Hat Barack Obama eine zweite Chance verdient?

Wenig ist von der positiven Aufbruchstimmung geblieben, die den Beginn von Barack Obamas erster Amtszeit als Präsident der USA kennzeichnete. Die Mühen des täglichen Geschäfts, ständige Querelen mit dem Widerstand der Republikaner für Reformprojekte, außenpolitische Krisen, immer noch kaum wachsende Wirtschaft - Obamas Elan scheint erlahmt, die Kritik wächst. Jetzt stehen wieder Präsidentschaftswahlen an: Hat Obama eine zweite Chance verdient?
  1. #30

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    Nicht das die EU nicht wichtig wäre, aber 2011 exportierten die USA in die EU Güter und Leistungen im Wert von 268 MRD $(deutsche MRD).

    Nach Kanada waren im selben Zeitraum Exorte im Wert von 281 MRD $

    Da sehen Sie mal, wettbewerbsfähig die amerikanische Wirtschaft ist.
  2. #31

    Zitat von nahal Beitrag anzeigen
    Eine zweite Chnace bekommen impliziert, dass man die erste nicht genutzt hat.

    Es geibt Gründe, warum Obama seine erste Chance vergeigt hat.
    Es liegt in seiner Politik begründet.

    Wir sprachen früher über Clinton.
    In den ersten zwei Jahren seiner Amtszeit hat er auch eine falsche Politik betrieben. Die Wähler haben ihm das deutlich zu verstehen gegeben (bei den midterm Wahlen 1994).
    Als Reaktion darauf hat Clinton seine Politik geändert.

    Obama beharrt weiter auf seine sich als falsch erwiesen Politik. Es gibt kein Zeichen, dass er diesen falschen Weg verlassen würde.

    Er hat keine Chance verdient, das falsche weiter zu betreiben.
    Fast niemand und besonders die GOP haben nicht verstanden,
    wie tief die USA in der Krise sind. Dann hätte man ja zugeben müssen,
    das GW Bush das Land heruntergewirtschaftet hatte.
    "As much as we hear politicians, pundits, tea-party patriots and the
    Congressional Budget Office obsessing about government debt, it was excessive private debt — not public debt — that caused the 2008 financial meltdown."
    "In the 11 quarters since the recession officially ended, total domestic debt has risen by just $702 billion, or 1.4%. By contrast, in the 11 quarters before the recession began, in those bubble years of 2005, 2006 and 2007, total debt increased by $10.7 trillion, or 28%."
    U.S. debt load falling at fastest pace since 1950s - Yahoo! Finance

    Die Krise war so extrem, dass sie von NIEMANDEM und besonders
    nicht von Leuten die sie verschuldeten, in einer Legislaturperiode
    überwunden werden konnte. Die Heilung braucht Zeit.
    Wer etwas Anderes behauptet macht billige Polemik.
  3. #32

    Bitte um Aufklärung

    Zitat von ObackoBarama Beitrag anzeigen
    Ich habe mich damals für Obama gefreut.
    Es war ein historischer Abend damals, wo das Bild des weinenden Jessie Jackson mir am meisten in Erinnerung geblieben ist.

    Aber, nach 4 Jahren, muß ich sagen, seine Präsidentschaft war ein großes Nichts.

    Wenn er konsuequent geblieben wäre, und das alles was er versprochen hat, wenigstens vewrsucht hätte umzusetzen (Gunatanamo schließen, Kriege beenden, Finanzmaffia von Wall Sreet zu bändigen, usw..- und wenn er am Widerstand des Gegners gescheitert wäre und dann zurückgetreten wäre- wäre er als großer, ehrenhafter Mann in Erinnerung geblieben, hätte auch den Respekt des Gegners gehabt. So aber...war das Ganze ein lahmes Sich-irgendwie-Durchwursteln.
    Also wenn er verliert, wird's glaube ich Niemanden besonders jucken.
    Bzw. einen großen Unterschied zwischen ihm und Romney gibt es in Wirklichkeit nicht.
    Romney ist auch kein Falke, eher ein gemäßigter und vernünftiger..

    Also ob Obama die zweite Chane verdient hätte, sollen die Amis entscheiden. Ich würde sagen, eher nicht.
    Was hat Obama falsch gemacht?
    Barak Obama hat 2008 zwei Kriege von seinem Vorgänger geerbt dazu eine Finanzkrise und einen riesen Schuldenberg.
    Er hat zugegebenermassen viel versprochen doch damit ist er keine Ausnahme, anders sind Wahlen offensichtlich nicht zu gewinnen. Das ist in Europa nicht anders.
    Im Repressentantenhaus sind die Demokraten in der Minderheit .Lediglich im Senat haben sie die Mehrheit. Die Republikaner haben sich dabei als Verhinderer stark gemacht, was zeigt ,das politische Spielereien wichtiger sind als Landesinteressen.
    Barak Obama hat zwar Verbesserungspotential aber dennoch eine zweite Chance verdient
  4. #33

    Immer wieder beeindruckend

    Zitat von deus_ex_machina Beitrag anzeigen
    Es ist doch völlig irrelevant, ob er eine "zweite Chance" bekommt oder nicht: wenn der kleine Faschist Obama nicht überall auf der Welt wohlmeinend 'Freiheit und Demokratie' verteilt (sprich: reichlich Menschen zum ausschließlichen Wohl der US-amerikanischen Wirtschaft umbringen lässt), dann tut das ab 2013 der große Faschist Romney.

    "Zweite Chance" suggeriert ja, dass es eine Änderung gäbe. Das wird aber natürlich nicht der Fall sein, denn eine zweite Amtszeit wäre ja eine Fortsetzung der bisherigen Politik.
    Man muss sich wohl darüber klar werden, dass die USA im Moment einfach derart in einer Sackgasse stecken, dass es ohne eklatante Umbrücke eher gar nicht mehr weitergehen, sondern nur noch Stillstand geben wird. So lange frömmelnde, bigotte Heuchler eine völlig gehirngewaschene Gesellschaft auch weiterhin davon überzeugen können, dass es unheimlich 'amerikanisch' ist, auch bei einer 60-Stunden-Arbeitswoche noch am Hungertuch zu nagen, während eine winzige oligarche Spitze den Reichtum allein anhäuft, so lange kann sich nichts verändern.
    Immerhin: zusammen mit dem Komplex 'Unterdrückung - Ausbeutung - Krieg' haben die USA mit diesem Gesellschaftsmodell ihre zwei einzigen Exportschlager, die leider allzugern in der ganzen Welt angenommen werden.
    mit welch grossartigem Sachverstand und verblueffender Differenziertheit hier immer wieder die USA beurteilt werden. Da kann ich als US-Buerger nur neidlos und voller Anerkennung meinen Uncle Sam's Hut ziehen.

    Allerdings moechte ich eine kleine Anmerkung machen: der Faschismus ist keine Erfindung aus Amerika, diese Ehre nehmen wir fuer uns nicht in Anspruch. Mein voellig ausgebleichtes Gehirn sagt mir, dass er in Europa seine Bluetezeit hatte, insbesondere in einem kleinen unbedeutenden Land in Zentraleuropa, das dann leider, leider von den Idioten und Heuchlern aus der neuen Welt von ihm erloest werden musste.
  5. #34

    Sicher hat er die

    Ich finde nicht, dass er seine Chance nicht genutzt hat. Er hat sehr gute Ansätze aber es wird ja alles von ihm im Kongress boykotiert. Ich hoffe er bekommt die Chance seine Arbeit zu beenden. Es meiner Meinung nach wirklich schade.
  6. #35

    Stimmt so nicht

    Zitat von ares23 Beitrag anzeigen
    Ich finde nicht, dass er seine Chance nicht genutzt hat. Er hat sehr gute Ansätze aber es wird ja alles von ihm im Kongress boykotiert. Ich hoffe er bekommt die Chance seine Arbeit zu beenden. Es meiner Meinung nach wirklich schade.
    In den ersten beiden Jahren hatte er eine satte Mehrheit in beiden Haeusern des Kongresses, jetzt immerhin immer noch im Senat. Der Kongress kann also als Suendenbock schlecht her halten.

    Also versucht er es immer noch mit Bush. Der hat aber nachweislich in den letzten 3.5 Jahren nichts gemacht, wirkt mithin auch zunehmend unplausibel als Suendenbock.

    Dann kam im letzten Jahr der Tsunami daher. Nun ja, der hat sich nun weitgehend als japanisches Problem entpuppt. Und seit Toyota wieder aus allen Rohren feuert, wirkt auch das laecherlich.

    Und jetzt also die Eurokrise. Leider machte der Club Med aber genau die von Obama bevorzugte Politik: d.h. Geld drucken, was das Zeug haelt! Und genau diese Politik hat ein Griechenland keine bluehenden Landschaften hervorgebracht. Wie erklaere ich das jetzt als Obama dem Waehler?

    Der Mann hat zwei Probleme, die wechselseitig einander bedingen: er glaubt an den starken, expansiven Staat, diesen Glauben teilt er uebrigens mit seinem Vorgaenger, und er hat definitiv keine Ahnung von Wirtschaft. Ich hoffe dass man ihn bis zum November endlich als das entlarvt hat, was er wirklich ist: ein Wiedergaenger des voellig inkompetenten Jimmy Carter!
  7. #36

    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    In den ersten beiden Jahren hatte er eine satte Mehrheit in beiden Haeusern des Kongresses, jetzt immerhin immer noch im Senat. Der Kongress kann also als Suendenbock schlecht her halten.

    Also versucht er es immer noch mit Bush. Der hat aber nachweislich in den letzten 3.5 Jahren nichts gemacht, wirkt mithin auch zunehmend unplausibel als Suendenbock.

    Dann kam im letzten Jahr der Tsunami daher. Nun ja, der hat sich nun weitgehend als japanisches Problem entpuppt. Und seit Toyota wieder aus allen Rohren feuert, wirkt auch das laecherlich.

    Und jetzt also die Eurokrise. Leider machte der Club Med aber genau die von Obama bevorzugte Politik: d.h. Geld drucken, was das Zeug haelt! Und genau diese Politik hat ein Griechenland keine bluehenden Landschaften hervorgebracht. Wie erklaere ich das jetzt als Obama dem Waehler?

    Der Mann hat zwei Probleme, die wechselseitig einander bedingen: er glaubt an den starken, expansiven Staat, diesen Glauben teilt er uebrigens mit seinem Vorgaenger, und er hat definitiv keine Ahnung von Wirtschaft. Ich hoffe dass man ihn bis zum November endlich als das entlarvt hat, was er wirklich ist: ein Wiedergaenger des voellig inkompetenten Jimmy Carter!
    Gab es seit Jimmy Carter schon ein Präsident, der von irgend etwas eine Ahnung hatte?
    Michail Gorbatschov erzählte über die Abrüstungsgespräche mit Ronald Reagan jedenfalls ,er sei erschrocken wie wenig Dossiekenntnis sein gegenüber besass .
    Ueberhaupt habe ich manchmal den Eindruck der Präsident sei irgend ein Aushängeschild . Im Hintergrund regieren andere. Vorallem bei Schauspieler Reagan oder GW Bush schien es zumindest so.
  8. #37

    Zitat von algenib Beitrag anzeigen
    Ueberhaupt habe ich manchmal den Eindruck der Präsident sei irgend ein Aushängeschild . Im Hintergrund regieren andere.
    Sie täuschen sich nicht, es stimmt.
    Geändert von ( um Uhr)
    In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.
  9. #38

    Gorbatschow als Referenz

    Zitat von algenib Beitrag anzeigen
    Gab es seit Jimmy Carter schon ein Präsident, der von irgend etwas eine Ahnung hatte?
    Michail Gorbatschov erzählte über die Abrüstungsgespräche mit Ronald Reagan jedenfalls ,er sei erschrocken wie wenig Dossiekenntnis sein gegenüber besass .
    Ueberhaupt habe ich manchmal den Eindruck der Präsident sei irgend ein Aushängeschild . Im Hintergrund regieren andere. Vorallem bei Schauspieler Reagan oder GW Bush schien es zumindest so.
    Immerhin hat der in Rekordzeit mal eben ein Imperium vergeigt ... ich weiss nicht, als Referenz taugt so einer nur bedingt. Von Clinton jedenfalls und dem alten Bush hat niemand jemals behauptet, die seien taube Nuesse. Reagan hatte zumindest einen sicheren Blick fuer das grosse Ganze, der dem Herrn Gorbatschow sicherlich abging. Vielleicht war der zu detailversessen? Bei Reagan musste jede Entscheidungsvorlage auf ein Blatt passen. Das war immerhin keine dumme Vorgabe.

    Ich glaube auch nicht, dass man ueberhaupt President werden kann, wenn man dumm ist, es sei denn, man wird vom Vize zum Boss befoerdert. Der US Wahlkampf ist bekanntlich eine verdammt harte Angelegenheit. Ein Dummkopf steht die erst gar nicht durch!

    Eine andere Frage ist die nach der wirtschaftspolitischen Kompetenz. Die kann man bekanntlich auch sehr wohl bei Merkel in Frage stellen, ohne sie deshalb automatisch auch fuer dumm zu halten.

    Wirtschaftspolitische Kompetenz ist aber momentan wirklich angesagt. Und auf dem Feld hat Obama nachweislich nichts zu bestellen!
  10. #39

    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    Allerdings moechte ich eine kleine Anmerkung machen: der Faschismus ist keine Erfindung aus Amerika, [...]
    Und? Die Demokratie wurde auch nicht in Amerika erfunden, trotzdem gebärden die US-Amerikaner sich heute so, als wären sie die einzigen die etwas davon verstünden. Die Sklaverei wurde auch nicht in den USA erfunden, trotzdem waren die US-Amerikaner von der Idee so begeistert, dass sie sich partout nicht davon trennen wollten.
    Wo etwas 'erfunden' wird, hat nichts damit zu tun wo es zum ersten mal Anwendung findet noch wo es zur vollen Blüte gelangt.

    Zitat von tennessean Beitrag anzeigen
    kleinen unbedeutenden Land in Zentraleuropa, das dann leider, leider von den Idioten und Heuchlern aus der neuen Welt von ihm erloest werden musste.
    Die Sowjetunion war die 'neue Welt'? Interessant.
    Allerdings würde ich die Sowjets nicht als Heuchler bezeichnen, die waren genauso hart, wie sie sich gegeben haben.