party patriots and the
Congressional Budget Office obsessing about government debt, it was excessive private debt — not public debt — that caused the 2008 financial meltdown."
"In the 11 quarters since the recession officially ended, total domestic debt has risen by just $702 billion, or 1.4%. By contrast, in the 11 quarters before the recession began, in those bubble years of 2005, 2006 and 2007, total debt increased by $10.7 trillion, or 28%."
U.S. debt load falling at fastest pace since 1950s - Yahoo! Finance
Die Krise war so extrem, dass sie von NIEMANDEM und besonders
nicht von Leuten die sie verschuldeten, in einer Legislaturperiode
überwunden werden konnte. Die Heilung braucht Zeit.
Wer etwas Anderes behauptet macht billige Polemik. - #32 11.06.2012 20:20 von
Bitte um Aufklärung
Was hat Obama falsch gemacht?
Barak Obama hat 2008 zwei Kriege von seinem Vorgänger geerbt dazu eine Finanzkrise und einen riesen Schuldenberg.
Er hat zugegebenermassen viel versprochen doch damit ist er keine Ausnahme, anders sind Wahlen offensichtlich nicht zu gewinnen. Das ist in Europa nicht anders.
Im Repressentantenhaus sind die Demokraten in der Minderheit .Lediglich im Senat haben sie die Mehrheit. Die Republikaner haben sich dabei als Verhinderer stark gemacht, was zeigt ,das politische Spielereien wichtiger sind als Landesinteressen.
Barak Obama hat zwar Verbesserungspotential aber dennoch eine zweite Chance verdient - #33 11.06.2012 21:37 von tennessean
Immer wieder beeindruckend
mit welch grossartigem Sachverstand und verblueffender Differenziertheit hier immer wieder die USA beurteilt werden. Da kann ich als US-Buerger nur neidlos und voller Anerkennung meinen Uncle Sam's Hut ziehen.
Allerdings moechte ich eine kleine Anmerkung machen: der Faschismus ist keine Erfindung aus Amerika, diese Ehre nehmen wir fuer uns nicht in Anspruch. Mein voellig ausgebleichtes Gehirn sagt mir, dass er in Europa seine Bluetezeit hatte, insbesondere in einem kleinen unbedeutenden Land in Zentraleuropa, das dann leider, leider von den Idioten und Heuchlern aus der neuen Welt von ihm erloest werden musste. - #34 12.06.2012 09:14 von
Sicher hat er die
Ich finde nicht, dass er seine Chance nicht genutzt hat. Er hat sehr gute Ansätze aber es wird ja alles von ihm im Kongress boykotiert. Ich hoffe er bekommt die Chance seine Arbeit zu beenden. Es meiner Meinung nach wirklich schade.
- #35 12.06.2012 13:52 von tennessean
Stimmt so nicht
In den ersten beiden Jahren hatte er eine satte Mehrheit in beiden Haeusern des Kongresses, jetzt immerhin immer noch im Senat. Der Kongress kann also als Suendenbock schlecht her halten.
Also versucht er es immer noch mit Bush. Der hat aber nachweislich in den letzten 3.5 Jahren nichts gemacht, wirkt mithin auch zunehmend unplausibel als Suendenbock.
Dann kam im letzten Jahr der Tsunami daher. Nun ja, der hat sich nun weitgehend als japanisches Problem entpuppt. Und seit Toyota wieder aus allen Rohren feuert, wirkt auch das laecherlich.
Und jetzt also die Eurokrise. Leider machte der Club Med aber genau die von Obama bevorzugte Politik: d.h. Geld drucken, was das Zeug haelt! Und genau diese Politik hat ein Griechenland keine bluehenden Landschaften hervorgebracht. Wie erklaere ich das jetzt als Obama dem Waehler?
Der Mann hat zwei Probleme, die wechselseitig einander bedingen: er glaubt an den starken, expansiven Staat, diesen Glauben teilt er uebrigens mit seinem Vorgaenger, und er hat definitiv keine Ahnung von Wirtschaft. Ich hoffe dass man ihn bis zum November endlich als das entlarvt hat, was er wirklich ist: ein Wiedergaenger des voellig inkompetenten Jimmy Carter! - #36 12.06.2012 18:26 von
Gab es seit Jimmy Carter schon ein Präsident, der von irgend etwas eine Ahnung hatte?
Michail Gorbatschov erzählte über die Abrüstungsgespräche mit Ronald Reagan jedenfalls ,er sei erschrocken wie wenig Dossiekenntnis sein gegenüber besass .
Ueberhaupt habe ich manchmal den Eindruck der Präsident sei irgend ein Aushängeschild . Im Hintergrund regieren andere. Vorallem bei Schauspieler Reagan oder GW Bush schien es zumindest so. - #37 12.06.2012 18:46 von
- #38 12.06.2012 22:14 von tennessean
Gorbatschow als Referenz
Immerhin hat der in Rekordzeit mal eben ein Imperium vergeigt ... ich weiss nicht, als Referenz taugt so einer nur bedingt. Von Clinton jedenfalls und dem alten Bush hat niemand jemals behauptet, die seien taube Nuesse. Reagan hatte zumindest einen sicheren Blick fuer das grosse Ganze, der dem Herrn Gorbatschow sicherlich abging. Vielleicht war der zu detailversessen? Bei Reagan musste jede Entscheidungsvorlage auf ein Blatt passen. Das war immerhin keine dumme Vorgabe.
Ich glaube auch nicht, dass man ueberhaupt President werden kann, wenn man dumm ist, es sei denn, man wird vom Vize zum Boss befoerdert. Der US Wahlkampf ist bekanntlich eine verdammt harte Angelegenheit. Ein Dummkopf steht die erst gar nicht durch!
Eine andere Frage ist die nach der wirtschaftspolitischen Kompetenz. Die kann man bekanntlich auch sehr wohl bei Merkel in Frage stellen, ohne sie deshalb automatisch auch fuer dumm zu halten.
Wirtschaftspolitische Kompetenz ist aber momentan wirklich angesagt. Und auf dem Feld hat Obama nachweislich nichts zu bestellen! - #39 13.06.2012 09:15 von
Und? Die Demokratie wurde auch nicht in Amerika erfunden, trotzdem gebärden die US-Amerikaner sich heute so, als wären sie die einzigen die etwas davon verstünden. Die Sklaverei wurde auch nicht in den USA erfunden, trotzdem waren die US-Amerikaner von der Idee so begeistert, dass sie sich partout nicht davon trennen wollten.
Wo etwas 'erfunden' wird, hat nichts damit zu tun wo es zum ersten mal Anwendung findet noch wo es zur vollen Blüte gelangt.
Die Sowjetunion war die 'neue Welt'? Interessant.
Allerdings würde ich die Sowjets nicht als Heuchler bezeichnen, die waren genauso hart, wie sie sich gegeben haben.
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